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Reisebericht Schwarzwald: Hochstraße und Mummelsee


LowCostDriver am 11 Jan 2010 17:37:34

Hallo zusammen,

einer der wenigen Reisetagebücher, die durch den Verlust meines USB- Sticks nicht betroffen waren, ist unsere kleine Kurzreise über 5 Tage in den Schwarzwald im Sommer 2009.

Unsere Route führte uns damals bis an das Tor zum Schwarzwald (nach Ettlingen, SP- Tipp hier: --> Link ), von dort über das Automuseum Marxzell, wir passierten die Schwarzwaldhöhenstraße, besuchten Freudenstadt mit dem größten bebauten Marktplatz Deutschlands, schauten mal in der fast schon unheimlich echt wirkenden Fachwerkstadt Schiltach rein, besuchten die weltgrößte Kuckucksuhr am Eble- Uhrenpark, bestaunten die Triberger Wasserfällte, übernachteten am Titisee (auf dem Campingplatz Sandbank, danke nochmals an Chris_62 für den Tipp!!) und haben allerlei schöne Dinge gesehen, gegessen und erlebt. :ja:
Hiervon berichtet natürlich unserer neuestes Reisetagebuch, welches ich soeben online gestellt habe, es ist hier zu finden:
--> Link
(aber beeilt euch, ein User aus dem Forum hat dank Exklusivlink schon ein paar Stunden Vorsprung... :D ).

Einen Punkt auf dieser Reise möchte ich ganz besonders hervorheben:
Einen kurzer Stopp am Mummelsee, an dem man zwangsläufig vorbei kommt, wenn man die Schwarzwaldhochstraße befährt
Von beidem handelt der folgende Auszug unseres neuen Reiseberichts:


Mit dem Wohnmobil durch den Schwarzwald
Teil 1: Über die Schwarzwaldhochstraße von Baden-Baden bis Freudenstadt

Von Gernsbach aus geht es also nun auf direktem Weg weiter in Richtung Baden-Baden, um dort auf die legendäre B 500, die Schwarzwaldhochstraße einzubiegen.
Ein wenig Theorie dazu: Der Weg führt ca. 60 Kilometer von Freudenstadt nach Baden-Baden über verschiedene Höhenausläufer von 600 bis 1000 Höhenmeter und wurde bereits 1930 als Touristenstraße eröffnet und eingeweiht.
Angeblich soll es eine der ältesten (und vielleicht die älteste) Touristenstraße in Deutschland sein.
Aha!

Einzig ein paar Liter tanken sollten wir vorher noch, denn unsere Tanklampe hat bereits beim Aufstieg zum Schloss Eberstein die ein oder andere Warnmeldung von sich gegeben.
Auf flacher Ebene hätten wir dann jetzt noch etwa 40 Kilometer, im Gebirge dürfte es wohl etwas weniger sein...

Aber mit dem Navi ist das natürlich kein Problem und so orten wir auf der kommenden Route noch einige Tankstellen, sodass wir nicht zurück nach Gernsbach fahren müssen.
Stattdessen fahren wir eine Abkürzung auf einer kleinen Kreisstraße (K 3701) mit teils abenteuerlichen Kurven parallel zur Landstraße, bis wir in Müllenbach wieder auf die L 78 treffen und ein wenig später dann wohl auch auf die Hochstraße treffen werden.

Doch bevor wir überhaupt in den Genuss eines tollen Berg- und Tal- Panoramas kommen (so verspricht es unser Reiseführer), stoppen wir kurz hinter Geroldsau noch an einer AVIA- Tankstelle, dessen Werbeplakat vollmundig „Letzte Tankstelle vor der Schwarzwaldhochstraße“ anpreist.
Und Tanken müssen wir ja noch.

Den Tank blind voll machen wollen wir natürlich nicht.
Ebenso wie beim Ab- und Frischwasser ist hier jeder Liter Kraftstoff unnötiger Ballast, der uns auf einer Berg- und Talfahrt nur behindert.
Wir tanken daher nur für die nächsten 100-150 km etwa 20 Liter nach (und das ist schon eigentlich zu viel!) und machen uns um Punkt 14 Uhr auf den Weg die Schönheiten und Panoramen der Hochstraße zu entdecken.

