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Vermieter insolvent


akojah am 27 Apr 2009 01:28:00

Hallo,
ich habe eben auf der Webseite eines Vermieters (er hat mich nach einer Woche Mietmobil entgültig infiziert) gelesen, das er leider Insolvenz anmelden musste. Er hat Anfang 2008 mit der Vermietung begonnen, und hat nun nach knapp einem Jahr keine Luft mehr (die Banken geben keinen weiteren Kredit).
Wofür sind die Bankenrettungsaktionen eigentlich gut? Sollen die nicht dazu dienen den Banken die weitere Kreditvergabe zu mit wenig Risiko zu ermöglichen?

aus Köln
hajo

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Gast am 27 Apr 2009 07:15:29

Morgen
also ich gehe mal davon aus, das die Bankenrettungsaktionen zuerst einmal die Banken selber retten, wenn das so weiter geht mit den Kreditvergaben ist das eine unabsehbare Weiterverschuldung, die zu keiner normalen Geschäftsfähigkeit mehr Luft lässt.

Aber ich denke auch, daß zuerst einmal die kleinen Firmen alle Pleite gehen (die auf Banken angewiesen waren), dann die Mittleren, dann die Großen auch so nach und nach (So einige sind uns ja schon bekannt) im diesem Zuge werden auch so einige Banken Federn lassen müssen.

Das ist eigentlich ein normaler Prozess, diese gesamten Bankenrettungsaktionen könnten u.U. nur eine Verlängerung der Sterbehilfe sein. So schlimm wie es sich auch anhört, aber jeder der Geld auf den Banken hat ist ja innerlich schon beunruhigt... ich meine auch mit Recht

bei allem politischen bla bla
wem soll man da wirklich glauben :?: und niemand kann in einer Wirtschaftskrise Garantien geben.

Ich möchte nicht unbeding viel Geld auf einer Bank liegen haben, dann wäre ich total genervt und unruhig zur Zeit

Meine Kohle steckt in einer Immobilie, die ich selber bewohne, da weiß ich was damit passiert, auch wenn die irgendwann mal nur 1 EUR Wert hat (auf dem Papier), ist doch egal, wenn man sie selber nutzt.

Klausimaus am 27 Apr 2009 07:57:57

Marry hat geschrieben:

Meine Kohle steckt in einer Immobilie, die ich selber bewohne, da weiß ich was damit passiert, auch wenn die irgendwann mal nur 1 EUR Wert hat (auf dem Papier), ist doch egal, wenn man sie selber nutzt.


Genau, Marry !
Als wir jetzt kürzlich eine LV ausgezahlt bekamen, rief sofort der Banker an, irgendwie war der ganz lüstern, er könnte mir was empfehlen pp. Ich habe ihm gesagt, dass damit per Sondertilgung die Hütte bezahlt wird und im übrigen mein Vertrauen in Banken generell nicht mehr vorhanden ist.
Konnte der angeblich gar nicht verstehen. Hab ihn nur gefragt, wo er denn eigentlich lebt?
Klausimaus

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macagi am 27 Apr 2009 08:11:07

akojah hat geschrieben:Hallo,
ich habe eben auf der Webseite eines Vermieters (er hat mich nach einer Woche Mietmobil entgültig infiziert) gelesen, das er leider Insolvenz anmelden musste. Er hat Anfang 2008 mit der Vermietung begonnen, und hat nun nach knapp einem Jahr keine Luft mehr (die Banken geben keinen weiteren Kredit).
Wofür sind die Bankenrettungsaktionen eigentlich gut? Sollen die nicht dazu dienen den Banken die weitere Kreditvergabe zu mit wenig Risiko zu ermöglichen?


Wenn er insolvent geht dann hat er offenbar keinen Gewinn gemacht - da kann ihm keine Bank weiterhelfen! Ein Geschäft muss Gewinn machen damit es weiterbesteht.....

