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Gourmetrundfahrt Bourgogne, Perigord, Bordeaux, Loire


Kater58 am 29 Okt 2004 08:35:50

So! Nach drei Wochen ohne PC bzw Internet- Zugang kann ich jetzt auch mal so langsam meinen Reisebericht abgeben

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Gast am 21 Nov 2004 22:44:24

hallo kater,
ja, aber... wo ist denn der bericht? :gruebel:

Kater58 am 22 Nov 2004 07:57:58

Stimmt! Sorry, aber hab gerade mal wieder scheußlich viel um die Ohren.
Wird kommen! Versprochen ist versprochen....

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Kater58 am 11 Dez 2004 13:10:30

Es wird Zeit!
Zeit meinen Resebericht endlich loszuwerden.
Und Zeit eine kleine Bilanz zu ziehen für das abgelaufene Womo-Jahr!
Es wurden nicht so viele Fahrten, wie wir vielleicht ursprünglich gedacht hätten, zum einen weil Elke des öfteren an Wochenenden arbeiten muss, zum anderen sicher auch aus finanziellen Gründen. :roll:
Diesel wird immer mehr zum Luxusgut und das war auch mit ein Grund, weshalb unsere erste Fahrt nicht wie ich es vor hatte nach Berlin ging, sondern nach Luxemburg und Belgien (siehe Theme Planung und Wirklichkeit)

Kater58 am 11 Dez 2004 13:30:01

Am 12. März fahren wir Abends direkt von der Arbeit aus los, verlassen den Odenwald und fahren noch bis Orscahtz zur Saarschleife.
Am kommenden Morgen liegt dichter Nebel über unserem Parkplatz.
Wir können uns die Saarschleife nicht ansehen. Ein Grund um irgendwann hierher zurückzukommen!
Wir fahren nach Luxemburg-zum tanken- und dann weiter in die Stadt Luxemburg. Ein schöner Stadtspaziergang, bei dem uns vor allem der Grund gefällt, lässt uns erstmals auf dieser Tour die Luft Europas schnuppern. Man hat den Eindruck hier sei das Zentrum der neuen Nation, gebildet aus eigenständigen Nationen, und nicht in Strassbourg oder Brüssel...

Kater58 am 11 Dez 2004 13:52:34

Wir waren in strömendem Regen in Beerfelden losgefahren und unsern Stadtbummel in Luxemburg machten wir bei fast frühlingshaftem Wetter, das gab Hoffnung für die nächsten paar Tage!
Wir verliessen Luxemburg und unsere Übernachtung machten wir in Herbeaumont in Belgien, an den Füssen dere alten Burgruine.
Unter uns im Tal bereitete die Dorfjugend das "Grand Feu" vor, da Sonnwendfeuer, das hier noch grosse Bedeutung hat, lasen wir doch an fast jedem Orstschild den Hinweis, wann denn die betreffende Ortschaft ihr Sonnwendfeuer, ihr "Grand Feu" hat.
Wir waren in den Arennen und die Landschaft war faszinierend!
Wir erreichen das Städtchen Bouillon, auch mehr durch Zufall, wir lassen uns treiben...
Die Burg des Gottfried von Bouillon war es, die unser Hauptaugenmerk in Anspruch nahm. Im Städtchen überall Hinweise auf den edlen "Godefrey": in Gaststätten-, Hotel- und Strassennamen.
Immerhin gibt es hier auch ein Musikkonservatorium,neben einigen andern Schulen.
Das Gerücht Gottfried habe den Suppenwürfel erfunden fanden wir nicht bestätigt. Brasserien und ander Gourmethäuschen bieten in typischer französischer Manier Moules-Frites und andere Spezialitäten an.
Wir besichtigten natürlich die Burg!

Kater58 am 11 Dez 2004 14:04:54

1050-1067 erbaute Gottfried der Bärtige auf Resten einer noch älteren Festung das Chateu Fort, das von Gottfried von Bouillon, dem letzten der Herzöge des Ardennerhauses dem Fürstbischof von Lüttich verpfändet wurde. Der Narr bestritt mit dem Erlös die Kosten des 1. Kreuzzugs.
Man kann sich förmlich den Fürstbischof vorstelle, wie er sich die Hände reibt ob des erworbenen Besitzes.
Gottfried von Bouillon starb 1100 in Jerusalem, an dessen Eroberung er wesentlichen Anteil hatte mit dem Titel "Vogt und Beschützer des Heiligen Grabes". Nützte ihm auch nichts, und auch nicht, daß er die goldene Königskrone Jerusalems abgelehnt hatte.
Allerdings, wenn man in den durch klobige Mauern umgebenen Burgräumen umhergeht, könnten man auf den Gedanken kommen Gottfried habe schlicht Platzangst bekommen und deshalb seine sichere, schützende Burg verlassen um 20000 Mann in das "Heilige Land" zu führen.
Wir haben Glück, das wir im März da sind, denn sonst ist der Ort mit Sicherheit von Touristen überfüllt.
Überhaupt eine gute Idee, im März zu fahren...zwar sind einige Attraktionen noch geschlossen, dafür ist man aber auch fast überall allein.