Der Reiseführer berichtet zunächst einmal von einem beschwerlichen Aufstieg etwa bis zur Bühlerhöhe.
Hat man es dann aber bis nach ganz oben geschafft, folgt die Höhenstraße dem Höhenzug zwischen Rheintal und Vogesen und man muss wohl deutlich weniger bergauf oder bergab fahren, als ich zunächst angenommen hatte.
Mir wäre es natürlich nur Recht!

Tatsächlich ist der Aufstieg im ersten Abschnitt sogar noch deutlich einfacher, als zunächst angenommen. Es geht zwar schon die ganze Zeit stetig bergauf, aber die ausbremsenden Serpentinen, vor denen man erst bremsen und danach wieder beschleunigen muss, bleiben zunächst mal völlig aus.
Und so schaffen wir mit unserem Wohni immerhin gute 70 km/h und werden auch nicht zur totalen Bremse. ;-)
Zu unserer Überraschung ist aber auch recht wenig los. Ich muss auf den ersten Kilometern nicht ein einziges Mal rechts ran fahren, um drängelnde Autofahrer hinter uns vorzulassen.
Einzig ein paar besonders eilige Motorradfahrer (die kommen hier unten scheinbar nur im Rudel vor!) überholen uns natürlich. Aber für die muss ich keinen Platz machen, die kommen angeflogen, überholen und sind vorbei, bevor ich die im Spiegel überhaupt gezählt hab. ;-)

Ohne nenneswerte Anstrengungen lässt es sich natürlich trotz Steigung entspannt fahren und ein wenig löst sich die verkrampfte Hand am Lenkrad. Ich hab es mir wirklich deutlich schlimmer vorgestellt!

So aber können wir beide ein wirklich unglaubliches Grün um uns herum genießen. Die Wiesen sind irgendwie deutlich kräftiger und mehr giftgrün, als bei uns. Der Wald mit seinem dunklen Grün im Tannenkleid wirkt dagegen um so erhabener und strahlt eine gewisse Ruhe aus.
Auch wird schnell klar, warum der Schwarzwald eigentlich Schwarzwald heißt.
Natürlich haben wir die Antwort schon aus dem Reiseführer, aber schaut man nun mal genauer hin, dann erkennt man dies auch so: Durch die dichte Bewaldung und der relativ eintönigen Monokultur der Nadelbäume hat man beim Blick in den Wald das Gefühl, als würde dieser mit zunehmender Distanz immer dichter und damit dunkler werden, bis am Ende des Horizontes nur noch ein dunkles schwarzes Loch zu sehen ist.
Das ist also der Grund, warum der Schwarzwald Schwarzwald heißt.
Na bitte!
Und dann natürlich die Ausblicke!
Schon während des Anmarsches zur Bühlerhöhe haben wir trotz dichtem Wald immer mal wieder die Gelegenheit einen traumhaften Fernblick zu genießen.
Wir haben aber auch richtig Glück mit dem Wetter dafür!
Der Regen hat zu Gunsten eines relativ blauen Himmels schon vor einiger Zeit aufgehört (nur einige dichtere Wolken schieben sich rechts von uns noch durch) und die Luft ist klar. Man kann kilometerweit gucken, ohne sein Fernglas bemühen zu müssen.
Natur so nah wie hier ist wirklich selten in Deutschland, besonders dann, wann man so wie wir aus einem Ballungszentrum wie Köln kommt.

Des öfteren stoppen wir an mehr oder weniger geeigneten Aussichtspunkten und machen unsere Bilder von Landschaft, Natur und Wohnmobil.
Jetzt verstehe ich übrigens auch, warum man für die streckenmäßig wenigen Kilometer von Baden-Baden bis Freudenstadt mitunter etwas länger braucht…
Überall will man stoppen, überall ein paar Bilder machen. Mit offenem Mund staunen und sich an den Schönheiten erfreuen!
Parkgelegenheiten gibt es auch für Wohnmobile reichlich, wenn auch nicht immer direkt am Abgrund mit dem natürlich besten Ausblick.
Und wenn man meint die schönste Ecke gesehen zu haben und gerade wieder losgefahren ist, dann kommt man 300 Meter weiter und eine Kurve später wieder an eine tolle Ecke, wo man schon wieder anhalten kann.
Und so fahren wir im Stop & Go durch den Schwarzwald...

