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Trinkwasserfilter


oldmanxxl am 05 Mär 2009 15:28:43

Hallo zusammen,

ich habe folgenden Trinkwasserfilter gefunden.

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Meine Fragen:
Benutzt jemand diesen oder ähnliche Filter im WoMo?
Es die Verwendung im WoMo sinnvoll?
Kann jemand seine Erfahrungen hier posten?

Nikolaus

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Gast am 05 Mär 2009 15:38:48

oldmanxxl hat geschrieben:Hallo zusammen,

ich habe folgenden Trinkwasserfilter gefunden.

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Meine Fragen:
Benutzt jemand diesen oder ähnliche Filter im WoMo?
Es die Verwendung im WoMo sinnvoll?
Kann jemand seine Erfahrungen hier posten?

Nikolaus


Hallo Nkolaus,

Meine Antwort auf Frage zwei. Für mich nicht! Denn fürs Klo, Dusche, Abwasch und Zähneputzen brauch ich nicht filtern. Für den Rest haben wir einen extra Kanister, der oft heiß ausgespült wird. Andere benutzen stilles Wasser zum Kochen und für den besseren Kaffeegeschmack.

Aber wenn Du keine andere Verwendung für Dein Geld und Deine Zeit hast, dann ist auch ein Trinkwasserfilter "sinnvoll"
Aber pflegen musst Du die Wasseranlage trotzdem.

Jörg

Ingo.L am 05 Mär 2009 15:46:53

Das Problem bei vielen Wasserfiltern ist, dass sie mehr oder weniger permanent in Betrieb sein sollten und längere Ruhephasen zu einer Verkeimung führen kann. Dann hat man das Gegenteil von den erreicht, was man wollte.

Deshalb verzichte ich auf den Filter und trinke Bier :D

Anzeige vom Forum


Gast am 05 Mär 2009 15:51:56

Hallo Nikolaus,

scheint ja wohl ein gutes System zu sein :)
Hab mal gegoogled - die Kartusche kostet ca. 50,- Euro -
für das Einbausystem habe ich noch keinen Preis gefunden :(
scheint noch ziemlich neu zu sein (ab Januar von 3M)

schließe mich den Vorschreibern an, braucht man nicht unbedingt :P


Siggi

webline am 05 Mär 2009 16:31:15

Da ist wohl gerade eine Marketingagentur beauftragt worden....
Es gibt zwei Varianten - einmal 5 Mikron für 150 Euro und eine mit 0.2 Mikron Filter für 200 Euro. Letztere Version filtert halt mehr raus. Aber bei der groben Variante kostet der 7500L oder 6 Monate haltbare Austauschfilter 50 Euro und bei der feineren Variante gleich 100 Euro - das ist mal ein Wort...

reiko am 05 Mär 2009 16:42:46

Ist mal wieder eine Glaubensfrage....

Ich habe einen Wasserfilter, der hält ein Jahr ist aber recht teuer.
Dafür mache ich mir keine Gedanken, wo und was ich für Wasser tanke
(oder getankt habe) und ich reinige weder meinen Tank noch Leitungen.

Das ist es mir wert.

Wir überleben das mittlerweile seit 6 Jahren mit 2 Kindern.


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Gast am 05 Mär 2009 17:25:58

reiko hat geschrieben:Ist mal wieder eine Glaubensfrage....

Ich habe einen Wasserfilter, der hält ein Jahr ist aber recht teuer.
Dafür mache ich mir keine Gedanken, wo und was ich für Wasser tanke
(oder getankt habe) und ich reinige weder meinen Tank noch Leitungen.

Das ist es mir wert.

Wir überleben das mittlerweile seit 6 Jahren mit 2 Kindern.


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Hallo reiko,
Wie die kurze Anbauleitung beschreibt gilt das ja nur für einen Wasserhahn, da kann ich dann wählen zwischen Bad oder Küche. Oder aber ich muss trotzdem in ein "dunkle Ecke"krichen und den Filter zwischenbauen.

Wenn Du aber Deinen Tank nicht reinigst, und es kommt mal unsauberes Wasser rein, Dann verkeimt Deine Wasseranlage systematisch bis zu dem Punkt an dem dir dann nicht mal ein Filter aus einem Wasserwerk noch helfen kann. Ist nur eine Frage der Zeit und der Wasserqualität.

Es ist also perfekt und toll, wenn Mann diesen hat, aber über die Notwendigkeit läßt es sich vortrefflich streiten. Denn die Pflege des Wassersystems bleibt. Dazu kommen die höheren Kosten, der Einbauaufwand. Und in Deutschland kommt dazu noch das Wasser in Trinkwasserqualität aus der Leitung (zum großen Teil auch in anderen Ländern). Daher würde ich sowas eigentlich nur in Fahrzeugen einbauen die sehr südlich oder sehr östlich die meiste Zeit unterwegs sind.

reiko am 05 Mär 2009 17:59:19

@cojo: weiterlesen... Es gibt auch einen für die ganze Anlage.
Gleich nach der Wasserpumpe und ein Abzweig ohne Filter fürs Klo.
Wasser verkeimt durch Einfluss von Luft und Licht.
Wasser unter Druck ohne Licht hält nahezu ewig.