Hat mit Bankenkrise wening zu tun, eher mit Konjunktur, oder Misswirtschaft, oder schlechter Planung seinerseits, oder...?

akojah am 27 Apr 2009 10:05:24

macagi hat geschrieben:Wenn er insolvent geht dann hat er offenbar keinen Gewinn gemacht - da kann ihm keine Bank weiterhelfen! Ein Geschäft muss Gewinn machen damit es weiterbesteht.....

Hat mit Bankenkrise wening zu tun, eher mit Konjunktur, oder Misswirtschaft, oder schlechter Planung seinerseits, oder...?


Gewinn hat er wohl 2008 auch nicht gemacht. Er ist mit 7 neuen Euras gestartet, und die sind wohl anfangs auch viel rumgestanden. Die Vermietplanung für 2009 sah aber lt. seiner Aussage schon sehr viel besser aus.
Da hätte ein weiterer Kredit vielleicht geholfen, das Jahr zu überstehen. Natürlich war Planung mit sieben neuen Fahrzeugen eher verwegen, aber ich war damals froh einen Vermieter direkt in der Nähe zu haben, der auch sehr flexibel bei der Zeit für Abholung und Rückgabe des Fahrzeuges war.

aus Köln
hajo

Gast am 27 Apr 2009 10:16:13

Hallo akojah,

war wohl eher der schlechte Zeitpunkt für ein Startup.
Der richtige Zeitpunkt ist genauso wichtig wie die richtige Idee.

Abgesehen davon, stimme ich zu das die Banken erst mal sich retten wollen. Bei den heute zu lesenden Dementies über die Leichen in den Kellern in Höhe von 816 Mrd. € deutscher Banken laut eines "Geheimpapiers" der Bafin.

Jörg

Gast am 27 Apr 2009 10:59:17

cojo hat geschrieben:Hallo akojah,
war wohl eher der schlechte Zeitpunkt für ein Startup.
Der richtige Zeitpunkt ist genauso wichtig wie die richtige Idee.
Jörg


Genau ... dieser Vermieter hat einen unglücklichen Zeitpunkt erwischt.

Aber andererseits ist es normal, wenn junge Unternehmen, auch schon allein durch Abschreibungen in den ersten Jahren mind. ...3 Jahren in den roten Zahlen stecken und keinen Gewinn machen.

Das kuriose daran ist, das die kleinen-mittleren Betriebe da um finanzielle Hilfen betteln mußten, Kopfstand :?
und den Großen schob man es freiwillig nach, oftmals in der Presse noch erwähnt, aber da geht es ja dann auch nur um ein paar Millionen oder mehr, was ist das schon *peanuts* :ironie: :bindagegen: die dann den Bach runter gehen...

Gast am 27 Apr 2009 21:13:45

Hallo
will auch meinen Senf dazugeben :D

Die Banken haben sich selbst in diese Lage gebracht in der sie sich befinden ... und von solchen Geschäften wie zb. WoMo- Vermietern oä. leben die Protzköppe :!: Entschuldigung das ich so direkt bin aber die Praktiken der Banken und Sparkassen sind fast schon Mafiös :!: :!: :!:
mich :ooo: es an das der Steuerzahler es wieder ausbaden muss ( sogenannte Bad Bank ) ....816 Mrd € !! wenns dabneben geht zahlen wir :!: :!: kostet dem Staat doch nichts....

Ich als Normaler Arbeitnehmer habe ein Mehrfamilienhaus gekauft ...Investiert für die Rente ( dachte Ich ) wohne noch selbst im Haus .....zahle auf Mieteinnahmen und auf Gehalt Steuern !!! muss selber sehen wie man wirtschaftlich Haushaltet ..... :!: :!: Die Banken brauchen`s nicht ... Der Staat hilft ja aus........ mit Meinem bzw . Unserem Geld ......

Und wenn ich bedenke was die Zinsen ausmachen die man abdrückt ... Wahnsinn .... und bei der Momentanen Lage geben die Die Zinssenkungen erst weiter wenn sie ein schwarzes Loch sehen ....