„Touristisch erschlossen“ ist das Gebiet der Schwarzwaldhochstraße stellenweise natürlich auch.
Schon der Reiseführer erwähnt, dass der souvenirliebende Besucher wohl als aller erstes am ersten größeren Bezugspunkt der Hochstraße pausieren wird und dies auch tun sollte:
Der Mummelsee!
Knappe 45 Minuten nach unserem Start auf die Hochstraße erreichen wir dann dieses größere Parkareal mit Buden, Attraktionen und Verkaufsständen am Wegesrand.
Wow! 45 Minuten für 23 Kilometer, das dürfte so eine Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp über 30 km/h sein. So langsam waren wir auch noch nie mit dem Wohnmobil unterwegs. Wie gesagt, wir haben viel und oft angehalten...

Nach der tollen Natur aber freuen wir uns nun darauf zum ersten Mal vollständig im Schwarzwaldklischee mit Schinken, Honig, Kuckucksuhr und Co einzutauchen.
Wir lieben das! Angeheizt durch die traumhafte Gegend käme es einer Blasphemie gleich, wenn wir hier nichts kaufen würden. Wenigstens ein paar Postkarten sollten doch wohl mindestens drin sein. ;-)

Parkplätze finden sich hier oben natürlich zuhauf, obgleich die Mehrheit für PKW reserviert sind. Etwas abseits finden sich dann noch Busparkplätze, für Wohnmobile hingegen haben wir kein Schild gesehen.
Macht aber nichts, zwischen PKW- und Busparkplatz finden sich einige größere Buchten, in denen wir (und einige andere auch) mit dem Wohnmobil stehen.
Wer auch hier hin kommen möchte: Unser Parkplatz findet sich exakt bei N 48.60900° / E 8.19701°.
Wir haben gerade den Motor abgestellt und wollen uns im Badezimmer kurz frisch machen, da fängt es wie aus Kübeln an zu schütten!
Der Prasselregen ist so heftig, dass die vorbeifahrenden Autos auf der Landstraße stehen bleiben müssen, weil man absolut nichts mehr erkennen kann.
Auch bildet sich sofort ein kräftiger feuchter Überzug auf der Straße, der an einigen Stellen durchaus den Charakter eines kleinen Baches annimmt. :-o
Ein Glück, dass wir gerade jetzt sowieso schon angehalten haben, denn das ist echt gefährlich!
So brauchen wir natürlich auch gar nicht erst auf die andere Straßenseite gehen.
Trotz Schirm wären wir innerhalb von Sekunden pitschenass!
Wir machen also das beste draus und hoffen, dass der Regen genau so schnell wieder aufhört, wie er begonnen hat.

Zum Glück dauert der Prasselregen wirklich nicht sehr lang. Scheint so, als wolle eine besonders hartnäckige Wolke sich mal eben kurz ausschütten, bevor sie über den Hang in unserem Rücken drüber springen kann.
Knapp 4 Minuten dauert der Regen, es reicht grad mal für eine kurze Toilettenpause.
Es tröpfelt zwar noch etwas nach, aber wir können gefahrlos die Straße ohne Schwimmflügelchen überqueren.
Auf der anderen Seite angekommen steigt uns als aller erstes der Duft von frisch gebackenem Brot in die Nase!
Mjam, mjam, das ist aber gemein!
Denn das macht Hunger!
Der herzhafte Duft von frischem Brot stammt übrigens aus einem Steinbackofen gleich neben einem großen Laden, der dieses frische Schwarzwälder Holzofenbrot im Laden verkauft.
Selbstredend, dass wir davon probieren müssen!

