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Gelbatterie ?


schnuffi969 am 17 Okt 2009 21:06:26

Hallo, in meinen Womo befinden sich zwei Deta 90 Ah Gelbatterien und eine Solaranlage. Jetzt funktioniert meine Aufbauelektrik nur noch wenn der Motor läuft bzw. wenn ich einen 220 V-Anschluß habe. Da ich jetzt auch davon ausgehe, daß die Batterien defekt möchte ich wissen ob man die Batterien auch mit einen normalen Belastungstester für Säurebatterien testen kann? Kann man auch normale Säurebatterien verwenden, welche Hersteller sind empfehlenswert und wo gibt es sie günstig zu kaufen?

Vielen dank im vorraus und ein schönes Wochenende.

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gary32 am 17 Okt 2009 21:19:29

schnuffi969 hat geschrieben:Hallo, in meinen Womo befinden sich zwei Deta 90 Ah Gelbatterien und eine Solaranlage. Jetzt funktioniert meine Aufbauelektrik nur noch wenn der Motor läuft bzw. wenn ich einen 220 V-Anschluß habe. Da ich jetzt auch davon ausgehe, daß die Batterien defekt möchte ich wissen ob man die Batterien auch mit einen normalen Belastungstester für Säurebatterien testen kann? Kann man auch normale Säurebatterien verwenden, welche Hersteller sind empfehlenswert und wo gibt es sie günstig zu kaufen?

Vielen dank im vorraus und ein schönes Wochenende.


hallo,

Gel Batterien lassen sich nur mit speziellen Geräte testen.

Am besten mit dem EBL 12 Std laden:
Spannung messen und notieren , dann z.Bsp eine 55 W Autobirne ( entspricht in etwa den Verbrauch eines kleinen FS ) daran anschliessen und regelmässig messen bis die Schwelle von 10,5 V erreicht ist und wichtig die Zeit bis der Wert erreicht ist.

Habe dies vor kurzem mit einer 3 Jahr alten 115 Ah Gel-Batterie gemacht und es waren knapp 20 Std...

gary32

Gast am 17 Okt 2009 22:58:21

sorry, wenn ich widerspreche, aber eine Aufbau-Batterie (egal ob Säurebatterie, Gek oder AGM) bis auf 10,5 Volt runter zu entladen, ist in meinen Augen grober Unsinn.
Alles unter 12 V ist leer, daher sollte man spätestens bei diesem Wert aufhören, Energie zu entnehmen. Ansonsten schadet man ihr nämlich durch Tiefentladung!
Eine sichere Prüfung der Batterien ist nur mit einem entsprechenden Testgerät möglich.
Am Besten die Batterien ausbauen und in einem seriösen Fachbetrieb laden und prüfen lassen.
Das kostet wenig und verschafft Klarheit!

Viele ,
westy75

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kintzi am 17 Okt 2009 23:25:00

Hallo, westy hat recht. Aber auf 11,9-11,8V , belastet mit 5% der Kapazität
kann man schon runter. Bei einer 100Ah Batt sinds 5A , ungefähr 55W. Richi

Gast am 17 Okt 2009 23:32:36

sorry, daß ich da nochmals widersprechen muß, die einschlägige Literatur sagt dazu:

Die empfohlene End-Entladespannung für Blei-Säure-Batterien ist 1,75V/Zelle. Die Entladung folgt nicht der vorwiegend flachen Kurve von den Chemien auf Nickel- oder Lithiumbasis. Statt dessen weisen Blei-Säure-Batterien eine graduell abfallende Spannungskurve auf, mit einem starken Abfall gegen Ende der Entladung.
Der Lebenszyklus von versiegelten Blei-Säure-Batterien ist in einer direkten Abhängigkeit zur Tiefe der Entladung. Die typische Anzahl von Entlade/Ladezyklen bei 25°C in Abhängigkeit zur Tiefe der Entladung ist:

· 150 - 200 Zyklen mit einer Tiefe der Entladungen von 100% (Vollentladung)
· 400 - 500 Zyklen mit einer Tiefe der Entladungen von 50% (teilweise Entladung)
· 1000 und mehr Zyklen mit einer Tiefe der Entladungen von 30% (schwache Entladung)

