Werde mal ein paar Zeilen über unsere diesjährige Reise nach Skandinavien schreiben.
Vorab: Leider habe ich auf meiner Tastatur keine „Nynorsk und Bokmol Buchstaben. Jedenfalls kenne ich den Befehl nicht, wie man sie hervorzaubert. Per Drag und Drop sollte es gehen. Vielleicht kann ich den Bericht ja später noch editieren.
Bitte klickt auf die Vorschaubilder.
Wir benutzten die „Vogelfluglinie“ über Putgarden/ Röbgi- Helsingör/ Helsingborg
Der erste Tag brachte uns bis Farö/Dänemark auf den Platz unterhalb der Brücke. Viele von euch werden den Platz kennen.
Obwohl noch sehr früh am Tag entschlossen wir uns dort zu übernachten , weil es uns dort trotz des Krachs von der Brückeher doch sehr gefällt.
Ein mulmiges Gefühl hatten wir nach den letzten Meldungen hier im Forum über die Unsicherheit auf dem SP dort doch etwas. Aber es ist alles gut gegangen.
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Am nächsten Tag fuhren wir über Helsingborg- Göteburg – unterhalb Oslo mit der Fähre von Moss nach Horten. Daran war mein Navi Schuld. Dieses meinte nämlich, dass sei der schnellste Weg Richtung Bergen. Auf der Preisliste an der Fähre stand Womo bis 6m 85,- Kronen. Über 6m war nicht ausgefüllt. Also ich in die Schlange zur Kasse. Bezahlen musste ich 240,- Kronen für 6 – 7m.
Auf der anderen Seite des Fjords musste ich zu allem Überfluss dann feststellen, dass der Tunnel gesperrt war. Überall wo ich entlang fuhr waren Umleitungen. Eigentlich wollte ich einen Abstecher nach Tönsberg machen – Andreas besuchen. Aber ich war so genervt und kaputt, dass wir es sein ließen und noch etwas weiter nördlich bis ca. nach Eidsfoss/ LV35 auf einen schönen CP fuhren.
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Der nächste Tag brachte uns zum Haukelifjell. Dort befindet sich ein sehr schöner, weitläufiger Platz, auf dem man mit dem Womo prächtig stehen kann. Ein paar Meter neben dem Wohnmobil war noch überall Schnee, auf dem unsere Motte (Hündin) sichtlich gut gelaunt umhertollte.
Ich unternahm am nächsten Tag eine Wanderung zum weiter unten liegenden See. Wirklich sehr schön die Gegend dort auf dem Haukelifjell!
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Die tolle Strecke E134 über das Haukelifjell fahren wir sehr gerne.
Zwei Nächte übernachteten wir dort ehe wir dann weiterfuhren.
Über Odda/ RV13 ging es nach Eidfjord. Eine kleine Stadt mit einigen Sehenswürdigkeiten. So ist uA. das technische Museum des Kraftwerkes sehenswert.
Anschließend fuhren wir den RV7, einer tollen Touristenstraße, über das Hardangervidda bis nach Geilo. Wir suchten einen Platz zum frei stehen, was leider schwierig war. Irgendwo weiter nördlich fanden wir dann aber doch was für die Nacht.
Weiter ging es am nächsten Tag über Valdresflya und das Dovrefjell (E6) nach Magalaupe, einen tollen Campingplatz, wo wir uns schon fast zu den Stammgästen zählen können. Der Betreiber spricht deutsch, ist mit einer Deutschen verheiratet. Man kann dort mit ihm auf Moschusochsentour ins benachbarte Truppenübungsgelände auf dem Fjell gehen, was wir vor zwei Jahren gemacht haben. So im kleinen Kreis von ca. 8 Leuten ist es eine ganz tolle Sache. Leider klappte es aus Wetter- u. Termingründen letztes und dieses Jahr nicht.
Hier blieben wir wie immer zwei Tage.
Der Fluss Sjoa (wenn ich mich nicht täusche) fließt direkt am CP entlang. Die großen Wassermassen pressen sich durch eine ganz schmale Spalte im Fels, was dem Ort den Namen gibt.
Man kann dort angeln, wandern (Wanderpläne/ Vorschläge gibt es in der Rezeption) oder die Seele baumeln lassen.
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Die E6 ging es dann weiter über Trondheim, wo ich mal den Hafen bestaunen wollte und mich trotz Navi verfahren habe. Ist einfach nicht unseren Welt, so ein Trubel. Wir haben es dann aufgegeben und sind weiter bis zum Snosavatn auf den Vegset - Campingplatz gefahren. Das ist bei uns schon seit x- Jahren Gewohnheit. Hier kann man bei entsprechenden Temperaturen herrlich baden.
