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Auf dem Landweg nach Griechenland oder Türkei.....


achimHH am 08 Mai 2004 14:24:34

Auf dem Landweg in die Türkei oder Griechenland.

Durch die Meldung das ein "Camping an Bord", bei den Fähren von Italien nach Griechenland nicht mehr möglich, bzw. begrenzt sein soll,
wollte ich die „alte“ Tour selbst einmal selbst testen.

Um es ganz kurz zu machen, :
Es ist durchaus wieder möglich, die „ALTEN STRECKEN“ wieder zu fahren.
Ich habe keine Probleme egal in welcher Form auch immer gehabt!
Es gab kein Treibstoffmangel, keine Wegelagerer, keine Schikanen an den Grenzen,
oder ähnliches!

Es war bzw. sollte keine Urlaubsfahrt werden, sondern ich hatte dort in der Türkei Hobbymäßig etwas zu erledigen.
Diese Tour sollte möglichst schnell und ununterbrochen laufen…..
Generell hab ich dort „Halt“ gemacht, wo etliche LKW´s standen, und bin immer gut dabei gefahren. Die Brummi Fahrer wissen es normal schon wo es etwas gutes zu Essen gibt.
Bezahlt habe ich aus „Bequemlichkeit „ immer in Euro….. auch wenn dieses sicher
in der jeweiligen Landeswährung günstiger gewesen wäre.
Doch das Geldtauschen hätte auch jedes Mal viel Zeit in Anspruch genommen.

Tankstellen und Treibstoff gibt es in allen Ländern die ich durchfahren habe reichlich……

Gefahren bin ich mit einem Mercedes Sprinter, Wohnmobil La Strada, den ich mir aus meiner Familie geliehen hatte.

Meine geplante Hin-Route sollte/ war wie folgt :
Hamburg, Berlin, Dresden, Prag, Brno, Bratislava, Budapest, Belgrad, Nis, Sofia, Edirne,
Canakkale, Izmir.
Zurück:
Izmir, Canakkale, Ipsala, Thessaloniki, Skopje , Nis, Belgrad, Budapest, Bratislava, Brno, Prag, Dresden, Berlin,
Hamburg.

Tschechei
Im einzelnen, die Grenzabwicklung an der Deutsch/Tschechischen Grenze ging sehr schnell,
es wurde nur einmal der Personalausweis angesehen und das war´s.
auch die Autobahnvignette wurde natürlich gekauft.
Zur Fahrt durch die Tschechei, Prag war bei der Hin sowie auch bei der Rückreise, einwenig mit Stau verbunden….aber das ist ja normal wenn man Prag kennt.
Die Tschechische Polizei, misst per Radar oder Laser, teilweise getarnt oder hinter Büschen versteckt , so dass man die Geschwindigkeitsbeschränkungen besser einhalten sollte…..
Teilweise wird auf der Autobahn gemessen und ein kurzes Stück hinterher die Autobahn einspurig, mit Geschwindigkeitsbeschränkungen….die dann auch nochmals gemessen werden.
Auch ansonsten kennen sie keinen Spaß bei durchzogenen Linien usw….

Die Straßen sind ganz gut, obwohl manchmal auch einwenig schlechtere Strecken vorkommen können.

Slowakei
hier ist es ähnlich wie auch in der Tschechei…..
Autobahnvignette habe ich direkt an der Grenze gekauft….

Ungarn
Die Grenzabwicklung ist sehr zügig.
In Ungarn habe ich auf der Hin und Rücktour keinerlei Polizei gesehen.
Autobahnvignette habe ich dort gekauft….
Die Durchgangsstraßen sind gut

Serbien
Bei der Einreise dauert es etwas länger, auch wird nach dem wohin gefragt….
Neben dem Pass, Autopapiere wird auch die grüne Versicherungskarte erfragt.
Autobahngebühr wird Abschnittweise kassiert.

Die Polizei ist oft mit Radarmessungen zu sehen.
Doch wenn man sich dran hält, hat man keine Probleme.

Die Autobahn (Belgrad --> Nis) ist gut.
Von Nis an, wird die Straße bedeutend schlechter.
Vor allem in den Tunneln, muss man den Schlaglöchern ausweichen.

