Reisetagebuch Bretagne 2008
(alle Bilder unter:http://www.manfred-brummer.de/2.html
Pfingstmontag 2008
12.5.2008 10:00 Uhr
Abfahrt von Mertloch. Nach der Verabschiedung noch 10 ltr Diesel in Naunheim; Volltanken in Luxemburg / Wasserbillig. Danach weiter über Reims – Rouen nach Honfleur / Normandie
Ein schöner Platz und eine noch schönere alte Stadt.
Dienstag 13.5.2008 Ruhetag in Honfleur
Ein erneuter Stadtbummel mit dem Besuch der vielen Galerien und Einkaufen.
Mittwoch 14.5.2008 Weiterfahrt nach Saint Malo
Mittagessen (Muscheln) in Saint Malo und nur Parken
Der Stellplatz am Hafen war Rosemarie nicht angenehm.
Also Weiterfahrt bis Erquy
Ein sehr schöner Platz direkt am Meer. Platzkosten: 4,-€ 24 Stunden, Versorgung 2,- €
Donnerstag Ruhetag und Muschelsuchen in Erquy
Freitag, 16.5.2008 Weiterfahrt bis Plouha
Am Plage Saint Palu einen schönen Stellplatz wieder direkt am Meer gefunden.
Es schüttet wie aus Eimern. Trotzdem kann ich zwischendurch noch eine Wanderung über den Zöllnerpfad auf die Höhen machen. Kurz vor dem Schlafen stell ich unser Wohnmobil von der Wiese auf den befestigten Parkplatz. Es hat wieder angefangen zu regnen.
Morgens dann Ent- und Versorgen und weiter geht es in Richtung Westen.
Stellplatzgebühr 0,0 €
Frischwasser:1,- €
Samstag 17.5.2008 Weiterfahrt bis Roscof
Stellplatz an Kapelle Saint Barb und unmittelbar am Meer gefunden.
Alles Ebbe oder was?
Und jetzt ist wieder Wasser da.
Am 18.5.2008 Weiterfahrt über Brest nach Plougonvelin Fort de Bartheaume
Von Plougounvelin starten wir am nächsten Tag und besuchen als erstes die Pointe St Mathieu wo angeblich orientalische Seefahrer den Schädel des Evangelisten Matthias überbrachten weil dieser Sie aus Seenot gerettet hat.
Die Abtei und Kirche ist heute nur noch eine Ruine. Hier startet auch ein Pilgerweg nach Santiago de Compostella.
Weiter ging die Fahrt zur Halbinsel Crozon nach Camaret sur mer. Frankreichs größter Hafen für Hummer und Langusten.
Nach einem erholsamen Strandaufenthalt ging es dann weiter über die Pointe Espagnols und St Nic (war nicht geplant aber das Navi hat uns den schönen Strand gezeigt) nach Locronan und dann weiter nach Quimper. 20.5.2008
Wir fanden einen Parkplatz direkt in der Stadtmitte am Zugang zur Kathedrale und der Altstadt.
Im Berufsverkehr verlassen wir die Stadt in Richtung St. Guenole. Hier ist nach unseren Unterlagen ein Stellplatz direkt am Meer in der Nähe des Fischereihafen und des prähistorischen Museums. In unseren Unterlagen stand aber als Ortsbezeichnung Penmarch und trotzdem haben wir nach langen Suchen und einer Nachfrage den Platz dann gefunden.
Er war nur durch eine Wohnstraße vom Meer getrennt und sehr ruhig aber sonst nicht sehr ansprechend.
21.5.2008
Sehr gut war an dem Platz die Nähe zum Phare de Eckmühl (höchster Leuchtturm der Bretagne) und zu der Capelle de Tronoen mit einem der ältesten Calvaire der Bretagne.
Weiter nach Concarneau. Wir hatten das Glück auch hier im Stadtzentrum direkt gegeüber dem Zugang zur befestigten alten Stadt (Close Ville) ein Parkplatz zu finden. (nicht ganz legal aber sonst in Ordnung)
Zum Mittagessen wurden uns auf Wunsch Dorade mit Salat und Pommes gereicht.
