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Hygiene im Wasserschlauch 1, 2


Wohnifahrer am 17 Apr 2009 20:41:37

Hallo,

ich trinke bei uns nur das Wasser aus der Leitung. Ich lasse das Wasser aber am morgen erstmal ein bißchen ablaufen (z.B. Gieskanne), damit ich kein Wasser habe, was längere Zeit gestanden ist. Dies merkt man wenn das Wasser kühl ist.
Im Wohnmobil geht das aber eben nicht und da steht das Wasser schon mal ein paar Tage im Behälter. Wenn es dann schön warm ist, dann kann das Wasser aufkeimen.
Vor allem bei Wasserhähnen, die ich nicht kenne passe ich auf. Wer weiß vielleicht hat der Vorgänger seine Toilette ausgespült und den Wasserhahn schön tief ins Loch gesteckt, damit es nicht so spritzt! (Schon gesehen!) Dann kommt der nächste und schraubt seinen Schlauch dran um das TW aufzufüllen. Prost Mahlzeit. Habe ich die Keime (vor allem Fäkalkeime) aber erstmal drinnen bekomme ich sie nur durch Desinfektion wieder raus.



Sascha

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bachi am 17 Apr 2009 22:41:09

Hallo,

ich denke das hier in erster Linie eine Glaubensfrage diskutiert wird.
Ich reinige unseren Tank jeweils vor der Saison mit Gebissreiniger (mechanische Reinigung) und anschließend mit einem Desinfektionsmittel auf Basis Wasserstoffperoxid/Silberionen mit einer sehr geringen Konzentration.
Dieses Mittel ist eigentlich zur Desinfektion von Trinkwasserleitungen bzw. Anlagen.
Wir leeren den Tank nach jeder Fahrt und versuchen während unserer Touren das Wasser möglichst nicht länger als 2-3 Tagen alt werden zu lassen.

Ich habe das Wasser nach einem Tag "Standzeit" mal Untersuchen lassen.
Ergebniss: Die Kolonienzahl der Verkeimung war in einem vollkommen normalen Bereich.
Wir haben unser Wasser schon immer auch zum Kochen und Zähneputzen genutzt und werden das auch weiter tun.
Außerdem kann auch Wasser aus der Leitung an "schlechten Tagen" mal eine leichte Verkeimung haben (Dieses wird jedoch nie öffentlich ist aber Fakt).

Jörn

Tipsel am 17 Apr 2009 23:33:25

Ich glaub trotzdem, dass die Angst vor Montezoumas Rache hier in Europa unbegründet ist, wenn man die normale Hygiene einhält.

Eigener Schlauch, der hinterher leerläuft und natürlich sauber gelagert wird. Ständiges Wassernachfassen unterwegs, also Bewegung im Wasser.

Und was für uns ganz wichtig ist: wer entsorgt, versorgt nicht. Der packt nix an, außer Seife und Handtuch 8) Auch wenns unsre eigenen Bakterien sind :roll:

Da haben wir strikte Arbeitsteilung.

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Gast am 17 Apr 2009 23:35:36

... letzte Woche habe ich mal den 5m Schlauch zum Befüllen des Womos
mit diesem Reiniger --> Link
gesäubert, indem ich ca. 1/4 Liter in den Schlauch gegossen habe.
Zwei Stunden liegen lassen und dann ausgespült - zu meiner Überraschung kam eine reichlich bräunliche Suppe heraus 8) -
evtl. auch für den FW-Tank und Leitungen im Womo zu gebrauchen?

Tipsel am 17 Apr 2009 23:39:52

Ich habs glaub ich vorher irgendwo schon mal geschrieben, dass wir jährlich bei meinem Lieblingsdiscounter nen neuen Schlauch holen, der Rest wird im Garten aufgebraucht.

Scout am 17 Apr 2009 23:40:41

siggitim hat geschrieben:... letzte Woche habe ich mal den 5m Schlauch zum Befüllen des Womos
mit diesem Reiniger --> Link
gesäubert, indem ich ca. 1/4 Liter in den Schlauch gegossen habe.
Zwei Stunden liegen lassen und dann ausgespült - zu meiner Überraschung kam eine reichlich bräunliche Suppe heraus 8) -
evtl. auch für den FW-Tank und Leitungen im Womo zu gebrauchen?


