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Italienreise Ostern 2008
Lago Maggiore, Cinque Terre, Toskana Nachdem wir in den letzten 10 Jahren fast ausschließlich Frankreich, Griechenland und Deutschland bereist haben, soll nun alles (wieder) ganz anders werden. Wir haben uns vorgenommen, auch anderen Gegenden Europas die Chance zu geben, Lieblingsurlaubsländer zu werden, und wollen nun dieses Jahr Ostern mit Norditalien anfangen. Am Gründonnerstag, dem 20. März sollte es losgehen- aber die Abfahrt verschieben wir schon gleich um einen Tag, nachdem die Wettervorhersage uns Sturm und Schnee prophezeit hatte. So starten wir dann am Karfreitag, dem 21. März am Nachmittag. Und legen an dem Tag gerade mal 130 km zurück. Denn unser erstes Etappenziel ist der Stellplatz in Worms. Er ist gut besucht- 4€ kostet die Nacht, Strom brauchen wir keinen. Am Samstag, dem 22. März stärken wir uns dann ab 8.30 Uhr beim Frühstücksbüffet im Hagenbräu und machen uns auf den Weg nach Süden.
An der Pfalz vorbei geht es hinter Kandel ins Elsass und dort zum nächsten Super U tanken. Mit 1,20€ ist der Diesel 12 Cent billiger als bei uns. Dann werden noch einige Einkäufe getätigt und weiter geht es bei Achern wieder auf die deutsche Autobahn. Da begrüßt uns dann gleich heftiger Schneefall. Und nachdem wir die Schweizer Grenze bei Basel überquert haben kommen wir in ganz starken Schneefall. Besonders wohl fühlen wir uns nicht als die Fahrbahn immer weißer wird. Doch glücklicherweise ist der Spuk nach dem nächsten Tunnel vorbei und wir fahren ungehindert, ohne irgendwelche Probleme Richtung Gotthard. LKWs sind überhaupt keine auf der Straße- schön. Am Tunneleingang sieht man dass es in den letzten Tagen heftig geschneit hat. Sogar auf der Tessiner Seite liegt noch relativ viel Schnee. Am Spätnachmittag kommen wir dann in Locarno an und lassen uns dort auf dem Stellplatz nieder. Er befindet sich nur wenige Meter vom Lago Maggiore entfernt. Er kostet 20 SFR pro 24 Stunden- man kann aber auch kürzere Zeiten bezahlen. Zu diesem Zweck sollte man sich vorher Schweizer Franken in Münzen besorgen. Eine V+E gibt es nicht, aber eine öffentliche Toilette ganz in der Nähe. Der Stellplatz besteht aus einem Teil eines Parkplatzes neben einem Busparkplatz und einem Parkstreifen an einer mehr oder weniger befahrenen Straße entlang. Gut 30 oder mehr Wohnmobile stehen an dem Tag dort, für mehr Fahrzeuge ist kein Platz.
Wir bummeln dann erst einmal zum See und in die malerische Stadt. Es gefällt uns gut und wir spendieren uns ein feines Abendessen. Nachts regnet es heftig und die oberen Stadtviertel von Locarno sowie die umliegenden Berge werden wieder ganz weiß. Ostersonntag 23.3.