Einmal drin im Laden zappeln wir dann natürlich wie die Fliege im Netz der Spinne. ;-)
Macht aber nichts, ist trotzdem schön!
Der Laden ist rappelvoll und wir haben Mühe uns alles anzuschauen. Und das ist eine Menge zum gucken! Selbstverständlich erfüllt der Laden vollumfänglich das erwartete Klischee, denn als erstes findet sich Schwarzwälder Schinken vor hübsch dekorierter Kulisse mit Holz und Tischdeckchen. Entweder als Einzelstück oder als Geschenkverpackung mit Holzbrettchen zum Vespern mit Messer und einer kleinen Flasche Kirschwasser.
Aber auch fertig zum Sofortverzehr im Brötchen oder auf Brot wird der Schinken von der Frischetheke angeboten. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass man Schinken nicht mag, gibt es alternativ frisches Steinofenbrot mit fett Schmalz drauf. Wow!
Gleich daneben kommt der fast schon obligatorische Schwarzwälder Honig, hübsch verpackt im blickdichten Eimer zu je 2,5 Kilo der Bottich.
Ja sind die des Wahnsinns? Wer soll denn 2,5 Kilo Honig verputzen, wenn wir so schon fast ein halbes Jahr für ein einfaches Gläschen brauchen???
Zeit zum wundern über den 10- Jahresvorrat Honig haben wir indes jedoch nicht, denn schon die nächste Ecke rundet das Klischee ab: Kuckucksuhren!
Es tickert, es tackert und es kuckuckt derart auf uns ein, dass man von den Pendelbewegungen (besonders von den kleinen Uhren) schnell seekrank werden könnte.
Dennoch: Ich könnte mich reinsetzen so schön kitschig ist das.
Die Ernüchterung folgt dann allerdings bei einem Blick auf das Preisschildchen. :-o
Wäre ich reicher Ami und hätte eine Kreditkarte Gold / Platin oder die schwarze AMEX ohne Limit, der Laden wäre wohl mein, keine Frage!
Aber so müssen wir haushalten…

Ganz ohne „Beute“ wollen wir den Laden natürlich nicht verlassen!
So kaufen wir zumindest schonmal eines dieser Steinofenbrote und damit ich auch lecker was für drauf hab, greife ich in einer etwas verstecken Ecke aus einer Kühltruhe nach einem kleinen Töpfchen Schmalz.
Das Schmalzbrot aus der Frischetheke hat nun mal Appetit gemacht…
Wir kämpfen uns nun vor bis zur Kasse an der Frischetheke, wo wir auch unser Steinofenbrot bestellen wollen.
Damit ich mein Geld aus der Börse nehmen kann, fummele ich in meiner Hosentasche und stelle gleichzeitig mein Schmalztöpfchen auf der Theke ab.
Das hätte ich wohl besser nicht getan, denn einige rüstige Rentnerinnen, die gerade versuchen sich derart unverschämt vorzudränglen und mit einem 50-Euro-Schein links und einem fetten Schinkenstück rechts winken, wollen mir plötzlich das Schmalztöpfchen klauen!
„Und das hier auch noch“ ruft die locker 90- jährige Schachtel der Verkäuferin zu, als sie sich MEIN Schmalztöpfchen greifen will. :-o
„Hey-hey, so nicht meine werten Damen!!“ und mit einem blitzschnellen Griff gelingt es mir, mein Schmalztöpfchen zu sichern, kurz bevor die knochigen Fingerspitzen der alten Lady mein Töpfchen erreichen.
Das ist ja schlimmer hier wie beim Sommerschlussverkauf!
Die Oma guckt mich böse an!
Zum Glück rettet mich die Verkäuferin, indem sie den Damen an die etwas abseits stehende Kühltruhe verweist, ich deute fast schon entschuldigend ebenfalls mit meinem Finger in die Richtung.
Blöde Schrulle!
Erst vordrängeln, schubsen und dann auch noch böse gucken.
Jeder andere hätte von mir eine verbale Ohrfeige für soviel Frechheit bekommen! Komischerweise gerate ich bei sowas grundsätzlich immer an alte gebrechliche Ömchen, wo ich mir bei deren Frechheit, mit Ausnahme eines Schulterzucken, einfach nicht zu helfen weiß.
Ich werde dann immer irgendwie zur Salzsäule…
Fast schon müsste man Mitleid mit denen haben, denn später werden wir bei Rückkehr zu unserem Wohnmobil noch sehen, dass sie mit 40 anderen älteren Menschen in einen riesigen Bus steigen wird. Dieses „Reisen nach Fahrplan“ wäre für mich wohl eine der größten Strafen…

Wieder frei aus dem Tumult überlegen wir, was wir als nächstes machen können.
Zurück zum Wohnmobil wollen wir noch nicht, wir sind ja eigentlich genug gefahren.
Also spazieren wir über den Parkplatz einmal rüber zum Mummelsee.

Der See selber ist deutlich kleiner, als ich es mir vorgestellt habe.
Wirklich überschaubar.
Man kann ein paar Tretboote mieten, aber in Anbetracht des Wetters und des begrenzten Aktionsradius ist das nicht wirklich eine verlockende Alternative.
Wir überlegen kurz, ob wir den See vielleicht einmal komplett zu Fuß umrunden sollen, entscheiden uns dann aber, aufgrund des matschigen Waldbodens, doch dagegen.