Bulgarien
Die Grenzabwicklung war zügig,
wenngleich der Zoll schon überall gern reinschaut…
Pass, Autopapiere, grüne Versicherungskarte,
Desinfektionsbad (2 Euro)
und Straßenbenutzungsgebühr bezahlt werden…

Die Polizei ist mit Radarwagen des öfteren zu sehen. (auch teilweise gut versteckt)

Die Straßen, sind überwiegend auf der Durchgangsstrecke gut.
Allerdings kann man auch Schlagloch-Strecken finden……
Vor allem abseits der normalen Strecke……….

Bulgarien -->Türkei
Die Einreise dauert hier von allen Grenzen am längsten…..
Es sind mehrere Kontrollpunkte nach einander anzulaufen/fahren.
Der Zoll stellt ein Formular für das Auto aus , welches auch gleich zu bezahlen ist.
Dieses Zollformular, wird bei Polizeikontrollen oft verlangt und muss bei der Ausreise
wieder abgegeben werden.
Auch wird das Fahrzeug in den Pass gestempelt…..
Ein anderer Zollbeamter macht noch eine direkte Fahrzeugkontrolle,
und drückt den letzten Stempel in den Pass.
ein Desinfektionsbad muss durchfahren und bezahlt ( 4 Euro) werden.
Endkontrolle, ob alle Punkte, Stempel im Pass sind, ob das Formular für Fahrzeug
Richtig ausgefüllt wurde usw….dann kann man fahren….
Aus Erfahrung kann ich berichten das es passieren kann, das man von dort nochmals wegen
Kleinigkeiten zurückgeschickt wird….. z.B. das auf dem Formular das Fahrzeug nicht
als Wohnmobil, sondern als normales Fahrzeug eingetragen wurde…….
Erforderlich an der Grenze ist der Pass oder, Autopapiere, grüne Versicherungskarte.

Türkei --> Griechenland

Die Ausreise aus der Türkei geht zügig, wenngleich auch hier bei der neuen Grenzstation
auf türkischer Seite mehrere Stationen angefahren werden müssen.
Auf der Griechischen Seite, kommt dann das Desinfektionsbad, ansonsten
geht die Grenzabwicklung hier sehr schnell…… (man wird einfach durchgewunken)

In Griechenland, ist auf dieser Strecke( Grenze Türkei à Thessaloniki,)
fast durchgehend die Autobahn fertig. Ansonsten ist die Landstraße gut zu fahren.
Es gibt hier einige fest installierte Radaranlagen.
Also immer hübsch aufmerksam fahren…

Griechenland --> Mazedonien

Die Grenzabwicklung geht hier sehr schnell und freundlich.
hier habe ich nur den Reisepass benötigt.
Alles andere wollte man nicht sehen.

Die Straßen sind gut zu befahren, wenn auch noch einige Baustellen auf der Strecke sind.
Neue Autobahnen wechseln sich mit Landstraße ab.

Mazedonien --> Serbien
Grenzabwicklung schnell und freundlich.

-----------------------------------------------------

Alles in allem eine sehr schöne Tour,
durch einige sehr schöne Länder , für die ich gern sehr viel mehr Zeit gehabt hätte.
Doch aufgehoben ist nicht aufgeschoben.
Und für mich ist schon jetzt klar, im Sommer fahre ich bestimmt nicht mit der Fähre von Italien nach Griechenland,
wenn ich zum Segeln in die Türkei fahre.
Denn nicht nur das die Urlaubstour ca. 1.800 km kürzer ist, man spart auch noch die Fährkosten die ja nicht unerheblich sind.
Auch ist man unabhängig von allen Fährzeiten hat keine Wartezeiten usw...

vom achim :wink:

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HaraldF am 08 Mai 2004 17:55:07

Hallo Achim, das hört sich ja verlockend an ! Wärst Du so nett , das Ganze mal mit Kosten (Autobahngebühren / km / Sprit) so ungefähr stichwortartig zu ergänzen ? Ich habe u.a. einen Schwager in Kavala, das war bisher per Fähre immer ein Riesen-Aufwand , den zu besuchen !
Mit bestem Dank im Voraus

Harald
:D

achimHH am 08 Mai 2004 21:16:01

Hallo Harald,
es war für mich zwar eine stressige Tour,
aber ganz ehrlich, es hat viel Spaß gebracht.... :D

ich kann Dir nur von Thessaloniki --> Hamburg berichten.
Es sind auf der von mir beschriebenen Route ungefähr 2150 km.
getankt hatte ich in Thessaloniki, Diesel kostet dort 0,55 Euro der ltr.

dann habe ich zweimal in Serbien getankt, jeweils 1 x auf der Hin sowie auf der Rücktour der Preis liegt dort auch ungefähr
bei 0,50 - 0,60 Euro ltr.
der Tankwart hat sich jedenfalls mehrmals für den Euro trinkgeld bedankt... :wink:
sowie in der Tschechei. an den Preis kann ich mich nicht erinnern....
ist aber auf jeden Fall weit unter unseren Preisen......