Unser heutiges Ziel ist der italienische Teil des Lago Maggiore. Vorher tanken wir noch an der letzen Tankstelle vor der Grenze. In der Schweiz ist im Moment der Diesel gut 10 Cent billiger als in Italien. Eigentlich wollen wir nach Cannobio aber dort ist ein solcher Trubel im Ort- das nicht daran zu denken ist den Stellplatz anzusteuern. Einen Parkplatz finden nicht ein mal mehr die umher irrenden Pkws und die Fußgänger müssen von einer hilfreichen Verkehrspolizistin über die Straße geleitet werden. Also fahren wir schnurstracks so schnell das dort möglich ist nach Verbania weiter. Und finden dort glücklicherweise noch einen schönen Platz auf dem Wohnmobilstellplatz direkt am See. Hier im Ort ist nicht ganz so viel Trubel aber von Wohnmobilen wimmelt es auf allen Plätzen. Und wir machen uns auf zu einem Ostersonntagsstadtbummel- beehren den nahen UNI- Lebensmittelmarkt, die meisten anderen Geschäfte haben allerdings geschlossen. Unser Mittagessen nehmen wir auf einer Terrasse ein (notgedrungen- wir hatten natürlich keinen Tisch bestellt) Aber es ist sehr sonnig, nur ziemlich windig. Und weil wir dem Kellner Leid tun spendiert er uns eine Extravorspeise. Später sonnen wir uns am See, spazieren an der Villa Tenero vorbei Richtung Süden und verbringen dann den Abend sehr unterhaltsam mit einem netten Ehepaar mit Kind deren Wohnmobil ein Aufkleber ziert obwohl sie nicht Mitglied im Forum sind. Ostermontag 24.3.
Heute geht es wieder weiter nach Süden. Zunächst entsorgen wir kostenlos an der nahen V+E und fahren dann auf die Autobahn. Rechts von uns sehen wir am Horizont eine endlose schneebedeckte Bergkette. Wir kommen gut voran und sind kurz vor Mittag in Genua. Danach geht es durch unzählige Tunnel und über ebenso viele ziemlich schmale Brücken. Wir sind froh als wir die Autobahn Richtung Levante verlassen könne. Bis dahin hatten wir 18,80 € an Maut zu bezahlen. Auf der Straße kommen uns nun viel Osterausflügler auf dem Heimweg entgegen. Trotzdem ist Levanto noch restlos zugeparkt. Wir kommen gerade so durch und haben auf dem Campingplatz Aquadolce Glück, dass dort die meisten italienischen Familien gerade abreisen. Bis zum Abend gibt es auf dem CP dann doch wieder einige freie Plätze. Wir spazieren dann schnellstens zum Meer. Sonne tanken. Das Wasser ist stürmisch, wie sich zeigt können weder Fischerboote noch Ausflugsschiffe fahren- aber die Wellenreiter freuen sich. Später nehmen wir in einer Strandbar einen Campari zum Sonnenuntergang ein. Hier lässt sich´s leben. Levanto Dienstag 25.3.
Heute machen wir das was wohl alle Touristen hier tun. Wir gehen zum Bahnhof kaufen uns für 8,50 € eine Tageskarte und fahren zunächst einmal nach Riomaggiore dem südlichsten Ort der Cinque Terre, um von dort 3 Etappen zwischen den malerischen Orten zu wandern. Für jeden Abschnitt ist eine Gebühr zu bezahlen, die jedoch im Fahrpreis enthalten ist. Zunächst geht es über die Via dell´Amore nach Manarola, ein gemütlicher Spaziergang auf gut befestigtem Weg. Weiter dann nach Corniglia, auch der Abschnitt ist noch recht bequem zu absolvieren, mit herrlichen Ausblicken aufs stürmische Meer. In Corniglia geht es dann vom Bahnhof zum eigentlichen Ort mit 382 Treppenstufen steil bergauf. Hier nehmen wir dann auch erst mal ein kleines Mittagessen ein. Schööööön Aretousa, bin sehr gespannt wie es weitergeht.
Eine hübsche Osterreise hattet ihr - NEID !!! Und nun kommt die dritte und weitaus schwierigere Etappe als die 2 vorhergehenden. Wir haben weiterhin herrlichstes Wetter, alles ist trocken und wir verstehen wieso davor gewarnt wird, hier bei nassem Boden und schlechtem Wetter zu wandern. Es geht über viele Stufen und relativ steile Wege bergauf und bergab. Und erst knapp eineinhalb Stunden später landen wir in Vernazza, ziemlich geschafft. Jetzt sind wir weit genug gewandert. Gut 3 Stunden reiner Fußweg zwischen den Orten und das oft in richtig vollem Sonnenschein, im Sommer für mich unvorstellbar.