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Wir fuhren am nächsten Tag weiter über Mo i Rana bis nach Utskarpen, wo ein Teil meiner Verwandtschaft wohnt, die wir schon seit Jahren einmal im Jahr besuchen. Dieses mal war es anders. Das Haus meiner Tante war verweist, sie war vor einigen Wochen an schwerer Krankheit 85 jährig gestorben. Alles war so belassen worden, als sei sie nur kurz aus dem Haus. War ein trauriges Gefühl.
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Mit ihrem Enkel und Familie, die auf dem Grundstück eine Schafszucht betreiben , sind wir dann auf einen Sonntagsausflug über das Sjönfjelet nach Nesna gefahren. Das ist eine kleine aber feine Hafenstadt.
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Fünf Tage blieben wir dort und erholten uns, bevor wir weiter nach Inhavet, unterhalb von Narvik fuhren. Dort besuchten wir weitere Verwandtschaft. Nächstes Jahr sollen wir auf jedenfall wieder kommen und länger bleiben. Wir übernachteten dort in deren Garten.
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Wir wollten jedenfalls am nächsten Tag weiter auf die Lofoten. Dafür fuhren wir bis Skutvik. Von dort nahmen wir die Fähre nach Svolvär. Leider war auch diese Fähre dreimal so teuer wie für Fahrzeuge bis 6m. Ich habs ja früher immer gesagt, ich bleibe unter 6m. Nun habe ich die Folgen zu tragen.
Und geschaukelt hat die Fähre - grauenhaft
Svolvär ist eine sehr ansehnliche kleine Stadt, aber wir wollte weiter.
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Wir fuhren die 20km weiter bis Kalle- Stranda auf einem freien Stellplatz mit Plumskloo und Wasseranschluß (Schulz Reiseführer) Hier waren wir auch bei unserer letzten Lofotentour. Wir hatten das Glück, spitzenmäßiges Wetter zu haben. Also bleiben wir zwei Tage dort und badeten im Atlantik. Herrliche Gegend. Ein Tag war dort Völkerwanderung angesagt, die Familien mit Kindern und allem, was dazu gehört bevölkerten den Strand, um einen Tag badender und sonnenbadenderweise dort zu verbringen.
Leider liegt der Platz ab 18 Uhr im Schatten, weil die Sonne hinter den nördlich liegenden Bergen verschwindet.
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Danach ging es bis Eggum, ebenfalls bei uns Pflicht auf den Lofoten. Leider auch diesmal keine Sonne, nur Wolken wohin man blickte und Regen was das Zeug hielt. Dabei hat man auf Eggum bis zum 17. Juli laut Plan wegen freier Sicht nach Norden dort die Möglichkeit, die Mitternachtssonne zu sehen.
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Weiter führte uns der Weg nach A also O wegen dem kleinen o auf dem A. Hier trafen wir Andreas.
unbekannter Fotograf:
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Andreas und ich unternahmen gleich mal eine kleine Fototour, was bei Andreas mit seiner tollen Proficam zu tollen Bildern führte. Aber nicht nur die Kamera machts, sondern auch der Mann dahinter . Da kann man den Profi nicht verkennen.
Zwei Tage bleiben wir dann noch zusammen, bevor ich meinte, er wäre in seiner Ausführung, Bilder zu schießen durch mich behindert, weshalb ich dann vorschlug, getrennt weiter zu fahren. Wäre sehr gerne den Rest unserer Reise zusammen geblieben. Auch Ulla hatte es gefallen, zuzusehen, wie wir knipsender und rumalbernder Weise die Tage verbrachten. Es hat mir ganz tollen Spaß gemacht.
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Auf den Lofoten gibt es soviel zu sehen und darüber zu berichten, dass es alleine einen Beitrag wert wäre. Hier nur soviel: Reine, Nusfjord Henninggsvaer und wie die Fischerdörfer alle heißen sind alle eine Reise wert. Sehenswert dort in den Häfen auch die Rorbuers. Früher aus Holzpfählen in und ans Wasser gebaute Häuser, damit die Fischer, zurück vom Fang, dicht am Wasser ihren Fang, Geräte und sich selbst unterbringen konnten. Heute begehrte Urlaubsunterkünfte, trotz Wohnmobilbooom.
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Die Landschaft überall auf den Lofoten ist bombastisch. Glasmuseum in Vikten, das Wikingermuseum in Borge sind weiter wichtige Ziele.
In Stö bleiben wir eine Nacht auf dem „Bobilcamp“, in der Hoffnung, hier die Mitternachtssonne zu sehen. Etwas schien sie auch durch die Wolken. Den Beweis bleibe ich euch schuldig, weil ich keine Lust mehr hatte, aus dem kuscheligen Bett aufzustehen, in dem ich schon lag, weil noch kurz vorher alles so aussah, als wäre es wegen Wolken wieder nichts.