Enthält die gleichen Wirkstoffe wie Danklorix, nämlich Bleichlauge.


Wolfgang

Nasenbär am 18 Apr 2009 00:04:06

Übrigens, wie sieht es eigentlich mit den Dichtungen, Schlauchverbindern, Pumpe/Membran usw. bei Verwendung zB von Danklorix aus? Wenn sich da alles löst, könnten dann dadurch nicht auch mal Undichtigkeiten die Folge sein?

Wohnifahrer am 18 Apr 2009 08:33:44

Hallo,

ich möchte davor warnen Mittel wie Chlorix oder Bref für die Desinfektion von Behältern und Schläuchen zu verwenden. Diese Produkte sind dazu da Arbeitsflächen, Boden etc. zu reinigen und zu desinfizieren. Diese Produkte sollten in der Regel nicht direkt mit Lebensmitteln (Trinkwasser) in Berührung kommen. Sie enthalten Stoffe (u.a. Tenside, Geruchsstoffe) die nicht geeignet sind Behälter oder Schläuche zu reinigen! Diese Anwendung steht auch sicher nicht auf der Packung gedruckt. Daher sollte von solchen Produkten Abstand genommen werden. Für den Haushalt sind sie überflüssig und für die Desinfektion von Wasserbehältern und Schläuchen schlichtweg ungeeignet! Schaut doch einfach mal auf die inhaltsstoffe.

Für die Reinigung geeignet sind meiner Meinung nur Chlor, Chlordioxid und Wasserstoffperoxid. Als Zusatz können noch Silberionen dabei sein. Tenside und Geruchsstoffe haben hier nichts zu suchen. Schlimmstenfalls werden die Stoffe von den Schläuchen absorbiert und dann nach und nach wieder abgegeben.

@jörn

Eine Verkeimung mit mehr als 100 KBE/ml (Grenzwert) in Haushalten kommt eher selten vor. Und wenn dann sind die Ursachen in der Hausinstallation, für die der Eigentümer verantwortlich ist, zu suchen und nicht beim Wasserversorger.



Sascha

jakeomat am 18 Apr 2009 08:44:13

Hi!

Ich frag mich, an welcher Stelle der Erziehung Menschen so einen Horror vor Keimen eingeimpft bekommen...

Da werden Tanks und Schläuche mit der Chemiekeule durchgerotzt und dann geht man in den Supermarkt und kauft schön Trauben, Paprika und Tomaten, die nachweislich und schon seit Jahren mit Pestiziden belastet sind, und zwar teilweise um den Faktor 100 des Grenzwertes! Hallo?

Mit Keimen wird mein Immunsystem fertig, aber mit Giften nicht! Die lagern sich in Leber, Nieren etc. ein und schädigen den Organismus nachhaltig... Darüber macht sich aber keiner Gedanken, da hauen wir lieber noch ein paar Gifte in die Trinkwasserversorgung um die bösen Keime auszurotten :roll:



Jake

Gast am 18 Apr 2009 09:06:07

Nasenbär hat geschrieben:Übrigens, wie sieht es eigentlich mit den Dichtungen, Schlauchverbindern, Pumpe/Membran usw. bei Verwendung zB von Danklorix aus? Wenn sich da alles löst, könnten dann dadurch nicht auch mal Undichtigkeiten die Folge sein?


Moin Heinz,

wir sind auch nicht gerade die Reinheitsfanatiker und müssen alles keimfrei halten :wink:
ein gewisses Quantum Bakterien usw. stärkt das Immunsystem - denn früher
hieß es immer "Dreck scheuert den Magen" :D

Aber was die Schläuche und Verbindungen sowie Pumpen/Membranen angeht - ich bin kein Chemiker - das Chlorzeugs wird ja auch in
Plastikflaschen verkauft. Dann müssten diese doch auch mit der Zeit auflösen?
Eigentlich werden durch diese Mittel nur organische Stoffe chemisch verändert, oder sehe ich das falsch?