In Trecunc fanden wir dann auch die im Führer beschriebene Entsorgungsstation, um dann nach Einkauf bei Lidl und der Paint Bretagne (Bedienung sprach deutsch) in Richtung Pointe Trevignon weiter zu fahren. Am Strand war die Zufahrt für Wohnmobile zwar nicht gesperrt aber auch nicht durch Schranken unterbunden. Wir machten eine lange Pause. Rosemarie sammelte Muscheln und ließ sich von einer Französin (Ehefrau eines Anglers) in die Geheimnisse des Muschelsammelns einweihen.
Für ein nicht erlaubtes Verbleiben am Strand hatten wir nicht die Nerven. Der Reiseplaner des ADAC (zum Glück hatte ich das Notebook dabei) war ein weitere Platz in ca. 8 Kilometer erwähnt. Das hieß dann eingepackt, Tante Navi mit den nötigen Informationen versorgt und los nach Raguenes-Plage. Wir fanden auf Anhieb den Platz, der auch direkt am Meer liegt, für 8 Wohnmobile eingerichtet ist und nur mit 5 Mobilen besetzt war.(kostenlos) Hier trafen wir dann auch die Ehefrau des Anglers und Muschelsammelexpertin wieder, da diese beiden auch mit dem Wohnmobil unterwegs sind.
Am Abend konnte ich dann dem Angler bei der Vorbereitung des Abendessens zusehen und meine erste Auster schlürfen. Ich habe die Augen geschlossen und auf Anweisung des Anglers die Auster geschlürft und dann gekaut. Ich glaube ich genehmige mir auf der Reise noch einmal den Genuss.
Davon gibt es leider kein Bild.
Morgen am 22. Mai Fahren wir weiter nach Pont Aven.
Pont Aven haben wir mit gemischten Gefühlen hinter uns gelassen. Es ist so wie in den Reiseführern beschrieben, man versucht mit den vielen Galerien eine Stadt der Maler zu zeigen aber kein Maler war aktiv und Rosemarie war enttäuscht, weil alles in Öl oder Acryl gemalt ist und kein Aquarell.
Das Motiv am Aven ist schon sehr schön aber man muss nicht noch einmal dorthin.
Weiter ging es dann in Richtung Port Louis. Auch hier kamen wir wie in vielen anderen Orten in der Mittagszeit an und die Orte haben dann die Bürgersteige hochgeklappt.
Wir fanden am Hafen einen Parkplatz und schlenderten zur Festung. Rosemarie war der Eintritt 5,50 € zu teuer und ging lieber wieder auf Muschelsuche. Ich habe mir die Festung angesehen und war von dieser und von den dort gezeigten Ausstellungen begeistert.
Nach der Rückkehr zum Wohnmobil führte uns Tante Navi zum Übernachtungsplatz.(wieder kostenlos und nur die Versorgung am Automat 2,00 €)
Ein ruhiger Nachmittag am Meer und in der Sonne folgte. Zum Abendessen gibt es heute Hähnchenschenkel und roh gebratene Kartoffeln. Rosemarie ist von den französischen Kartoffeln restlos begeistert.
Morgen werden wir dann zur Halbinsel Quiberon fahren und drei Ruhetage einlegen.
Nach ca. 40 Kilometern sind wir auf der Halbinsel Quiberon und finden in Quiberon auch den ausgewiesenen Stelllatz für Wohnmobile (Air de CampingCar) Der Stellplatz liegt ca 2 Kilometer außerhalb von Quiberon und am felsigen Weststrand. Da wir aber in den letzten Tagen sehr viel Felsstrand hatten und unsere Erinnerungen an den schönen Campingplatz vor 10 Jahren war sehr schnell der Entschluss gefasst zurück nach Saint Pierre Quiberon und dort zum Camping Municipal de Penthievre. Wir kommen kurz nach 12:00 Uhr dort an und finden einen Platz mit herrlicher Aussicht aufs Meer. Es ist Ebbe und viele suchen im seichten Wasser und Schlamm nach Muscheln.
Wir können Knausi so stellen, dass wir aus dem Wohnzimmerfenster diesen Blick haben.
Zum Mittagessen gibt es Rindfleischspieße mit Reis und Gurkensalat.
Abends beginnt es zu regnen. Der Regen wird stärker und es kommt auch noch Wind dazu. Rosemarie wird ängstlich und macht sich um die Standsicherheit von Knausi erhebliche Gedanken. Dazu kommt noch ein knarrendes Geräusch genau in Kopfhöhe der Schlafcouch im Wohnzimmer. Nach langem Suchen findet Rosemarie den Grund. Bei der Kunststoffverkleidung außen um das Wohnzimmerfenster fehlt eine Schraube und dadurch bewegt sich die Verkleidung leicht im Wind und verursacht das Geräusch. Schnell ein Tempotaschentuch dazwischen geklemmt und es war Ruhe. Da muss morgen eine Blechschraube eingedreht werden.