Die Blei-Säure-Batterie sollte nicht unterhalb 1,75V/Zelle entladen werden. Auch sollte sie nicht in entladenem Zustand gelagert werden. Die Zellen einer nicht geladenen Blei-Säure-Batterie sulfatieren, ein Umstand, der die Batterien unbrauchbar macht, wenn sie auch nur wenige Tage in diesem Zustand belassen werden. Man sollte besorgt sein, dass die offene Klemmespannung immer 2,10V oder mehr beträgt.

grüße klaus

kintzi am 17 Okt 2009 23:32:43

Hallo schnuffi, Deta solar 105Ah nass sind die günstigsten,109€. Google Wuttke. Brauchst aber Entlüftung! Richi

Gast am 17 Okt 2009 23:42:12

Nachtrag:

wenn ich die tatsächliche Kapazität messen will, muß ichs schon so machen wie der Hersteller, nämlich bis an die Entladeschlußspannung gehen, denn bei 12V hat auch eine nagelneue 90Ah - Batterie einiges weniger an Kapazität

macagi am 18 Okt 2009 08:29:17

willi_chic hat geschrieben:Die Blei-Säure-Batterie sollte nicht unterhalb 1,75V/Zelle entladen werden. Auch sollte sie nicht in entladenem Zustand gelagert werden. Die Zellen einer nicht geladenen Blei-Säure-Batterie sulfatieren, ein Umstand, der die Batterien unbrauchbar macht, wenn sie auch nur wenige Tage in diesem Zustand belassen werden.


Mal ganz abgesehen davon dass sie dann auch frostempfindlich wird.....

@schnuffi969
Idealerweise solltest du wieder Gelbatterien montieren, da diese dort vermutlich aus dem Grund stehen dass am Standort keine Entlüftung oder einen säurefeste Wanne vorhanden ist. Zudem ist die Ladekennlinie für Gelbatterien anders als die für Säurebatterien. Wenn du das umstlellen kannst, und Entlüftung möglich ist sind Säurebatterien möglich, obwohl dann vielleich AGM Batterien vorzuziehen wären, die aber genauso teuer sind wie Gelbatterien.....

gary32 am 18 Okt 2009 09:56:13

@westie 75,

natürlich sollte man die Spannung einer Batterie, egal welchen Typ nicht unter 10,5 V absinken lassen, obwohl Gel Batterien solche Tiefentladungen besser und ohne Schaden verkraften können.
Wenn ich 10,5 V genannt hatte, entspricht dies die Spannung wo der EBL die Verbraucher zwangs abschaltet.
In meinem Fall, hatte ich eine gebrauchte 115 Amp Gel Batterie ( 3 Jahre alt ) günstig erstanden.
Die Spannung war unter 10,0 V, bedingt durch langes lagern ohne Ladung.
Habe die erst mit einem CTEK Ladegerät 24 Std geladen, Spannung gemessen, dann die 55 W Lampe solange leuchten lassen bis zu den 10,5V.
Und so vergingen etwas über 20 Std, und seit nun 1½ ohne Problem in Betrieb.
Durch meine frühere Tätigkeit hatten wir viel mit der Fa. Sonneschein ( jetzt Exide ) zu tun, weil wir mit den Dryfit Batterien ( 70er Jahre...) am Anfang Probleme mit ungeignete Ladegeräte hatten und uns wurde im Labor von Sonnenschein wie " defekte " Gel Batterien getestet wurden.
Das geschieht durch zyklische Ladungen und Entladungen auf einer bestimmte Zeitspanne mit entsprechende Messeinrichtungen.
Die Batterie ist meist das Problem Nr 1 bei der Elektrik von Freizeitfahrzeuge...