Und außerdem nutzen wir das Womo das ganze Jahr über insofern wird es auch nicht "alt", das Wasser.

Ich habe während meiner Lehre 3 Monat in einem Wasserwerk gearbeitet....

ecki07 am 05 Mär 2009 20:12:35

@ reiko
Hast Recht, habe die gleiche Anlage, funktioniert unter allen Bedingungen
und das Wasser ist in der ganzen Anlage einwandfrei.
Diese Anlagen werden von sehr vielen Fluggesellschaften eingesetzt, klar
ein Nachteil ist der hohe Preis, aber das ist mir die Sache wert.
Viele
Jürgen

wom am 05 Mär 2009 20:53:38

Wichtig ist ja auch, daß Bakterien/Viren entfernt/abgetötet werden.

Ich pflege die Wasseranlage mit Micropur/Certisil (Ist ja kein Unterschied mehr), und zwar immer mit einem Kombipräparat, also Silberionen und Chlor, das bin ich meiner alten Wasseranlage schuldig......

Zum kühlen Trunk habe ich immer einen kleinen Kanister mit frischem Trinkwasser parat. Das hat sich bewährt und ist Gewohnheitssache. Denn im Landrover hab ich auch Durst und keinen Wasserhahn wie in meinem Duc.

Sollte ich doch einmal der Wasserqualität nicht so recht trauen,
z.B. kräftiges Hochwasser im Reisegebiet,
habe ich einen Katadyn Handfilter mit Keramik/Aktivkohle-Kombifiltereinsatz im Fahrzeug liegen.
Und wenn es ganz dicke kommt: "Koch es, schäl es, oder vergiß es!"

Ich hatte noch nie Probleme, von Finnland bis Senegal.

Scout am 06 Mär 2009 00:24:52

Hallo!
Was kann denn ein Filter am Trinkwasser verbessern?

Das Trinkwasser das wir in EU-Europa zapfen, bedarf aus hygienischer Sicht keiner weiteren Filterbehandlung.

Wenn dann Bakterien oder sonstige Keime im Wasser wären?
Diese LowCostFilter halten diese nicht zurück. Es gib Sterilisationsfilter, aber die spielen vom Preis und in der Technik in einer anderen Liga und sind im den Camping Womo-Bereich nicht einsetzbar.

Was könnte man dann noch herausfiltern?
Verunreinigungen im Wasser?
Das wäre möglich. Nur dann sammeln sich diese Stoffe auf dem Filter und bilden für die Bakterien eine willkommene Futterquelle. Die vermehren sich kräftig und verderben das Wasser.

Hält man sein Trinkwassersystem sauber und achtet beim Bunkern auf Sauberkeit, kann man davon ausgehen, dass auch das Trinkwassersystem sauber bleibt. Filter machen dann nichts besser, schaden aber auch nicht.
Wird das System aber mal verschmutzt, unterstützen solche Filter die Entwicklung von Bakterien, weil die Filteroberflächen sich dann zu reinsten Bakterienfarmen entwickeln.

Erfahrungen mit Filtern?
Die Tatsache, dass jemand einen Filter eingebaut hat und sein Tanksystem nicht pflegt, bedeutet noch nicht, dass er Erfahrung hat. Ich habe bei meinem Vorgängermobil jahrelang den Tank nicht gereinigt und nie Probleme gehabt. Das heißt nur, dass ich beim Bunkern nichts eingefangen habe. Das gleich gilt für die Filterbenutzer, die haben nicht eingefangen beim Bunkern. Damit weiß man noch lange nicht, was solche Filter in einem Verschmutzungsfall bewirken würden.

Er erzeugt eine falsche Sicherheit.

Ich will damit keinem von einem Filter abraten.
Manche schlafen besser, wenn sie einen Filter eingebaut haben.
Andere glauben was die Werbeabteilung der Filterhersteller verspricht.
Ein Filter schafft vielleicht ein ruhiges Gewissen.

Es kann schon Gründe geben Wasser zu filtrieren.
Wenn desinfiziertes, dafür keimfreies Wasser nach Hypochlorit (Chlor) schmeckt.
Wenn man hartes Wasser zur Geschmacksverbesserung enthärten will.
Dann ist es besser mit Handfiltern zu arbeiten.

Filter im Womo-Tanksystem verschlimmbessern die Situation nur. Sie gaukeln eine Sicherheit vor, die in’s Gegenteil umschlägt, wenn’s mal ernst werden sollte


Wolfgang.

uralschwarz am 06 Mär 2009 09:26:45

Hallo Wolfgang,
Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen.... :daumen2:
Joachim

Gast am 06 Mär 2009 11:01:03

reiko hat geschrieben:@cojo: weiterlesen... Es gibt auch einen für die ganze Anlage.
Gleich nach der Wasserpumpe und ein Abzweig ohne Filter fürs Klo.
Wasser verkeimt durch Einfluss von Luft und Licht.
Wasser unter Druck ohne Licht hält nahezu ewig.

Und außerdem nutzen wir das Womo das ganze Jahr über insofern wird es auch nicht "alt", das Wasser.

Ich habe während meiner Lehre 3 Monat in einem Wasserwerk gearbeitet....

