eismarie am 13 Sep 2009 08:47:59 Hallo liebes WoMo Forum,
ich bin neu hier und habe gleich ein nicht so tolles Anliegen.
Wir waren jetzt lange auf der Such nach einem größeren Mobil in dem 8 Personen mitfahren können. Da unser Budget begrenzt war und wir auch bei der Zuladung mit 8 Personen schnell an der Grenze waren, war die Auswahl gering.
Das Objekt der Begierde war ein Mobilvetta Icaro auf Ivecobasis. Lt Besitzt in gutem Zustand ohne wirklich Mängel. Bei der intensiven Besichtigung stellten sich feuchte Bereich im Heck des Fahrzeuges heraus. Vielleicht hätten wir an dieser Stelle den Kauf abbrechen sollen, aber ansonsten entsprach das Mobil genau unseren Vorstellungen. Nachdem der Verkäufer mit dem Preis um 35% herunterging kauften wir uns das feuchte Biotop.
Gestern fingen wir an zu Zerlegen. Der Feuchteschaden fängt im Heck an und geht wohl ca. 1-1,5m ins Fahrzeug. Wir bauen jetzt gerade die Innen ausstattung heraus. Bad ist schon demontiert.
Zum Glück können wir auf eine professionelle Werkstatt zugreifen, haben 2 Kfz Meister und einen Hobbyschreiner zum reparieren, am handwerklichen Geschick wirds also nicht scheitern.
Habe mich schon ein bißchen eingelesen im Bezug Wasserschaden. Wenn ich richtig verstehe läuft ringsum ein durchgehendes Kantholz, dieses ist bei uns nicht mehr existent. Wir werden es wieder ansetzten und mit dem gesunden Material verbinden. Ansonsten soll man wohl möglichst auf unterschiedlicher Höhe gesundes Material stehen lassen und mit Wasserfestem Kleber eine neue Verbindung schaffen. Kann man eigentlich wasserfeste Siebdruckplatte statt Sperrholz einsetzten?
Noch unklar ist uns die Ursache, kann es durch Spritzwasser von unten kommen? Bei uns kommt noch eine undichte Wasserleitung im Bad in Frage. Wir werden heute noch mal alle möglichen Öffnungen in der Außenhaut prüfen ob die Ursache sein könnten.
Da das Badezimmer sowieso zerlegt ist, würden wir gern ein neues einbauen. Wo könnten wir denn passenden Ersatz bekommen? Nur bei Mobilvetta oder gibt es noch andere Möglichkeiten die auf hineinpassen.
Ich werde heute noch ein paar Bilder machen und einstellen
Schönen
Claus
jonathan am 13 Sep 2009 12:47:17 Wie Spezi "turbokurtla" schon sehr oft-und am Ende mit Recht- ausführte: Wasserschäden kommen fast ausschliesslich von oben-aus Fensterleisten, Anbauteilen und Zierleisten. Auch die Verbindungen Dach/Wand sind ein Quell wässrigen Übels. Forsche mal in die Richtung weiter!
eismarie am 16 Sep 2009 08:16:34 Also das Wasser kommt tatsächlich entweder von oben oder von einem Riß in der Stoßstange.
Ich stell jetzt einfach mal den Baufortschritt ein, vielleicht kann jemand zur Reparatur hilfreiche Kommentare abgeben. Wir haben den morschen Bereich komplett entfernt.
Wir werden jetzt an die gesunden Konstruktionsholzer wieder neue andocken (aus Eichenholz). Dann von unten eine Siebdruckplatte drauf, von oben wasserfest verleimte Multiplex, als Dämmung wollten wir Styrodur wegen der hohen Festigkeit verwenden. Als Klebstoff dachten wir an PU-Superkleber
Für jeden der Ähnliches vorhat kann ich nur dieses "feine" Werkzeug empfehlen, mit etwas anderem wirds sehr schwierig.
Brummel am 16 Sep 2009 08:27:00 Hallo Claus,
bedauerlich aber nun gilt es den Schaden zu beheben.
Immer wieder hilfreich der Thread von turbokurtla.
Schau hier : --> Link
oder bemühe die Suche mit Stichworten wie Torf,Wasserschaden ect.
Dann kannst Du sehen wie andere die Schäden gemeistert haben.
Viel Erfolg
wünscht
Klaus
hapeewee am 16 Sep 2009 13:06:44 Hallo
Den Pu-Kleber kenn ich nicht, ich kann dir nur enpfehlen den von Kurt genannten Caravan-Kleber zu verwenden . In seinem Bericht steht alles genaustens beschrieben.´Lies ihn aufmerksam durch, es wird dir helfen, hat es mir auch sehr.