,

gary32

a.miertsch am 18 Okt 2009 10:23:53

Hallo,
weil wir gerade so schön zusammensitzen, eine Frage vom Bordstromlaien. Ich habe in meinem Mobil 2x 90Ah Gel und 1x 90Ah Solarbatterie (nass). Der Regler meiner Solaranlage (2x50Wp) läßt sich umschalten von Gel auf Säure. Ist diese Kombination grundsätzlich schädlich, wenn ja für welche Batt.. und wie sollte ich den Regler schalten, Gel oder Säure?
Wichtig vielleicht noch, ich stehe selten länger als 1Tag, hab halt ein Reisemobil. Ladegerät ist ein Standard-EBL.
Sonntägliche von
Albert

gary32 am 18 Okt 2009 10:28:49

a.miertsch hat geschrieben:Hallo,
weil wir gerade so schön zusammensitzen, eine Frage vom Bordstromlaien. Ich habe in meinem Mobil 2x 90Ah Gel und 1x 90Ah Solarbatterie (nass). Der Regler meiner Solaranlage (2x50Wp) läßt sich umschalten von Gel auf Säure. Ist diese Kombination grundsätzlich schädlich, wenn ja für welche Batt.. und wie sollte ich den Regler schalten, Gel oder Säure?
Wichtig vielleicht noch, ich stehe selten länger als 1Tag, hab halt ein Reisemobil. Ladegerät ist ein Standard-EBL.
Sonntägliche von
Albert


Hallo,

wie sind dann diese 2 Batterie Typen geschaltet ?

,

gary32

a.miertsch am 18 Okt 2009 10:46:28

@ Gary32
Paralell in einem Stromkreis.
Albert

Gast am 18 Okt 2009 11:36:20

a.miertsch hat geschrieben:Ich habe in meinem Mobil 2x 90Ah Gel und 1x 90Ah Solarbatterie (nass). Der Regler meiner Solaranlage (2x50Wp) läßt sich umschalten von Gel auf Säure
Hallo,
also alle Fachleute würden Dir sagen das ist tödlich für die Batterien...

aber laß uns das mal aufdröseln:

- beim Entladen schadets nichts, die Spannungen/Ströme passen sich entsprechend den jeweiligen Innenwiderständen an

- beim Laden wirds spannend:
- entscheidest Du Dich für Nass (=niedrigere Ladeendspannung) verhungern die Gels
- nimmst Du Gel (= höhere Ladeendspannung) gast die nasse Batterie

meine Empfehlung, stell den Regler auf Gel:

1. die Gels haben in Summe den höheren Kapazitätsanteil, sichern also eher Deinen Srombedarf
2. Die Gels sind teurer, also bekommen sie die bessere Pflege
3. Gasen (= Wasserverlust) läßt sich durch regelmäßiges Nachfüllen kompensieren und sorg halt dafür daß die Gase über einen Schlauch ins Freie können

in der Befürchtung daß mich die Fachleute jetzt erschlagen..
grüße klaus

macagi am 18 Okt 2009 11:44:38

willi_chic hat geschrieben:1. die Gels haben in Summe den höheren Kapazitätsanteil, sichern also eher Deinen Srombedarf


aber vielleicht auch den höheren Innenwiderstand. Was wirklich pasiert bei welchem Ladezustand müsste man wohl nachmessen.

Ich würde den Regler eher auf 'nass' stellen, weil dann keine Batterie geschädigt wird, und die Gels eben nicht unbedingt ganz voll werden, bzw langsamer voll werden. Scheint mir das kleinere Übel - ein richtiger Fachmann bin ich übrigens auch nicht.

katzenkopf am 18 Okt 2009 12:03:33

mit zu geringer Ladespannung machst Du die Gel-Akkus kaputt!
also höher laden und den Nass-Akku mit dest.Wasser feucht halten oder diesen gegen einen Gel-Akku tauschen; genau wie Willi-Chic schon oben gesagt hatte

macagi am 18 Okt 2009 14:07:09

katzenkopf hat geschrieben:mit zu geringer Ladespannung machst Du die Gel-Akkus kaputt!


Kannst du erläutern warum?

Auch bei Gelakkus wird die Spannung je nach Ladezustand langsam hochgefahren - man erreicht eben das letzte Quentchen Ladung nicht mehr.

gary32 am 18 Okt 2009 14:23:30

Hallo,

das Thema Ladung und Entladung von Gel Batterien ist ein Kapitel für sich.
Wurde uns mal im Labor bei Sonnenschein ( nun Exide ) erklärt , sind aber schon über 30 Jahre her, hab seitdem manches darüber vergessen... :D )
Eine Gel Batterie hat eine lange Lebensdauer wenn diese an eine geeignete Ladeeinrichtung mit Temperatur Kompensation ständig angeschlossen ist .
Im Wohnmobil ist dies nicht der Fall, wird durch Lima, EBL, Solarregler verschiedentlich geladen. was oft zum vorzeitigen Exitus dieses Batterie Typ führt.
Die 115 Ah von Sonnenschein Gel Batterie die ich weiter oben erwähnt hatte war 3 Jahre in Betrieb , aber unter besten Vorrausetzungen in einem Werk, adequate Ladeeinrichtung und regelmässig überwacht.
Kostet auch neu um die 480 Euro, weil speziell für Industrie gefertigt.