Schönen Tag noch
Siggi

stranieri am 18 Apr 2009 21:44:52

@jakeomat

:daumen2:

Thunderbirdy am 18 Apr 2009 22:21:49

Die Anhebung der Grenzwerte für Trinkwasser wird z.B. hier --> Link Der maximalwert für die Leitfähigkeit von Wasser wurde 1990 von 1000µS auf 2000µS angehoben und inzwischen sind wir, wenn ich mich nicht irre bei 2500µS. Der Grenzwert für Nitrat beträgt heut 50mg, 1996 lag er bei 40mg (vgl. Grafische Datenanalyse von Matthias Nagel, Seite 250).
Desweiteren werden - zumindest bei uns in der Wetterau - regelmäßig die Wasserleitungen mit Chlor gespühlt, so daß ein deutlicher Chlorgeruch wahrnehmbar ist. Ich kann mir nicht vorstellen, daß das sehr gesundheitsfördernd ist.

Meine Ausführungen zum Thema übertriebene Hygiene bezog sich ausnahmslos auf den Privathaushalt. In vielen Bereichen ist sie zwingend notwendig, auch wenn sie nicht immer korrekt eingehalten wird. So sollte im Krankenhaus auf jeden Fall ein höherer Hygienestandard gelten, aber das ist wohl nicht immer der Fall. Als meine Frau im Krankenhaus war und ich sie mit unserer Tochter besuchte, riet uns eine Ärztin davon ab, sie auf dem Boden krabbeln zu lassen, wegen der schlechten Hygiene.

@Jake
Du vergisst noch das Problem, daß immer mehr Keime / Baktreien resistent gegen Antibiotika werden, weil diese im Trinkwasser in kleinen Dosen vorkommen sowie z.B. bei der Schweinemast vorbeugend verwendet werden. Quelle: --> Link

Ich habe daher immer Bauchschmerzen, wenn behauptet wird, daß unser Trinkwasser ach so toll sei...

Wohnifahrer am 18 Apr 2009 22:22:58

Also ich kaufe mein Gemüse und Obst beim Biobauern. Dies ist nicht viel teurer und zudem wird auch die Biolandwirtschaft unterstützt. Auch die Bio-Ware vom Discounter schneidet immer sehr gut bei verschiedenen Untersuchungen ab!

Ich denke auch, dass Panik sicher nicht angebracht ist, was Keime im Trinkwasser angeht. Allerdings möchte ich mir und meinem Kind nicht die schönsten Tage des Jahres versauen, so dass ich einfach gewisse vorsichtsmaßnahmen treffe. Und dazu gehört für mich die Desinfektion des Wassertankes und der Schläuche mit Wasserstoffperoxid. Dies ist kein großer Aufwand. Tank halbvoll, 20 ml Wasserstoffperoxid rein, Wasserhähne auf damit das Wasser überall verteilt wird, einwirken lassen und ablassen. Das wars. Da sich Wasserstoffperoxid zu Sauerstoff und Wasser abbaut verzichte ich sogar auf eine Nachspülung. Geringer Aufwand mit großer Wirkung.



Sascha

Wohnifahrer am 18 Apr 2009 22:39:11

@Thunderbirdy
Der Grenzwert der Leitfähigkeit sagt ja noch lange nichts darüber aus wie die Qualität des Wassers ist, sondern nur wieviele Ionen im Wasser sind. Hat man z.B. sehr hartes Wasser ist die Leitfähigkeit alleine durch die Kalzium und Magnesiumionen höher als bei anderen Wässern. Von daher hat die Leitfähigkeit an sich gar keine Aussagekraft.

Ich glaube auch nicht, dass Eure Wasserleitungen mit Chlor gespült werden, sondern dass Euer Wasserversorger das Trinkwasser mit Chlor versetzt, da evtl. Keime im TW sein können. Dies ist z.B. bei bestimmten Böden oder Niederschlägen möglich. Hierfür gibt es aber Grenzwerte, die wenn eingehalten werden keinerlei gesundheitsrisiken beinhalten.

Dein Link ist eher schlecht als recht. Wenn ich Anlagen zur Wasseraufbereitung verkaufen will, dann ist klar, dass ich das Wasser schlecht machen muss, denn sonst bräuchte man solche Aufbereiter auch nicht!

Dem Wasserversorger ist es übrigens Schnurzegal ob das Wasser aus der Leitung getrunken wird oder nicht. Die zwei Liter mehr oder weniger machen wirklich nichts aus. Da sind die Versluste beim Verteilen des Wassers wesentlich höher.