Morgen,
ich weiß nicht was für einen "Druck" du im Tank hast, ich habe keinen Druck. Und der Druck der Druckwasserpumpe ist noch lange nicht mit dem aus der Hauswasserleitung vergleichbar. Luft habe ich auch im System, da der Tank öfters durchgeschüttelt wird und ich keinen Stickstoffzuführer drin habe. Das mit dem Licht stimmt zum großen Teil, betrifft aber nur die Photosyntese also Algen.
Aber:
Mach mal einen kleinen Test: nach einer Woche Abwesenheit von Deiner Wohnung nimmst du als erstes ein sauberes Glas aus dem Schrank und trinkst das Wasser was gleich aus dem Wasserhahn kommt. Ich kann nur sagen, zum Wohl. Wirst zwar nicht krank, schmecken tut es aber sehr bescheiden und alles andere als frisch. Und das bei einem System das nahezu keinen Kunststoff enthält, geschlossen ist und unter gutem Druck steht.
Das du bisher noch keine Probleme mit deiner Wasseranlage hattest liegt wohl eher an der hohen Qualität des Trinkwassers, was du einfüllst.

Aber ich schrieb, das der Filter perfekt ist. Aber perfekt ist auch eine Motoriserung eines 4 to Womos mit 300 PS, aber wer braucht das und wo ist da die Kosten-Nutzen Frage.
Was für Dich Dein Wasserfilter, ist für den anderen der Massagesessel.

Ich wünsch ein schönes Wochenende und besseres Wetter
Jörg

reiko am 06 Mär 2009 12:55:06

seuftz, war ja klar.

Weiterhin guten Appetit mit dem EU-Wasser.

webline am 06 Mär 2009 13:45:59

Scout hat geschrieben:Wenn dann Bakterien oder sonstige Keime im Wasser wären?
Diese LowCostFilter halten diese nicht zurück. Es gib Sterilisationsfilter, aber die spielen vom Preis und in der Technik in einer anderen Liga und sind im den Camping Womo-Bereich nicht einsetzbar.


Diese Information hast Du aus welcher Quelle? Welche Bakterien kommen bei 0.2 Mikron noch durch? So weit ich mich erinnere, legt die Größe der Biester bei durchschnittlich 1 bis 10 μm und die kommen eben nicht durch.

Scout hat geschrieben:Was könnte man dann noch herausfiltern?
Verunreinigungen im Wasser?
Das wäre möglich. Nur dann sammeln sich diese Stoffe auf dem Filter und bilden für die Bakterien eine willkommene Futterquelle. Die vermehren sich kräftig und verderben das Wasser.


Auch hier wieder (es ist kein Britta Filter über den wir sprechen) - wo her stammt Deine Information? Ich finde es nicht so richtig hilfreich, wenn Meinung und Pseudo-Information vermischt wird. Wie bitte, sollen denn rein mechanisch betrachtet die lieben Bakterien durch den Filter auf die andere Seite kommen? Die können maximal den Filter zusetzen - aber nicht durch - auch nicht nach zwei Jahren stehen lassen. Oder weißt Du wie das geht?

Scout hat geschrieben:Dann ist es besser mit Handfiltern zu arbeiten.


Und der Vorteil der Handfilter liegt (abgesehen vom Preis) genau wo?

Scout hat geschrieben:Filter im Womo-Tanksystem verschlimmbessern die Situation nur. Sie gaukeln eine Sicherheit vor, die in’s Gegenteil umschlägt, wenn’s mal ernst werden sollte

Das weißt Du - oder das glaubst Du? Sorry - aber das ist doch so platt der völlig Unsinn. Wir reden hier nicht über Aktivkohle-Filter für die Kaffeemaschine.

Klar ist "cook it, peel it or forget it !" der sicherste Weg. Aber ich würde schon mal ganz gerne sachlich über die Filter reden und nicht nur mit Halbweisheiten zugeworfen werden. Sorry - habe mich gerade geärgert.

pilote600 am 06 Mär 2009 13:57:18

Hallo Scout, ich gebe dir zu 99% recht, doch nach dem hahn kann auch was pasieren, und wer einmal gesehen hat wie ein Wohnmobilfahrer den langen schlauch den man eigentlich zum füllen verwenden soll tief in seine Kassete gesteckt hat ....
Ok, da helfen auch solche Filter nicht mehr...

lwk am 06 Mär 2009 14:41:31

Nach längerer Abwesenheit von zuhause ist der Perulator vorne am Wasserhahn total verkeimt. Deshalb sollte man das Wasser einen Augenblick laufen lassen bevor man daraus (oder davon)trinkt.
Auch die Wasserhähne bzw. Perulatoren im WoMo verkeimen bei nichtbenutzung recht schnell durch die Umgebungsluft (wie zuhause auch). Dagegen hilft kein Filter. Wenn man etwas Wasser laufen lässt, schwemmen sich die Keime größtenteils weg. Das ist dann unbedenklich, denn es macht immer nur die Konzentration krank oder nicht.

Allen einen guten Schluck Wasser, ob mit oder ohne Filter.

oschivel am 06 Mär 2009 15:21:46

Hepatitis-A Virus ist 13-18 nanometer klein, überträgt sich u.a. durch kontaminiertes Trinkwasser....