Würde mich heute kaum noch für den Neukauf einer Gel-Batterie entscheiden...

,

gary32

macagi am 18 Okt 2009 14:48:01

gary32 hat geschrieben:das Thema Ladung und Entladung von Gel Batterien ist ein Kapitel für sich.

Eine Gel Batterie hat eine lange Lebensdauer wenn diese an eine geeignete Ladeeinrichtung mit Temperatur Kompensation ständig angeschlossen ist .


Ja, stimmt schon. Aber sie verliert konstant Wasser das man nicht mehr nachfüllen kann...

Habe übrigens gerade ein bisschen gesucht, und ein paar Daten bei Exide gefunden:
--> Link

Diese Ladedaten unterscheiden sich eigentlich nicht von denen die für Nassbatterien angegeben werden, insbesondere die maximalen Spannungen.

Weiss jemand wo die Mär von den angeblich zu verwendenden höheren Spannungen herkommt?

earlhill am 18 Okt 2009 14:54:38

Exide schreibt:

Bei 12 V Anlage 14,1 bis 14,4 V Reglerspannung


offene Nassbatterien gehen bis 14,8 V :wink:

macagi am 18 Okt 2009 16:31:19

earlhill hat geschrieben:Exide schreibt:

Bei 12 V Anlage 14,1 bis 14,4 V Reglerspannung


offene Nassbatterien gehen bis 14,8 V :wink:


Hängt von der Temperatur ab:
--> Link

bisschen runterscrollen.

a.miertsch am 18 Okt 2009 19:53:52

@ macagi,
heißt im Klartext: "Kaufen Sie mein Buch". wer tut sich soetwas an im normalen Wohnmobilbetrieb?
Albert

a.miertsch am 19 Okt 2009 19:53:59

Hallo Klaus,
genau so wie Du es beschrieben hast, habe ich es bisher gehandhabt.
Da die Fachleute sprachlos sind, vermute ich mal, sie wissen es auch nicht besser als Du.
War mir nur ein wenig unsicher, weil ich seit kurzem einen Verbraucher auch nachts betreiben muß(ca. 40 Watt) und im Herbst der Strom knapp wurde. Habe aber zur Sicherheit einen FS, der bei 12V Batteriespannung den Ton abschaltet. So weiß ich immer woran ich bin.
Vielen Dank für Deine-wie immer konkreten- Ratschläge.
Einen schönen Abendgruß von mir.
Albert

Gizmo am 21 Okt 2009 10:00:11

Hallo,

die Ladekennlinien für Nass- und Gel-Batterien sind u.a. deshalb unterschiedlich, weil Gel-Batterien einen höheren Innenwiderstand haben. Aber die Lade-Endspannung ist für beide gleich: im Temperaturbereich von 20 – 25 Grad 14,3 – 14,4 V (je nach EBL).

In der I-Phase (Hauptladen) wird mit dem Strom geladen, den das Ladegerät hergibt. Die Batteriespannung steigt langsam bis 14,3 (14,4) V an.

In der Uo-Phase (Vollladen) wird mit konstanter Spannung von 14,3 (14,4) V weitergeladen; und hier ist der entscheidende Unterschied zwischen Nass- und Gel-Batterien:
Nass 1 - 3 Std., Gel 8 - 12 Std. (je nach EBL).

In der U-Phase (Erhaltungsladen) wird dann auf 13,8 V umgeschaltet.

spiti01 am 21 Okt 2009 11:08:00

Gizmo hat geschrieben:Hallo,

die Ladekennlinien für Nass- und Gel-Batterien sind u.a. deshalb unterschiedlich, weil Gel-Batterien einen höheren Innenwiderstand haben. Aber die Lade-Endspannung ist für beide gleich: im Temperaturbereich von 20 – 25 Grad 14,3 – 14,4 V (je nach EBL).