////übrigens habe ich einen Bericht gesehen heute Morgen RTL .... das der Chef einer Deutschen Bank ... ermahnt wurde wegen Preisgabe absolut positiver Bilanzen :roll: es ist ein schlechter Zeitpunkt .... Anleger sollen nicht zu Spekulationen verführt werden bei so einer Erfolgs- bilanz ////

ehrlich : ich versteh hier nur Bahnhof .......mal ein Positives Ergebnis und Verlautbarung nicht erwünscht! :!:


Naja Traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast :D


schönen Abend noch
ein sich immer noch ärgernder
Carsten

camperfrank am 27 Apr 2009 21:50:51

akojah hat geschrieben:
macagi hat geschrieben:

Gewinn hat er wohl 2008 auch nicht gemacht. Er ist mit 7 neuen Euras gestartet, und die sind wohl anfangs auch viel rumgestanden.
aus Köln
hajo


Das ist es ja. Da werden gerade mal 7 Mobile finanziert, ein anderer 15 Sonnenbänke......

Eigendlich fängt man anders an.

picteur am 27 Apr 2009 22:28:05

Vielleicht war es nicht der günstigste Zeitpunkt, aber vielleicht war es auch das falsche Produkt zur falschen Zeit. Wie oben schon geschrieben wurde, hat man in den ersten Jahren immer zu kämpfen. Mit EURAs muss man erst einmal viel Geld in die Hand nehmen (und das muss der Mieter am Ende auch wieder als Mietpreis zahlen) um die Fahrzeuge auf dem Hof stehen zu haben. Vielleicht wäre ein günstigeres Fabrikat als Einstiegsfahrzeug zur Vermietung besser gewesen und man wäre dann - wenn der Laden läuft - auf hochwertigere Fahrzeuge umgestiegen bzw. hätte diese zusätzlich zu den preisgünstigeren angeboten. So hätte man unterschiedliche Kundengruppen ansprechen/bedienen und damit Geschäft machen können.

Selbst wenn die Bank ihm Geld gegeben hätte und auch wenn es am Ende mehr Mieter gegeben hätte, er hätte wahrscheinlich die zusätzlichen Belastungen - zu den bereits bestehenden - nicht mehr leisten können. Da muss man einfach realistisch sein und nicht nur die Banken verteufeln.

wom am 28 Apr 2009 00:11:24

Ganz realistisch muß man sein.
Der Händler hier ums Eck bekam von seiner Bank zu hören, daß ja Knaus und andere Schwierigkeiten hätten, und dass deshalb er sicher auch bald Schwierigkeiten haben werde, und deshalb könne man ihm nicht mehr die Kreditlinie zugestehen.
Und ganz realistisch: am Versagen mancher Banken werden noch die Kinder der Kinder unserer Kinder abzahlen.

Gast am 28 Apr 2009 09:12:03

Hallo,

also ich traue meiner Bank aber auch nur dieser und die steht bei mir im Garten :lol: manschmal knackt sie etwas aber hebt uns tapfer
:D :D :D :D und ca.alle drei Jahre investieren wir einen neuen Anstrich.

Gast am 28 Apr 2009 10:07:25

Hier sieht man aber deutlich den Unterschied zwischen Insolvenz und Pleite:

Der Vermieter ist insolvent, hat aber noch sein Betriebsvermögen, aus dem viele Verbindlichkeiten bedient werden können.

Das Betriebsvermögen der Banken, bestehend aus den "Sub-Prime-Krediten", hat sich teils in Luft aufgelöst und viele Banken sind eigentlich pleite.

Das darf aber nicht sein.

Was also machen die Banken? Sie nehmen alles Geld vom Staat was sie kriegen können, und (da es nicht reicht) verleihen sie nichts mehr, damit die eigene Kasse wenigstens am Boden gefüllt ist.

Daher nennt sich das Ding ja auch BANKENrettungsschirm. Von Wirtschaft, Verstand oder Gewinn kein Wort.

