vadda am 19 Jul 2009 18:14:52 Hallo miteinander,
jetzt soll der Start sein für einen Bericht über unseren diesjährigen Aufenthalt auf der Insel Hvar. Neben einigen Ausführungen zu Stari Grad, dem Poeten Petar Hektorović nebst seinem Haus wollen wir in erster Linie über die Stari Grad-Ebene berichten einschließlich eines Fahrrad-Routenvorschlages durch dieselbige.
Die Anfahrt über die A1 und dann die Küstenstraße
Der Leuchturm von Sučuraj, wir sind wieder auf Hvar!

vadda am 19 Jul 2009 18:26:59 Nachdem wir im vergangenen Jahr (siehe unser Bericht über die Insel Hvar --> Link mehrfach durch die Stari Grad-Ebene gefahren sind, ohne zu wissen, dass diese mittlerweile zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, stand die Erkundung der Ebene jetzt auf dem Plan.
In den ersten Tagen hielt uns jedoch die Bura auf dem Campingplatz, so dass nach unserer Tour durch den Naturpark Lonjsko Polje
--> Link zunächst Erholung angesagt war.
„Unser“ Campingplatz
Ich hab´s mir nicht nehmen lassen (waren nur ein paar Hautabschürfungen)
Abendstimmung
Unsere regelmäßige Frühstücksgäste...
...darunter zwei Turteltauben...
...eine davon scheint sehr belesen zu sein.

vadda am 19 Jul 2009 18:37:37 Surfer vor der Kulisse des Biokovo Gebirges
Vor dem Pfingstgottesdienst in der Pfarrkirche Sv. Lovrinac
Das große, mehrteilige Gemälde des Hochaltars, auf dem der hl. Laurentius, Johannes der Täufer und der hl. Nikolaus (mein Namensgeber) dargestellt sind, wurde vermutlich aus der Festungskirche Sv. Marija ausgelagert und hierher verbracht. Es wird spekuliert, dass es ein Werk von Tizian oder von Paolo Veronese sei.
Auf Nachfrage bei der Rezeption des Campingplatzes, ob Infomaterial über die Stari Grad-Ebene vorhanden sei, hat man uns an das Touristen-Center in Vrboska oder Jelsa verwiesen.
Der schöne Weg entlang der Küste über Vrboska nach Jelsa
Unterwegs eine „dalmatinische Landschildkröte“ ((Testudo hermanni hercegovinensis) vermuten wir)), eine Unterart der griechischen Landschildkröte
Ich durfte mir niemanden angeln, hatte ja Bergziege dabei (hat sie das Schild aufgestellt?)
Aber auch dort kein Informationsmaterial, wir wurden nach Stari Grad verwiesen.
brutus68 am 19 Jul 2009 18:38:26 phantastische bilder :zustimm:
vadda am 19 Jul 2009 18:44:04 Also entgegengesetzte Richtung, die wir am nächsten Tag in Angriff nahmen. Ich weiß nicht mehr, wie viele Stunden wir für die rd. 5 km auf der alten Straße durch die Stari Grad-Ebene gebraucht haben, es waren auf jeden Fall viele. Ständig runter vom Fahrrad, Knipse raus, Foto schießen, rauf aufs Rad, 5 m weiterfahren und wieder von vorne: runter vom Rad, Knipse raus, …
Fast schnurgerade die alte Straße...
...daneben Gemüseanbau, ...
...Feigen (die wollen noch welche werden), ...
...Oliven (zumindest der Fruchtansatz) ...
... und natürlich Wein.

vadda am 19 Jul 2009 18:52:06
vadda am 19 Jul 2009 18:58:45
vadda am 19 Jul 2009 19:08:35 Angekommen in Stari Grad
Bereits in der Prähistorie war das heutige Stari Grad (Alte Stadt) von Illyrern besiedelt, die Anfang des 4. Jahrhunderts v. Chr. mit griechischen Kolonisten um die Vorherrschaft kämpften. Im Sommer des Jahres 384 v. Chr. gründeten die griechischen Kolonisten die Stadt Pharos. Sie wurde mit etwa 100 Familien von der Insel Paros aus dem ägäischen Meer besiedelt.