Kater58 am 11 Dez 2004 14:18:10

Die Semois umfliesst den Burgfelsen von Bouillon.
Wir folgen dem Fluss bis zu seiner Vereinigung mit der Meuse (der Maas) auf französischem Boden.
Herrliche Ausblicke von Ardennenhöhen wechseln mit malerischer Flusslandschaft und Ardennesnstädtchen bis Montherme, wo sich die Strasse im Maastal (Valee du Meuse) am Fluss entlang über Revin in Richtung Givet-französisch-belgische Grenze schlängelt.
Wir übernachten 8 km vor Givet mit Blick auf die beleuchtete Ruine des Chateu von Hierges noch auf französischem Boden.
Übrigens merken wir natürlich nichts von den Grenzen. Nur auf den Landkarten sind die noch eingezeichnet. Wir sind eben in Europa unterwegs. (Die Grenze von uns in Hessen nach Bayern ist deutlicher ausgeschildert als die von Belgien nach Frankreich)

Kater58 am 12 Dez 2004 12:38:05

15.März Dinant-Namur
Wir folgen der Maas zunächst bis Dinant.
Die Stadt wir überragt von der Zitadelle, das weithin sichtbare Wahrzeichen dieser Stadt.

Kater58 am 12 Dez 2004 13:00:59

Durch alle Kriege hindurch, die über diese Stadt hinwegzogen und sie in Mitleidenschaft zogen war diese Zitadelle umkämpft und hatte ihre startegische Bedeutung. Schon die Römer nutzten den überragenden Felsen zur Kontrolle des Maastales. Vauban, der Stratege und Festungsbaumeister Ludwigs des XIV. baute die Festung zu Ihrer heutigen Grösse aus und selbst im 1. und zweiten Weltkrieg fanden hier Kämpfe statt. Bei einer Besichtigung wird dies eindrucksvoll in einem nachgebauten Schützengraben, indem ein Abrutschen simuliert wurde, sodaß der Besucher auf einer irritierenden schiefen Ebene unter der Erde gehen muss, dargestellt. Man kann bei einem Blick über die Stadt Dinant ermessen welche Bedeutung die Zitadelle hatte. Auch ein Kampf aus dem 1. Weltkrieg ist mit lebensgroßen Puppen nachgestellt. Bei diesem Gefecht kamen alle Beteiligten ums Leben. Schauerlich!
Aber die Stadt Dinant hat auch noch anderes zu bieten: Sie ist die Geburtsstadt von Adolphe Sax, dem Erfinder des Saxophons, was den Besuch für den Jazzfan lohnenswert macht.
Das Städtchen ist sehenswert. Der Kontrast der drohenden Zitadelle und der Kirche darunter wirkt befremdlich und ergänzt sich doch auf wunderbare Weise. Der Blick von der Zitadelle hinunter auf die Stadt und das Maastal ist faszinierend. Man blickt 100 m senkrecht auf die Häuserzeilen und Strassen, durch die man vorher noch auf und abging.

Kater58 am 12 Dez 2004 13:24:47

Von einer Zitadelle zur nächsten!
Es geht wieter am Lauf der Maas entlang bis nach Namur.
Von den Festungsanlagen der Zitadelle von Namur geht der Blick über das Lichtermeer der abendlichen Stadt an der Maas. Wir stehen oben auf dem festplatz und geniessen die Fernsicht und den milden Luftzug, dr vom Frühling erzählt. Es ist nicht ganz sternenklar aber man kann die Venus und den Jupiter sehen. Es ist ruhig hier oben, gelegntlich vorbeirasende Autos, die wohl für irgend eine Ralley trainieren ausgenommen. Die Jogger, die Fahrschulen, die hier mit ihren Schülern das Einparken übten, die vier Kiffer und vereinzelte Liebespärchen, die hier ihre Autodates hatten sind verschwunden.
Wir hatten einen anstrengenden Tag mit dem Abschluss, die 3 Kilometer von Namur wieder hoch zu unserem Parkplatz gelaufen zu sein.
Wir geniessen den Abend.