Peter
goliver am 16 Sep 2009 15:32:01 Schau dir mal meinen alten Bericht an --> Link
Oliver
Rumbuddel am 16 Sep 2009 15:42:11 hapeewee hat geschrieben:Hallo Den Pu-Kleber kenn ich nicht, ich kann dir nur enpfehlen den von Kurt genannten Caravan-Kleber zu verwenden . In seinem Bericht steht alles genaustens beschrieben.´Lies ihn aufmerksam durch, es wird dir helfen, hat es mir auch sehr.
Peter
PU-Kleber ist ein Polyurethan-Leim ... Sauzeug. Klebt alles. Sogar den A.sch auf der Mauer fest ...
Feuchtigkeit ist dem egal. Man muß nur eines berücksichtigen, dass er sich ausdehnt. Dadurch ist die Adhäsion besonders gut.
turbokurtla am 16 Sep 2009 18:21:26 Oha Eismarie,
da ist ja ein kleines Loch drin. :D
O.K., wenn Du was Gscheits machen willst, dann sieh Die den obigen Link auf den Wasserschaden ganz genau an.
Nur so !
Vergiss Eichenbalken und Siebdruckplatten, aber ganz schnell. Das hilft überhaupt nix, wenn wieder Wasser reinkommt, fault Dir halt drumrum alles ab. Und das geht schnell. Ansonsten nur teuer, schwer zu bearbeiten und sehr schwer.
Und als Kleber würd ich den empfohlenen nehmen.
Kurt
eismarie am 16 Sep 2009 18:45:16 Hallo Kurt,
die Eichenbalken haben wir für Lau im Sägewerk passend hobeln lassen. Auf die 5 KG Mehrgewicht kommt es bei unserem Gewicht nicht an.
Für die Fahrzeugunterseite haben wir eine 4mm Petoplan (beschichtete Sperrholzplatte) obendrauf kommt eine 6,5 mm wasserfeste Multiplex.
Geht das garnicht oder ist blos wegen dem Gewicht? Haben die Platten schon da und am Wochenende solln sie rein
Anbei der Kleber, klebt alles nur Unterwasser nicht
turbokurtla am 17 Sep 2009 07:29:47 Reinbauen kann man alles.
Nur, wie schon gesagt, ist das Zeugs zu schwer, zu teuer und nur sehr umständlich zu bearbeiten.
Man legt die Balken ja nicht nur rein, sondern muss sie laufend, oft tagelang immer wieder, entsprechend bearbeiten und mit Überlappungen verkleben und verschrauben. Da muss dann da mal was weg und dort noch was ab.
Gleiches gilt für Siebdruckplatten. Wie willste denn da die glatte Seite kleben ?
So, und Dein Kleber !
Da weiß wahrscheinlich kein Mensch wie der in solchen Verhältnissen reagiert. Freilich kann man sagen, dass er wie Affenscheiße klebt.
Aber hält er auch bei Hitze, Kälte, großen Spannungen und Bewegungen, u.s.w., halt alles was im Mobil so vorkommt ????????
Aber jeder wie ers gerne hätte, im Baumarkt gibts bestimmt auch noch viele "tolle" Produkte.
Kurt
hapeewee am 17 Sep 2009 12:56:31 Hallo
Kurt hast recht im Baumarkt gibt es tolle Sachen, manchmal auch 20% auf alles, ausser Tiernahrung.
Aber leider keine oder kaum Produkte für den Fachmann :D
Ich sehe das so wie Du, jeder wie er meint noch ne Idee :kuller: doppelseitiges Klebeband, das klebt auch suuuuper........halt nur Teppich
:unknown:
Peter
eismarie am 17 Sep 2009 14:19:57 Also im Baumarkt haben wir schon mal garnichts geholt. Die Materialien stammen alle aus dem Fachhandel
Nachdem ich mir die Datenblätter der verschiedene Caravankleber bzw. Sika durchgelsen habe, sind diese ebenso auf Polyurethan Basis und von den Eigenschaften ähnlich. Muß die Sandwichverbindung dauerelastisch sein? Denn PU Kleber bleiben eigentlich alle nicht elastisch.
Da Außenseite beschichtet werden muß, zumindest ist jetzt bei uns eine Folie drauf, sehe ich keinen Grund eine Beschichtete Sperrholzplatte zu nehmen. Das sich Eiche etwas härter bearbeiten läßt als Kiefer/Fichte ist schon klar. Aber qualitätiv sollte es doch eher besser sein oder nicht? Und eine wasserfest verleimte Platte schadet doch sicherlich nicht.
