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motorradtraeger
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Schubabschaltung und so ein Zeugs


Gast am 30 Nov 2004 14:49:13

Mal wieder eine Frage an all die technisch Wissenden:

In neuen Fahrzeugen gibt es doch so etwas wie eine Schubabschaltung, die dann, wenn der Fuss vom Gas geht, dafür sorgt, dass kein Kraftstoff mehr verbrannt wird. Dass das nur dann funktioniert, wenn der Motor eingekuppelt ist und "mitläuft", ist mir klar.

In älteren Fahrzeugen dürfte diese Schubabschaltung nicht vorhanden sein, da sie meiner Wahrnehmung nach erst seit ein paar Jahren so beworben wird.

Ich erinnere mich, dass ich früher mein jeweiliges (altes) Fahrzeug -- solange es kein Automatikgetriebe hatte -- an Ampeln, Autobahnausfahrten oder Ähnlichem häufig habe ausrollen lassen. Dabei hatte ich natürlich ausgekuppelt, um den niedrigen Verbrauch des Leerlaufes zu nutzen.

Jetzt habe ich mir angewöhnt, bei neueren Fahrzeugen den Gang beim Ausrollen drin zu lassen, damit die Schubabschaltung für geringeren Verbrauch sorgt. Und diese Art zu fahren habe ich unbewusst auch bei meinem 1992er Wohnmobil beibehalten.

Neulich fing ich an, darüber nachzudenken -- und weiss nicht, ob so ein alter Turbodiesel den Schub (sprich: die Treibstoffzufuhr) abschaltet, wenn er ausrollt und ein Gang eingelegt ist.

Weiss jemand mehr -- und will er/sie es mir verraten?

-Frank

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agu am 30 Nov 2004 14:54:09

Hallo Frank,
ich denke bei Bj 1992 gab´s die Schubabschaltung schon, zumindest bei deutschen Herstellern.

Gast am 30 Nov 2004 15:09:06

Und bei unseren italienischen Freunden von Fiat?

-Frank

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berni01 am 30 Nov 2004 15:15:11

Ich spekuliere mal mit:

Die Schubabschaltung gabs mit Sicherheit schon, hatte nen 91er 3er (Benziner), der hatte die damals schon drin. Allerdings bezweifle ich, daß die ein "LKW"-Fiat damals schon hatte.

Zum Ausrollen lassen:

Wenn du das Womo im Leerlauf ausrollen läßt, belastest du automatisch deine Bremsen mehr, vor allem beim Womo mit dem höheren Gewicht. Fragt sich, ob die geringe Spritersparniss sich gegen den höheren Verschleiß rechnet bzw. umgekehrt. Ich lasse mein 92er auch gerne mal ausrollen, aber eher weil er recht "agressiv" aufs Gasgeben bzw. Wegnehmen reagiert.

Pijpop am 30 Nov 2004 15:17:51

Wenn ich jetzt nicht total neben dran liege - wie war das noch
Diesemotoren haben, bauartbedingt, eine Schubabschaltung.????????

Pijpop

Gast am 30 Nov 2004 15:23:26

Pijpop hat geschrieben:Wenn ich jetzt nicht total neben dran liege - wie war das noch
Diesemotoren haben, bauartbedingt, eine Schubabschaltung.????????

Pijpop


Genau dahin wollte ich kommen: Die Techies hier müssten so etwas doch wissen, oder?

-Frank

Pijpop am 30 Nov 2004 17:39:10

@ Frank
Die waren alle noch zur Arbeit.
Wie Du an der Satzstellung sehen kannst - ich war mir nicht sicher ob
ich auf dem Glatteis stehe - zudem - so richtig vom Fach bin ich eh nicht.

Pijpop

mikel am 30 Nov 2004 17:52:24

Jau, Pijpop hat wieder Recht, die Schubabschaltung ist Bauartbedingt. Alle Reiheneinspritzsysteme haben diese Schubabschaltung eigentlich als Abfallprodukt serienmäßig. In dem Moment wo man vom Gas ging, wurde keinerlei Treibstoff mehr eingespritzt. Der alte Duc hat das auch. Das wird über ein Zahnradgestänge geregelt, die simpel gesagt die Zylinder verdrehen und je nachdem in welche Richtung sie gedreht wurden hat sich die einspritzende Menge vermehrt oder verringert. Bei Gasstellung Null wurde gar kein Sprit mehr eingespritzt. Und dann müssen die Kolben gegen den Luftdruck arbeiten und verzögern dadurch auch noch das Fahrzeug.