Sascha

Gast am 24 Apr 2009 14:16:38

hallo,

jakeomat hat geschrieben:...geht man in den Supermarkt und kauft schön Trauben, Paprika und Tomaten, die nachweislich und schon seit Jahren mit Pestiziden belastet sind, und zwar teilweise um den Faktor 100 des Grenzwertes!...
Mit Keimen wird mein Immunsystem fertig, aber mit Giften nicht! Die lagern sich in Leber, Nieren etc. ein und schädigen den Organismus nachhaltig... Darüber macht sich aber keiner Gedanken, da hauen wir lieber noch ein paar Gifte in die Trinkwasserversorgung um die bösen Keime auszurotten :roll:

1. ich vermute mal, diese aussage zur überschreitung der zulässigen höchstmengen basiert auf den reichlich schwachsinnigen veröffentlichungen von global 2000 und ähnlichen "institutionen"

2. ob und wie gut das immunsystem des einzelnen mit potentiellen krankheitserregern fertig wird, ist erschütternd wenig vorhersagbar - genau so wenig wie die art der möglichen errreger, mit der man es zu tun bekommen kann (stichwörter: "autochtone wasserflora", "angeborene/adaptive immunität" usw ...)

3. pestizide sind von ihren chemischen eigenschaften her viel zu unterschiedlich, um ihnen pauschal eine akkumulierende eigenschaft zu unterstellen.

4. vielfach sind genau die leute, die gegen die "bösen pestizide" wettern, genau jene, die völlig unbesorgt fleisch aus massentierhaltung konsumieren ....

5. "gifte" in der kommunalen TW-versorgung? no comment ...
ich gehe mal davon aus, dass die rechtslage in DE der in AT recht ähnlich ist in diesen belangen:
--> Link

@allergien: wer über den ach so großen anstieg an allergien und die dazu "passenden" ursachen philosophiert, sollte die herangezogenen publikationen gelegentlich auf plausibilität und aktualität prüfen. da werden vielfach allergien mit unverträglichkeitsreaktionen gleichgesetzt, dass einem immunologen nur das grausen kommen kann. aber wenn´s hilft, die zahlen entsprechend der erwünschten wirkung zu tunen ... :roll:

@sascha: es hilft nix - und im normalfall könnte man ja sagen: "beratung von offenbar beratungsresistenten personen ist verlorene zeit. soll doch jeder so machen, wie er glaubt".
blöd halt, dass dann auch oft kinder und deren noch nicht ausgereiftes immunsystem betroffen sind. oder dass so eine schöne hepA-infektion auf kosten der allgemeinheit behandelt wird ....

und deswegen werden weiterhin zahllose womo-fahrer ihren frischwassertank mit gebissreiniger-tabletten "reinigen" :lol: , sich mit cholesterin-bombern die herzkranzgefäße zukleistern, oder mit 300 km/h auf der AB brettern. und der größte teil von ihnen wird damit gut fahren und ein biblisches alter erreichen - aber nicht WEGEN, sondern TROTZ dieser maßnahmen.
aber es soll schon mal vorkommen, dass ursache und wirkung verwechselt werden ...

Wohnifahrer am 23 Mai 2009 09:21:36

@jakeomat und @löffl:

Fazit des ganzen sowenig Chemie wie möglich, aber soviel wie nötig. Daher desinfiziere ich meinen Tank einmal vor der Fahrt und danach nicht mehr. Eine ständige Desinfektion ist aber evtl sinnvoll in südlichen Ländern, wo das Wasser auch schnell mal warm werden kann, wenn es steht. In den nordeuropäischen Ländern ist eine dauerhafte Desinfektion sicher nicht notwendig.

Sonnige aus dem Allgäu

Sascha

schaetzelein am 23 Mai 2009 17:23:38

Unsere Erfahrungen sind auch nur gut. Wenn wir nur kurz unterwegs sind, lassen wir das Wasser im Tank mit Silberionen. Nach Urlaubsfahrten wird alles komplett geleert, gut gespült und beim nächsten Befüllen wieder mit Silberionen versetzt. Wir kochen mit dem Wasser, auch Kaffee und putzen die Zähne damit. 1 X im Jahr wird der Tank mit Essigessenz gereinigt. Wir hatten noch nie Probleme oder Angst, dass es uns schaden könnte ?! Ich glaube, zu viel Hygiene schadet dem Körper wesentlich mehr.

Panik macht nur Bauchweh :D :D :D

LG Antje

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