In Vernazza heißt es nun erst mal relaxen. Im Hafen stürmt es. Die Cafes direkt am Rand konnten nicht einmal ihre Tische aufstellen und auch hier liegen wieder alle Boote auf dem Trockenen. Wir machen es uns bei Cappuccino und Caffè corretto gemütlich. Und fahren dann irgendwann später sehr müde mit einem total überfüllten Zug zurück nach Levanto. Im Lokal auf dem Campingplatz gibt’s dann noch zwei richtig tolle Pizzen - zum Glück wussten wir dass man hier unbedingt einen Tisch für den Abend reservieren muss. noch ein paar Fotos Relaxen 26.3. Und wieder weiter nach Süden. Über die Autobahn bis kurz hinter La Spezia (3,40€ Maut) Dann durch zunächst sehr staubige Marmorgegend mit viel Verkehr um dann möglichst schnell zum Meer abzubiegen.
O.K. wir wussten es und trotzdem ist es enttäuschend viele Kilometer unmittelbar am Meer entlang zu fahren und kaum einen Blick drauf werfen zu können. Alles von Hotels und Clubs eingekastelt- oft für Wohnmobile absolutes Halteverbot….wollen wir ja auch gar nicht- wir sind nur auf der Durchreise. In Viareggio geht es dann wieder vom Meer weg in Richtung Torre del Lago Puccini- da ist nichts los, Lokale leer oder noch zu und wir fahren wieder weiter nun Richtung Lucca. Vorher ein tolles Mittagessen im Lokal La Buffalina an der Via Aurelia, schönes Ambiente, erstklassiges Essen sehr versiertes Personal und mit Erleichterung registrieren wir auch sehr moderate Preise.
Der Weg nun nach Lucca ein wenig kompliziert, das Navi schickt uns eine Straße mit Breitenbeschränkung auf 2m, dem traue ich nicht. Als zurück und die Autobahn gewählt- kostet 1,30€. In Lucca verfahren wir uns dann heillos- immer um die Stadtmauer herum bis wir dann nach Rücksprache mit einer Touristinfo den Stellplatz finden (eigentlich wäre es ganz einfach gewesen). Stellplatz kostet incl. V+E 10 Euro für 24 Stunden. Mit Schranke- Gebühr am Automaten zu bezahlen. Auf dem Platz ist kaum was los- wir haben die Auswahl zwischen 30 oder mehr leeren Stellplätzen und begeben uns auf Besichtigungstour nachdem wir eingeparkt haben. Eine sehr sehenswerte Stadt viele Kirchen , schöne Plätze. In einer der Kirchen gibt es am Abend zwei Konzerte. Einmal Mozart und Puccini Arien, einmal Irisches mit vielen Instrumenten. Leider sind wir am Abend zu müde um noch einmal den Fußweg in die Stadt zu machen. Einen Pub finden wir in Lucca auch, doch der macht erst um 20.00 Uhr auf, da sind wir schon auf dem Weg zurück zum Wohnmobil. Inzwischen hat es angefangen zu regnen. Da wird es schnell ungemütlich. Aber im Wohnmobil haben wir es ja schön warm und eine reich bestückte Bar wartet da auch auf uns. Lucca 27.3. Nachts hat es dann ziemlich heftig geregnet. Und auch am Morgen ist es neblig mit gelegentlichen Regenschauern.
Wir fahren über Montecatini Terme (kurze Besichtigung) nach Vinci. Inzwischen scheint auch wieder die Sonne. In der Nähe von Vinci wurde der berühmte Leoardo d.V. geboren. Und er ort Vinci verfügt über einen kostenlosen, schön gelegenen Stellplatz incl. V+E- ebenfalls kostenlos. Wir wandern bergauf, um im Ort das Museo Leordiano die Vinci zu besichtigen und auch zu Mittag zu essen. Und landen im kleinen Ristoranto del Musea- sehr empfehlenswert. Hausgemachte Pasta mit besten Soßen, schöne Antipasti und eine sehr nette, flinke Chefin die uns bedient. Die toskanische Vorspeisenplatte mit Schinken, Salami und Crostini ist genauso gut wie der Bresaola mit Rucola und meine hausgemachten Bandnudeln mit Wildscheinsugo. Hinterher besichtigen wir dann das Museum mit Modellen die nach da Vincis genialen Zeichnungen konstruiert wurden, außerdem die Kirche in der sein Taufstein steht. Vinci Da es zum Übernachten aber noch zu früh ist und außerdem kein Mensch außer uns an diesem Ort steht fahren wir noch ein paar Kilometer weiter nach Certaldo. Auch dort ein kostenloser Stellplatz incl. V+E. Doch nun hat das Wetter überhaupt kein Verständnis für von uns noch geplante Freiluftunternehmungen. Es beginnt um 17 Uhr zu schütten und es schüttet bis zum nächsten Morgen. Das Rinnsal hinter unserem Wohnmobil ist zu einem richtig großen Bach angestiegen- wir beobachten es argwöhnig - könnte ja sein dass wir ein paar Meter wegfahren müssen.