... ich bin für Chemie statt Filter... :D

lwk am 06 Mär 2009 15:31:43

Man kann sich halt nicht gegen alles schützen, denn.. statistisch gesehen ist das Bett ein ganz gefärlicher Platz, da sterben die meisten Menschen. Trotzdem, Wo schlafen wir ??

Allen einen guten Schlaf.

webline am 06 Mär 2009 15:40:58

oschivel hat geschrieben:Hepatitis-A Virus ist 13-18 nanometer klein, überträgt sich u.a. durch kontaminiertes Trinkwasser....

... ich bin für Chemie statt Filter... :D

Stimmt - gilt für die meisten Viren - alle kleiner als 0.2 Mikrometer. Aber Viren kommen fast nie frei im Wasser vor - die hängen sich an Bakterien oder andere Dinge an und die passen wieder nicht durch.
Hologene (Chlor) sind krebserregend... :evil:

wom am 06 Mär 2009 16:33:55

Nur weil der Wasserhahn auf EU-Gebiet liegt,
kommt noch lange kein EU-Norm-Wasser heraus........

Jeder, wie er mag.
Meinen ersten Katadyn-Filter hab ich mir noch in der Schweiz kaufen müssen, das kannte hier noch keiner.
Die Dinger sind sehr effektiv, das ist Profimaterial, und auch nicht gerade lowcost, schon wegen der kleinen Silbersteinchen.... 8)

pilote600 am 06 Mär 2009 16:41:19

Das Silber ist wohl der kleinste Faktor, (1Kg ca 350 Euro) aber auf der HP von dem o.g. Filter steht das Produkt für den camper (imho) Silberionenpulver !!!!! Ab in den Tank und es ist schon viel getan, auch ohne mechanische Filterung.

webline am 06 Mär 2009 17:51:14

pilote600 hat geschrieben:Das Silber ist wohl der kleinste Faktor...Ab in den Tank und es ist schon viel getan, auch ohne mechanische Filterung.

Nicht ganz: "Silberionenpräparate eignen sich fast nur zur Konservierung von sauberem Wasser und nicht zur Entkeimung, wie immer noch haufig vermutet wird Silberionen können allenfalls manche Bakterien inaktivieren, gegen Viren und Protozoen helfen sie nicht." (Zitat aus dem WWW)

oldmanxxl am 06 Mär 2009 19:04:48

Hallo zusammen,

ich danke euch für die vielen Beiträge. Es gibt immer ein für und wider.

Mit interessiert jedoch die Handhabung. Das Mobil ist ja nicht immer im Einsatz. Wir fahren z.B. mal zwei dann wieder vier Wochen im Herbst vielleicht acht Wochen und dazwischen Pausen mit drei bis acht Wochen.
Sollte man jetzt das Wasser im Tank und den Leitungen belassen? Geht natürlich nur mit Zusatz. Oder in den Pausen das Wasser komplett ablassen?
Was geschieht dann mit dem Filter?
Übern Winter ist es klar, Wasser raus und im Frühjahr einen neuen Filter rein. Ein Filter dürfte pro Jahr ausreichend sein.

vom Nikolaus

PS: Fahre am Sonntag für eine Woche zum Skifahren, ohne Filter.

Scout am 07 Mär 2009 00:05:19

Hallo Detlef!

Ich habe versucht über diesen 3M Wasserfilter Informationen aus dem Internet zu bekommen. Es gab keine einzige Informationsquelle die über Werbeinformationen hinausging. Selbst bei 3M findet man nur allgemeine Presseinformationen.

Die einzige vernünftige Untersuchung über Bakterienfilter für Trinkwasser, die ich gefunden habe, ist von der Landesgewerbeanstalt Bayern. Dieser Filter wird aber anscheinend für Wohnmobile nicht angeboten.

Solange über diesen Filter keine seriösen Untersuchungsergebnisse vorliegen, kann der Filter Bakterien zurückhalten oder auch nicht. Im Zweifelsfalle gilt für mich eben nicht und nicht die Werbeaussage der Firma.
Deshalb erübrigt sich auch die Frage nach der Größe der Bakterien.

webline hat geschrieben:
Scout hat folgendes geschrieben::
Filter im Womo-Tanksystem verschlimmbessern die Situation nur. Sie gaukeln eine Sicherheit vor, die in’s Gegenteil umschlägt, wenn’s mal ernst werden sollte

Das weißt Du - oder das glaubst Du?

Zitat aus einem Beitrag
Dafür mache ich mir keine Gedanken, wo und was ich für Wasser tanke
(oder getankt habe) und ich reinige weder meinen Tank noch Leitungen.


Hier könnte der Filter ein Grund sein das Trinkwassersystem zu vernachlässigen.
In den meisten Fällen hat dies keine negative Auswirkung, weil wir ja beim Bunkern auf Sauberkeit achten. Es wurde auch schon über Fälle berichtet da hatten sich im Tank und Leitungen ein Biofilm bebildet. Man zapft dann vielleicht sauberes Wasser, während sich im Tank und Leitung ein Pelzbesatz bildet. Der Preis für diese Scheinsicherheit durch den Filter kann im Extremfall ein neuer Tank und neue Leitungen bedeuten. Solche Beläge sind schwierig zu entfernen.