Im Laufe der Geschichte trug die Stadt durch wechselnde Vorherrschaften mehrere Namen, z. B. ΦAPOΣ (FAROS) unter den Griechen, Civitas Vetus unter den Römern.
Hier ergatterten wir eine kleine Broschüre über das UNESCO-Welterbe in englischer Sprache.
Bevor wir uns wieder dorthin auf den Weg machten, besuchten wir zunächst das im 16. Jahrhundert erbaute Haus des Poeten und Universalgelehrten Petar Hektorović, dessen wichtigstes Werk 1568 erschienen ist: Ribanje i ribarsko prigovaranje (dt. „Fischerei und die Dialoge von Fischern“). Es versucht die Dialoge von Fischern in ihrer Alltagssprache darzustellen. Das war auch der Anlass dafür, ein einziges Mal in seinem Leben die Insel Hvar zu verlassen – für drei Tage in einem Fischerboot!
Das Haus wurde als Festung gebaut, in der die Stadtbewohner im Fall einer türkischen Invasion Zuflucht finden konnten.
Dass dieser Mann Humor hatte, zeugt die in der Vorhalle seines nach seinen Wünschen erbauten Hauses errichtete Bedürfnisanstalt (auf gut deutsch: „Klo“), über der er die Inschrift meißeln ließ: SI TE NOSTI CUR SUPERBIS (wenn du siehst wer du bist, warum bist du so eitel).
Der ummauerte Garten mit seinem Fischteich...
...ist ein wunderbarer Ort, um in Ruhe die zahlreichen lateinischen Inschriften zu studieren.
Wie z. B. an der Südseite des Fischteiches: RESPICE QUOD SALVANT NEC OPES NEC GLORIA MUNDI NON DECOR AUT AETAS MORS QUIA CUNCIA RAPIT (Denke daran, dass uns weder Reichtum noch Weltruhm, weder Schönheit noch Jugend retten können, denn der Tod raubt alles).
Das hat uns schon sehr beeindruckt.
Hier noch einige Bilder aus dem Garten
Kindskopfgroße Blüten (keine Ahnung, was für ein Baum)
Zu guter letzt noch eine Inschrift an der Außenseite (westseite gegenüber der Post) des Gebäudes:
HEU FUGIUNT FLUXU NON REDEUNTE DIES (Oh, weh, wie auf Nimmerwiedersehen die Tage dahinfliehen). Der Petar Hektorović hat hoffentlich nicht dabei an unseren Urlaub gedacht.
vadda am 19 Jul 2009 19:15:27 Auf dem Rückweg nach Vrboska, für heute war es für eine große Tour durch die Stari Grad-Ebene zu spät, musste Bergziege noch Nahrung zu sich führen – Maulbeeren.
Natürlich stellt sich die Frage: Raub oder Mundraub?
Der Friedhof vor Vrboska
Der Tag geht zur Neige...
... und in den nächsten Tagen geht es weiter mit einem Radtourenvorschlag durch die Stari Grad-Ebene, war für uns eine ganz tolle Sache.
Also bis denne...
brutus68 am 19 Jul 2009 19:23:46 was habt ihr denn für eine kamera benutzt?
andyzz5 am 19 Jul 2009 21:13:34 8) Hallo vadda!
Einfach nur schön! Nein nicht nur schön. Da hast Du einige weise Sprüche entdeckt. Ein wahres Kleinod. Also ehrlich, wir währen wohl daren vorbei gewandert, ohne den Sinn zu erfassen. ( Latein ist schon ein wenig her und war nicht so geliebt; nur Mittel zum Zweck fürs Studium)
Ja super Bilder! Und der Surfer. :D In knapp 5 Wochen gehts los. Hvar wir kommen! Das lassen wir uns nicht entgehen. Danke für den wieder sehr gelungenen Bericht. Da kommt bestimmt noch mehr!?!