Der Stellplatz wird auch von Anwohnern als Parkplatz und als Abstellplatz für größere Fahrzeuge genutzt. Aber wir schlafen gut. Bild vom nächsten Morgen 28.3
Und der nächste Tag verspricht sehr sonnig zu werden. Nach dem Frühstück, der nächste Bäcker ist nur wenige Meter entfernt, steigen wir steil zur Altstadt (Alto Certaldo)hinauf. Es ist noch alles verschlafen, außer einer Schulklasse sind hier kaum Touristen unterwegs. Der Ort und die Aussicht sind sehr sehenswert. Hinunter geht es für einen Euro mit der Funicolare. Und wir machen wir machen uns auf den Weg ins nur 16 km entfernte San Gimignano. Die Türme konnten wir schon von Certaldo aus sehen. Und hier ist er- der Tourismus. Alle Zufahrtsstraßen sind zugeparkt- alle Parkplätze belegt. Wir müssen mit dem Wohnmobil etwa 3 km aus dem Ort hinausfahren. Dort ist ein Stellplatz- mit Pendelbus vor einem Campingplatz. 24 Stunden kosten hier incl. V+E, Strom und Dusche 22 € Tagesbesucher bezahlen incl. Buspendeldienst 4 € die Stunde. Die junge Frau am Empfang fährt uns sofort hoch nach San Gimignano – wieder runter geht es immer um halb mit einer Mittagspause von 12.30- 14.30 Uhr.
In San Gimignano herrscht der übliche Touristenrummel- der sich jedoch schnell verläuft wenn man von der Hauptstraße abbiegt- wir haben ja auch einen Werktag im März. Wir lassen uns lange Zeit, durch alle Gassen zu bummeln, Geschäfte anzugucken, die Aussicht zu genießen. Genehmigen uns zum Mittagessen eine Lasagne in einem „Schnellrestaurant“. Und nachdem wir auch noch ein vorzügliches Eis verspeist haben, und ein paar Flaschen Wein eingekauft haben lassen wir uns wieder zum Wohnmobil kutschieren. 10 Euro müssen wir für den Aufenthalt bezahlen- die Dame hat den Betrag stark gekürzt und wir rollen weiter bergauf und bergab nach Volterra. Aaach ja, schön das Du uns mitnimmst auf Eure Reise. Da würde ich ja am libsten gleich wieder losfahren.
Wo Dein holder Gatte in Verbania auf der Bank sitzt, haben wir vor nicht allzu langer Zeit auch noch gesessen und den Platz zum Übernachten genutzt. Nur habe ich meinen Reisebericht im Gegensatz zu Deinem noch nicht angefangen hier hineinzustellen. Aber er kommt noch. Unser Schnellrestaurant Ach, Aretousa, ich beneide euch ... Dort finden wir schnell den ausgeschilderten kostenlosen Stellplatz mit V+E am Rande der Stadtmauer.
