frankiafred am 27 Apr 2009 19:36:09 Moin,
angeregt durch das Thema "Reifenplatzer" erinnerte ich mich mal wieder an eine Technik,die ich gern in meinem Wohnmobil hätte.Gemeint ist die Hydropneumatik.Ich finde diese Technik ist geradezu prädestiniert für die Verwendung in Womos.Sehr guter Komfort in Verbindung mit sehr sicheren Fahreigenschaften,vollautomatischer Niveauausgleich (der auch nach 300000 Kilometern noch funktioniert),höhenverstellbares Fahrwerk (in Niedriegstellung kann man sich wegen "null Federweg" wahrscheilich Stützen sparen).Optimal wäre die Zentralhydraulik älterer Citroenmodelle.Warum es so etwas nicht zu kaufen gibt ist mir schleierhaft.Wahrscheinlich etwas zu teuer und vom Kunden nicht gewünscht.Würde mich interessieren was ihr so vermisst auf den Markt :?:
Fred
frankiafred am 27 Apr 2009 19:38:21 soll natürlich "auf dem Markt" heißen (und Wahrscheinlich) - blöde Tastatur
Randyandy01 am 27 Apr 2009 19:51:18 Ops, hydropneumatische Federung, ja war ne tolle Erfindung für den Fahrer, aber wehe du musstes dran arbeiten, und halt teure Technik......... nur in Zeiten der Luftfederung etwas überholt...........
Hydraulikstützen mit automatischen oder manuellen Niveauausgleich ab Werk
zum günstigen Preis, kein Kurbeln mehr oder arbeiten mit Wagenhebern........
Gast am 27 Apr 2009 20:22:50 Hydropneumatik (z.B. von Citroen) war eine super Sache. Allerdings oft defekt und von den Komponenten sehr teuer. Auf ein noch schwereres Fahrzeug übertragen hieße das: noch höhere Kosten.
Mercedes hat mit dem aktiven Fahrwerk vor einigen Jahren ordentlich Schiffbruch erlitten....
Sinnvolle Alternative ist die Voll-Luftfederung, aber selbst hier sind die Kosten erschreckend. Bei einem 150 000 € Fahrzeug vielleicht ein kleiner Aufpreis; in der 50 000 € Klasse vermutlich unattraktiv.
Und ein Absenken des Fahrzeugs "auf Block" bringt zwar Ruhe in den Aufbau, kann aber dann keinen unebenen Stellplatz ausgleichen.
Also doch wieder der Ruf nach Hydraulik-Stützen. Neben (erheblicher) Reduzierung der Bodenfreiheit müssen auch hier die hohen Kosten und bei kleineren Fahrzeugen auch das Mehrgewicht sowie der benötigte Platz für die Komponenten berücksichtigt werden.
Alles Nachteile, die ich nicht unbedingt in Kauf nehmen würde....
Aber: des Menschen Wille ist sein Himmelreich. Und der Zubehörmarkt gibt wirklich sehr viel her!
Viele ,
westy75
frankiafred am 27 Apr 2009 23:24:19 Moin,
man kann ja einige Argumente gegen die Hydropneumatik vorbringen - nur,daß die Hydropneumatik unzuverlässig sein soll ist gelinde gesagt einfach nicht Wahr.Es handelt sich hier um ein viele Millionen mal gebautes System,daß WESENTLICH zuverlässiger arbeitet als eine Luftfederung (das ist ja gerade ein Vorteil des Systems).Im übrigen gibt es die Hydropneumatik nach wie vor im C5 und C6.Kaum eine Fahrzeuggattung scheint mir geeigneter als Wohnmobile um die Vorteile des Systems zur Geltung zu bringen.Höhere Lasten z.B. dürften überhaupt kein Problem sein (hat in Frankreich einen Spezialhersteller gegeben,der viele Fahrzeuge für Sonderzwecke gebaut hat - man denke an die legendären CX-dreiachser Zeitungstransporter).Es gab sogar Campingfahrzeuge (leider lange her und etxtrem selten :( ).Also,daß die Hydropneumatik oft defekt ist stimmt nicht.Das speziell unter den Wohnmobilbauern der Mut zu anderen (vielleicht besseren) Lösungen fehlt - schon eher (dann doch noch lieber ein noch aufwendiger beleuchtetes Vitrinchen :D ).Mercedes ist in Sachen Hydropneumatik (die es dort gab) natürlich nicht das Maß der Dinge.