An Mautgebühr habe ich ca. 160 Euro bezahlt .... hin und zurück.
Tschechei, Slowakei, Ungarn war die Vignette....eigendlich lachhaft....
jeweils für 10 Tage...
das teuerste war Serbien, allerdings auch mit den längsten Autobahnstrecken.
Genaue Preise, :roll:
denke mal , das waren ca. 60 Euro jeweils auf der
Hin wie auch auf der Rücktour....
Sorry, habe ich mir nicht genau aufgeschrieben....

vom achim

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Gast am 08 Mai 2004 21:39:53

Hallo Achim,
toller Bericht, einige Teilstrecken sind wir auch schon gefahren (Berlin-Tschechien), wir sind dann zum Neusiedler See abgebogen und dann nach Ungarn. :D 8)
Welche Route würdest Du bevorzugen, die die Du hin gefahren bist oder die Rückfahrtsroute :?:

HaraldF am 08 Mai 2004 23:34:09

Super Achim, vielen Dank für die Hinweise ! Glaubst Du das Nachtfahrten auf der Strecke unproblematisch wären , oder sollte man lieber am Tage fahren ?
Ich fahre sehr gerne Nachts ( dann muss ich für meine Mädels nicht so oft anhalten !) ! Km-mässig wäre Deine Strecke gegenüber der Italien-Variante eine erhebliche Einsparung ! Ganz abgesehen von dem Preis für die Fähre ! Da fallen die von Dir erwähnten Autobahngebühren wirklich nicht ins Gewicht !
Insgesamt ein sehr wertvoller Bericht ! Nochmals besten Dank !

Harald

achimHH am 09 Mai 2004 08:48:28

Hallo, ...........

fahren lassen sich wirklich beide Strecken gut.
wenn ich in die Türkei will, dann würde ich eventuell
trotz der mehr km (200km) und der einen Grenze mehr
über Thessaloniki fahren.
Die Straßen in Griechenland sind halt etwas besser,
und man kann besser einkaufen, falls man es möchte....

In Griechenland kann ich relativ schnell einmal
ins Mittelmeer hüpfen, und eine Erfrischungspause einlegen...
Es käme aber wirklich auf meine /unsere Laune an.

Nun wenn es nach Griechenland geht, grad durch....
also ohne Bulgarien :wink:

Fahren kann man in allen Ländern auch Nachts ohne Probleme,
teilweise sogar besser. (wenn ich an Prag denke)
Tschechei, Slowakei, Ungarn, Serbien, Griechenland kein Thema.

Mazedonien bei Nacht, kann ich nichts zu sagen....
ich bin halt am Tage durch Mazedonien gefahren.....

achja, Ihr würdet Euch wundern, wenn Ihr sehen würdet wieviele
deutsche, östereicher, türken auf diesen Strecken unterwegs sind....
man ist nicht allein....
vom achim :wink:

Pijpop am 09 Mai 2004 12:06:25

Vielen Dank Achim!!

Hört sich vielversprechend an. War 1990 das letzte Mal in der Türkei -
via Griechenland - auf dem Landweg. Ich möchte seit Jahren mal wieder
hin - scheue aber die horrenden Fährgebühren für mein Gespann.
Für dieses Jahr habe ich schon geplant - aber 2005 sollte es dann
wieder klappen.

Pijpop

achimHH am 27 Apr 2005 06:24:57

Hallo allerseits,
jetzt im April 2005, bin ich wieder einmal auf diesem Weg, also auf dem Landweg, in die Türkei und zurück unterwegs gewesen.

Hin, bin ich allerdings aus privaten Gründen, etwas anders gefahren.
Und zwar:
München -->Salzburg --> Graz-->Zadar-->Begrad und dann wie schon im letzten Jahr beschrieben.
Auch eine sehr schöne Strecke.....wenn...... :D

Einige Dinge haben sich wie ich festgestellt habe verändert, und möchte ich kurz erwähnen.
Das Verkehrsaufkommen hat stark zugenommen!