In der I-Phase (Hauptladen) wird mit dem Strom geladen, den das Ladegerät hergibt. Die Batteriespannung steigt langsam bis 14,3 (14,4) V an.

In der Uo-Phase (Vollladen) wird mit konstanter Spannung von 14,3 (14,4) V weitergeladen; und hier ist der entscheidende Unterschied zwischen Nass- und Gel-Batterien:
Nass 1 - 3 Std., Gel 8 - 12 Std. (je nach EBL).

In der U-Phase (Erhaltungsladen) wird dann auf 13,8 V umgeschaltet.


Absolut richtig! Die unterschiedlichlange Konstantladung ist nämlich für eine optimale Lebensdauer entscheidend:
- Wird die Gel-Batterie zu kurz geladen, sulfatiert sie und "stirbt" recht schnell.
- wird die Nassbatterie zulange geladen, "kocht" sie aus und stirbt ebenfalls sehr schnell.

Genau aus diesem Grund gibt es unterschiedliche Ladekurven an Ladegeräten.
Beide Batterietypen sollten deshalb nie gemeinsam in einem Ladekreis betrieben werden.

Pijpop am 21 Okt 2009 12:15:58

Theorie und Praxsis

Nach 14 Jahren hab ich jetzt beide Gel Batterien erneuern müssen -
die hatten richtige Wölbungen nach außen und nur für sehr kurze Zeit
lieferten die noch nutzbare Spannung.

Geladen wurden die mit einem Ladegerät von Votronic (ohne Temp Fühler)

1994/95 wurden Sonnenschein dryfit verbaut - 120 AH pro Batterie
genau die gleichen sind jetzt wieder rein gekommen.

Regelmäßig wurden alle Pole gesäubert - das wars.


Pijpop

macagi am 21 Okt 2009 14:55:21

spiti01 hat geschrieben:Absolut richtig! Die unterschiedlichlange Konstantladung ist nämlich für eine optimale Lebensdauer entscheidend:
- Wird die Gel-Batterie zu kurz geladen, sulfatiert sie und "stirbt" recht schnell.
- wird die Nassbatterie zulange geladen, "kocht" sie aus und stirbt ebenfalls sehr schnell.


Sulfatbildung passiert bei niedrigen Spannungen, nicht bei über 14V.

Die Frage ist ob man die Nassbatterie bei zB 14,3V überhaupt zu lange laden kann. Der Ladestrom nimmt nämlich kontinuierlich ab, und der Gaspunkt ist bei 14,4V (bei RT). Mein Solarcontroller schiebt dann irgendwann nur noch 200 oder 300 mA rein.....und eine Gelbatterie, wenn sie parallel wäre, würde dann eben mehr länger schlucken bis sie eben auch voll wäre. Dauert eben länger aufgrund des höheren Innenwiderstandes.......oder?

Gast am 21 Okt 2009 15:13:12

spiti01 hat geschrieben:- wird die Nassbatterie zulange geladen, "kocht" sie aus und stirbt ebenfalls sehr schnell

und hier stimme ich mit Manfred überein, daß die Naßbatterie eben nicht so schnell über den Jordan geht.
zum "Kochen", d.h. Temperatur >100grd reicht der Heizstrom nicht, es handelt sich einfach um eine elektolytische Zersetzung in H2 und O2 (Knallgas), dabei sprudelt es durch die Gasentwicklung, und wenn man das Wasser ersetzt ist es ok

grüße klaus

a.miertsch am 21 Okt 2009 19:17:03

Ja Klaus,
so sehe ich das auch, aber wenn ich hier so mitlese ist mir eigentlich klar, weshalb das Elektroauto nich in die Gänge kommt. Für die Forschung ist doch unser Problem eigentlich Kinderk...... Weshalb gibt es soviele gegensätzliche Meinungen im Batterie-und auch im Solarbereich?
Am Wissen kann es doch eigentlich nicht liegen. Oder doch? Ich weiß es nicht! Fakt ist, die Praxis gibt mir Recht, es funktioniert. Habe die Batterien jetzt geladen(24 Std. ) nach 8 Std. 13,2 Volt am Anzeiger nach 14 Tagen 13,1Volt , wenn da ein Batt.-Typ nicht richtig voll wäre, würde er doch den anderen Typ mit runterziehen.
Albert

macagi am 21 Okt 2009 19:44:24

a.miertsch hat geschrieben: wenn da ein Batt.-Typ nicht richtig voll wäre, würde er doch den anderen Typ mit runterziehen.