Allerdings kann die Insolvenz auch Vorteile für den Vermieter mit sich bringen, das hängt von den Umständen ab. Beispielsweise werden auch Forderungen der Banken in die Insolvenzmasse gerechnet und mit einer Quote bezahlt (oft nur 3-5%). Von daher kann es sein, das die Banken noch einen Kredit abschreiben müssen, während sie unter Umständen bei einer Fortführung des Geschäfts besser bedient worden wären. Nach erfolgter "Sanierung" könnte der Insolvenzverwalter einen sanierten Betrieb an den Vermieter verkaufen und der macht weiter.

Hony soit....

camperfrank am 28 Apr 2009 10:24:10

Wir sollten uns nicht durch Peter Zwegat oder wie heißen die alle veräppeln lassen.

Die Zeit macht die Musik und die mußte laut spielen. Wir können aber nicht alle ins Fernsehen.
Vor 5 Jahren habe ich noch meinen Schuldenern viele geglaubt und lange gewartet. Heute keine 3 Tage mehr. Wer am meisten Druck macht bekommt zuerst sein Geld solange noch welches da ist.
Wenn ich mir 8 Euras und noch 15 Sönnenbänke lease und meine der dreier Cabrio oder 5er Kombi müsste direkt herbei, klappt das nicht. Anscheinend ist das ein MUß auf der Gewerbeanmeldung.
Man fängt mit ner gebrauchten Karre an. Und das nach der regulären Arbeitszeit. Dann ist das Grundeinkommen gesichert. Vielleicht noch ein wenig sparen vorher und arbeiten..... Stück für Stück. Und was auf die hohe Kante legen. Sogenanntes Tafelsilber damit man in Krisenzeiten was zulegen kann....
Kredite aufnehmen kann jeder und meinen das wird schon.

jakeomat am 28 Apr 2009 11:57:49

Hi!

Ich find das schon sehr skurril, wieviele Leute auf einmal der Meinung sind, sie könnten zum Thema Unternehmensfinanzierung was sagen...

Es ist immer bequem (und momentan gerade en vogue) auf die bösen Banken einzuhauen.

Richtig ist: die Gier in den Vorstandsetagen und das aufgeblähte Ego der Investmentbanker sind der Auslöser der Finanzkrise gewesen.
Die haben allerdings nix mit denen zu tun, die Unternehmensgründungen finanzieren oder sonstige Kreditentscheide treffen

Alle Banken haben sich bei der Kreditvergabe an strenge Regeln zu halten, die gemeinhin als "Basel II" bekannt sind. Unter anderem verpflichtet es die Banken, ausgegebene Kredite abhängig vom Risiko mit Eigenkapital zu hinterlegen. Deswegen wird die Kreditvergabe in Krisenzeiten automatisch restriktiver, da das Risiko allgemein steigt und die Regelungen aus Basel II nicht gelockert wurden. Wenn eine Bank gegen diese Richtlinien verstößt, hat sie mit knackigen Strafzahlungen zu rechnen. Das ist mal der eine Punkt.

Der andere betrifft den lieben Unternehmer: Wenn ich ein Unternehmen neu gründe, muss ich einen sog. "Businessplan" vorlegen, der die Geschäftsidee beschreibt und die Finanzierung mindestens der nächsten 3 Jahre darstellt. Der Businessplan wird vom Kreditberater geprüft und anhand des vorhandenen Eigenkapitals und des erforderlichen Fremdkapitals wird ein Finanzierungsplan erstellt. Wenn alles zusammenpaßt, wird das Darlehen ausbezahlt und die Sache läuft. Hat jetzt aber der gute Unternehmensgründer zu optimistisch gerechnet und sein Finanzierungsplan geht nicht auf (v.a. weil er zu wenig Einnahmen hat), dann hat er halt Pech gehabt. Es kann nicht sein, dass ein Unternehmensgründer schon nach einem Jahr zur Bank rennt, und noch mehr Kohle haben will, schließlich ist seine Finanzierung für 3 Jahre geplant gewesen. Das Risiko der Fehlplanung liegt beim Unternehmer, nicht bei der Bank. Hätte er die vielfältigen Angebote für Unternehmensgründer in Anspruch genommen (so kann man z.B. aus einem EU-Fördertopf Geld für einen Unternehmensberater bekommen, der einen von der Planung bis durchs erste Jahr begleitet... Und das ist eine Förderung, kein Darlehen!), so wäre er auf die Lücken in seinem Businessplan vorher aufmerksam gemacht worden. Es kann aber auch sein, dass er das Geld anders als im Finanzierungsplan angegeben verwendet hat.

