Da es zum Windsurfen in Kroatien unter den Wohnmobilisten bisher kaum Infos im Forum gibt, könnt Ihr hier mal unsere Erfahrungen aus dem September nachlesen. Bilder dazu gibt es auf meiner Homepage, s. u.
Im September reisten wir (3 Surffamilien mit Womo und Caravan) zum zweiten Mal in den Süden Kroatiens, auf die Halbinsel Peljesac in Süddalmatien nach Viganj. Eine Strecke ist von uns aus ca. 1600 km lang. Wir teilten uns die Tour auf 3 Tage auf, sodass die Fahrt schon ein wenig Urlaub war. Die Strecke läßt sich aber sicher auch schneller bewältigen. Die Zwischenstops führten uns am 1. Abend auf einen Stellplatz in St. Michael in Östereich. Der liegt nur 5 km von der Autobahn und ist an eine nette Kneipe angeschlossen. Kostenloses Stehen, wenn man die Gaststätte besucht. Hier gab es auch Auslauf für Kind und Hunde. Den nächsten Abend verbrachten wir schon an der Adria südlich von Split. In Kroatien führt die sehr gute Autobahn mittlerweile bis Brela ( ca. 40 km nach Split). Von dort ging es weiter auf der Küstenstrasse mit atemberaubenden Ausblicken aufs Meer und die teils schroffen Küsten direkt neben der schmalen Straße.
Kurz nach dem Mittag erreichten wir unser Ziel: Viganj. Die Strasse wird auf den letzten 10 km sehr eng, aber die üppige Vegetation von Palmen , Oleandern und tausend anderen Mittelmeerschönheiten scheint uns ins Womo wachsen zu wollen. Und dann das kristallklare, blaue Wasser auf dem sich schon die Surfer tummeln. Na, vielleicht wären wir doch nur 2 Tage gefahren? Dann wären wir schon dabei! Solche Gedanken lassen die lange Fahrt sofort vergessen und die Funksprüche über die WalkieTalkies, die uns auf der Fahrt zu dritt gute Dienste geleistet haben, werden noch mal einen Kilometer vor dem Ziel rege.
Hier an der schmalen Stelle zwischen der Halbinsel Peljesac und der Insel Korcula pfeift der Wind wie durch eine Düse. An der Küste entlang gibt es mehr als Campingplatz. Sie sind alle für Surfer geeignet und im September ist schon Nachsaison, sodass man sich seinen Platz aussuchen kann. Wir hatten uns fuer den Campingplatz Ponta entschieden, der familiär geführt wird. Man steht auf einer Wiese und er ist nicht terrassiert, die sanitären Einrichtungen sind sehr ordentlich. Das ausgesprochen gute Restaurant liegt direkt am Platz und man hat eine schöne Aussicht aufs Meer. Ausserdem waren die Besitzer sehr herzlich und hatten auch an unseren 4 Hunden nichts auszusetzen!
Vom Campingplatz aus sind es 10 bis 20 m bis zur Wasserkante. Der Strand ragt wie eine Minilandzunge ins Wasser ( siehe Fotos unten). Auf dem Platz war reichlich Platz zum Aufriggen und Segellagern. Die Surfbedingungen waren excellent. Wir hatten an 12 von 14 Tagen Gleitwind zwischen 4 und 7 Bft. Die Entfernung zwischen den Küsten der beiden Inseln beträgt ca. 3 km. Vom Wasser aus hat man eine tolle Sicht auf die Berge beidseits, die Festung von Korcula, die grossen und kleinen Yachten. Aber Achtung manchmal kommen auch riesige Kreuzfahrtdampfer vorbei, die die Mittelalterliche Festung Korcula ansteuern. An einem Flautentag lohnt sich der Besuch dieser Festung. Vor allem für die nichtsurfende Begleitung! Ansonsten sind die Weine von Peljesac berühmt und so oder so sehr lecker. Wenn wir mal nicht im Restaurant waren, haben wir das tolle Olivenöl mit reichlich Knoblauch und dem frischen Weissbrot genossen.
Die Rücktour staffelten wir ebenso über 3 Tage. Die erste Nacht verbrachten wir auf dem Autobahncampingplatz von Zagreb (Luka). Zu beachten ist, dass man ihn nur aus Richtung Slowenien erreicht. Man muß also eine kleine Schleife auf dem Autobahnnetz von Zagreb drehen. Das war im ADAC-Führer so nicht beschrieben! Die zweite Etappe beendeten wir im Bayrischen Wald, auf einem Stellplatz Weihermühle an der Autobahnausfahrt Iggensbach(A3). Hier steht man kostenlos, wenn man die leckere Küche geniesst.
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Anfahrt: ca.1600 km von Staßfurt, 3 Tage Autobahn oder Landstrasse durch Deutschland, Österreich, Slowenien, Kroatien mit WOMO bzw. Caravan
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Unterkunft: Camping Ponta in Viganj
Zeltplatz direkt am Surfrevier
einfacher, sauberer Platz mit sehr gutem Restaurant
Kinder und Hundefreundlich
mind. 4 andere Campingplätze noch vorhanden und Pensionen
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Surfrevier: Flachwasser bis Welle je nach Wind, kein Stehrevier , für Anfänger nur bedingt geeignet, da meist eine starke Strömung in dem Kanal herrscht. Achtung! viele Segler und immermal ein paar grosse Schiffe kreuzen den Weg!
grosse Rasenfläche zum Aufriggen
Temperaturen waren im September zw. 20 und 25 Grad, meist sonnig und in diesem Jahr hatten wir reichlich Wind zw. 3 und 6 Bft