Tut er nicht, warum sollte er?

Gast am 22 Okt 2009 14:28:26

noch was:

Nass-Batterien leiden unter der sog. Säureschichtung. Dabei trennt sich die Schwefelsäure vom Wasser in der Form, daß unten nur reine Säure und oben nahezu reines Wasser ist. Was das für die Leistungsfähigkeit der Batterie bedeutet kann man sich vorstellen, wenn man weiß daß

niedrige Säuerdichte = viel Wasser = Batterie leer (deshalb gefriert eine leere Batterie!!)
hohe Säuredichte = Batterie voll

dieser Effekt tritt dann auf wenn eine Batterie nur zögerlich geladen wird und nie die Gasungsspannung erreicht und bedeutet Verlust an Kapazität

Vermeiden tut man das indem moderne Ladegeräte eine sog. Gasungssteuerung haben, d.h. gelegentlich wird mal ordentlich Spannung draufgegeben, und die Gasblasen durchmischen die Säure wieder

bei Gels kann dieser Effekt nicht auftreten, weil die Säure im "Pudding" gebunden ist und damit eine Wanderung nicht möglich ist

grüße klaus

a.miertsch am 22 Okt 2009 20:10:08

@ macagi,
ist Deine Behauptung, sage mir warum nicht.
Albert

macagi am 22 Okt 2009 21:00:15

a.miertsch hat geschrieben:@ macagi,
ist Deine Behauptung, sage mir warum nicht.
Albert


Stimmt, ich habe das behauptet. Alledings meintest du dass eine Batterie die andere 'Runterzieht'.
Ich habe mich auf das 'Runterziehen' bezogen - die Frage ist was das bedeutet.

Wenn die Spannung einer Batterie sinkt bedeutet dass ihr Leistung bzw Strom entzogen wurde. Dieser Strom muss ja irgendwo hin. Wenn man einen Widerstand (zB Heizer, Zigerettenanzünder) nimmt dann fliesst ein Strom welcher im Heizer Wärme erzeugt. Diese Energie fehlt dann in der Batterie und die Spannung sinkt etwas. Der Strom I fliesst weil der Heizer Spannung selbst nur durch Stromfluss erzeugen kann, und die Spannung der Batterie somit kompensiert. Die Spannung der Batterie V ist somit kompensiert durch die am Heizer mit Widerstand R genereirte Spannung R*I . Das geht so lange biss die Batterie keine Spannung V mehr erzeugen kann, und der Stromfluss zum Erliegen kommt.

Alles paletti.

Wenn man jetzt eine Batterie A mit einer anderen identischen B im selben Ladezustand parallel verbindet (+ an +, - an -) dann ist die Situation ähnlich, ausser dass eben kein Strom fliesst weil A genau dieselbe Spannung wie B hat. Strom fliesst nur wenn die Spannungen unterschiedlich sind. Das kann passieren wenn zB beim Moment des Zusammenschlusses die Ladezustände nicht genau gleich sind. Der Strom fliesst dann genau so lange bis die Ladezustände bzw Spannungen gleich sind. Wenn beide Batterien genau gleich sind herrscht ein Gleichgewichtszustand der sich so verhält als ob die Batterien getrennt wären. Nun verlieren auch einzelstehende Battereien an Spannung durch Selbstentladung - das ist hier auch so.

Anders ist der Fall wenn zB eine Zelle in einer Batterie kaput ist, zB duch Zellenschluss. Wenn diese Batterie alleine steht ist diese Zelle dann eben in der Leistung vermindert oder tot, und die Batterie liefert einfach eine niedrigere Spannung. An der kaputten Zele liegt aber keine Spannung an. Jedoch wenn eine andere intakte Batterie (gleicher oder anderer Bauart) parallel geschaltet ist verhält sich die kaputte Zelle wie der Heizer oben, dh es fliesst ein Strom durch die gesamte kaputte Batterie. Die noch intakten Zellen werden gnadenlos überladen und produzieren Gas, und die kaputte Zelle heizt. Im Endeffekt wird die gesamte Energie der gesunden Batterie in der kranken verbraten - wie schnell das geht hängt von den Gegebenheiten ab, wie kaputt sind die Zellen, Alter usw.