Einzig eine Infotafel am Mummelsee mit einer netten Geschichte erweckt unsere Aufmerksamkeit. Der nur wenige Meter tiefe See soll nämlich tatsächlich Nixen beheimaten.
Und nicht nur das, auch der Seekönig sei hier wohl anzutreffen.
„Wo genau wohnen die denn da drin?“ Ist das so eine Nummer wie mit dem Loch Ness?
Ganz besonders interessant ist aber der Hinweis aus 17 Jahrhundert, dass eine offizielle (!) Untersuchung des Sees festgestellt hat, dass zum einen kein Fisch im See leben kann und zum anderen sofort ein Unwetter los bricht, sobald man einen Stein ins Wasser werfe.
Aha! Ja nee, is klar…
Die wissenschaftlichen Untersuchungen im Jahre 1678 mag ich jetzt nicht unbedingt grundsätzlich anzweifeln, aber ein klein wenig Skepsis sei mir bitte zugestanden.
Stein ins Wasser = Unwetter, so ein Blödsinn!
Ob die Leute sowas früher wirklich geglaubt haben?
Ich schlage Anja vor dies doch mal eben auszuprobieren, doch meine Liebste rät davon dringend ab.
Sie meint das letzte Beinahe- Unwetter sei doch gerade erst wenige Minuten her und wir mussten dann im Wohnmobil den kurzen Schauer abwarten.
Das sei, so meint sie, bestimmt auch ein Steinewerfer Schuld gewesen und auf weitere Prasselregen könne man ruhig verzichten.
Wie langweilig! ;-)
„Vielleicht so ein ganz kleinen Kiesel?“ gucke ich fragend.
Anja schüttelt mit dem Kopf: „Da, guck mal, was mit dem Markgrafen und den geweihten Eicheln passiert ist!“.
Schon der nächste Absatz auf der Info- Tafel offenbart, dass ein Markgraf wohl mal ein paar geweihte Eicheln in den See warf und zur Strafe ein schreckliches Ungeheuer aus dem See entstiegen sei.
Was bitte? Ein Ungeheuer? Wegen ein paar geweihten Eicheln? Das ganze wirft natürlich gleich mal 2 weitere Fragen auf!
1. Was sind denn eigentlich „geweihte Eicheln?“
2. Und überhaupt: In einem See, der grad mal 18 Meter tief ist, wo auch noch die Nixen wohnen sollen UND der Seekönig wohnt auch darin, soll auch noch Platz für ein Seeungeheuer sein?
In dem Teich?
Kleine Verständnisfrage: Wo schlafen die denn alle? ;-)

Aber ich sehe schon, mit reiner Physik und Logik brauche ich da jetzt nicht kommen.
Und wenn ich jetzt wirklich einen Stein ins Wasser werfe und es fängt zufällig (mit der Betonung auf ZUFÄLLIG!) an zu regnen, dann ist es ganz bestimmt trotzdem meine Schuld :-/
Also lassen wir das und spazieren so lieber trockenen Fußes zurück zum Wohnmobil.
Bevor am Ende noch einer der umtriebigen Seebewohner nach unserem Regenschirm greift...

Zurück am Wohnmobil (die Zahl der Reisebusse hat sich mittlerweile deutlich erhöht!) setzen wir unsere Reise auf der B 500 weiter in Richtung Süden fort, die Uhr zeigt gerade mal viertel nach 3.
Wieder fängt es an ein ganz klein wenig zu regnen.
Ob jemand doch gerade einen Stein ins Wasser geworfen hat? Ich wage nicht zu fragen ;-)

Nach der Abfahrt beginnt Anja als Bordnavigator die möglichen Campingplätze für die Nacht heraus zu suchen. Gleich 2 Plätze finden sich in unmittelbarer Nähe zu Freudenstadt, die glücklicherweise auch beide die ACSI- CampingCard akzeptieren.
Der erste auf der Route wäre der Campingplatz Langenwald, dieser liegt von uns aus gesehen etwa 3 Kilometer vor Freudenstadt. Die Alternative wäre der Campingplatz Königskanzel, dieser liegt etwa 9 Kilometer hinter Freudenstadt.
Von der Ausstattung her klingen beide Campingplätze im Campingführer nahezu identisch, also lassen wir die Entscheidung erst einmal offen und wollen, wenn wir den CP Langenwald erreichen, vor Ort die Entscheidung treffen.