Und wieder einmal geht es steil berghoch in eine Altsstadt 252 Stufen zähle ich. Oben dann wieder viel Schönes, Altes, Sehenswertes – nur eine Bäckerei suchen wir lange Zeit vergebens- man hat sich eher auf Feinkostgeschäfte spezialisiert. Da muss ich doch mal eine Bemerkung zum Brot in der Toskana loslassen. Es ist völlig geschmacklos, vermutlich ungesalzen und schmeckt nur in Begleitung von kräftig schmeckendem Belag oder einer gut gewürzten Soße bzw. einem ebensolchen Salat. Da kommt derjenige der zum Brotholen geht nicht auf die Idee das Brot schon mal auf dem Heimweg anzuknabbern wie es in Frankreich regelmäßig der Fall ist. Schon an der kräftigen Kruste scheitert jeder Versuch des Anknabberns. Nach dem Besuch der Altstadt geht es zurück zum Parkplatz, die wenigen Pkws die dort waren sind nun weg und es bleiben etwa 6 Wohnmobile über Nacht. Es haben dort ohne weiteres 30 und mehr Wohnmobile Platz. Ein Pizzabäcker bietet seinen telefonisch zu bestellenden Lieferservice den lieben Wohnmobilfreunden an. 1 € soll´s zusätzlich kosten- aber wir können nicht italienisch telefonieren. Unser Abendessen mit toskanischen Köstlichkeiten und feinen Spaghetti bolognese ist aber auch nicht zu verachten, dazu einen Vernacia aus San Gimignano- was will man mehr. Genauso ist das mit dem toskanischen Brot. Man nimmt es hauptsächlich zum Auftunken.
Ich frage mich, was mach ich eigentlich noch HIER .... Noch ein bisschen Volterra Samstag 29.3.
Die Wettervorhersage verspricht fürs Wochenende herrliches Wetter und ich habe keine Lust mehr auf Altstädte, Türme, Mauern, Treppen- ich will ans Meer. Also machen wir uns wieder hügelauf und hügelab auf den Weg zunächst nach Cecina. Da stürmen wir einen Lidl um unter anderem frische Pasta zu erstehen- aber auch Brot. (Mag sein dass das der Eine oder Andere für Frevel hält) Dann geht es weiter nach Marina di Cecina- da ist ein Stellplatz vor dem Campingplatz angekündigt. Den finden wir auch. Aber der ist nix für uns. Einige Meter vom Meer entfernt- völlig kahl auf Asphalt. Er kostet 8 € incl. V+E. Es ist ja noch nicht einmal Mittag und es reizt uns überhaupt nicht uns dorthin zu stellen. Also geht es noch ein Stück weiter nach Süden. Nach Marina die Castagneto Doronatico. Wir landen auf einem Parkplatz direkt am Strand. Und bleiben. Es liegt Sand vor der Eingangsstufe zu unserem wohnmobil, die wellen rauschen, die sonne scheint und ein feines Strandlokal mit Fischspezialitäten gibt es auch. Außer uns stehen noch 2 deutsche du zwei italienische Wohnmobile dort. Man soll eigentlich unbedingt Parkgebühren bezahlen- aber wir gehen davon aus, dass das für die Sommersaison gilt. Die Polizei kommt hin und wider vorbei und schaut ob es uns gut geht. Und wir sind glücklich und genießen einen Tag mit unverbautem Blick aufs Meer. Hallo Aretousa,
in Volterra am Stellplatz le Balze hättest Du Dir die Stufen ersparen können und wärst in 5 Min. auch in der Altstadt gewesen. Jetzt bin ich aber gespannt, ob Du auch in Laderello warst. Gerd 30.3.