Fred (der viele Jahre Hydropneumatikautos fuhr - ohne Probleme)
pacific03 am 28 Apr 2009 00:09:55 Muß auch mal sagen das die Hersteller WENIG inofativ sind. Wenn Ich mir einen PKW kaufe ist die Optionsliste bald nen Kilometer lang. Beim Womo muß ich alles nachträglich ein/anbauen lassen. Dabei stehen doch immer mehr Menschen darauf ein "Fertiges" Womo zu kaufen. Ich brauch keine Glasvitrine erst recht nicht beleuchtet. Aber warum muß ich meistens Parkpiepser und Kamera erst nachträglich anbauen, wo jeder zweite neue PKW sowas ab Werk hat ???
Gefallen würd mir zb.: Eine Kabelrolle Fest im/am Wagen zu haben. Selbst Staubsauger bringen das Kabel schon mit und brauchen nicht extra eine Kabeltrommel und nach Gebrauch per Knopfdruck wieder einziehn :D
Ne Federung die sich auf dem Stellplatz so niedrig wie möglich, aber stabil und grade ausrichtet währ auch was feines. Egal ob mit Luft, Öl oder Liebe ;-)
Dethleffsfahrer am 28 Apr 2009 06:33:26 Moin, bei meinem PKW sind spezielle Ventile in den Reifen.
Sollte der Reifendruck abgesunken sein zeigt der Wagen im Display
ein Warnzeichen mit Schriftzug Reifendruck. Ist ein Audi A6.
Funktioniert einwandfrei.
Gast am 28 Apr 2009 13:54:00 Das die Inovationen sich in Grenzen halten liegt eventuell daran, das Inovationen bei Einführung viel Geld kosten. Und gerade in Deutschland, wo es Tradition ist und war Inovationen weiterzuentwickeln und zu perfektionieren, ist kein Markt da. In Amerika war so ein Markt, aber nicht für unsere "kleinen" Basis-Fahrzeuge.Und die EU war auch nicht so der Bringer. Wenn immer weniger Leute immer mehr Geld haben und der Rest sehen kann wo er bleibt, bleiben eben auch Inovationen auf der Strecke.
Weil dann Inovationen teuer bleiben, weil sich kein Massenmarkt entwickeln kann, und die Leute mit dem vielen Geld froh darüber sind, weil sie sich dadurch von der Masse unterscheiden können.
Solange ein Schraubenvertreter zum mehrfachen Miliardär werden kann, und gleichzeitig sich Bildung und Leistung nicht mehr lohnt, solange wird es auch keine Durchdringung im Gesamtmarkt von neuen Inovationen geben. Da heißt es immer ältere Technik für die Masse und neue inovative Technik für Superreiche zum spielen.
Wenn sich das so weiterentwickelt, werden die meißten froh sein mit dem Fahrrad (ohne Schaltung, aber mit Rücktritt) und einem Zelt auf dem Gepäckträger unterwegs sein zu dürfen.
Nix is es dann mit einem Womo mit Solar-Brennstoffzellen-Antrieb, das auf Autobahnen selbsttätig fährt , das per Knopfdruck die gewünsche Stellplatzposition ausübt, wo kein Stromkabel mehr gezogen werden muss, wo eine Wärmepumpe statt Zusatz-Klima und Gas-Heizung gibt, wo man das Womo nach Bedarf auf-und ablasten und auch die Länge varieren kann.
Jörg
pilote600 am 28 Apr 2009 16:30:31 Hallo,
kurz auch etwas OT wie die letzten Beiträge: Wenn jemand durch eigene Händ Arbeit, dem Mut zum Risiko und Glück zum Millardär wird so ist das imho absolut ok, und dabei soielt es keine Rolle ob er nun schrauben verkauft oder MP3 Player. Soviel zum seitenhieb auf den Schraubenvertreter aus BW, der sich von seinem versteuertem Geld ein Boot gekauft hat (nicht von steuergeldern einen Geschäftsführer bezahlt).
Die Frage warum das aus der Zitrone bekannte und erforschte Fahrwerk heute kaum noch gebaut wird habe ich mir auch schon oft gestellt. Vermutlich liegt es halt doch an den Kosten der Komponeneten, denn wenn die mal defekt waren wurde es gleich richtig teuer.
Inovatin in Wohnmobilen???? Schaut euch doch mal eure Fahrzeuge an, und dann eines das 10 Jahre älter ist, ok, die Lampen sehen vieleicht schicker aus, und die Ploster sind vieleicht moderner, aber wo ist die Inovation??? im basisfahrzeug, da ja, moderne Motoren, Abgassystem, Airbag und und und, aber der Aufbau???? Noch heute so unsicher wie vor 30 Jahren, noch heute findet jeder in seinem Fahrzeug Dinge, die einem zeigen das die Entwickler nicht wissen was sie tun. Aber solange es nichts besseres gibt, wird eben das gekauft. Und solange noch jeder sagt ich fahre schon sounso lange die MArke xyz und bin zufrieden, warum soll denn dann jemand was neues entwickeln???