Der Rest der Schwarzwaldhochstraße verläuft unspektakulär.
Keine nennenswerten fahrerischen Herausforderungen, keine besonderen Steigungen oder Gefälle.
Klar haben wir noch das ein oder andere Mal tolle Ausblicke auf die Natur und die Umgebung und ich bin sicher, dass Wanderer hier ein totales El Dorado vorfinden werden.
Aber mit Ausnahme des Mummelsees war für uns als Wanderverweigerer bis jetzt nicht wirklich was zum Entdecken dabei. Viel Natur eben...

Fast schon geräuschlos gleiten wir die das restliche Stück der B 500 herunter, bis diese auf die B 28 mündet und wir final gegen kurz vor 16 Uhr in Freudenstadt eintreffen.
Das ging mir ehrlich gesagt ein bisschen zu schnell!
Ich hätte gedacht, dass die Schwarzwaldhochstraße deutlich länger wäre und der Mummelsee nur eine von unzähligen Möglichkeiten darstellt, wo man sich Schinken, Honig und Kuckucksuhren angucken kann ;-)
Aber dennoch ist natürlich die Natur besonders für den Beifahrer wirklich was fürs Auge.
Fazit: Schwarzwaldhochstraße mit dem Wohnmobil? Jederzeit und gerne wieder!


Soweit unser Auszug aus dem Reisetagebuch.
Ein paar Bilder hab ich natürlich auch mitgebracht, obgleich das Wetter an diesem Tag mit etwas Regen recht grauselig war.
Wer mehr sehen mag und sich auch noch für den Rest der Reise über Freudenstadt, Schiltach, Triberg und den Titisee einlesen mag, der sei hiermit gerne eingeladen: --> Link

Alle besuchten SPs auf dieser Reise habe ich natürlich unserer Datenbank hinzugefügt.
Besonders das Städtchen Schiltach mit seinem kostenlosen Parkplatz direkt am Ufer ist wirklich ein Traum: --> Link

So und wer Lust hat, mit mir und den anderen über die wissenschaftlichen Untersuchungsmethoden Anno 1678 am Mummelsee zu diskutieren, ich stehe "frei" :D


Björn

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Chris_62 am 11 Jan 2010 18:07:40

Lieber Björn ,

ich bin erst beim Aal Hinnerk und hab schon Bauchweh vor Lachen :kuller:

Köstlich geschrieben ! :daumen2:

bw am 11 Jan 2010 18:18:53

Der Bericht ist ja wohl genial geschrieben. Die Phantasie wird derart schön angeregt, daß man sich fast körperlich im Schwarzwald fühlt.

WIRKLICH KLASSE!!

Anzeige vom Forum


jodimen am 13 Jan 2010 13:20:40

hallo Björn,
wieder einmal ein ganz toller Reisebericht, einige habe ich schon gelesen, wie Nordcap, Schottland, Ostfriesland, Cuxland.
Einfach super, ein herzliches Dankeschön für so viel Lesestoff !

Joachim

WeißerWolf am 13 Jan 2010 15:54:36

Hallo Björn !!

Sehr nett geschriebener Reisebericht.
Die Region liegt bei mir vor der "Haustür" aber aus der Sicht eines Besuchers auch für mich interessant und super-beschrieben. Besonders die Mummelsee-Erlebnisse sind sehr treffend und witzig erzählt.

Danke White

CKgroupie am 13 Jan 2010 18:32:13

Hallo Björn,
schöner Reisebericht, den ich wieder mit großem Vergnügen gelesen habe!

Die Schwarzwaldklinik... na ja :D. Sooo viel hast Du da nicht verpasst. Ich war da früher (als wir noch in Freiburg studierten) ziemlich oft, weil alle Freunde immer dorthin wollten. Damals war die Schwarzwaldklinik noch ganz großes Thema. Sie sieht aber wirklich aus wie im Vorspann und in den Garten kann man auch gucken, aber damals war es höllisch voll (wird jetzt vermutlich nicht mehr so sein) und man musste sozusagen "anstehen", damit man ein Foto machen konnte!