Kater58 am 12 Dez 2004 13:38:00

Von Namur aus verlassen wir die Maas und fahren Richtung Brüssel. Logisch, daß wir auch die Hauptstadt Belgiens nicht auslassen.
Bevor wir Brüssel erreichen haben wir noch eine Begegnung mit der Geschichte: Waterloo!
Den historischen Ort der Niederlage Napoleons gegen die vereinigten Armeen der Briten unter Wellington und die Preussen unter Blücher lassen wir nicht links liegen.
Um diese Jahreszeit sind dort ausser uns nur drei bis fünf Schulklassen.
Wir erklimmen den "Butte de Lion" von wo man einen Blick über die ehemaligen Schlachtfelder hat. Eine Reiseleitung erwartet uns oben und übt mit uns schon mal den Vortrag, den sie der nächsten Schulklasse halten will. bevor wir die Treppe wieder runtersteigen kommt diese Schulklasse oben an: völlig fertig und wie die Lokomotiven schnaufend.
Ich denke, he, in dem Alter müssten die hier im Laufschritt rauf. Schliesslich hab ich hundert Kilo die Stufen hochgeschleppt....

Waldi am 12 Dez 2004 18:20:14

Hallo Kater58

Sehr schöner und ausführlicher Bericht.Danke.

Waldi

Kater58 am 12 Dez 2004 19:51:05

16.März: Brüssel
Von Waterloo, vor den Toren Brüssels gelegen fahren wir in die Hauptstadt. Ein wenig Stau und Stress macht sich bei mir breit. Ich mag keine Städte! Eine Abneigung, die sich meist nur aufs Autofahren beschränkt. Denn ich liebe Paris, Brüssel mittlerweile auch und München.
Nach vergeblichem Versuch der Innenstadt mit dem Womo nahezurücken verliere ich die Geduld und Elke fällt ein, daß man auf dem Autobahnring zum Atomium gelangen kann und es dort sicher Parkplätze gibt.
Treffer! Man soll halt auf seine Frau hören, besonders, da sie schon mal mit nem Bus da war.
Wir parken direkt auf dem Expo-Gelände unterm Atomium und fahren mit der Metro 1A in nullkommanix in die Innenstadt.
Hier spürt man, wie auch in Luxemburg das Herz Europas schlagen.
Paris! Das ist unsere Traumstadt- aber eben französisch wie Berlin und München deutsch sind. Luxemburg und Brüssel sind europäisch durch und durch. Heinrich Heine hätte es sicher auch so empfunden wäre er mit dem Womo durch Europa gereist.
Die Hauptstadt nahm uns gefangen mit ihren Zunfthäusern und herrlichen Stuckfassaden. Der Besuch hat sich gelohnt. Brüssel verbindet Weltstadtflair mit mittelalterlicher Schönheit auf wunderbare Art und Weise.

Kater58 am 12 Dez 2004 19:53:24

Natürlich sehen wir uns auch das Wahrzeichen Brüssels an.....

Kater58 am 12 Dez 2004 20:01:32

Hätten wir gewusst wie lange wir noch fahren würden um einen uns genehmen Übernachtungsplatz zu finden wären wir sicherlich am Atomium geblieben.
Wir fanden dann aber noch einen ruhigen Platz auf dem Parkplatz des Hallenbades von Aalst.
Noch mal zum Parken am Atomium. Ich weiss nicht ob dort das ganze Jahr über die Möglichkeit besteht kostenlos zu parken, oder ob wir dies nur der Tatsache zu verdanken hatten, daß wir im März weitab der Saison unterwegs waren. Aber zu empfehlen ist es allemal sich den Streß zu ersparen in die Stadt zu fahren und dort nach Parkmöglichkeiten zu suchen, auch wenns denn in der Saison was kostet.

Kater58 am 13 Dez 2004 15:40:40

....wird fortgesetzt

Beduin am 13 Dez 2004 18:41:20

Hach ja, beim lesen von deinem Bericht bekomme ich richtig "WEH" (Heimweh, Fernweh, Sehnsucht, so hies doch dieses Lied :cry:)

früher war ich 2x im Jahr und jetzt schon 5 Jahre nicht mehr :cry:

Kater58 am 13 Dez 2004 19:31:56

Ja, mir gehts auch immer so, wenn ich die tollen Reiseberichte hier im Forum lese. dann packts mich immer und ich möchte am liebsten sofort packen und losfahren.
Aber 5 Jahre? Bei mir wars letztes Jahr, das ich gar nicht wegkonnte und das hat gereicht...Aber wer weiss was noch kommt.