So gut haben wir im ganzen Urlaub noch nicht geschlafen. Aber schon wieder ziehen wir weiter. Heute nach Populonia, etruskische Ausgrabungen bestaunen. Die Zufahrtsstraße zu den Ausgrabungen ist für Fahrzeuge über 2 Meter Breite gesperrt- wir glauben es nicht, fahren rein und werden von einer Art Ranger schnell wieder zurückgeschickt. Auf einen offiziellen Park- und Übernachtungsplatz an der Hauptstraße 2 km von den Ausgrabungen entfernt. Gut 100 Womos haben da Platz. Stellplatz incl. V+E 2€ pro Stunden 8 € 24 Std. Campingverhalten und Feuer streng verboten. Kostenloser Pendelbus zu den Ausgrabungen. Jetzt stündlich (Mittagspause) im Sommer häufiger. Mit dem Bus fahren wir dann nach Populonia und begeben uns zum Eingang des Parkes. Pro Person kostet der Eintritt zu 2 der 4 möglichen Bereiche 12 € pro Person. Damit hätten wir nun 7 Tage lang Zutritt zu den Ausgrabungsplätzen. Außerdem beinhalten die 12 € Vergünstigungen in Museen etc. Zunächst machen wir eine italienische Führung mit, verstehen aber nix und sind glücklich englisch beschriftete Hinweisschilder zu finden. Den zweiten Teil besichtigen wir auf eigene Faust. Insgesamt sind wir 3 Stunden unterwegs. Im ersten Teil sehen wir Tumulusgräber, dann alte Häuser die der Erzverarbeitung dienten und im zweiten Teil Gräber die in den Fels gegraben wurden. Unterwegs haben wir eine herrliche Aussicht zur Bucht von Baratti und wieder geht es steil bergauf und bergab. Während ich mich gedanklich mit der Begegnung mit Wildschweinen auseinandersetze kreuzt eine gut eineinhalb Meter lange Schlange unseren Weg. Ab sofort erstarre ich bei jedem Rascheln im trockenen Laub (es gibt unzählige Eidechsen). Nach der ausführlichen Besichtigung möchten wir so schnell wie möglich zum Wohnmobil mit Essen und Getränken- aber der Pendelbus macht Siesta…..So trotten wir auch noch die 2 km zum Wohnmobil bei strahlendem Sonnenschein zurück- vorbei an picknickenden italienischen Familien auf grünen Wiesen in der parkähnlichen Landschaft am Meer. Bei uns gibt es Spaghetti aglio olio und einen feinen Salat. Und nachdem wir ausgeruht und erfrischt sind geht es weiter nach Piombino.
Dort finden wir den vor dem Ort ausgeschilderten Stellplatz nicht, suchen aber auch nicht wirklich, und landen erst mal im Hafen wo wir ganz spontan einen Tripp nach Elba buchen- für uns als Fußgänger mit dem Schiff das in 4 Minuten ausläuft. Also im Galopp zum Fähranleger und auf das Schiff und schon geht es los. In Elba dann ein geruhsamer Sonntagnachmittag und früher Abend. Wir sind in Portoferraio gelandet und besichtigen den Hafen und die Oberstadt- na logisch wieder treppauf und treppab. Napoleons Residenz mit einem Museum sehen wir nur von außen- zum Besichtigen kamen wir zu spät, aber wir steigen noch zur Festung hoch und genießen die Aussicht. Abends geht es dann zurück zum Festland- dort machen wir es uns auf einem Parkplatz in der Nähe des castello von Pombino fernab von Industriegebäuden und Straßenlärm mit herrlicher Aussicht übers Meer und das hell erleuchtete Elba gemütlich und schlafen gut. 31.3.