Das Womo ist schon fast reisefertig. Ein paar Testwochenenden noch mit dem Neuen und dann gehts auf die "große Fahrt". :)
Einen schönen Abend noch!
von Annett, die auf Arbeit sitzt :? und eben mal ins Netz schaute!
vadda am 19 Jul 2009 23:40:03 @ Brutus
Die Kamera ist nichts besonderes, eine Nikon D70s, aber Dank für deinen Kommentar
@ andyzz5
Na mit dem Latein ist es gar nicht so weit her, meine Lehrer verteilten mir Noten zwischen 5 und 6 (war mal besser, wenn ich vorher gelernt hatte).
Das Lernen war aber Anfang der 70ger nicht so populär, es gab Wichtigeres. Meine Übersetzungen beziehe ich aus einem kleinen Faltblatt, dass ich am Eingang des Hauses erhalten habe :D .
Natürlich geht es mit dem Bericht in den nächsten Tagen noch weiter, wenn ihr Bike-Touren mögt, interessiert es euch bestimmt.
Fahrt jetzt euer neues Womo ein (Glückwunsch dazu) und geniesst dann Hvar -und wie gesagt - ein Karlovačko für mich.
an Annett, die soll nicht so viel arbeiten.
Hier noch ein kleines Bonbon für euch...
funktioniert jetzt leider nich, Magix hat heute ´ne unendlich lange Leitung
...kommt dann morgen.
Tipsel am 19 Jul 2009 23:53:12 Traumhafte Bilder
:daumen2:
uschi-s am 19 Jul 2009 23:56:35 Wie auch die anderen Berichte super! Ich hoffe, es kommt noch mehr.
vadda am 20 Jul 2009 13:46:57 @ andyzz5 und Annett
hier nun das Foto, der Junge war stundenlang draussen auf seinem Brett, bei heftigem, böigem Wind - Kondition und Kraft ohne Ende. :respekt:
Morgen geht es weiter mit dem Bericht.
Beduin am 20 Jul 2009 17:51:12 Jep. machste gut, Bilder und Bericht :!:
Harry13 am 20 Jul 2009 19:10:24 Hallo Klaus,
kannste mir mal verraten wie du die Bilder einstellst? Wollte meinen Reisebericht einstellen bekomme aber die Bilder nicht mehr so rein wie ich das will. Mal sind die zu Klein mal zu Groß. Habe die vorher mit einem Pro. eingestellt aber das geht wohl nicht mehr.
LG
Horst
vadda am 20 Jul 2009 21:52:16 Ich danke die, Beduin,
wenn man ein Feedback bekommt, macht das Berichten auch richtig Spaß!
@ Horst, wirst morgen eine PM bekommen.
Alles Gute
Klaus
vadda am 21 Jul 2009 10:46:17 Wie versprochen, heute weiter...
Vor einem Jahr wurde die fruchtbare Ebene zwischen Vrboska und Starigrad auf der Insel Hvar zum 7. kroatischen UNESCO Welterbe ernannt.
Die Stari Grad-Ebene ist die größte und fruchtbarste ihrer Art, die es auf einer Insel in der Adria gibt.
Sie erstreckt sich zwischen Vrboska und Stari Grad und wird von einer alten, nur teilweise asphaltierten Straße, einer neuen Umgehungsstraße und zahlreichen Wegen und Pfaden durchzogen.
Ihre Parzellierung ist noch weitgehend dieselbe, wie sie vor rund 2400 Jahren von den Griechen vorgenommen wurde. Das ist der wichtigste Grund für die Wahl zum UNESCO Weltkulturerbe.
Als die Griechen ca 384 v.Chr. in die schmale, geschützte Bucht des heutigen Stari Grad kamen und dort ihre Stadt Pharos gründeten, erkannten sie wohl den Wert dieser großen, außerordentlich fruchtbaren Ebene mit ihrer roten Erde.
Seit 2400 Jahren werden hauptsächlich Wein und Oliven angebaut.
Die Griechen teilten die ganze Ebene in geometrische Flächen, Chora genannt.
Das griechische Katastersystem umfasste 75 große Flächen ( 181x905 Meter), die wiederum in 5 kleine, meist quadratische Flächen von 181 x181 Meter eingeteilt wurden.