Ich will hier nicht schlau aufsprechen, wir wollen nur mit dem Bodenaufbau morgen anfangen, sollten wir wirklich völlig verkehrte Baustoffe haben müssten wir die Sache verschieben
rheiwo am 17 Sep 2009 17:59:27 Hallo Eismarie,
es gibt immer mehrere Arten klug zu werden. Von der Erfahrung der Spezialisten (hier = Kurt) zu profitieren ist sicher nicht die Schlechteste. Ich bin mit dem Wasserschaden an meinem RIMOR durch und weiß wovon ich rede.
Mein Rat: Stell das Womo zur Seite, nimm Dir zwei, drei Abende Zeit und lies hier in Dutzenden Threads durch, WIE und WOMIT man es macht. Es gibt handfeste Gründe für die Auswahl und Kombination der Materialien. Da ist nichts zufällig. Lies die Berichte durch und Du erfährst alles Wissenswerte.
Viele
Gerold
dokabastler am 18 Sep 2009 08:35:30 Servus,
wichtig ist, daß wieder alles dicht ist!
Wenn das der Fall ist, dann ist es gleich ob Eichenlatten verbaut sind oder leichte Fichtenlatten....wobei erstere halt wirklich unnötig Gewicht bringen....das gilt auch für Siebdruckplatten oder so.......der ganze Skelettaufbau ist an sich Leichtbau und die Ausfachung auch...schwere Materialien belasten eigentlich die ganze Struktur unnötig
P.S.
Woher kam eigentlich das Wasser bei Euch?? Ist der "Lcohbereich" die Dusche?????
Ansonsten gilt: Kurts Tips und Rat sind sehr fundiert, er weiß wovon er redet....was aber nicht heißt, daß es auch leicht andere Wege gibt, die zu Ziel führen...Ihr habt ja schon sehr gut angefangen......Viel Erfolg
Nochmal P.S:
Hab in mobile ein 9 m-Mobil gesehen (Benimar) mit Riesen-Hecküberhang...wenn der auch aus Minilatten und Dünnholz gemacht ist, dann frag ich mich wirklich, warum das hält..
günter
eismarie am 21 Sep 2009 15:05:31 auch wenns wir uns mit den verwendeten Baumaterialien nicht ganz einig waren stell ich jetzt mal den Baufortschritt ein.
Der Wassereintritt kam entweder aus der Klappe links (siehe Bilder oder vom Dach bzw. Ecken) da der Boden dann im Bad in Mitleidenschaft gezogen wurde entstanden wohl weitere Schäden durchgerissene Silikonfugen.
Wir dichten jetzt alle Fenster und möglichen Wassereintrittsstellen natürlich neu ab.
rheiwo am 21 Sep 2009 15:22:38 Hallo nochmal,
typisch für viele der hier vorgestellten Wasserschäden ist, dass es unten gammelt aber die eigentlichen Einbruchstellen oben am oder auf dem Dach bzw. an Anschlussstellen im oberen Bereich liegen. Falsch montiertes Zubehör wie Dachaufbauten, Markisen, Fahrradträger etc. liegen dabei ganz vorn. Das Wasser läuft ungehindert durch die Lattenkonstruktion und erst in den Staubereichen modert es. Diese "Holzwasserleitungen" sind oft noch massiv und fest. Aber die Ursachen müssen gefunden werden. Vor allem die Gewinde der Schrauben innen und außen sprechen Bände. Rost am Gewinde heißt immer: Wasserkontakt über längere Zeit.
Gutes Gelingen weiterhin
Gerold
eismarie am 21 Sep 2009 15:23:16 Nachdem alles feuchte entfernt wurde gehts jetzt wieder ans Zusammenbauen
Zuerst den Unterboden eingepaßt, dann das Gerippe verleimt und geschraubt. Den Rahmen der Klappe rekonstruiert und dann die Isolierung wieder rein.
Am Schwierigsten war den Unterboden wieder paßgenau zu montieren. Unter dem Mobil zu krabbeln und die Reste der alten Sperrholzplatte abzukratzen hat wenig Spaß gemacht.
Diese Woche werden wir den "Deckel" wieder draufbauen und mit den Möbel anfangen.
Da wir keine Ersatz für die Badezimmerwanne bekommen geben wir sie zum Lackierer der darf mit Kunstoffprimer und Weichmacher einen schöne Oberfläche zaubern.
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