Und der Vorteil der Handfilter liegt (abgesehen vom Preis) genau wo?

Es gibt Womofahrer, die verwenden Brittafilter um den Geschmack des Teewassers zu verbessern.
Ich selbst habe schon Wasser gebunkert, das nach Hypochlorit gerochen hat. Beim Kochen verschwindet der Geruch. Manche mögen das nicht. Man kann ihn dann auch über einen Aktivkohlefilter beseitigen.
Man verwendet die Filter eben nur dann wenn es erforderlich ist.
Die Verkeimungsgefahr bei Handfiltern ist auch gegeben. Wenn man das weiß kann man es leichter kontrollieren.

Wie bitte, sollen denn rein mechanisch betrachtet die lieben Bakterien durch den Filter auf die andere Seite kommen? Die können maximal den Filter zusetzen - aber nicht durch - auch nicht nach zwei Jahren stehen lassen.

Was macht dich denn so sicher, dass die Filter die Bakterien zurückhalten?
Weil es die Werbeabteilung der Firmen verkündet?
Oder vertreibst Du Filter?

Der beste Filter macht aus vergammeltem Tankwasser kein Trinkwasser. Deshalb sollte man sein Trinkwassersystem kontrollieren, ob mit oder ohne Filter.


Wolfgang

wom am 07 Mär 2009 01:24:50

Scout hat geschrieben:Was macht dich denn so sicher, dass die Filter die Bakterien zurückhalten?
Weil es die Werbeabteilung der Firmen verkündet?


Die Filter kommen am besten weg, so jedenfalls im Seminar der Uni Kiel.
Ob man sie auch wirklich braucht, das ist eine andere Frage.
Hier der Link (sehr interessant!)
--> Link

Wie bereits oben beschrieben, aber wohl überlesen: der Filter ist mir ein sehr selten eingesetzter Notnagel.

webline am 07 Mär 2009 10:25:21

Hallo Wolfgang,

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.

Scout hat geschrieben:Ich habe versucht über diesen 3M Wasserfilter Informationen aus dem Internet zu bekommen. Es gab keine einzige Informationsquelle die über Werbeinformationen hinausging. Selbst bei 3M findet man nur allgemeine Presseinformationen.


Stimmt - das Problem hatte ich auch. Es gibt fast nix. Scheint ein Kombifilter aus Keramik + Aktivkohle zu sein. Wobei ich Keramik gut finde, Aktivkohle nicht...

Scout hat geschrieben:Die einzige vernünftige Untersuchung über Bakterienfilter für Trinkwasser, die ich gefunden habe, ist von der Landesgewerbeanstalt Bayern. Dieser Filter wird aber anscheinend für Wohnmobile nicht angeboten.


Nee - es gibt schon ne Menge Untersuchungen zu dem Thema. Der link den WOM geschickt hat ist nur eine Info von Vielen. Selbst bei Seagull selber findet man ne Untersuchung. Ist ja auch recht simpel: 0.2µm sind halt 0.2µm und die Größe von Bakterien ist ebenfalls bekannt. Verkeimung bei Aktivkohle halte ich da schon für ein schwerer zu fassendes Problem.

Scout hat geschrieben:Die Verkeimungsgefahr bei Handfiltern ist auch gegeben. Wenn man das weiß kann man es leichter kontrollieren.

Der gesamten Ablauf muss stimmen - sterilisieren (Chemie) der Leitungen in regelmäßigen Abständen, Nachdenken über die Quelle aus der ich gerade Zapfe, Sorgfalt beim Zapfen und dann der Umgang mit dem gebunkerten Wasser im WoMo. Da gibt es für mich halt drei Alternativen: Enkeimen (Chlor) und haltbar machen (Silbersalze) mit Chemie, Wasserflaschen kaufen und das Wasser aus dem Tank nur abgekocht benutzen (mind. 10min auf 75°) oder halt ein Filter. Probleme wie Legionellen beim Duschen sind da nicht mal bei... Also hier in Köln legen immer mal wieder Ausflugsschiffe an, die dann für ein bis zwei Wochen an die Leine kommen, weil dort Legionellen im Trinkwasser gefunden wurden - natürlich in EU-Wasser.

Scout hat geschrieben:Was macht dich denn so sicher, dass die Filter die Bakterien zurückhalten? Weil es die Werbeabteilung der Firmen verkündet?
Oder vertreibst Du Filter?

Dazu gibt es (s.O.) reichlich Untersuchungen. Ich überlege gerade, ob ich mir einen kaufen soll oder nicht - daher mein Interesse.

Scout hat geschrieben:Der beste Filter macht aus vergammeltem Tankwasser kein Trinkwasser.

Doch - genau das macht er. Habe ich über Jahre mit einem kleinen Handfilter an mir ausprobiert :) Nur: die Keramikkerzen kann ich selber reinigen und teilweise auskochen. Bei 3M oder Seagull muss ich recht viel Geld für neue Filterkerzen ausgeben - bei 3M sind das runde 200,- Euro im Jahr.