Die einzelnen Parzellen wurden von Trockensteinmauern umgeben – noch heute werden sie gepflegt und so sind sie in den vielen Jahrhunderten teilweise zu beachtlich hohen und breiten Mauern angewachsen.
Die Ebene in der Inselmitte hatte unter wechselnden Herrschaften verschiedene Namen:
χώρα Φapou (chora faros?) unter den Griechen, Ager Pharensis unter den Römern, im Mittelalter Campus Sancti Stephanie und heute Stari Grad-Polje (Stari Grad-Ebene).
Wir wollen euch hier den Radweg ager vorstellen:
Der Rundweg ist ausgehend vom Touristenbüro Stari Grad rd. 11,5 km lang mit einem Höhenunterschied von 62 m, daher wohl auch für jeden geeignet – vorausgesetzt man scheut keine Schotterpisten. Seit der Antike haben viele Generationen von Inselbewohnern in dieser Ebene ihre Spuren hinterlassen.
Eine kleine Übersicht (techn. Zeichner wäre für mich der falsche Job)
Der Weg führt zunächst auf der alten Straße, die die Ebene teilt vorbei an der Kapelle Unserer Lieben Frau (Sv. Gospojica).
Etwa 600 m hinter der Kapelle geht es bei einem kleinen Hinweisschild Kupinovnik rechts ab Richtung Süden. Nach dem Überqueren der Hauptstraße...
..sieht man nach wenigen Metern auf der rechten Seite wieder diesen Hinweis. Per pedes geht es weiter: uralte Olivenbäume rechts im Feld...
...und einen Feigenbaum, der aus der Mauer herauswächst.

vadda am 21 Jul 2009 10:50:18 Olivenbäume, zumindest die wilden, waren auf der Insel schon vor der Ankunft der Griechen heimisch, aber dann erst wurde dieser langlebige und „bescheidene“ Baum in Gärten kultiviert. Verwendet wurden die Oliven zur Speise - frisch oder gesalzen -, zur Öl-, Seife-, Duft- und Arzneimittelproduktion sowie als Brennstoff für Öllampen. Traditionell ist das mit Ausnahme des Brennstoffes bis heute geblieben.
Die älteste und die häufigste Olivensorte auf der Insel sind "oblica" - die große, runde Olive, die kleine "drobnica" ("droban" = klein auf Kroatisch) und die "Levantinka" , deren Name von „levant“ stammt (Levant = Griechenland und der Nahe Osten).
In den letzten Jahren sind viele alte Olivengärten erneuert worden, und neue Olivenbäume wurden gepflanzt. Die Insel Hvar zählt heute ungefähr 140.000 Olivenbäume und es gibt vier alte und drei kürzlich eröffnete, moderne Ölmühlen.
„Spaß inne Backen“
Kurz danach der geologische Fundort Kupinovik. Dort kann man die gut erhaltenen römischen Mauern und Pressen besichtigen, die zur Zeit der Römer zur Öl- und Weinherstellung verwendet wurden. Das Grabmal von Komon bestätigt die Annahme, dass die alten Römer ihre Landhäuser (villae rusticae) auf griechischen Fundamenten erbaut hatten.

vadda am 21 Jul 2009 10:54:58
vadda am 21 Jul 2009 11:00:46 Etwas bergauf erreichen wir die Kapelle des Hl. Michael (Sv. Mihovil), wo sich die schönste Aussicht über die Stari Grad-Ebene bietet.
Der Wein wird in den Tälern maschinell, an den Hängen und in kleineren Parzellen manuell kultiviert. Hierzu wird die spezielle Hacke trozub verwandt, die wir aber leider nicht entdeckt haben.