Wie auch immer: Wenn einer nach einem Jahr bereits pleite geht, dann liegt das zu 95% an falscher Planung basierend auf viel zu optimistischen Annahmen und zu geringem Sicherheitspolster. Und da hilft keine Bank, da ist man dann weg vom Fenster!

Also: nicht immer sind die Banken böse, über Erfolg oder Untergang entscheidet immer noch der Unternehmer!



Jake

farmerj am 28 Apr 2009 12:12:05

jakeomat hat geschrieben:Ich find das schon sehr skurril, wieviele Leute auf einmal der Meinung sind, sie könnten zum Thema Unternehmensfinanzierung was sagen...

Es ist immer bequem (und momentan gerade en vogue) auf die bösen Banken einzuhauen.

Richtig ist: die Gier in den Vorstandsetagen und das aufgeblähte Ego der Investmentbanker sind der Auslöser der Finanzkrise gewesen.



Also erstens bin ich mal der Meinung, dass jeder das Recht hat seine Meinung zu sagen......ob es nun ein "normaler" Bürger ist, ein Betroffener oder einer der "angeblichen" Wirtschaftswissenschaftler...
Denn die Banken haben schon eine große Mitschuld an der momentanen Situation...denn ALLE, wirklich ALLE haben sich an diesem Wahnsinn der vergangenen Jahre beteiligt.
Teilweise sogar solche, deren Geschäft das eigentlich garnicht ist und nichtmal sein dürfte...(siehe Landesbanken etc.)

zweitens:
Ja, du hast Recht..die Gier ist schuld...die Gier aller Banken, Wirtschaftsunternehmen, Investoren...immer mehr mehr mehr...

Heute erst ein gutes Beispiel:
Audi jammert und fordert jetzt natürlich auch staatliche Unterstützung (Kurzarbeitsgeld), da ihr operativer Gewinn (nach Steuern, also EBIT) in den ersten 3 (drei !!!) Monaten auf NUR 365 Mio. Euro "absackt"...
hochgerechnet wären das auf ein Geschäftsjahr noch immer ca. 1,4 MILLIARDEN !!!! Euro Gewinn.......

jaja...den Unternehmen gehts schon wirklich sehr sehr schlecht. Das ist echt ne wahnsinns Wirtschaftskrise wenn man nur so wenig Gewinn macht.
Die Gier nimmt kein Ende und niemand hat was gelernt. Das ist zum :ooo:

Allerdings frage ich mich auch, was das für eine Firma ist (wenn auch nur eine kleine), die offensichtlich nur auf Basis Kredit exisitieren kann....das kann ja nu auch nicht der richitge Weg sein....

jakeomat am 28 Apr 2009 13:13:12

farmerj hat geschrieben:Also erstens bin ich mal der Meinung, dass jeder das Recht hat seine Meinung zu sagen......ob es nun ein "normaler" Bürger ist, ein Betroffener oder einer der "angeblichen" Wirtschaftswissenschaftler...
Denn die Banken haben schon eine große Mitschuld an der momentanen Situation...denn ALLE, wirklich ALLE haben sich an diesem Wahnsinn der vergangenen Jahre beteiligt.
Teilweise sogar solche, deren Geschäft das eigentlich garnicht ist und nichtmal sein dürfte...(siehe Landesbanken etc.)


Da bin ich auch voll deiner Meinung, nur macht mich dieses permanente Gekloppe auf "den Banker" langsam wahnsinnig! Wer ist denn "der Banker"? Jeder, der bei einer Bank arbeitet? Ich hab schon miterlebt, wie ein ganz normaler Schalterangestellter deswegen angepöbelt wurde...

Und wenn ich dann hier les, dass "die Banker" dafür verantwortlich sein sollen, dass ein Jungunternehmer seine Hausaufgaben nicht gemacht hat, dann krieg ich auch langsam das :ooo:

Es muss doch langsam mal möglich sein, zu differenzieren.

