Unsere erste echte Ausfahrt im neuen Womo war durch Wasser innen und außen geprägt.
Geplant war Salzburg - Nürnberg - Dresden - Prag - Linz - Salzburg in vier Tagen. Leider haben wir mit dem Wetter kein Glück gehabt. Wir sind eigentlich immer nur dem Regen gefolgt.
Bei unserem ersten Stopp in Nürnberg haben wir Freunde besucht und während wir bei ihnen im Haus saßen und Wein tranken war der Carioca auch nicht faul: Er hat mittels Druckpumpe etwa 50 l Frischwasser gefördert. Aber nicht in den Abwassertank, sondern quer über den Fußboden zu dem Alu Formprofil, das hier den Aufbau vom Transit Fahrgestell trennt. Dort ist es ins Freie gelaufen.
Natürlich wurde die Tour entsprechend abgekürzt, Dresden gestrichen und gemächliche Heimfahrt durch Oberfranken und bayer. Wald angetreten. Es ist schon bezeichnend, daß wir für die zweite Übernachtung die Stadt REGEN ausgewählt haben. Natürlich hat sie ihrem Namen alle Ehre gemacht. Aber das Foto im Nebel, aufgenommen um 6 Uhr Morgens, hat mich mit Wasser wieder versöhnt.
Die weitere Heimfahrt verlief ohne besondere Ereignisse, außer daß kurz vor Salzburg die Sonne hervor kam und wir bei strahlendem Wetter zuhause ankamen.
Immerhin hat der Ford 2,2 l mit 110 PS auch seinen bescheidenen Durst bewiesen: 9,3 Liter/100 für die gesamte Fahrt mit etwa 1/3 Autobahn, Rest Landstraße. Wobei ich auf der BAB immer zwischen 110 und 120 fuhr.
Zu Hause habe ich natürlich sofort mit dem Verkäufer Kontakt aufgenommen. Hier handelt es sich um einen kleinen Familienbetrieb in Tirol. Er hat mir sofort eine schnellste Reparatur angeboten. Und jetzt kommt der Clou: Ich musste nicht 150 km nach Tirol fahren, sondern Hans kam mit einem Werkstattwagen zu mir!
Nicht wie ich vermutete, der Frischwassertank war undicht, weil es genau aus der Ecke heraus lief, sondern es gab zwei Undichtigkeiten. Einmal im Bad bei einem T-Stück und dann noch beim Entleerungsventil. In beiden Fällen war es schlampige Montage der Schläuche, die durch einen O-Ring gesteckt werden müssen und dann durch einen Kunststoff-Clip arretiert werden. Beide Schläuche waren zu wenig weit eingesteckt und deshalb nicht vom O-Ring abgedichtet. Ein weiteres Problem konnten wir auch noch beheben: Der Grauwassertank hat immer Null angezeigt, egal wie voll er war. Die zuständige Sensorleitung war an der Elektronik am falschen Stecker angesteckt.
Fazit: Ich bin böse auf Trigano/CI. Das ist Schlamperei und der Beweis, daß keinerlei Endtest vorgenommen wird. Aber meine Hochachtung und Respekt für den kleinen Tiroler Betrieb, der den Ärger weitgehend kompensiert hat. Wieder ein Beweis, daß der Endtest zum Kunden ausgelagert wird und der Händler es in der Hand hat, den Kunden mit der Marke zufrieden zu halten.
, Walter