Aber genau da sind chanchen für den zubehör markt, seid kreativ und mutig. und vieleicht seid ihr ja in 10 Jahren auch Milliardär weil ihr eine tolle idee habt.
agu am 28 Apr 2009 17:33:34 pilote600 hat geschrieben:Die Frage warum das aus der Zitrone bekannte und erforschte Fahrwerk heute kaum noch gebaut wird habe ich mir auch schon oft gestellt. Vermutlich liegt es halt doch an den Kosten der Komponeneten, denn wenn die mal defekt waren wurde es gleich richtig teuer.
Ich hatte nach dem XM einen 5er BMW und der Fahrkomfort sowie Strassenlage waren mit herkömmlicher Technik einfach noch besser. Machmal ist die Weiterentwicklung der alten Technik auch ganz ordentlich.
frankiafred am 28 Apr 2009 22:34:38 Moin agu,
ich habe einige Jahre einen XM gefahren (hatte früher auch mal einen 5er BMW).Dein XM hat garantiert irgendeine Macke gehabt (bei XM gern mal die Elektronik des Fahrwerks).Der XM war das erste Serienauto mit einem "denkenden" Fahrwerk.Leider verdarben Elektronikmacken vielen nachhaltig den Spaß.Das größte Problem dürften die Werkstätten gewesen sein,die mit der Technik überfordert waren :( .So wurden kleinste Fehler aus unkenntnis der Mechaniker für den Kunden manchmal recht teuer.Ein oft vorkommender Fehler war das "dauerhartsein".Ein XM der in Ordnung ist,ist Fahrwerksmäßig einem 5er BMW deutlich überlegen - in jeder Beziehung.Der BMW gleicht mit dem angenehmeren Motor aus :) .Es gibt ein großes Citroen Forum,da kann man nachlesen wie man dem XM seine Mängel (meist kostengünstig) austreiben kann.
Fred
Gast am 29 Apr 2009 09:29:02 pilote600 hat geschrieben:Hallo,
kurz auch etwas OT wie die letzten Beiträge: Wenn jemand durch eigene Händ Arbeit, dem Mut zum Risiko und Glück zum Millardär wird so ist das imho absolut ok, und dabei soielt es keine Rolle ob er nun schrauben verkauft oder MP3 Player. Soviel zum seitenhieb auf den Schraubenvertreter aus BW, der sich von seinem versteuertem Geld ein Boot gekauft hat (nicht von steuergeldern einen Geschäftsführer bezahlt).
Hallo pilote600,
hier ging es nicht um Neid! Wobei man auch neidisch sein könnte.
Auch steht nicht das Leistungsprinzip (Mut, Arbeit und evtl Glück) zur Disposition sonder eher das Gegenteil. Die heutigen Miliardäre haben ihren Aufstieg in einer Zeit beginnen und starten können wo eben mehr offen war als heute. Das heißt Chancengleichheit, Soziale Schere, Löhn für echte Arbeit sahen da noch anders aus als heute.
Ich bin nicht der Verfechter das früher alles besser war, aber die Entwicklung der letzten 25 Jahre zeigt nicht gerade eine gute Entwicklung für alle Mitglieder der Gesellschaft. U.a. z.B. das Nettorealeinkommen aller in Deutschland lebenden ist heute auf den quantiativen Stand der 70-er Jahre. Aber im Durchschnitt bin ich und Bill Gates Milliardär. Die Stärke einer Volkswirtschaft und Ihre Inovativfähigkeit begründet sich in erster Linie auf Ihren Binnenmarkt. D.h. geringer Binnenmarkt führt zu geringerer Inovativkraft und das führt zum Nachfragerückgang aus dem Ausland sprich Export.
Machtkonzentration haben noch nie dazu beitgetragen eine Gesellschaft und das Wohl aller zu verbessern. Und mit Miliarden habe ich ziemlich viel Macht und eine große Lobby.
Hier stellt sich dann die Frage wo sich zukünftig noch Unterschiede zwichen einem Drogenbaron aus Kolumbien und einem durchschnittlichen westlichen Miliardär befinden.
Nicht ohne Grund ist das Land mit den meisten historischen Technik-Inovationen Frankreich. Das Land wo die heutige Demokratie seinen Ursprung hatte.