Im übrigen findet sich die Gier nicht nur in den Vorstandsetagen, sondern auch bei den Privatkunden... Die Gier nach immer mehr Rendite für das angelegte Geld, auch die führt doch dazu, dass solche dubiosen Finanzprodukte überhaupt einen Markt finden. So ein bisschen an die eigene Nase darf sich Otto-Geizistgeil-mehrkriegenwenigerleisten-Normalverbraucher schon auch fassen.



Jake

farmerj am 28 Apr 2009 13:19:59

jakeomat hat geschrieben:
Im übrigen findet sich die Gier nicht nur in den Vorstandsetagen, sondern auch bei den Privatkunden... Die Gier nach immer mehr Rendite für das angelegte Geld, auch die führt doch dazu, dass solche dubiosen Finanzprodukte überhaupt einen Markt finden. So ein bisschen an die eigene Nase darf sich Otto-Geizistgeil-mehrkriegenwenigerleisten-Normalverbraucher schon auch fassen.



Jake


das ist wahr..........!!!!!!!

Braucht man sich doch nur das Drama damals mit dem "Neuen Markt" ansehen..die Gier stand allen in den Augen und danach haben sie alle Prozesse geführt und wollten ihr Geld wieder haben, weil sie angeblich falsch beraten wurden.... :eek: :eek:

Wer 7 oder 8% oder noch mehr Rendite haben will, soll dieses Risiko eingehen, sollte sich aber auch bewusst sein, DASS es ein Risiko ist...der "Banker" sollte ihm das allerdings auch sagen. Und ein guter wird das auch tun.......

Da hab ich lieber nur 3% und bin aber auf der sicheren Seite :D :D

Aber nochmal auf das Fred-Thema zurück:
Ich glaub kaum, dass dieser Unternehmer / Vermieter seine "Hausaufgaben" gemacht hat.............wenn er von einer einzelnen Kreditabgabe abhängig ist.

Rücklagen ?? wohl nicht gemacht.....
Geschäftskapital ?? Wohl nicht vorhanden........
Eigenkapital ?? Wohl auch nicht vorhanden...

Klingt nicht sehr seriös.

Gast am 28 Apr 2009 13:58:30

farmerj hat geschrieben:Rücklagen ?? wohl nicht gemacht.....
Geschäftskapital ?? Wohl nicht vorhanden........
Eigenkapital ?? Wohl auch nicht vorhanden...

Klingt nicht sehr seriös.


Aha.

Ich habe 2002 meine eigene Firma als Ex-Angestellter aus einer Insolvenz heraus gegründet. Mit null Euros Kapital und ohne jegliche Rücklage und auch ohne "Businessplan". Alles was ich hatte war mein Wissen und ein paar Kunden der insolvent gegangenen Firma. Die einzige finanzielle Hilfe war etwas Geld vom Arbeitsamt für mich persönlich anstelle des Arbeitslosengeldes.

Seitdem ist die Firma jährlich gewachsen. Sie hat nur Guthabenkonten, keinen Kredit oder Kreditlinie und keine anderen Verbindlichkeiten. Und sie zahlt ihre Steuern in Deutschland.

Und zum Thema "Wirtschaftswissenschaftler":

farmerj hat geschrieben:operativer Gewinn (nach Steuern, also EBIT)


EBIT bedeutet "Earnings BEFORE interest and taxes", also vor Steuern. Gerade das ist einer der Punkte die den EBIT aussagefähig macht.
--> Link

Im Übrigen meide ich "Banker" wo immer es geht ohne das ich dadurch Nachteile erleide...

Gast am 28 Apr 2009 14:05:18

jakeomat hat geschrieben:Unter anderem verpflichtet es die Banken, ausgegebene Kredite abhängig vom Risiko mit Eigenkapital zu hinterlegen.

