Hallo,
vielleicht hast Du in Deinem Bekanntenkreis einen "alten Hasen", der weiß, wo man bei einem Gebrauchten hinsehen muss und auch etwas über Motoren, Steuern, Verbrauch usw. weiß, der Dich eventuell bei der einen oder anderen Besichtigung begleiten kann.
Die meisten Reinfälle gibt es, wenn nur nach Optik gekauft wird, weil die meisten Mängel, die nach dem Kauf auftreten, eben Fahrzeugmängel (Motor, Bremsen, ...) sind. Und die sind meistens nicht so schnell zu reparieren, wie das Ersetzen einer Tauchpumpe und auch wesentlich teurer.
In 2 Fällen konnte ich bei Bekannten auch schon helfen, Fehler zu vermeiden:
Im ersten Fall wurde schnell ein Wohnwagen gekauft und hinterher, um sich den "tollen" Kauf noch bestätigen zu lassen, bei mir angeklopft und gebeten, das Teil, das noch beim Verkäufer stand, anzusehen. Der Boden war durch, dies hatte der Verkäufer geschickt getarnt und mein Bekannter hatte nur die (aufgemöbelte) Fassade des Wohnwagens gesehen. Er hat dann einen Rechtsanwalt benötigt, ist aber aus dem Vertrag wegen dieser Verschleierung wieder heraus gekommen.
Fall 2: Noch vor der Steuerreform. Ähnlich. Bekannter teilt mit, er werde sich ein
Wohnmobil kaufen, er müsse nur noch unterschreiben. Ich fragte ihn, wie es mit dem zul. Gesamtgewicht aussehe. Keine Ahnung. Damals war es noch wichtig, ob LKW-Besteuerung oder Hubraumbesteuerung, Grenze 2,8t). Das Fahrzeug lag knapp darunter, war ziemlich alt ohne Chance auf Auflastung und wurde dann wegen dieser vorher nicht einkalkulierten Dauerkosten von dem Bekannten nicht gekauft.
Darüber hinaus würde ich, wenn Du Dich mal für ein Wohnmobil entschieden hast, vor dem Kaufvertrag noch zu Dekra oder ähnl. fahren und ein Gutachten erstellen lassen.
Wenn man selbst wenig Ahnung hat, ist dieses Geld normalerweise gut angelegt.