In der Nacht wurde der Regen und auch die Luft immer stärker. Ich bin raus und habe noch die Sat-antenne abgebaut.
Samstag 24.5.2008
Wir schlafen bis 10:00 Uhr und es regnet noch immer. Trotzdem nach dem Frühstück raus zu einer Wanderung über den Strand. Wir kommen tratschnass wieder zurück und belohnen uns zum Mittagessen mit Schweinebraten, Kartoffeln mit Erbsen und Möhren. Nach dem Abwasch unseren obligatorischen Espresso und dann Mittagsruhe. Der Regen hat noch immer nicht aufgehört, Rosemarie malt und ich schreibe dieses Reisetagebuch.
Der Regen hat den ganzen Tag nicht aufgehört und hat uns damit einen Ruhetag beschert. Der Sonntag macht seinem Namen alle Ehre. Ein wunderschöner Sonnentag. Wir faulenzen bzw gehen am spazieren. Zum Mittagessen gab es Grillscheiben, Nudeln und Tomatensalat.
Am Montag 26.5.2008 führte uns dann unsere Route nach Carnac (Menhire)
Menhirfeld bei Carnac
und dann weiter über Auray
nach Saint Trinite sur Meer nach
Hafen von Aurey
Saint Pierre und weiter zu unserem Übernachtungsplatz bei Locmariaquer. Der Übernachtungsplatz liegt direkt um Strand von Kerpenhir und am Dolmen PierresPlates.
Heute Morgen gab es ein paar Regentropfen und jetzt am Abend auch. Zwischendurch strahlender Sonnenschein. Zu Mittag gab es in Aurey ein halbes Grillhähnchen für mich und für Rosemarie ein Stück Kasslerbraten. Es war Markt in Aurey und so haben wird das Mittagessen aus der Hand gegessen.
Zum Abendesen wurde ich mit Rindersteaks, Kartoffeln, Pariser Champions uns Salat verwöhnt.
Morgen (27.5.2008) fahren wir nach Vannes. Rosemarie muss unbedingt die Reisemitbringsel für die Enkel kaufen.
Ein Stück Weges führte uns noch an der wunderschönen Küste vorbei. Leider waren die Parkplätze alle mit der berühmten Teppichstange versehen und damit für Wohnmobile nicht befahrbar. So blieb uns nur der Blick aus dem langsam fahrenden Knausi.
Kurz darauf leitete uns Tante Navi mitten ins Centrum von Vannes, wo wir auch einen Parkplatz fanden.
Ein schöner Stadtbummel schloss sich nun an. Gekönt wurde der Stadtbummel durch die erstge Auster die Rosemarie in der Markthalle direkt an einem der vielen Fischstände geöffnet bekam und dann nach kurzer Überwindung schlürfte. Ich hatte da dann auch die Gelegenheit meine zweite Auster (Huitres de Bretagne)zu probieren.
Vannes hat wunderschöne alte und enge Gassen mit sehr vielen schönen Geschäften.
Diesmal hatten wir es tatsächlich geschafft vor der Mittagspause der Geschäfte in der Stadt zu sein.
Dadurch, das wir unseren Stadtbummel bis zur Mittagspause ausdehnten kamen wir am Stellplatz vor den Toren Vannes erst an, als die Rezeption ihrerseits Mittagspause machte und erst um 16:30 Uhr wiederkommen wollte.
Kurz entschlossen setzten wir uns in den Knausi, Tante Navi wude informiert und diese führte uns 37 Kilometer weiter nach Roche-Bernhard zu einem Stellplatz innerhalb eines Campingplatzes direkt am Hafen. Gegen Abend werden wir uns den Ort ansehen. Laut Führer ein schönes Städtchen mit einem am Berghang liegenden Ortskern aus dem 15-17. Jahrhundert. Der Stellplatz ist schon einmal sehr schön.
Zum späten Mittagessen gab es Nudeln, Rindfleisch oder Tomatensoße mit Salat und als Dessert Obstsalat. Rosemarie ist beim Kochen immer für hervorragende Überraschungen gut. Ich revanchiere mich wie jeden Mittag mit einem köstlichen Espresso.