...und das schadet wiederum der Eigenkapitalrendite, die aussagt wie profitabel eine Bank bezogen auf ihr Eigenkapital arbeitet

grüße klaus

comtec am 28 Apr 2009 14:23:45

Hallo,
ich habe jetzt lang überlegt ob ich meinen Senf dazu gebe, aber dafür sind ja Foren da, sich auch mal auszutauschen.
Also ich finde es ziemlich blauäugig mit gleich 7 Wohnmobilen so in die Offensive zu gehen. Der Bank würde ich hier keine Schuld geben, eher denke ich, dass der Verkäufer der Euras eine kleine Mitschuld trägt. Macht einem Kunden, das Vermietgeschäft schön schmackhaft und verkauft auf einen Schlag 7 Womos. Guter Deal, und so will ich einmal aus meinem Nähkästchen plaudern. Genau im April vor 10 Jahren begann meine Selbständigkeit mit einem Handyshop. Meine Frau bekam aus der Arbeitslosigkeit heraus bei mir eine Anstellung, die damals noch gefördert wurde. Vorab schrubbte ich Überstunden, auch an den Wochenenden, die ich dann in den ersten Wochen nach Geschäftseröffnung abbummeln durfte. Zusammen mit meinem Resturlaub und dem Jahresurlaub, konnte ich mich intensiv 10 Wochen ums Geschäft kümmern und bezog weiter meinen Lohn. Danach ging ich weiter im Arbeitnehmerverhältnis arbeiten, und widmete mich ab 16.00Uhr wieder dem Geschäft. Ein Einstieg ins kalte Wasser, hätte sicherlich meine Existenz innerhalb eines Jahres gekostet. Nach 9 Monaten lief der Laden so gut, dass ich bei meinem Chef kündigen musste. Sonst wäre die Arbeit nicht mehr zu bewältigen bewesen. Es begann gerade die Boomzeit des Handys!
3 Jahre später: Der Laden war eingespielt und der erste Urlaub stand an. Wir mieteten ein Wohnmobil und waren total begeistert. Das Womo kam aus dem Vermietpool des örtlichen Händlers, der Besitzer war ein anderer Geschäftsmann. Als wir nach dem Urlaub vom Virus befallen waren, bot uns der Händler den Kauf eines Wohnmobils an, welches er für uns vermietet. Die Gier war so groß, dass ich den zweitgrößten Fehler meines Lebens machte. Ich meldete ein zusätzliches Gewerbe an und unterschrieb Kauf-u. Mietpartnervertrag. Die Vermietung lief natürlich nicht so wie erwartet und so standen 10000€ Miese am Jahresende in der Gewinnermittlung. Gaaanz schnell habe ich mich von diesem Wohnmobil und Gewerbe wieder getrennt und könnte mich heute noch für meine Naivität in den Allerwertesten beißen.
Das Positive daran- der Virus ist resistent geblieben, auch die magische Kraft von 5-Sterne-Hotels, konnte diese Krankheit nicht besiegen,
und die Erkenntnis, erst ein stabiles Fundament macht ein Geschäft erfolgreich.

Jens

Gast am 28 Apr 2009 14:51:48

wom hat geschrieben:Und ganz realistisch: am Versagen mancher Banken werden noch die Kinder der Kinder unserer Kinder abzahlen.


Nö, das muss nicht sein :!:
Man macht einfach eine Bilanzverkürzung. Übersetzt Währungsreform, was soviel heißt wie Vermögensabwertung.
Fakt ist: Der Staat kann sich v.P. nur bei den eigenen Bürgern und im Aussenhandel verschulden. Da wir aber Gläubiger gegenüber fast allen Ländern der Welt in der Aussenhandelsbilanz sind (ausser Nordkorea und ein paar Buschcountries), haben wir das Problem im eigenen Land. die einen haben die Ansprüche an die Volkswirtschaft (Vermögen) die anderen müssen diese bedienen. Die letzten Jahre der Risikominimierung für Vermögen (u.a. durch Deregulierung und festgezurrter Inflationsrate)haben zu enormen Verzerrungen zwichen Realsirtschaft und dem ZinsesZins geführt.
Mit anderen Worten alle nicht materiellen Vermögenswerte sind gefährdet. So leider auch die finanzielle Altersvorsorge, die von den letzten Regierungen so schön besungen wurde. Den rein mathemantisch gesehen ist Riester was fürs Klo und kann volkswirtschaftlich nicht funktionieren.