Wichtig: Es ist unwichtig ob ein Gang eingelegt ist oder nicht, die Schubabschaltung hängt nur von der Stellung des Gaspedals ab!

Pijpop am 30 Nov 2004 18:03:15

So liest es sich wenn der Fachmann erklärt - bin richtig " ergriffen" ob
dieser Formulierungen.

Pijpop

mikel am 30 Nov 2004 18:17:43

Vielleicht noch für die Nachdenker.

"dann müßte das Fahrzeug ja im Stand ausgehen"

Nein - in der Einspritzanlage wird die Einspritzmenge nicht nur von der Gaspedalstellung geregelt. sondern auch über einen Schalter in der Anlage, der die Einspritzmenge wieder erhöt (wird durch die Fliehkraft geregelt), wenn die Umdrehungen weniger werden.

Wenn der Motor dreht, die Gaspedalstellung Null ist, der Motor aber noch reichlich Drezahl hat, wird nichts eingespritzt, wird das Fahrzeug langsamer, wird die Fliehkraft durch fehlende Umdrehungsgeschwindigkeit in der Einspritzanlage den Schalter umlegen und Diesel wird wieder eingespritzt.

Gast am 30 Nov 2004 18:20:11

mikel hat geschrieben:...
Wichtig: Es ist unwichtig ob ein Gang eingelegt ist oder nicht, die Schubabschaltung hängt nur von der Stellung des Gaspedals ab!


Danke Mikel!

Aber den Punkt verstehe ich nicht: Wenn kein Gang eingelegt ist, läuft der Motor doch im Leerlauf -- mit Kraftstoffverbrauch. Tut er das auch, wenn ein Gang eingelegt ist?

-Frank

Nachtrag: Ahhh - schon erklärt! Danke.

mikel am 30 Nov 2004 18:25:29

Jein,

es hängt nur von der Gaspedalstellung ab. Stellung Null in Verbindung mit noch stark drehendem Motor - Null Einspritzung. Erst wenn die Motordrehzahl sich senkt, legt sich ein Schalter in der Anlage um (weil ihm die Fliehkraft fehlt aufgrund zurückgehender Motordrehzahl, denn das Fahrzeug wird ja langsamer) und erst dann wird wieder Disel eingespritzt.

Ganz simpel gesagt ist der Motor während der Schubabschaltung aus. (das ist nur bildlich gesprochen)

dl3ro am 30 Nov 2004 18:36:31

hallo,
mikel hat das schon richtig gesagt. Die mechanischen einspritzpumpen sind schon etwas feines gewesen. Sie haben eine fördermenge abhaengig von der motordrehzahl bestimmt. Der beschleunigungswusch des fahrers hat nicht die einspritzmenge bestimmt sondern die momentane drehzahl und da konnte der fahrer sozusagen einen mehr oder weniger überschuss an einspritzung fordern. Dehalb ist der diesel immer sparsam gewesen wenn man ihn ziehen liess...d.h. beim fahren in niedrigen drehzahlen vollgas gab. Wenn man in den 2/3 höchstdrehzahlbereich kam sollte man schalten und dann halt mit maxdrehmomentdrehzahl dahin rollen dann ist er immer sparsam gewesen der diesel mechanisch eingespritz!.
Hat auch seine logik in der drehzahlabhaengigen einspritzmenge. Das kann man aendern....und das waren dann die die vor 10-20 jahren russend meist am berg "indianer" spielten.
Aber noch eins wer aus rollt braucht nicht zu bremsen....!

mfg hans

Gast am 30 Nov 2004 18:36:43

Und der Punkt, an dem die Zufuhr des Kraftstoffes wieder einsetzt, ist so ungefähr der, wenn die Leerlaufdrehzahl erreicht ist?

-Frank

mikel am 30 Nov 2004 19:40:07

Frank hat es verstanden. Der Moment an dem wieder Diesel eingespritzt wird liegt etwas höher als die Leerlaufdrehzahl.

@Hans
....das kann man ändern, ja, das waren dann die nicht ganz so haltbaren :-)

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