hallo Jens,
Deine Vermutung ist nur zum Teil richtig.
In der Essener Tageszeitung NRZ wurde schon im September berichtet, dass die Stadt Essen beabsichtigt, 2 Stellplätze zu errichten , wovon der eine in räumlicher Nähe zu den "Damen des horizontalen Gewerbes", der zweite in einem Wohngebiet liegen soll. An diesem Platz sollten 20 KFZ-Plätze insgesamt 8 WOhnmobilplätzen weichen.(eine V+E war ebenfalls geplant). Der Pressebericht schloß mit der Feststellung, dass an der Zeche Zollverein kein
Stellplatz geplant sei, weil das entsprechende Gremium der Meinung sei, dass Womo´s sich nicht mit der Gesamterscheinung des Weltkulturerbes vereinbaren ließen.
Inzwischen hat die Stadt Essen den Stellplatzbau im Wohngebiet durch den Rat absegnen lassen, die Errichtung des zweiten Platzes wird aus oben genannten Gründen nicht weiter verfolgt.
Eine Änderung der Ansicht durch die Verantwortlichen von Zollverein wurde in dieser Zeitung nicht veröffentlicht.
Als gebürtiger Essener, mit Freunden und Familie, die in Essen wohnen, habe ich einmal bei der Stadt Essen/Ordnungsamt nachgefragt, wie das mit der Schaffung eines Stellplatzes aussähe, wichtig wäre mir nur, dieser in Nähe eines Haltepunktes des öffentlichen Nahverkehrs sein möge.
Antwort eines Zuständigen: Man kann mit dem
Womo überall parken, die Schaffung eines Stellplatzes war zu dem Zeitpunkt nicht geplant. Sein Schreiben endete mit dem Vergleich von Wohnmobilisten mit "fahrendem Volk", die würden ja immer alles so verdreckt hinterlassen.
Zu diesem Zeitpunkt ( Dezember 2008 )war die Ruhregion schon zur Kulturhauptstadt 2010 gewählt, Essen ist Gott sei Dank nur ein Teil dieser Region und wurde von der Möglichkeit, dass eventuell auch Besucher diese Region mit dem Womo aufsuchen,total überrascht.
Das war schon vor 30 Jahren so in Essen und wird sich auch kaum ändern. Der Blick über die Stadtgrenzen hinaus ist bei der Essener Stadtverwaltung ein Sakrileg, denn sonst hätten sie, "oh Schreck", feststellen müssen, dass es in Oberhausen, Mülheim, Bochum, Dortmund und Gelsenkirchen tolle Stellplätze gibt. Von denen kann man, wenn man denn will, quer durchs Ruhrgebiet mit dem Verkehrsverbund,d.h., dem ÖPNV, alles erreichen, was man will.
Anlass für mein damaliges Schreiben war die offizielle Frage an das Ordnungsamt, ob man auf einem bestimmten Parkplatz an der Gruga in Essen mit dem
Wohnmobil von 7m Länge und über 3,5 Tonnen zGG übernachten dürfe. Dieser Platz lag ,bzw. liegt etwa 500m Luftlinie zum Elternhaus meiner Frau und war zu diesem Zeitpunkt durchaus mit dem Wohnmobil befahrbar. Bei unserm nächsten Besuch in Essen, vielleicht zwei Wochen nach der Antwort der Stadt, war dieser Parkplatz an allen Einfahrten mit Höhenbegrenzungen versehen und nur noch für PKW zugelassen. Soviel zu meinen Erfahrungen mit der Kulturhauptstadt Essen.