In den allgegenwärtigen Weingärten wird der Bogdanusa, der einen aromatischen, etwas herben Weißwein ergibt, angebaut sowie der prc, eine ausgesprochen süße Muskateller-Sorte. Als dritte einheimische Sorte gilt der heute eher seltene schwarze drnekusa, ein Sherry-ähnlicher Dessertwein (so viel von mir als eingefleischter Biertrinker, Wein macht mich immer so „ösig“)

vadda am 21 Jul 2009 11:12:15
vadda am 21 Jul 2009 11:16:45 Am „Nabel“ angekommen (ständig runter vom Fahrrad, Knipse raus, Foto schießen, rauf aufs Rad, 5 m weiterfahren und wieder von vorne: runter vom Rad, Knipse raus, …, kennt ihr ja schon) dürstete es mich und wir beschlossen, die Tour in die nördlichen Gefilde am nächsten Tag fortzusetzen.
Ein Schmetterling mit Geschmack (aber Bergziege hatte schon ausgetrunken)
Und am Abend ein Himmelsspektakel...
Genug für heute; ich hoffe, dass ich euch morgen dann den letzten Teil präsentieren kann.
Also bis dann...
andyzz5 am 21 Jul 2009 22:07:56 Hallo Klaus!
Danke für das spezielle Foto. Und danke für die liebevoll ausgesuchten anderen Fotos. Auf Radtouren werden wir in diesem Jahr noch verzichten, da wir neben unserem Hobby Surfen in erster Linie noch Rücksicht auf unseren Robert (gerade 5 Jahre geworden) nehmen müssen. Mehr als 5-6 km am Stück sind mit dem Rad genug für ihn. Er ist auch lieber am Strand. Unsere Hündin hingegen würde sich so eine Tour nur selten entgehen lassen, aber sie liest nicht im Internet. Einen schönen Abend noch.
LG Annett
vadda am 22 Jul 2009 10:17:49 Auf zum letzten Teil...
Am nächsten Tage ging es also vom „Nabel“ aus Richtung Norden. Auf der rechten Seite nach einiger Zeit ein Neubau (?), an dem gerade die durchaus schön ins Landschaftsbild passende Fassade gestaltet wurde – hoffentlich gefährdet so etwas nicht den Status des UNESCO-Kulturerbes (siehe neue Elbbrücke in Dresden).
„Altbauten“ gab es auch
Nach knapp 2 km sieht man links auf dem Hügel Maslinovik (die Ruine eines Hauses aus dem 19. Jahrhundert). Ein Fußweg führt in etwa 10 Minuten hinauf und etwas oberhalb davon, auf 67 m Meereshöhe, finden sich die Reste altgriechischer Architektur und die Fundamente eines griechischen Wehrturms aus dem 4. Jahrhundert v. Chr.
Bergziege dachte schon an Weihnachten und plante das nächste Adventsgesteck (blieb natürlich da!).
Endlich entdeckten wir auch Rosmarin – wir hatten vorher schon Stöcke gesehen, aber die sahen aus wie dieses Jahr bei uns im Garten: verfroren (aber ich bin sowieso mehr für Thymian, beim Grillen auf die Holzkohle, das gibt ein Aroma!).

vadda am 22 Jul 2009 10:21:56 Nach ausgiebigem Kartenstudium ging es weiter...
... vorbei an herrlichen Lavendelfeldern.
Der im Juni/Juli purpurrot blühende Lavendel wird bei Tagesanbruch geerntet. Es bedarf eines großen Sackes voller Blüten, um einen Liter Öl durch den Destillationsprozess zu erhalten. Als im Anfang des 20. Jahrhunderts der Weinanbau durch Krankheitsbefall fast zum Erliegen kam, breitete sich der Lavendelanbau auf der Insel aus. Seine Hochzeit erreichte der Lavendelanbau in den siebziger Jahren und wurde da das Symbol der Insel Hvar. Danach, wegen häufiger Waldbrände und ungenügender Nachfrage nach Lavendel-Öl, wurden Lavendel-Plantagen in der Größe reduziert.
Dem wohlduftenden Hvar Honig von Bienen in traditionellen Terrakotta-Bienenkörben werden heilende Kräfte nachgesagt.
Der Stari Grad Honigkeks starogrojski paprenjok, eine Mischung aus Honig, Sherry, Olivenöl und Safran ist als kulturelles Erbe seit 2008 vom Ministerium der Kultur Kroatiens geschützt.