Scout hat geschrieben:Deshalb sollte man sein Trinkwassersystem kontrollieren, ob mit oder ohne Filter.

Das ist wohl wahr!

Liebe ,

Detlef

webline am 09 Mär 2009 12:43:10

So - jetzt habe ich zwei Antworten von 3M bekommen:

Auf meine Frage, ob eine längere Nichtbenutzung des Filters ein Problem darstellt:

4 Wochen sehe ich völligst unkritisch.
Sie sollte bei längerer nicht Benutzung des Systems, dieses in angemessener Form durchspülen. (5 bis 10 Liter)


Meine Frage nach dem Aufbau des Filters:

ich würde den Filter eine Session einsetzen, aber nicht länger als 12 Monate.

Es handelt sich hiebei um einen Filter der über eine Filtermembrane 0,2 µm Sie vor Bakterien schützt,

desweiteren entfernt der Filter unangenehmen Geruch u. Geschmack, sowie Chlor über einen Aktivkohleblock.

nugget am 09 Mär 2009 18:06:36

Hallo :)

Ob nun mit oder ohne Filter ist wohl wieder eine dieser "Glaubensfragen"!

Jeder macht sich ja so seine Gedanken - ich natürlich auch :wink:

...und ich kam bei meinen Gedanken zu folgendem Schluß:

Wenn ich den Verdacht hege, ob nun begründet oder nicht, das mit dem
Wasser das ich in den Wassertank meine Womo´s zu füllen gedenke,
irgendetwas nicht stimmt so muss ich es vor dem befüllen filtern.
Ansonsten würde ich ja "bewußt" meine Trinkwasseranlage im Mobil
konterminieren. Das kann ja nun nicht der "richtige" Weg sein.

Ich muss also das Wasser über eine vorgeschaltetet "Reinigungsanlage"
in den Wassertank laufen lassen. Das macht man bei Expeditions-
mobilen ja so. Bei denen macht es ja auch außerhalb der Zivilisation,
oder dem was wir dafür halten, Sinn! Bei meinem Mobil, hier innerhalb
Europas, mit Sicherheit nicht. Der Aufwand stünde in keinem Verhältnis
zum Nutzen und würde nur der Beruhigung dienen.

Fazit: Tank nach jeder längeren Standzeit einmal mit frischem Wasser
durchspülen und gut!

Anekdote am Rand: Mein Hund verabscheut Leitungswasser und liebt
das Regenwasser das sich in einem extra draußen dafür aufgestellten
Napf sammelt. In Vorbereitung zu unserer ersten Fahrt haben wir dann
auch einen Extrakanister mit Regenwasser eingepackt. Und - mit Hingabe
trinkt er das Wasser aus der Womo-Anlage. Kann so schlecht also nicht
sein :wink:

...sozusagen "Dogtested" :D

Ingo

schulgarten1 am 09 Mär 2009 23:10:09

Aktivkohle: halten auch organische gelöste bestandteile des Wassers zurück. Sehr schnell kommt es zur Aufkeimung im Filter ( in der Pharmazeutischen Wasseraufbereitung sind A-Kohle filter nur erlaubt, wenn regelmässige Sanitisierung mit heisswasser 80-90°C über 1 Stunde oder Dampf durchgeführt werden kann).
Silberung: In den USA verboten, gesundheitsschädlich.
Bakterienfilter 0,2 micron: auch hier kommt es zum Durchwachsen und Durchblasen. Regelmässioge Sanitiserung mit Dampf oder heisswasser notwendig. In Pharmawasseranlagen ist der Einsatz von 0,2 micron Filtern NICHT Stand der technik ( wars in den 80-iger Jahren, gab es viele probleme)
Meine Meinung: wenns dubios, nicht einfüllen. Sollte ich mit meinem Womo in Gebiete fahren, wo das Wasser dubios ist: A) nur aus der gekauften Flasche trinken oder B) Umkehrosmoseanlage, eventuell mit Ultarfilter + UV. Auch hier ist eine geplante regelmässige Wartung notwendig. Bei UO kann man davon ausgehen, dass bei Rückhaltung von Ionen zu 90% die Anlage uach gegenüber Bakterien und Viren integer ist. Meine Meinung jedoch ist, dass auch solche Anlagen wöchentlich sanitisert werden müssen.
von einem Ösi, der Wasseraufbereitung seit 35 jahren betreibt!