So das war genug OT für heute.
Jörg
jakeomat am 29 Apr 2009 11:35:05 frankiafred hat geschrieben:Moin agu, ich habe einige Jahre einen XM gefahren (hatte früher auch mal einen 5er BMW).Dein XM hat garantiert irgendeine Macke gehabt (bei XM gern mal die Elektronik des Fahrwerks).Der XM war das erste Serienauto mit einem "denkenden" Fahrwerk.Leider verdarben Elektronikmacken vielen nachhaltig den Spaß.Das größte Problem dürften die Werkstätten gewesen sein,die mit der Technik überfordert waren :( .So wurden kleinste Fehler aus unkenntnis der Mechaniker für den Kunden manchmal recht teuer.Ein oft vorkommender Fehler war das "dauerhartsein".Ein XM der in Ordnung ist,ist Fahrwerksmäßig einem 5er BMW deutlich überlegen - in jeder Beziehung.Der BMW gleicht mit dem angenehmeren Motor aus :) .Es gibt ein großes Citroen Forum,da kann man nachlesen wie man dem XM seine Mängel (meist kostengünstig) austreiben kann. Fred
Und dass sich Citroen nicht ausgeruht hat, sondern die Entwicklung perfektioniert hat, zeigt mir jeden Tag mein C6 :D Zwei Jahre und 50.000km ohne einen Mangel, das Fahrwerk ist ein absoluter Traum! (Z.B. hab ich erst im Womo gemerkt, dass der Belag im Pfändertunnel eine einzige Buckelpiste ist, im C6 ist nix zu spüren oder zu hören...)
Für ein HP-Fahrwerk im Womo würd ich sofort 5000 Aufpreis zahlen,allein schon durch den vollautomatischen Ausgleich der sich ständig ändernden Belastung durch die Zuladung z.B. bei den Wassertanks... Dann lieber auf anderen Schnickschnack verzichtet!
Jake
WomoKindi am 29 Apr 2009 11:57:54 Hallo Jake
:daumen2:
WomoKindi am 29 Apr 2009 12:12:43 frankiafred hat geschrieben:Das größte Problem dürften die Werkstätten gewesen sein,die mit der Technik überfordert waren :(
Ja leider,
wobei dieses auch Besitzer anderer Marken immer wieder zu spüren bekommen, sobald es um neue Technik geht, auch Heute noch.
Dank unserem Marketing und Presse wurde das aber (fast) immer zu Gunsten deutscher Autos ausgeschlachtet.
ha-gu am 30 Apr 2009 09:41:36 cojo hat geschrieben:Das Land wo die heutige Demokratie seinen Ursprung hatte.
Uups, war das nicht Griechenland in der Antike .... ??
Hab ' ich jedenfalls mal so gelernt ....
agu am 30 Apr 2009 10:15:47 Der zweite Anlauf zur Demokratie war die Französische Revolution.
Die Idee ist aber sicherlich aus Griechenland.
macagi am 03 Mai 2009 18:40:59 dieses Womo:
Link zum eBay Artikel
scheint so was ähnliches zu haben.
Gute Idee, möchte ich auch gerne haben......
Gast am 04 Mai 2009 09:20:57 ha-gu hat geschrieben:cojo hat geschrieben:Das Land wo die heutige Demokratie seinen Ursprung hatte.
Uups, war das nicht Griechenland in der Antike .... ?? Hab ' ich jedenfalls mal so gelernt ....
Hallo ha-gu,
richtig, aber die "heutige" Demokratie unterscheidet sich im wesentlichen von der alten griechischen der Antike. Ein wesentlicher Punkt ist der Gleichstellungsgrundsatz :!:
Aber auch das anike Griechenland zeigt uns, das Demokratie gleich Inovationsfähigkeit bedeutet. D.h. in autokraten/diktatorischen Systemen/ Unternehmen werden Inovationen be-und verhindert.
Oder anders: Mitbestimmung und daraus resultierende Rechte, fördern die Zukunftfähigekeit von Staaten wie Unternehmen um ein vielfaches mehr als einzelne Kundenbedürfnisse. Zumal Bedürfnisse oder die Nachfrage nach Neuerungen erst entstehen, wenn diese bekannt und erkannt werden.
Also erst die Inovation dann die Bedürfnisse.
Weil sich unsere Wirtschaft durch mächige Lobbyisten immer weiter von der allgemeinen Mitbestimmung (wieder) verabschiedet , liegt die Inovationsfreude in der Tonne.
Das zu Inovation und Demokratie.
Jörg
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