Nun ging es weiter bis kurz vor Kiruna in Schweden. Dort war uns von einer früheren Fahrt der Platz bekannt, auf dem wir dann die Nacht verbrachten. Auch die Nordschwedische Landschaft hat was. Auch ist dort sehr wenig Verkehr. Stehen kann man fast überall ohne Probleme.
Wir fuhren dann den „Inlandsvegen“ bis kurz hinter Arvedjure. Hier bogen wir einen Seitenweg an einem Fluß ab. Nach einigen hundert Metern fanden wir einn schönen Platz zu übernachten. Als wir so da standen, kam ein Mann vorbei und klopfte ans Womo. Schreck lass nach, aber nein, er fragte, ob er reinkommen dürfe. Warum nicht, wenn es mir auch irgendwie komisch war. Aber völlig unbegründet, wie sich rausstellte. Er sah im Vorbeifahren nur unser Nummernschild und dachte an seine Heimat. Er ist vor zig Jahren nach dort ausgewandert. Wir unterhielten sehr angeregt und ausgiebig.
Weiter ging es dann den „Inlandsvegen“ in Richtung Röros. Aber vorher mussten wir noch einmal unterwegs übernachten. Das taten wir ca. 100km westlich von Röros, noch in Schweden an einem herrlichen See. Ganz alleine vor toller Kulisse. Toll!!
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Weiter ging es bis Röros. Auf der Strecke muß man damit rechnen, vom Zoll angehalten zu werden, weil viele Norweger das verbilligte Einkaufen im Grenzort in Schweden nutzen. Dabei kommt es schon mal zu Überschreitungen der erlaubten Mengen.
Röros wäre es eigentlich wert, länger dort zu verbringen. Aber uns hat es nach einigen Stunden wieder weiter gezogen.
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Weiter über Tynset, Dombos, Otta auf der Suche nach einem schönen, kostenlosen Stellplatz. Leider auch hier nicht fündig geworden. Wir haben Hemmungen, uns irgendwo hinzustelen, wo es nicht klar ersichtlich ist, dass es erlaubt ist.
Also sind wir durch bis zum Geiranger gefahren. Dort wieder wie immer auf den Campingplatz direkt am Wasser. Ist zwar hektisch und laut dort, aber durch die anlegenden Traumschiffe wird man entschädigt. Wir blieben zwei Tage dort. Dalsnibba, Schiffen bestaunen, Fotos schießen, und Leute beobachten waren unser Zeitvertreib.
Ich machte mich mit unserer Motte bei 26 Grad im Schatten auf, um vom Hotel oberhalb von „Flydalsjuvet“ ein paar Bilder zu „schießen“. Ein Kilometer Luftlinie bedeutete fünf Kilometer die Serpentinen-Straße bergauf und anschließend zurück. Motte wollte schon nach ein paar hundert Metern nicht mehr. Musste sie immer wieder zum Laufen überreden. Nach zweieinhalb Stunden war ich wieder unten. Wurde aber oben durch eine herrliche Aussicht belohnt.
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Leider lag diesmal außer der Hurtigroute nur die Astor vor Anker. Anders letztes Jahr als neben zwei anderen großen Traumschiffen auch die „Costa Magica“ vor Anker lagen.
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Zurück ging die Reise dann wieder über Valdresflya. Auf der Hochebene verbrachten wir die Nacht. Ein großer Parkplatz mit angrenzendem Gelände wird rege von Womos genutzt.
Aus der Suche nach einem geeigneten Platz dort sackte ein Hinterrad ab. Die andere Seite des Womos befand sich zu dem Zeitpunkt etwas erhöht auf schrägem Gelände bergauf. Das führte dazu, dass das Womo sich stark zur Seite neigte. Ein Vorderrad befand sich 20cm über dem Boden. Jede Bewegung setze das Womo ins Schaukeln. Ein beherztes Gasgeben, volle Pulle, Gang rein und durch. Puh, noch mal Glück gehabt. Rausgekommen und nicht umgekippt. Vor lauter Panik habe ich kein Foto der Situation gemacht.
Nun ging es über den gekommenen Weg nachhause, wo wir schon sehnsüchtig unter Anderem von den Enkelkindern erwartet wurden.
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Ich habe die Bilder auf die Schnelle ausgesucht und bearbeitet. Will ja keinen Wettbewerb gewinnen. Trotzdem hat alles in allem 6 Stunden gedauert. :eek:
Habe trotzdem sicher noch was vergessen. Wenn mir noch was einfällt, werde ich es nachreichen.