uralschwarz am 10 Mär 2009 10:41:03

Ich möchte hier jetzt nicht nochmals eine endlose Diskussion lostreten bzw. weiterführen, sondern schreibe einfach meine Erfahrungen aus über 20 Jahren beruflicher Trinkwasserüberwachung und über 30 Jahren WoMo- Reisen. Die Diskussion über das Trinkwasser im WoMo kommt jedes Jahr aufs Neue. Ich habe dazu auch schon öfters meine Meinung geschrieben. Da mir aber die Hygiene und vor allem die Gesundheit meiner Mitmenschen von Berufswegen am Herzen liegt, schreibe ich nochmals auch wenn es schon in Richtung OT geht: In Europa wird die Qualität des Trinkwassers in der Richtlinie 98/83/EG vom 3.11.98 geregelt. Diese Richtlinie wurde in den EU- Ländern in die jeweilige Trinkwasserverordnung umgesetzt. Somit ist sichergestellt, dass an allen Zapfstellen in EU, an denen Trinkwasser bereitgestellt wird, auch Trinkwasser gezapft wird und somit der gleiche Standard herrscht. Daher ist es auch nicht nötig das Füllwasser, wenn es aus dem öffentlichen Trinkwassernetz kommt, nochmals zu behandeln. Das mache ich auch nicht! Ich lasse mein Wasser falls ich es nicht verbrauche nach spätestens einer Woche ab, dann muss jedoch der Tank getrocknet und die Leitungen restentleert werden. Am besten wäre, das gesamte System komplett zu befüllen (siehe Biofilm). Über Winter wird der Tank geleert, der Reinigungsdeckel bleibt zur Trocknung ab. Sämtliche Hähne bleiben geöffnet. Die Leitungen werden durchgeblasen. Im Frühjahr wird der Tank und die Leitungen gründlich mit Frischwasser durchgespült. Das wars für mich. Silberung, UV-Bestrahlung, Keramikfilter wozu??? Sind wir doch mal ehrlich wer hat in seinem Eigenheim einen Hauswasserfilter im Keller? Und wer tauscht regelmäßig (mind. jährlich) den Filtereinsatz bzw. spült den Filter rück (mind. halbjährlich) und zwar nicht nur mit 10 Liter. Wer wechselt zuhause jährlich die Perlatoren an allen Wasserzapfstellen? Wer hat sich schon mal über den inneren Zustand der flexiblen Schläuche in Küche und Bad gedanken gemacht? Und wer von denen jetzt mit nein geantwortet haben, hat sich zuhause nachweislich nach dem Verzehr von Trinkwasser Montezumas Rache eingefangen?
Sollte es aus irgend welchen Gründen nötig sein, sog. Spatzenschisswasser (Wasser von unbekannter oder zweifelhafter Herkunft) z.B. in Afrika, Südamerika, Asien o.ä. zu bunkern, würde ich mich nicht scheuen mit Chlor – und zwar nur mit Chlor zu desinfizieren. Allerdings muss man dort dann auch mit Parasiten (Cryptosporidien und Giardien) im Trinkwasser rechnen und diese lassen sich mit Chlor kaum abtöten. Also benötige ich zwischen Zapfhahn und Trinkwasserspeicher im WoMo noch einen Mikro oder besser einen Nanofilter bzw. ich koche das Wasser ab. Alles andere ist russisches Roulett. Die gerne genannten Gebissreiniger mögen im Abwassertank –auf Grund der Sprudelwirkung- einen gewissen Sinn machen, im Frischwassertank haben sie m.E. nichts zu suchen und fördern hier eher die Bildung von Biofilm.
Btw. in sog. „Dritte-Welt-Ländern“ sterben immer noch sehr viele Menschen an verunreinigtem Trinkwasser (Hepatitis A, Cholera, Ruhr und Typhus). In EU sind solche Erkrankungen in 95% aus solchen Ländern importiert, 4% über verunreinigte Lebensmittel verursacht und 1% bleibt ungeklärt. Auf Grund der medizinischen Versorgung enden sie hier selten tödlich.
Hier noch eine kleine Zusammenfassung der wichtigsten Störfaktoren, die im Trinkwasser vorkommen (können), auf coliforme Bakterien und Escherichia coli im Trinkwasser können wir keinen Einfluss nehmen, hier sind wir auf die Zapfstelle angewiesen. Auf diese Parameter wird jedoch in EU regelmäßig untersucht und durch die Behörden überwacht. Auf alle anderen möglichen Verunreinigungen haben wir durch unser Verhalten Einfluss.
Koloniezahl
Die Koloniezahlbestimmung ermittelt die Summe verschiedener, vom Menschen und/ oder der Umwelt stammenden Keime. Auf Trinkwasser bezogen, ist die Koloniezahl ein “Appetitlichkeitsfaktor“ sowie Anzeichen für hygienisch unerwünschte Veränderungen oder allgemeine Wirksamkeit von Aufbereitung und Desinfektion, wenn vorhanden. Bei einem Verbrauch von weniger als 1.000m³ Trinkwasser im Jahr (also z.B. im WoMo) gilt ein Grenzwert von 1000 KBE/ 100ml.
Coliforme Bakterien
Bei der Untersuchung auf coliforme Bakterien wird eine Gruppe von Stäbchenbakterien erfasst, die den menschlichen und tierischen Warmblüter-Dickdarm besiedeln, aber auch allgemein in der Umwelt (Boden, Oberflächenwasser, Pflanzen, Fäulnis) vorkommen. Coliforme Bakterien weisen auf eine fäkale Verunreinigung bzw. auf unerwünschte Keime im Trinkwasser hin. Colif. Bakterien dürfen in 100 ml nicht nachweisbar sein.