Heute haben wir eine längere Autofahrt vor uns. Zunächst kostenlose Autobahn, dann Schnellstraße, dann ziemlich kurvig bergauf du bergab nach Montalcino. Dort will man nicht, dass wir nahe beim Ort parken, man schickt uns auf den funkelnagelneuen Wohnmobilstellplatz natürlich steil oberhalb des Ortes. Somit geht es für uns dann zu Fuß steil bergab in den Ort dort laufen wir durch die teils engen Gassen , besichtige und bestaunen und beschließen uns kein Probierglas Brunello zu gönnen- denn der kostet tatsächlich 7-9 Euro und das für ein Riesenglas mit 0,125 l Inhalt. Beim sehr guten Mittagessen mit absolut nicht zu toppender Aussicht begnüge ich mich mit Wasser und H-W genehmigt sich ein Bier. Aber für zu Hause nehmen wir einen Brunello mit- der Anlass zum Trinken muss noch gefunden werden. Und weiter geht es, nach steilem Aufstieg zum bisher kostenlosen Stellplatz (wird sich aber wohl ändern eine Säule mit Geldeinwurfmöglichkeiten wurde bereits installiert) wieder nur einige Kilometer nach Montepulciano. Wie gehabt bergauf- bergab- der Stellplatz liegt wieder unterhalb der Stadt und ist mit einem Touristenbusparkplatz kombiniert. Viel Platz, herrliche Aussicht 10 € für 24 stunden incl. V+E – man kann aber auch stundenweise bezahlen- so dürften für die Übernachtung etwa 7-8 Euro reichen. Als wir ankommen stehen auf dem Riesenparkplatz nur 3 Reisebusse kein Wohnmobil in Sicht. Die drei Busse haben sich rund um die V+E drappiert- da ist der meiste Schatten. Später kommen dann noch 2 oder 3 Wohnmobile. Zu dritt übernachten wir da. Und während wir treppauf und treppab durch die Stadt laufen, auch einen riesigen unterirdischen Weinkeller kostenlos besichtigen und dann ziemlich achtlos an einem Teil der Gebäude entlang laufen, merken wir, dass wir satt sind. Nicht von Pizza und Pasta und auch der Vino schmeckt noch- aber wie haben uns satt gesehen. Wir wollen nichts mehr besichtigen, wir wollen keine Altstädte, keine Türme, keine Mauern und keine Treppen mehr. Und beschließen, dass diese die letzen Stadt ist die wir anschauen. Am frühen Morgen nerven uns die im nahen Depot abfahrenden Linienbusse. Montepulciano Dienstag 1.4.
Wir brechen relativ früh auf, um zum Lago di Trasimeno zu fahren. Kommen auch schnell dort hin. Und stehen lange vor Mittag vor dem Tor des Campingplatzes von Castiglione der erst heute die Saison eröffnet. Außer uns sind noch 3 Wohnmobile da und es kommt gerade ein Wohnwagengespann aus Stuttgart an. Wir stellen uns hin- holen Tisch und Stühle raus und tun erst mal nichts. Zum Mittagessen kommt dann sogar die Markise zum Einsatz und nachher wird weiter gefaulenzt. Als wir das nicht mehr aushalten beschließen wir doch noch einen kurzen Spaziergang- steil bergauf- in den Ort zu machen. Da gibt es nur wenig zu besichtigen, aber es nerven die Verkäuferinnen die auf Touristen lauern (sind kaum welche da) und uns unbedingt Wurst du Schinken probieren lassen wollen. Irgendwann bummeln wir wieder nach unten- umrunden dann zu Fuß die ganze Stadt , so dass wir wieder auf mindestens 2 Stunden Fußweg kommen und haben dann auf dem CP zurückgekehrt einen sehr vergnüglichen Abend mit den Wohnwagenleuten aus Stuttgart- draußen sitzend!!! Castiglione Mittwoch 2.4. Heute kommt die beschwerlichste Etappe der ganzen Reise. Wir fahren Autobahn über Florenz, durch die Abruzzen nach Bologna und von da aus weiter Richtung Mailand. Die Autobahn von Florenz nach Bologna ist katastrophal überfüllt mit Lastwagen, Die Fahrt über die zweispurige Autobahn, ständig durch Tunnel und über Brücken nervt. Wir sind erleichtert als es ab Bologna dreispurig und ohne Stau weitergeht, dann stellen wir fest, dass etwa in Höhe der Abzweigung zum Gardasee Sturm aufkommt, der in der Nähe von Mailand so heftig wird dass wir auf einen Rastplatz, und mit uns viel Lkws und andere Fahrzeuge eine Zwangspause von gut zwei Stunden einlegen. Äste fallen von den Bäumen und es sieht schon ziemlich furcht erregend aus. Aber als der Sonnenuntergang naht legt sich der Sturm zumindest teilweise und wir fahren weiter Richtung Lago Maggiore und landen kurz nach 20 Uhr wieder in Verbania. Da sind nicht mehr ganz so viel Betrieb wie an Ostern- aber doch noch viele Wohnmobile, vor allem Deutsche.