Denn viele LKW´s fahren nicht mehr über die Route
Griechenland/Italien mit der Fähre.....sondern wieder
über den Landweg.....

Die Abfertigung an den Grenzen (Serbien + Bulgarien) ist schneller geworden.....
Die Grenze von Ungarn/Serbien wird in der nächsten Zeit auch noch schneller / besser, da die neuen Gebäude bereits fertig sind und angeblich noch vor der Sommersaison eröffnet werden sollen.

Die Straßen sind bis auf wenige Teilstücke sehr gut bis gut.
Tankstellen gibts reichlich, auch etliche "Neue, moderne Staionen"

In Bulgarien gibt es jetzt wie auch schon in Tschechei/Slovakei/Ungarn eine Vignette, die man an der Bulgarischen Grenze erwirbt....
geht voll automatisch....kann man nicht umgehen oder vergessen / vermeiden, da dieses in der Grenzabfertigung eingeschlossen ist...
Tanken kann man sehr gut direkt an der Serbisch/Bulgarischen Grenze auf bulgarischer Seite...für 0,62 Euro (nur in Euro)

In Serbien kann man natürlich überall beim Tanken und den Mautstellen in Euro bezahlen.
Doch vorsicht, da dann gern ein gewalltiger Zuschlag berechnet wird.
Bei den Mautstellen ist ungefähr ein Aufschlag von 15% zu zahlen...
besser ist es vorher Geld zu tauschen.

Und immer hübsch artig fahren.... damit Ihr dann auch ohne kleinere Beträge an die jeweilige Polizei zu Zahlen über den Autoput kommt.....

Aretousa am 06 Mai 2005 15:14:57

Dein Bericht weckt Erinnerungen an einen wunderschönen Womourlaub Ostern 1988. Damals sind wir innerhalb von 3 Wochen die Strecke Hessen- Antalya über Griechenland hin und über Bulgarien/ Ungarn zurück gefahren. Es war einfach klasse- wir hatten relativ wenig Stress und würden einen Urlaub in der Türkei gerne wieder machen. Aber leider fahren wir in der Hauptsaison Juli/ August nicht in so heißen Gegenden und an Ostern bzw. im Herbst haben wir nur 2 Wochen Zeit. Allerdings würde ich inzwischen nicht mehr den Landweg wählen und wäre er noch so toll ausgebaut. Wir sind inzwischen 10 mal mit der Fähre in Griechenland gewesen und das ist als Anreise Erholung pur- finde ich jedenfalls. Und länger als damals der Put dauert es auch nicht.
L.G.
Aretousa

netanyahoo am 06 Mai 2005 19:24:49

Wo ist eigentlich die Tschechei??

Gast am 06 Mai 2005 19:35:12

netanyahoo hat geschrieben:Wo ist eigentlich die Tschechei??
das ist aber jetzt keine ernst gemeinte frage, oder!?

netanyahoo am 06 Mai 2005 19:42:38

aber klar doch...

Gast am 06 Mai 2005 19:57:03

guckst du hier --> --> Link

es handelt sich dabei um eines unserer nachbarländer...

netanyahoo am 06 Mai 2005 20:03:09

guckt ihr hier:

Tschechei oder Tschechien?
Es ist zwar nicht politically correct, aber die Übersetzung von Cechy (Čechy — erster Buchstabe ein C mit Häkchen/Hatschek darüber, Unicode 0x010C) lautet Böhmen. (Oder sagt hier jemand Praha anstelle von Prag?)

»Aber Böhmen schließt Mähren und Schlesien aus!«
Ach, Ceská Republika, Tschechische Republik, Tschechien und Tschechei etwa nicht? Weitere Stichworte: Synekdoche vom Engeren; pars pro toto.

»Tschechei stand für Tschechoslowakei!«
die Tsche|chei, - (früher bzw. sal.): Tschechien

(Österreichisches Wörterbuch, 38. Auflage, 1997)

Tsche|chei, die; -: nichtamtliche Bez. für die historischen Gebiete Böhmen u. Mähren innerhalb der 1918 gegründeten Tschechoslowakei.

(Duden in 8 Bänden, 1995)

Vielmehr scheint umgekehrt Tschechien in seiner ursprünglichen Bedeutung die Slowakei miteinzuschließen; so jedenfalls erklärt der Duden in seiner 10. Auflage (1929) den Eintrag Tschechien lapidar mit »(Tschechoslowakei)«.

