wir wollten mal was neues erleben, und deshalb Südengland ausgewählt.
Es war schon einiges an Bammel vorhanden bei dem Gedanken an den Linksverkehr. Hier nun ein paar Erfahrungen, die es vielleicht leichter machen, England als Urlaubsziel zu entdecken.
Gebucht haben wir natürlich übers Internet, bei Seafrance.
Geht easy und ich finde den Preis ganz erstaunlich (1 Woche im Vorraus, Wohnmobil, 2 Erwachsene und 1 Kind, kostet insgesamt 120,- Euro)
Hinfahrt nach Calais, von Aachen aus ca. 3,5 Std. kennen wir schon, wir sind häufiger dort. Zur Einstimmung auf die Überfahrt, übernachtet im Fährhafen mit Blick auf die an- und abfahrenden Fähren. (Dort ist auch Ver- und Entsorgung möglich).
Am nächsten Morgen hatten wir einen Zettel, mit der Bitte die Übernachtungskosten auf dem Campingplatz hinter dem Stellplatz zu entrichten. Mit 7 Euro waren wir dabei.
So, nun noch groß Einkaufen, in Calais gibt es einen großartigen Supermarkt, mit noch einer noch besseren Fischauswahl, dann ab zum Einschiffen.
Ist alles perfekt ausgeschildert und organisiert.
Da wir natürlich 2 Stunden zu früh da waren, wurde uns angeboten für 20 Euro umzubuchen, damit wir sofort übersetzen können. Wir wollten uns das Spektakel natürlich in aller Ruhe anschauen und haben abgewartet.
Die Überfahrt dauert eine knappe Stunde, mein Tip, die letzte halbe Stunde genießen, ganz vorne in der Fähre, bei der Zufahrt auf Dover. Die Kreidefelsen sind schon ein Erlebnis.
Nun der große Moment. Links fahren.
Ungewohnt, aber machbar. Etwas schwierig am Anfang die Kreisverkehre, und davon gibt es eine Menge.
Wir sind dann von Dover aus rechts gefahren, St. Margarets Cliff. Übrigens hat das Navi gute Dienste erwiesen, es zeigt unter Anderem auch die zulässige Höchgeschwindigkeit in KM an, damit entfällt dann das Umrechnen von Meilen.
Gestanden haben wir direkt unterhalb der Klippen am Meer, da außerhalb der Saison, war auch der Geldautomat nicht in Funktion.
Ansonsten ist Parken in England recht teuer, Kleingeld immer dabei haben.
Wir sind am nächsten Tag weiter Richtung Hastings. Dort kosten 2 Stunden Parken ganze 5 Pfund.
Unterwegs haben wir immer wieder beeindruckende Blicke auf die Klippen und Felsen gehabt.
Das Wetter hat die ganze Woche super mitgemacht, und so hatten wir gar keine Lust riesige Strecken zurückzulegen, beim Dieselpreis in England auch nicht so empfehlenswert, aktuell über 1,20 Pfund (ca. 1,50 /Liter).
Gemäß der Buchreihe, mit dem Wohnmobil nach...., haben wir dort übernachtet wo es nicht ausdrücklich verboten ist (no overnight parking).
Besonders angetan hat es uns am "Long man". Mitten in der Natur, traumhaft.
Besonders hervorheben möchte ich die absolute defensive Fahrweise der Briten. Selten habe ich solch höfliche und vorsorglich fahrende Meschen gesehen, wie in England (wie müssen die britischen Fahrer sich wohl hier vorkommen???).
Fazit:
Wir werden sicher wiederkommen und einen kompletten Urlaub in England verbringen.

