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Wir werden doch eh nur für dumm verkauft.
Z.B. elektronische Gesundheitskarte: Man ist ja Herr seiner Daten und kann nur durch die PIN die Abfrage genehmigen. Würde heissen: Ich hab einen Unfall und liege bewußtlos im Auto. Notarzt kommt und findet mein e-Gcard(als ob der danach suchen würde). Wer nun ernstlich meint er würde von dem bewußtlosen Unfalopfer die PIN bekommen, dem ist nicht zu helfen. Ziel der e-Gcard ist lediglich die übersteigerte Datensammelwut des Staates. Es wird keine "Zweituntersuchung" weniger stattfinden, da bei der derzeitigen Rechtslage der Handelnede strafrechtlich verantwortlich ist. Falls also der Befund auf der Karte nicht stimmt ist der der sich auf ihn verläßt der Verlaßene. Das wird keiner riskieren wollen und zur eigenen Absicherung die Untersuchung erneut durchführen. Nur so nebenbei. 8)
Nur zur Klarstellung, was auch viele Journalisten nicht wissen und deshalb manchmal so einen Unsinn schreiben: auf der Karte (EGK) werden außer den persönlichen Daten und den Notfalldaten KEINE Gesundheitsdaten gespeichert. Die Karte mit der Eingabe des PINs dient dem Arzt (nach der Eingabe seiner eigenen Berechtigung) lediglich als Zugangsberechtigung zu den Daten des Patienten, die auf einem zentralen Rechner gespeichert werden sollen. Röntgenbilder, Diagnosen, usw. sind NICHT auf der Karte abgespeichert. Was die Daten-Sammelwut des Staates betrifft, da gebe ich dir allerdings uneingeschränkt recht! Auch über die Sinnhaftigkeit der EGK teile ich deine Meinung. Die EGK mit der PIN-Eingabe ist auch völlig praxisfremd, denn man stelle sich eine Mutter mit mehreren Kindern vor, wo sie die PIN beim Kinderarzt für alle ihre Racken im Kopf haben müsste; oder auch die Bewohner des Altenheims, oftmals demenzkrank, haben keine Erinnerung an ihre PIN; die Liste liese sich noch weiter fort führen. Was aber sehr sinnvoll ist, ist die mit der EGK dokumentierte Medikation Hier könnten unverträglichkeiten von verschiedenen Medikamenten, verabreicht durch unterschiedliche Ärzte, vermieden werden. Die EGK selbst ist ein Moloch, der schon viel zu viel Geld verbraten hat, weil sich alle Beteiligten (Staat, Kassen, Ärzte, Ap,otheker, Krankhäuser, usw.) nicht einig werden. Die Politiker sollten den Mut haben und das Vorhaben beenden. Habe die Ehre Gogolo Lieber Gogolo,
mag sein das ich mich missverständlich ausgedrückt habe, aber Abfrag und Datensammelwut bezog sich auf die Zentralrechner. Wären solche Daten nur auf der Karte oder einem USB-Stick gespeichert, hätte der Staat sie ja nicht gesammelt. Sie wären nach wie vor in der Hand des Besitzers. Bezüglich der Notfalldaten ist das auch alles Quatsch. Zum Beispiel die Blutgruppe. Vor JEDER Transfusion muß (gesetzlich geregelt) die Blutgruppe erneut bestimmt werden und in Test´s gegen das Spenderblut getestet werden. Daher ist die Angabe der Blutgruppe absolut überflüßig(um es juristisch einwandfrei auszudrücken). Hier fällt mir immer wieder der berühmte Frosch ein, der gekocht werden soll. Angeblich soll dieser Frosch ja so schlau sein, aus bereits kochendem Wasser zu springen (habs bisher nicht probiert, ob das stimmt), aber er soll drinbleiben, wenn man das Wasser langsam zum Kochen bringt.
Wenn wir der Frosch wären und uns aus den 80er Jahren plötzlich in der heutigen Zeit wiederfänden, so würden wir sofort aus unserem Topf hüpfen, soviel hat sich geändert. Erinnern wir uns noch an die 80er und das Volkszählungsurteil, das das Recht auf informationelle Selbstbestimmung begründet. Inzwischen freuen wir uns doch sogar, wenn wir durch Bonuskartensysteme ein paar cent sparen und nehmen dafür liebend gerne in Kauf, daß dadurch ein sehr detailiertes Profil von uns erstellt werden kann. Dann wird im Internet häufig auch nicht nachgedacht, welche Informationen bekanntgegeben werden. Heute wurde dann der nächste Datenschutzskandal bei der Drogerie Müller bekannt, aber damit befindet sich Müller ja in der Championsleague der Firmen, die den Datenschutz nicht beachten. Mit antreten um die Meisterschaft dürfen solche Größen wie Lidl, Daimler, die Bahn, Lidl und sicherlich noch ein paar mehr. Jedes System, daß irgenwelche Anreize zum hacken bietet, wurde bisher auch geknackt (Premiere, Kreditkartendaten, diverse Spielekonsolen, inzwischen auch schon die PIN der EC Karten). Da dürfte es nur eine Frage der Seit sein, bis die ersten brisanten Daten in dunklen Kanälen auftauchen. Was ist denn, wenn ich mich auf mein Grundrecht der informationellen Selbstbestimmung berufe und der Speicherung meiner Daten Widerspreche? Immerhin geht es hier um höchst sensible Daten. Na ja... Und wie wäre es dann mit einer Anbindung an die Datenbanken der Einwohnermeldeämter und der Ausweisstellen. Dann kommen zu den Gesundheitsdaten noch ein schönes Bild sowie oftmals auch ein Fingerabdruck. Und dann noch die Datenbanken der Finanzämter, der Schufa, der Polizei... So sind wir auf dem besten Wege in den perfekten Überwachungsstaat. Hierzu passt auch gerade der Vorstoß von unserer Übermami im Familienministerium. Sollte Ihre Vorstellung verwirklicht werden, dann hätte der Staat das nächste hervorragende Kontrollwerkzeug zur Zensierung des Internet an der Hand. In dem Sinne... Träumt was schönes Robert |
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