Aus diesem Grund wird empfohlen nur gleiche Batterien zusammenzuschliessen da beim Zusammenschluss einer Alten mit einer Neuen eben schlimme Dinge passieren können. Da aber anscheinend die Ladespannungen eine Nassbatterie mit der einer Gelbatterie identisch sind (laut Exide) würde aus meiner Warte nichts dagen sprechen diese zusammenzuschliessen, solange man sicher ist dass die Batterien ok sind. Die eine kann in diesem Fall die andere nicht 'runterziehen'.

Man kann auch noch alle möglichen weiteren Konfigurationen durchspielen, müssen wir hier aber nicht tun, oder?

a.miertsch am 23 Okt 2009 09:15:41

@macagi,
genau diesen Effekt meinte ich, wie Du es im zweiten Absatz beschreibst.
1. Batterie( Säure) hat aus den verschiedensten Gründen nur noch eine max.Spannung von 12,8V. Die 2. Batterie, gleich welcher Ausführung, hat eine max. Spannung von 13,5V. Schalte ich die zusammen, Paral. verliert die 2. an Spannung bis Gleichstand hergestellt ist. Im Alltagsbetrieb würde demzufolge die 2. Batt. auch nicht über 12,8V hinaus kommen. Ist das die richtige Schlußfolgerung? Ich meine grundsätzlich, also ohne irgendwelche Finessen wie Temperaturkom., Säuredichte und ähnlichem.
Denn genau diesen Zustand zeigt mir ja mein Meßgerät im Wagen an.
Aber die kategorischen Äußerungen im Forum zu Gel und Nass haben mich
verunsichert.
Schönes Wochenende wünscht
Albert

Gast am 23 Okt 2009 09:25:51

a.miertsch hat geschrieben:Aber die kategorischen Äußerungen im Forum zu Gel und Nass haben mich verunsichert.

tja, es gibt immer die reine Lehre (Leere?) und das pralle Leben. Und Lehrweisheiten lassen sich nun mal schneller kopieren und so unters Volk bringen als praktische Versuche

grüße klaus

macagi am 23 Okt 2009 09:55:33

a.miertsch hat geschrieben:1. Batterie( Säure) hat aus den verschiedensten Gründen nur noch eine max.Spannung von 12,8V. Die 2. Batterie, gleich welcher Ausführung, hat eine max. Spannung von 13,5V. Schalte ich die zusammen, Paral. verliert die 2. an Spannung bis Gleichstand hergestellt ist. Im Alltagsbetrieb würde demzufolge die 2. Batt. auch nicht über 12,8V hinaus kommen. Ist das die richtige Schlußfolgerung?


Ja, allerdings sind die von dir genannten Spannungswerte zu hoch. Auf 13,5V kommt man nur mit einem Ladegerät, die maximale Spannung einer Bleibatterie ist eher so im Bereich von 12,7 - 12,8V (Wikipedia sagt sogar voll bei 12,65V).
Ich musste am Montag eine neue Starterbatterie fürs Auto kaufen, deren Spannung war - wie gekauft - 12,77V, also ganz neu, und noch nie belastet oder durch Ladegerät geschädigt, und vermutlich so voll wie's irgend geht weil frisch befüllt.

a.miertsch am 23 Okt 2009 11:57:27

He Manfred, war ja nur ein Beispiel. Wie hoch ich wirklich komme, mit der Spannung habe ich ja weiter oben schon beschrieben. Mit Ladegerät.

@ Klaus, du hast ja so recht. Auch Dir ein schönes Wochenende
Albert

macagi am 23 Okt 2009 12:35:00

a.miertsch hat geschrieben:He Manfred, war ja nur ein Beispiel. Wie hoch ich wirklich komme, mit der Spannung habe ich ja weiter oben schon beschrieben. Mit Ladegerät.


Relevant sind aber die Werte ohne Ladegerät.