Escherichia coli
Ist Escherichia coli nachweisbar, liegen sicher frische fäkale Verunreinigungen vor. Mit diesen können auch Krankheitserreger wie zum Beispiel Bakterien von Typhus, Cholera, Shi-gellen- Ruhr oder Salmonellose; Viren oder Protozoen (Cryptosporidien und Giardien) von sonstigen Gastroenteritiden oder Viren von Hepatitis A oder E ins Trinkwasser gelangt sein oder jederzeit gelangen. Unter umständen ist E. coli jedoch selbst Entzündungserreger. In den letzten Jahren trat häufiger eine erst seit 1982 bekannte Unterart der Escherichia coli- Familie auf, die enterohämorrhagischen, toxinbildenden Stämme (EHEC). An EHEC Erkrankte haben oft blutige Durchfälle und Bauchkrämpfe. An unter Umständen lebensbedrohlichen Komplikationen kommen eventuell hinzu: Schädigung von Blutzellen und Nieren, bis hin zu Nierenversagen, Hautblutungen etc. Die Infektionsdosis liegt niedrig, bei unter 100 Erregern. EHEC- Infektionen, nach Eintrag dieser Bakterien über symptomlose Ausscheider in ein unzureichend geschütztes bzw. desinfiziertes Trinkwasser, sind zu befürchten. E. coli darf in 100 ml nicht nachweisbar sein.
Pseudomonas aeruginosa
Wird auch als „Pfützenkeim“ bezeichnet. Er kommt im stagnierenden Wasser häufig vor, hält sich besonders gut im Biofilm. Hat jedoch bei gesunden Menschen beim Verzehr keine gesundheitliche Relevanz, immungeschwächte Personen sind jedoch gefährdet. Verursacht u.a. Mittelohrentzündungen, Schleimhautentzündungen etc. Gefürchtet ist P. aeruginosa daher besonders in der Trinkwasserinstallation von Kliniken, Altenpflegeheimen etc, da eine sichere Entfernung nur mit sehr, sehr hohen Chlorzugaben möglich ist. P. aeruginosa ist derzeit noch kein untersuchungspflichtiger Parameter nach der Trinkwasserverordnung. Vor Inbetriebnahme einer Trinkwasserinstallation oder eines neuen Leitungsabschnittes sind Untersuchungen auf P. aeruginosa jedoch obligatorisch.
Legionellen
Die optimale Vermehrungstemperatur für Legionellen liegt bei ca. 35°C bis ca. 45°C. Darun-ter und darüber findet eine Vermehrung praktisch nicht mehr statt. Legionellen kommen im Trinkwasser immer vor, haben jedoch beim Verzehr keine gesundheitliche Relevanz. Legionellen gelangen durch die Inhalation z.B. beim Duschen als Aerosol in die Lunge und können dann eine Lungenentzündungen (sog. Legionärskrankheit) verursachen. Daher ist L. kein Parameter der im Trinkwasser untersucht werden muss, wohl aber im Duschwasser von z.B Hallenbädern, Sporthallen, Campingplätzen etc.
Biofilm
Biofilm entsteht häufig bei der Verwendung von ungeeigneten Materialien und Zusatzstoffen (siehe Gebissreiniger). Im Wassertank eines WoMos wird sich der Biofilm zuerst in der Wechselzone bilden, d.h. in dem Bereich wo Wasser, Sauerstoff und Behältermaterial aufeinandertreffen -an der Wandung des Behälters also. Biofilm lässt sich am besten mechanisch entfernen, im Behälter mit Bürste oder Hochdruckreiniger. In den Leitungen mit dem Wasser/Luft/Impulsverfahren, vermutlich wird jedoch der Austausch des betroffenen Lei-tungsabschnittes die günstigere Alternative sein. Chemische Desinfektionsverfahren versagen hier in der Regel. Der beliebte Gebissreiniger fördert im Gegenteil die Biofilmbildung.
Algenbildung
kann man vermeiden, wenn man Lichteinfall in die Wasserversorgungsanlage vermeidet, Algen sind auf Fotosynthese angewiesen . Auch hier hilft bei Vorhandensein langfristig nur mechanische Reinigung. Von sog. chemischen Algenvernichtern aus der Schwimmbadhy-giene rate ich ab.
Vom Eisenbahnbundesamt gibt es übrigens eine Anweisung über die Reinigung und Desin-fektion von Trinkwasserversorgungsanlagen in Zügen, in der Mittel und Konzentrationen ta-bellarisch angeben sind. --> Link Diese Desinfektion wird vor der Neubefüllung vorgenommen.

Joachim

nugget am 10 Mär 2009 13:22:40

Hallo Joachim

Respekt :!: Das nenn ich mal 'ne klare Ansage :daumen2:

Das is doch mal eine Aussage die augenscheinlich von
Sachverstand geprägt ist. Das sind Beiträge mit denen
man auch heikle Themen wie dieses in richtige Bahnen lenkt.

Und was mich beruhigt - ich werd auch in Zukunft ohne Filter
überleben :wink:

Ingo

PS: Joachim, der angegebene Link funktioniert zumindest bei mir nicht.

Gast am 10 Mär 2009 18:42:18

nugget hat geschrieben:.... Ingo

PS: Joachim, der angegebene Link funktioniert zumindest bei mir nicht.


Funktioniert bei mir auch nicht, hier ist der korrekte Link:

--> Link

nugget am 10 Mär 2009 20:31:56

Ernesto, vielen Dank!

Ingo

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