vadda am 22 Jul 2009 10:34:04 Hier kann weiter Richtung Norden zur Bucht Mandrač weiterfahren um sich zu erfrischen. Wollten wir auch, hatten aber wohl den falschen Weg eingeschlagen und als wir die Küste erreichten, traf uns fast der Schlag – hier standen bewohnte Häuser. Sauber war es auch nicht gerade, viel Plastikmüll wohl von den Schiffen aber Bergziege stört das nicht.
Im Hintergrund die Insel Brač
Schön war es doch.
Nachdem wir auf dem Rückweg den Hügel wieder erklommen hatten, ging es Richtung Flugplatz und zum Camp.
Das Gefühl, das wir auf den Wegen, die seit 24 Jahrhunderten die Menschen beschreiten, lässt sich nicht in Worte fassen oder in Bildern beschreiben – das kann man nur selbst erleben. Wir haben uns versprochen, wiederzukommen und uns nochmals mit den Hunderten Details zu beschäftigen, die unsere Fantasie stimulierten.
Pflege der deutsch-kroatischen Freundschaft
„Oh, weh, wie auf Nimmerwiedersehen die Tage dahinfliehen“, Petar Hektorović hatte doch Recht.
Ja, er ist vorbei - unser Urlaub. Wir hoffen, dass wir euch die Insel Hvar mit dem UNESCO-Welterbe etwas näher gebracht haben, vielleicht kommt mancher ja auch auf den Geschmack.
PS: Nicht, dass jetzt einer glaubt, diese Tour wäre „auf unserem Mist gewachsen“ – nein, diese und andere Touren findet ihr im Prospekt „Stari Grad Pharos 384. v. Ch.“, das wir auf Nachfrage von der Kroatischen Zentrale für Tourismus in Frankfurt erhalten haben.
Schnecke am 22 Jul 2009 12:17:53 Hallo Klaus!
Dass ich Kroatienfan bin, das weißt Du. Auch dass ich die Insel Hvar liebe (wir haben sie ja auch im Mai von Ost nach West mit dem Womo bereist)
Aber was Du hier als Reisebericht vorlegst, übertrifft das meiste, was ich bisher gesehen habe!
Danke für die viele, viele Arbeit, die Du Dir mit der Bearbeitung der RAW Bilder gemacht hast.
Die Qualität ist außerordentlich gut - Urlaubsfeeling ( und Sehnsucht nach Süddalmatien) werden wach.
Lieben ,
Schnecke
Beduin am 22 Jul 2009 16:00:34 Jep, wirklich ganz klasse.
Ich mag das sehr wenn auch ein bisschen vom "drumrum" erzählt wird und wir-ich was lerenen kann.
Wird gut sein wenn ihr bald wieder fort kommt :) und wir in den Genuss eines weiteren Berichtes kommen.
vadda am 22 Jul 2009 23:30:52 Beduin hat geschrieben:Jep, wirklich ganz klasse. Ich mag das sehr wenn auch ein bisschen vom "drumrum" erzählt wird und wir-ich was lerenen kann. Wird gut sein wenn ihr bald wieder fort kommt :) und wir in den Genuss eines weiteren Berichtes kommen.
Danke Beduin,
es kommt mir oft so vor, dass viele "Wohnmobilisten" einfach nur "drumrum" (um ihr Wohnmobil) laufen und somit die Schönheiten einige Meter weiter gar nicht wahrnehmen können. Unsere Berichte könnten vielleicht ein Anreiz sein, einige Meter weiter zu laufen (ist das jetzt Ironie, Sarkasmus oder Realität? :nixweiss: )
@ Schnecke, über die Fotos müssen wir an anderer Stelle noch einmal kommunizieren, aber vorerst ein herzliches "DANKE"
czenn am 23 Jul 2009 21:03:35 Deine Schwester ist von den Fotos beindruckt. Ich natürlich nicht minder. Besonders schön ist das Foto vom Sonnenuntergang, tolle Uhr!
:blume:
Viele in Richtung King Lui!
:ironie:
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