Wenn es jetzt zu schneien anfängt, dann sollte mann/frau die Dachlast seines Womos beachten aber auch die Gesamttragfähigkeit im Auge behalten! Daher sollte mann/frau folgendes berücksichtigen:
Pulverschnee ist leichter als Nassschnee und Nassschnee ist leichter als Eis. Der Grund dafür ist, dass Schnee in seinen verschiedenen Zustandsformen unterschiedlich dicht gelagert und daher verschieden schwer ist. Das Schneegewicht kann also stark variieren und damit Womo-Dächer unterschiedlich stark belasten.
Beispiele:
• 10 cm frisch gefallener Pulverschnee wiegen etwa 10 kg/m2.
• 10 cm Nassschnee kann bis zu 40 kg/m2 wiegen.
• Eine 10 cm dicke Eisschicht wiegt bis zu 90 kg/m2 und ist damit fast so schwer wie 10 cm hoch stehendes Wasser, das 100 kg/m2 wiegt.
Die Beispiele zeigen, dass man nicht allein von der Schneehöhe auf das Schneegewicht und die Fahrzeugbelastung schließen kann.
Wann kann sich bei einer Schneeauflage auf dem Dach Eis bilden?
Bei einer Schneeauflage auf dem Dach kann es zu Eisbildung kommen, wenn das Dach ungenügend gedämmt ist oder wenn bestimmte klimatische Bedingungen gegeben sind, z. B. wenn sich Tau- und Frostperioden abwechseln. Bei Womodächern besteht zudem die Gefahr, dass Schmelz- und Regenwasser nicht abfließen kann und sich Wassersäcke bilden können. In diesen Fällen muss das Dach und das Fahrwerk enorme Lasten – sei es als Wasser oder als Eis – aufnehmen. Eine 1 cm dicke Eisschicht wiegt beinahe soviel wie eine 1 cm hohe Wasserschicht oder 10 cm hoher Pulverschnee. Wassersack- und Eisbildung auf dem Dach sollten daher – wenn möglich - wegen der enormen Dach- und Fahrwerksbelastung vermieden werden - dies insbesondere dann, wenn das Womo ohnehin an der Grenze der Belastungsfähigkeit angelangt ist.
Habe die Ehre
Gogolo