Kater58 am 13 Dez 2004 20:03:29

Bevor ich über die flandrischen Städte berichte muss ich noch etwas loswerden zur Situation der Entsorgung in Belgien. So gut wie in Frankreich ist das Netz der Euro-Relais oder anderer Ent- und Versorgungsmöglichkeiten in Belgien leider nicht.
Auf dem bisherigen Weg hatten wir das Glück in Montherme. also am Zusammenfluss von Semois und Maas in Frankreich ein Euro-Relais zu finden. Es befindet sich am Ortsausgang in Richtung Revin und war auf meiner ADAC-Versorgungskarte gar nicht erwähnt.
Jetzt, nach Brüssel, wurde das Problem wieder drängend. Das Frischwasser hatte bislang gereicht-ging aber jetzt auch zur Neige und der Fäkaltank war voll!
Der ADAC hatte eine Station in Aaltern angegeben und wenn man von der Autobahn bei der Ausfahrt Aaltern runterfährt ist auch am Ortseingang ein Schild, daß zur Ortsmitte weist. Doch wir verbrachten fast einen halben Tag mit der Suche. Auch einheimische konnten uns da zunächst nicht weiterhelfen- bis uns dann jemand ins Industriegebiet schickte. Dort bin ich noch zweimal an der Entsorgung vorbeigefahren:
Eine Tankstelle mit Autowerkstatt hatte das Schild zwar stehen, doch ein Euro-Relais oder änliches suchte ich vergebens. Zunächst auch irgenwelches Personal.
Schliesslich tauchte doch jemand auf und zeigte mir ein Loch (man musste eine Waschbetonplatte beiseite legen) wo ich Abwasser und Fäkaltank entleeren konnte. Anschliessend zeigte er mir den Frischwasseranschluss in der Werkstatt und ich füllte auf. Er wollte nicht mal Geld! Ich gab ihm 5 Euro. Am Euro Relais hätte ich auch bezahlen müssen und ich war in ner echten Notlage. Ausserdem hatten wir uns nett unterhalten. Er hatte die Entsorge tatsächlich erst neu eingerichtet und gab zu daß die Beschilderung sehr unzureichend sei. Aber die Stadt Aaltern hatte zugesichert das zu ändern.
Wenn Ihr also in Belgien seid und die Entsorgung in Aaltern sucht, fahrt an dem Kreisel nach der Ausfahrt nicht zur Ortsmitte, sondern die nächste (nach der Shell-Tankstelle) rechts ab und am Ort vorbei ca. 2 km bis ihr eine Beschilderung für das Industriegebiet seht, dort rechts rein, gleich wieder links und geradeaus bis ihr links eine Tankstelle mit einem Riesenschild das auf eine Womoentsorgung hinweist seht. Dort fragen

Kater58 am 13 Dez 2004 20:18:27

Es ist ein besonderes Flair, das die flandrischen Städte ausstrahlen. Wir hatten schon in Brüssel über die herrlichen Zunfthäuser und die Fassaden gestaunt. Die gotische Kathedrale und den Königspalast nicht zu vergessen!
Doch die Schönheit von Gent, noch dazu in den Strahlen der ersten Märzsonne, die die Herzen, Häupter und Beine der Mädchen erwärmt kann sich nicht nur mit Brüssel messen- es übertrifft sie noch.
Es ist ein kaum zu beschreibender Eindruck den ie alten Zunfthäuser und das Rathaus oder auch die Kathedrale auf den Betrachter ausüben.
Fahrt einfach hin und sehts euch an!
Das Bild der die ersten warmen Sonnenstrahlen geniessenden Jugend am Kanal vor den Zunfthäusern, die sich dort dem Müßiggang hingaben oder einfach Pause machten zwischen zwei Vorlesungen hat sich mir eingeprägt.
Meine Bewunderung für ein Bild der Sorgenfreiheit, wenn auch nur für die Zeit eines für dieses Jahr wohl ersten Sonnebades.

Flywolf am 13 Dez 2004 20:43:35

Bild
Wolf

Beduin am 13 Dez 2004 21:12:32

Kater58 hat geschrieben: Aber 5 Jahre? Bei mir wars letztes Jahr, das ich gar nicht wegkonnte und das hat gereicht...Aber wer weiss was noch kommt.