Viel Spass noch....

meilinger am 20 Feb 2013 12:55:36

Hallo Klaus,

ich habe aufmerksam gelesen. Meinst du wirklich, man müßte bei GEL-Batterien Wasser nachfüllen ? Das kann doch wohl nicht sein. Das ist der Anfang vom Ende der Batterie. Tu das
bloß nicht. GEL-Batterien dürfen nie geöffnet werden, denn sonst zerstört man den Rekombinationsablauf und die Batterie gibt auf. GEL-Batterien sind diejenigen, die als einzige bis
auf 50 % entladen werden dürfen. Keine andere Bleibatterie hält das auf Dauer aus. Ich untersuche täglich Batterien und bin immer wieder erstaunt, was man alles falsch machen kann.
Ich habe sogar erlebt, dass jemand eine Batterie reklamiert hat, der hatte Altöl auf die Batterie gefüllt.

Der größte Fehler ist, dass man sich nicht um seine Batterie kümmert, also glaubt nicht, was immer auf der Batterie steht "diese Batterie ist wartungsfei". Das gibt es nämlich nicht.
Wichtig ist immer, dass die Batterie optimal geladen ist, deshalb nach jeder Entladung auch wieder nachladen. Jede Batterie entlädt sich von selbst, das heißt, auch wenn keinerlei
Verbraucher angeschlossen ist. Aber die Batterien entladen sich unterschiedlich schnell. Eine normale Starterbatterie ist in spätestens 6 Monaten leer, eine AGM-Batterie mit Blei/Kalzium-Legierung braucht dazu schon 1,5 Jahre. Eine GEL-Batterie entlädt sich am langsamsten. Sie übersteht also einen Stillstand des Fahrzeuges über 1/2 Jahr am besten. Voraussetzung ist, dass sie vor dem Abstellen voll geladen wurde und dass alle Verbraucher abgeschaltet wurden.

Wer viel von seiner Batterie haben will, der kauft im Baumarkt ein billiges Erhaltungsgerät (3-4 €) und läßt es bei Stillstand an der Batterie. Wer das tut, kann eine GEL-Batterie 10 - 15 Jahre ohne Probleme betreiben.

Es hat mal eine Zeit gegeben, da hatte die Nr. 1 unter den GEL-Batterie-Herstellern ein Fertigungsproblem. Das war vor etwa 3 -5 Jahren. Da fielen 30 - 40 % aller GEL-Batterien nach nicht einmal 1 Jahr aus. Das waren immer Kurzschlüsse. Das Problem hat man jetzt im Griff und seitdem passiert nur noch wenig, aber grundsätzlich kann es immer mal zu einem Kurzschluß kommen. Aber das ist dann ein Garantiefall. Man merkt es daran, daß man beim Laden nicht über 10,..... V. kommt. Die Nr. 2 unter den Herstellern fertigt mit Taschseparation. Da kann es keine Kurzschlüsse geben.

Das alles stellt die GEL-Batterie nicht in Frage. Sie ist und bleibt die beste Versorgungsbatterie


Meilinger

thomas56 am 20 Feb 2013 13:10:43

meilinger hat geschrieben:Das alles stellt die GEL-Batterie nicht in Frage. Sie ist und bleibt die beste Versorgungsbatterie


Hallo,

nun heisst es, dass Gel nicht für hohe Stromentnahmen geeignet sind. Selber ziehe ich nun über Jahre aus den gebrauchten Gel über Wechselrichter bis 150A bei min. 460Ah für Fön, Staubsauger oder Kaffeeautomaten. Ausfall gab es noch nicht, jedoch wurde eine Batterie schon beulig. Ein neuer Besitzer meinte einmal, die Batterien hätten bei ihm an Kapazität zugelegt seitdem ich sie nicht mehr "quälte".
Laden tue ich spätestens bei 12,3V mit ca. 15% der Kapazität mit TK.
Welche Belastung ist nun für Gel noch im grünen Bereich?

Pepto am 21 Feb 2013 11:20:44

meilinger hat geschrieben:Das alles stellt die GEL-Batterie nicht in Frage. Sie ist und bleibt die beste Versorgungsbatterie


Meilinger


Du solltest hinzufügen: "unter den Bleiakkus". Zwischenzeitlich gibt es -insbesondere für zyklische Anwendungen- bekanntlich besser geeignete Akkus.

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