An Maut haben wir heute insgesamt 29,30 € bezahlt. Wir genehmigen uns noch eine Pizza- wieder einmal draußen sitzend und sind froh nun schon wieder so weit nördlich zu sein. 3.4. Wir wollen noch einen Faulenzertag einlegen, vor allem da für die Nordseite der Alpen für heute heftige Schneefälle vorhergesagt werden. Am Lago stürmts heftig. Aber die Sonne knallt. So lesen wir draußen möglichst windgeschützt, bummeln durch die Stadt und lassen es uns gut gehen. Nachmittags dann noch ein Großeinkauf im nahen Lebensmittelmarkt- da gibt es so viel Gutes was unbedingt mit nach Hause muss. Da habt ihr aber ein geballtes Toskana-Programm abgerissen - klar, da kann man die alten Städte dann schon gleich nimmer sehen - ist schon normal ... 4.4.
Jetzt geht es endgültig nach Norden. Am See, in Bellinzona und auch auf dem Weg zum Gotthard ist´s ziemlich stürmisch- aber kaum Autoverkehr und so gut wie keine LKWs. Wir kommen gut voran, ohne Verzögerung durch den Tunnel- auf der anderen Seite liegt 20cm Neuschnee, auch auf der Standspur aber die Fahrbahn ist frei. Wenige Kilometer weiter gibt es wieder grüne Wiesen und auch noch bis zum Vierwaldstättersee Sonnenschein. Der verkrümelt sich dann und als wir über Basel ins Elsass fahren ist´s ziemlich grau. Unser heutiges ziel ist Ribeauvillé wo ein France Passion- Winzer seinen Hf zum Übernachten anbiete. Schön malerisch ist die Stadt die auch einen- aber wenig attraktiven Stellplatz mit V+E zu bieten hat. So bummeln wir auch hier wieder durch die Gassen, genehmigen uns ein Elsässer Abendessen und schlafen ruhig beim Winzer. 5.4 Heute ist Wochenmarkt, wir bummeln drüber ohne große Einkäufe zu tätigen und machen uns irgendwann auf den Weg nach Deutschland. Ein letztes Tanken in Lauterbourg, 1,22 kostet der Diesel nun, dann die obligatorischen Einkäufe u.a. fürs Mittagessen am Sonntag. Und weiter geht es durch Wälder mit massenhaft Bärlauch (den ich natürlich pflücken muss) in die Pfalz. In Edenkoben wird entsorgt. Weiter leicht windgebeutelt nach Norden und als wir aus Wiesbaden raus fahren hagelt es heftig. Um 17 Uhr sind wir an diesem Samstag nach 2877 gefahrenen Kilometern wieder heil zu Hause. das hast du gut gemacht Lena, jetzt hast du dir einen Grappa verdient So das war er- mein Bericht.
Lira, ich kann dich gut verstehen, dass du dich fragst- was mache ich eigentlich hier.......am liebsten wäre auch ich schon wieder unterwegs. Es hat uns ausnehmend gut gefallen- nur ist das Reisen beschwerlicher als wenn man schnell mal quer durchs flache Frankreich in die Bretagne fährt. Und Gerd- den flacheren Zugang fanden wir auf der Suche nach einem Bäckers auch- sind aber trotzdem alle Stufen wieder heruntergeklettert. :D Rainer - das mit dem Grappa ist eine gute Idee- einen Rotwein habe ich mir beim Schreiben schon gegönnt Siehst, Aretousa, drum gefällt es uns in Italien so gut, weils halt ziemlich abwechslungsreich von der Gegend ist - sprich hügelig bis ´bergig.
SALUTE !! tttt
In Edenkoben kann man auch doll versorgen !!! Lecker Wein !!! Glaubs mir !!! Schöner Bericht !!! Wir haben uns vermutlich am Karfreitag gewunken, da kamen wir vom Gotthard schon wieder nach D zurück. Salute- trinkst du einen Grappa mit? :wink: Danke, heute nicht, hab gestern vorgetrunken ... esskaa- klar wir lieben auch den Pfälzer Wein- meistens besorgen wir ihn uns in Edesheim. Und Edenkoben liegt halt so günstig an der Autobahn...... :wink: |
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