»Aber schon vor der Teilung der Tschechoslowakei zum 1. Januar 1993 haben viele Deutschsprachige beispielsweise gesagt, sie besuchten die Tschechei. Also muß Tschechei für Tschechoslowakei gestanden haben, denn die Tschechische Republik gab es ja noch gar nicht!«
Die Tschechei existierte schon vor der Tschechischen Republik. Wenn ein Österreicher sagt, er fahre nach Bayern, wird dadurch Bayern auch nicht zum Synonym für Deutschland. Vielleicht wollte der Deutschsprachige, der vor 1993 das Wort Tschechei statt Tschechoslowakei benutzte, einfach nur klarstellen, daß er nicht die Slowakei meint.

»Das Suffix -ei hat einen negativen Beiklang.«
Wie in Brunei, Dsungarei, Kabylei, Lombardei, Mandschurei, Mongolei, Probstei, Tatarei, Türkei und Walachei? Und sagt man neuerdings Slowakien? (Ebenfalls auf -ei, jedoch nicht ganz ins Schema passend: Ciskei, Transkei.)

»Die Tschechier wollen nicht, daß wir ihr Land Tschechei nennen.«
Welch ein Argument! Wir heißen Deutsche — was schert das die Engländer, die uns Germanen, die Franzosen, die uns Alemannen, die Italiener, die uns tedeschi nennen?

(Wolf Schneider: Deutsch für Profis)

Bei den Finnen heißen wir »Sachsen«. Daß die meisten Deutschen weder Sachsen noch Alemannen sind und viele dies auch durchaus nicht sein wollen, hat einen Franzosen oder einen Finnen noch nie irritiert. Bei uns aber verbieten es sich die meisten Zeitungen und in ihrem Schlepptau immer mehr Bürger, statt der amtlichen »Niederlande« das populäre Holland oder statt »Großbritannien« England zu verwenden — die Schotten, die Waliser könnten ja beleidigt sein! Dabei hat sich keiner von diesen je beschwert, und täten sie es, wären sie immer noch für die deutsche Sprache gänzlich unzuständig. Wie meldete sich von 1940 bis 1945 der deutschsprachige Dienst der BBC? »Hier ist England!« Die konnten noch Deutsch.

(ebenfalls Wolf Schneider: Deutsch für Kenner)

(Die Verbindung von Wolf Schneiders Aussagen mit dem Thema Tschechien ist alleine mir anzulasten.)

Bei den Schweizern gibt es für Deutsche noch die abwertende Bezeichnung Schwaben, und in slawischen Sprachen werden Deutsche (Nemez o. ä.) als Stumme — da nicht Slawisch sprechend — bezeichnet (etwa Niemiec im Polnischen).

Siehe hierzu auch die Herkunft des Worts »deutsch« und den Abschnitt Why are there so many words for Germany? in der sci.lang-FAQL.

Im übrigen ist die von amtlicher tschechischer Seite im eigenen Land oftmals forcierte tschechische Kurzform Cesko, also das Äquivalent zu Tschechien, auch unter Muttersprachlern keineswegs unumstritten — anders als das tschechische Adjektiv ceský, das sowohl böhmisch als auch tschechisch bedeuten kann, also nicht zwischen dem Landesteil Böhmen und der Tschechischen Republik als Ganzem unterscheidet.

»Aber die Nazis haben den Begriff Tschechei benutzt!«
Benutzten die Nazis nicht auch den Begriff Frankreich? Also, laßt uns politisch korrekt Frankien sagen.

(Erik Meltzer, de.etc.sprache.deutsch, 1999-08-20)

»Bescheuerte Situation. Wie vermeide ich das Problem weitgehend?«
Durch Tschechische Republik; das entspricht auch der amtlichen Sprachregelung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland, das Tschechien ausdrücklich als »nichtamtlich« bezeichnet.

Gast am 06 Mai 2005 21:54:10

netanyahoo, deine frage war aber wo es liegt ;-)

Pijpop am 07 Mai 2005 12:22:16

@ netan..................

Wo steht der Bus



Pijpop

netanyahoo am 07 Mai 2005 19:00:19

ich wollte nur zum Ausdruck bringen dass es die Tschechei nicht gibt...

netanyahoo am 07 Mai 2005 19:01:19

und das mit dem Bus verstehe ich nun wirklich nicht

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