Schulden sowie Vermögen haben nur einen gegenwärtigen Bestand und wird nur durch Verträge und Gesetze zukünftig besichert.
Aber Verträge und Gesetze können ja leicht geändert werden!

Jörg

Campoverde am 28 Apr 2009 19:24:03

Hallo,

wie war noch das Thema?????????????



Heinz - Campoverde

picteur am 28 Apr 2009 19:36:19

Finanzkrise - beim WoMo-Vermieter :)

wolfherm am 28 Apr 2009 20:34:13

Hau den Banker duck und weg

akojah am 29 Apr 2009 01:29:29

Klar, Ihr habt recht. Da stimmte wohl die ganze Planung nicht. Mein erster Post zu dem Thema kam kurz nachdem ich von der Insolvenz gelesen habe. Da ich Mieter war, hat mich das schon sehr getroffen. Ich habe mal in meinen Unterlagen gekramt, und meinen Mietvertrag gefunden. Es ist die laufende Nummer 7. Abgeschlosen im Mai 2008. Das Geschäft ist angelaufen im Februar 2008 mit wie schon geschrieben 6 nagelneuen Eura Terrestra ( Teilintegriert und Alkoven mit verschiedenen Grundrissen). Der Listenpreis mit Sonderausstattung für alle Fahrzeuge beträgt lt. Webseite des Vermietres ca. 380.000 Euro. Da müssen die Womos schon fast jeden Tag unterwegs sein, um Geld zu verdienen. Anfangs standen aber fast immer min. 4-5 Autos rum ( auch zur Hauptreisezeit ). Die Autos stehen jetzt zum Verkauf. Bei 3 wird auch der Km-Stand angezeigt ( keiner über 6500 km ). Wir sind mit unserem in einer Woche alleine 1500 km gefahren. Das Ding ist alo wirklich voll in die Hose gegangen. Da hätte auch ein weiterer Dispo nicht mehr geholfen.............
oder ohne die augenblickliche Krise vielleicht doch? Ich persönlich finde es immer noch traurig, denn er war auf jeden Fall mit Herzblut dabei.

aus Köln
hajo

Tipsel am 29 Apr 2009 02:04:03

Ich hab ja von der Wirtschaftlichkeit der Vemietung keine Ahnung, aber kann berichten, dass bei unserem Händler sehr viele Womos zur Vermietung stehen, ADAC ist wohl auch mit beteiligt, und diese Womos nach ner gewissen Zeit abverkauft werden.

Dies beobachte ich seit Jahren, und es funktioniert scheinbar.

Wenn ich aber nur 4-5 Mobile vermieten kann, kommt der 6. Interessent nicht nochmal zu mir, weil ich ihn ja nicht bedienen konnte. Sommerferien sind halt mal nur 6 Wochen, und alle wollen zu dieser Zeit haben. Da braucht man mehr Fahrzeuge, und vor allem Auswahl.

Die Masse machts scheinbar. Und die Masse wird auch hinterher abverkauft, waren eine Saison in der Vermietung und haben ihr Geld verdient - und der Schneeball rollt.

Große Menge Neufahrzeugabnahme mit besseren Konditionen vom Werk usw.

Hinzu kommt, dass man dort auch sofort ein Neufahrzeug haben kann, ohne Wartezeit, also das Auto mit unterschiedlicher Ausstattung steht bereits auf dem Hof und man muss nicht monatelang auf die Produktion warten. Dieses Fahrzeug meiner Begierde geht halt nicht in die Vermietung sondern wird meins.

Da kann ein kleiner Vermieter mit 4-5 Fahrzeugen nicht mithalten, denn wenn ich so knapp rechnen muss, weil ein Mietwagen recht lange Zeit -also ständig - unterwegs sein muss, dass es sich lohnt, und ein Großer genau die passenden Womos zur Auswahl hat....

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