Hallo Kater

war nur die letzten 5 Jahre nicht in Frankreich!. Hier in Deutschland bin ich viel unterwegs.
Die letzten 2 Jahre so um die 20.000nKM ;D

Kater58 am 14 Dez 2004 11:17:33

Oh ja! Auch in Deutschland ist es schön. Ein paar Wochenendkurztoeren stehen ba auch zu Buche in diesem Jahr. Kommt noch! Ersta mal den Belgien-Bericht fertig machen- heute Abend gehts weiter.
...und ich krieg beim schreiben wieder Fernweh!
Ich lese meine Notizen und mir fallen all die Orte ein, die wir in diesm Jahr gesehen haben und die Eindrücke, die sie hinterlassen haben.
Fast ist es als würde ichs noch mal erleben.
Auch deshalb: Danke für dieses Forum, daß mir schon so viele nützliche Tips gegeben hat und das mir jetzt die Möglichkeit gibt meine Eindrücke mit Gleichgesinnten zu teilen!

Kater58 am 15 Dez 2004 09:28:03

o.K. gestern ist was dazwischen gekommen. heute abend gehts weiter mit meinem Jahresbericht...

Tipsel am 15 Dez 2004 09:36:19

Wir warten :razz: 8)

womokiste am 15 Dez 2004 09:45:57

Hallo Kater, mir juckts bei den Berichten auch im rechten Fuß, da ich gleich Gas geben und losfahren möchte. Leider zur Zeit nicht möglich.
:(

Zur Problematik:

Kater58 hat geschrieben:...... muss ich noch etwas loswerden zur Situation der Entsorgung in Belgien. So gut wie in Frankreich ist das Netz der Euro-Relais oder anderer Ent- und Versorgungsmöglichkeiten in Belgien leider nicht. ........



Dazu ein kleiner Tip, für diejenigen, die dann mal öfter in Belgien sind. Wir haben uns das Buch aus der Reihe "Mit dem Womo durch....." für Belgien und Luxemburg gekauft. Der Autor beschreibt auch die Entsorgungsproblemtaik, hat aber dazu einige Tips. Aber natürlich nicht nur dazu - wir haben´s mal an einem verlängerten Wochenende ausprobiert .

Kostenlose Tips für ganz BENELUX gibt´s auf --> Link, einer herrlich chaotischen, aber informativen Seite.

Viel Spaß wünscht Franz Peter

Kater58 am 15 Dez 2004 21:56:57

Nachdem wir Gent ausgiebig genossen hatten machten wir uns auf die bereits beschriebene Suche nach der Entsorge in Aaltern. Übrigens: im Ortskern sind schöne Stellplätze.
Wir fahren danach weiter. Wir wollen nach nach Oostende ans Meer.
Doch davon sehen wir leider gar nichts. Ein dicker Nebel liegt über dem Fährhafen. wenn ich nicht rechtzeitig gewenet hätte, hätte ich auf ein Fährschiff fahren können ohne es zu merken!
Wir fahren an den Dünen entlang auf der Suche nach einem Stellplatz für die Nacht und werden in Blankenberge fündig. Dort stehen schon einige Womos und in der Saison kostet das auch richtig Geld, wie eigentlich immer in Strandnähe. Jetzt ist es umsonst. Immerhin: der Nebel hat sich aufs Meer zurückgezogen und wir machen noch eine kleinen Strandbummel.
Mit der Nordsee haben wir auch unseren Wendepunkt erreicht. Die letzten belgischen Tage gehören Brügge, Antwerpen und Huy.
Brügge ist die schönste Stadt Belgiens. ohne Überteribung. Die Gassen und Grachten im flämischen Stil haben ihre mittelalterliche Beschaulichkeit erhalten können. Die Kathedrale und der Platz mit den wunderbaren Gildehäusern aus der Hansezeit alles fügt sich zu einem harmonischen Bild zusammen. Nicht einmal die zahlreichen Geschäfte, die für Touristen die flämischen Spezialitäten wie Spitzen und Pralinen anbieten fallen aus der Reihe.
Schön im Wechsel begleiten uns die Läden auf unserem Spaziergang durch den Minnewater-Park in die Innenstadt. Hier ist nichts laut. Alles ist beschaulich. Wir kommen auch nicht an jedem Laden vorbei. Die Pralinen haben klasse geschmeckt. Wir haben sie zu Hause Stück für Stück genossen.
Hierhin kommen wir bestimmt zurück. Nicht nur der Pralinen wegen!