Übrigen, das Wetter ist wieder hervorragend. Wir haben draußen im Schatten der Markise gegessen und da sitzen wir nun auch. Rosemarie malt und ich schreibe meinen Reisebericht weiter, bzw. plane die weitere Fahrt.
Am Abend dann eine Wanderung durch den Hafen und in die Stadt.
In der Nacht regnet es und wir schlafen wie immer sehr gut.
Die Weiterfahrt am Mittwoch führte und dann weiter nach Guerande`. Auf der Fahrt dann ein wolkenbruchartiger Regen, der kurz vor Guerande` dann glücklicherweise aufhört. Wir hatten Glück, denn in der durch den umlaufenden Befestigungsring eingeschlossenen Altstadt fand gerade Markt statt. So schlenderten wir durch die mittelalterliche Stadt. Und machten auf dem Markt och ein paar kleine Einkäufe.
Kurz vor Mittag setzten wir dann unsere Reise wieder in Richtung Atlantik und zwar nach Batz sur mer fort. Hier wollten wir auf der Küstenstraße die Halbinsel und die Ortschaft le Croisic umrunden. Bei der Pointe dur Croisic war dann wieder Mittagspause angesagt. Es gab Bratwurst ( aus der Kühltruhe von Knausi) mit Kartoffeln Soße Francaise und Gurkensalat ( frisch vom Markt).
Nach der erholsamen langen Mittagspause du der Umrundung von le Croisic mit atemberaubenden Ausblicken auf das Meeer führt uns die Fahrt vorbei an dem Museum „Blockhaus“ (ehemaliger deutscher Bunker; musste ich mir ansehen)
nach le Baule, dem angeblich schönsten Strand der Bretagne. Auch hier war es wie unsere Reiseliteratur uns schon im Vorfeld berichtete. Die Stadt mit dem Strand ist ein Abklatsch der Cote Azur jedoch ohne deren Flair. Wir verlassen fluchtartig den Ort und fahren quer durch die Salzseen nach Piriac sur mer. Hier war die Übernachtung eingeplant. In der Nähe des Stellplatzen an der Pointe du Castell war dann aber ein Bagger ein Baugrube am ausheben und das hat uns die Laune an dem Platz erheblich verdorben. Auch hier dann wieder kurz entschlossen Abfahrt und zurück durch die Salzfelder
nach Baz sur mer und Richtung le Pouliguen. Hier hatten wir bei unserer Rundfahrt einen sehr schönen Stellplatz gesehen.
Dort angekommen fanden wir noch den letzten Stellplatz.
Wir wanderten ca. 20 Minuten bis zum Intermarche` machten unseren Einkauf und dann setzten wir uns an den Strand, der nur über die Straße von uns entfernt ist.
Morgen ist Ruhetag.
Nach dem Ruhetag dann Beginn der Heimfahrt, die uns über Mayenne` mit einer Übernachtung dort und am Samstag über Paris in die Champagne führen soll. Zuerst ging es dann aber noch einmal nach Batz sur mer, um dort noch für jeden ein paar Clocs zu kaufen.
In Mayenne fanden wir den gewünschten Stellplatz machten unsere Mittagspause und gingen in die Stadt, um die Kathedrale und die Festung zu besichtigen.
Der Ort war aber wirklich nicht sehr ansprechend und so beschlossen wir unser heimfahrt fortzusetzen.
Um 22:00 Uhr fuhren wir durch Paris. Tante Navi hat uns wunderbar geführt, um dann aber hinter Paris einfach zu streiken. Wir fanden dann doch noch den richtigen Weg und kamen spät in Epernay / Champagne an. Den gewünschten Stellplatz konnten wir durch mehrere Straßen bzw. Brückensperrungen nicht erreichen und so haben wir dann auf einem Wandererparkplatz übernachtet.
Am Morgen Nebel und Regen. Im Stadtzentrum von Epernay der Samstagsmarkt, aber uns stand bei dem Wetter nicht der Sinn nach Stadtbesichtigung. Auch später in Reims, immer noch Regen und so fuhren wir weiter in Richtung Heimat. In Luxemburg (Wasserbilligerbrück) den Tank noch mal voll gemacht und nach einer Pizza ging es weiter nach Hause.
Ein wunderschöner Urlaub ging bzw. war zu Ende.[img]
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