Kater58 am 15 Dez 2004 21:59:45

Hätten wir mehr Zeit gehabt, wir wären sicher über Nacht in Brügge geblieben.

Kater58 am 15 Dez 2004 22:15:50

Leider müssen wir weiter.
Am Mittag fahren wir nach Beervelde! Das liegt wieder bei Gent.
Nur mal kurz das Ortsschild filmen für die daheim gebliebenen. Ein Foto habe ich leider nicht.
Dort gibt es nichts besonderes. Aber wir kommen schließlich aus Beerfelden und wenn unsere Stadtväter gewollt hätten, dann wäre Beervelde unsere Partnerstadt! Es gab schon frühere Besuche der Fussballmannschaft des SV Beerfelden und wohl auch Gegenbesuche aus Belgien bei uns im Odenwald.
Wir übernachten am St. Niklaas Recreation Centre, einem natürlichen Freizeitpark mit Badesee und kleinem Vergnügungspark. Der Parkplatz ist zu dieser Jahreszeit vollkommen leer.

Die letzte Stadt, die wir uns ansehen ist Antwerpen. Am Freitagmorgen fahren wir auf dem Westufer der Schelde in St. Anna auf einen kostenlosen Parkplatz. Wir unterqueren den Fluß durch einen ungefähr 580 m langen Fußgängertunnel: den St. Annatunnel, der uns ziemlich direkt zum Groote Markt führt. Dort ist dann auch schon das wichtigste, was man sehen will, wenn man kein Interesse am Hafen hat, der immerhin der zweitgrößte Europas ist. Die Zunfthäuser, den Brabo-Brunnen und die Kathedrale, unvermeidlich, für uns ist die brabanter Gotik immer wieder von Neuem reizvoll. Zumal hier vier Originalwerke von Peter Paul Rubens hängen. Da zahlen wir sogar mal für den Kirchenbesuch, obwohl die katholische Kirche eigentlich genug haben müsste...(wir zahlen ja auch für Rubens und nicht für die Kirche)

Kater58 am 15 Dez 2004 22:30:29

Von Antwerpen aus geht es über die Autobahn Richtung Lüttich. Unterwegs wird in Tilange noch an einem Euro-Relais entsorgt und dann geht es an Lüttich, die uns als Industriestadt wenig interessiert vorbei bis Huy, wo wir wieder an die Maas zurückkehren. Dort finden wir einen herrlichen Übernachtungsplatz am Ufer der Maas unter Trauerweiden.
Leider verhindert ein Starker Regen einen kleinen Abendspaziergang.
Also wird ein wenig im Womo relaxt, das gesehene Revue passieren lassen und Pläne für den nächsten Besuch in Belgien geschmiedet.
Wir sind uns nicht ganz eins ob der wild-romantische Ardennenteil zu Beginn oder die flandrischen Städte am Schluss der schönere Teil waren.
Elke, als bekennender Flachland-Fan findet, daß sie nach Flandern sogar die Fahrräder mitnehmen würde. Mir haben die Täler und Flussläuf und Burgen in den Ardennen sehr gut gefallen...
Alles hat hier seinen Reiz!
Die Heimfahrt geht über Bastogne und durch Luxemburg über Diekirch, Echternach, Wasserbillich wo noch mal günstig getankt wurde, Trier, Kaiserslautern zunächst bis nach Gundersheim, wo wir mit unsrer Freundin Heike ein mittelschweres Besäufnis veranstalteten.
Am nächsten Morgen hätte ich ein katerfrühstück gebraucht, aber meine Frau hängt so an dem Vieh...
Bei der Heimkehr begrüssen uns unsre 5 Katzen. Die haben uns wohl vermisst....

Kater58 am 15 Dez 2004 22:32:57

In Kürze geht der Jahresrückblick weiter: ein Wochenende am Bodensee, die Weinlagenwanderung in Gundersheim mit anschliessender Neckarfahrt und ein Wochenende am Main überbrücken die Zeit bis zum "großen Urlaub".
Bis dann!

Beduin am 16 Dez 2004 08:46:45

So wie du das beschreibst werde ich wohl auch mal Dahin müssen.
Liest sich super.
Belgien war so noch nie wirklich mein Ziel.
Ausser einmal, da habe ich meine Schwester über Ostern auf einem CP Besucht.

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