Wirst Du solche Kurzreisen nicht vermissen, wenn Du auf Wowa umsteigst? Oder denkst Du, dass ihr die dann trotzdem machen werdet?

Aretousa am 13 Jan 2010 19:12:07

Danke Björn, für 2 vergnügliche Stunden mit dir und Anja im Schwarzwald.
Superreisebericht und das mit der Konuskarte sollte man mal im Auge behalten. Und was ist das mit dem Umsteigen auf Wowa??? Da habe ich wohl was verpasst????

LowCostDriver am 13 Jan 2010 20:50:02

Hallo ihr Lieben,

vielen Dank für euer freundliches Feedback.
So etwas lese ich natürlich immer wieder gern :wink:

Und ja: Das mit der Konuskarte ist eine richtig gute Sache finde ich!
Hätten wir eher was von wissen müssen, dann hätten wir die Karte deutlich besser eingesetzt. :?

Nicole: Schwarzwaldklinik war das einzige, was ich als Kind noch gucken durfte. Danach musste ich immer ins Bett :(
Damals war die Alternative ARD oder die Talkrunde / Aktuelle Stunde im WDR. Mehr TV hatten wir nicht :?
Zum Glück wählten meine Eltern am gemeinschaftlichen Fernseher dann das ZDF, sodass ich eben auch SchWK mitgucken durfte :D
Mit der Zeit entwickelst du dann einen gewissen "Spleen", der so weit bis heute reicht, dass ich sogar die letzten gezeigten Serienspecials geguckt habe und entsetzt war, dass Prof Brinkmann im letzten nur noch 2 Sätze sagen durfte / konnte :( )
Auch Anja konnte es kaum glauben. Obwohl es bei ihr wohl eher daran lag, dass ich freiwillig etwas im ZDF schaute... :D :D

Lena: Mensch, du musst mal mehr in unserem Schwesterforum mit den Wohnwagens lesen :D
Schau mal hier: --> Link

Das Thema ist nach wie vor aktuell und wir schauen nach wie vor nach einem eventuellen "angehängten" Nachfolger für unser Wohnmobil.
Aktuell hat sich allerdings auch wieder ein Wohnmobil "eingeschlichen", was ich wohl gekauft hätte, wenn nicht ein anderer schneller gewesen wäre :x
Naja, passiert.
Wir sind derzeit offen für alles (ob Womo oder Wowa).
Aber wenn sich nichts anbietet, fahren wir auch noch ein weiteres Jahr mit unserem Mobil weiter.
Aber so langsam wollen wir uns "verbessern"...


Björn

Aretousa am 13 Jan 2010 21:07:55

LowCostDriver hat geschrieben:

Lena: Mensch, du musst mal mehr in unserem Schwesterforum mit den Wohnwagens lesen :D
Schau mal hier: --> Link

Björn

Hab mal geschaut, jetzt bin ich im Bilde. Aber, ich fände es schon schade dich an die "Anhänger-ziehende-Zunft" zu verlieren.
Ich bin passionierte Wohnmobilnutzerin, eher würde ich zum Zelt zurückkehren als einen Wohnwagen hinter mir her zu schleppen. Mit einer Ausnahme, wenn ich mal überhaupt nicht mehr krabbeln kann, liese ich mich zu einem Dauerstellplatz an einem idyllischen Ort (bevorzugt Bretagne) überreden.

Chris_62 am 13 Jan 2010 21:30:52

Hallo Björn ,

du schreibst , du wärst offen für alles........

dann hab ich was für dich :D

--> Link

....würde dir ein weisser Kittel stehn ... :gruebel: ???

:rofl:

LowCostDriver am 13 Jan 2010 21:33:06

Das ist zwar völlig OT, aber ihr könnt mich ja einem Moderator melden :D

Das ist schon eine komische Sache mit den Wohnwagen.
Wir haben uns schon vor einiger Zeit einige Fahrzeuge angeschaut (besonders in NL, da sind die günstiger! Auch beim Obelink neu zu bekommen!!).
Besonders erfreut bin ich hierbei immer wieder von den freundlichen Preisschildern gewesen, die mir im Gegensatz zum Mobil ein deutlich moderneres Fahrzeug anbieten, aber sowohl im Kauf, wie auch in den laufenden Kosten einfach weniger Geld verschlingen.
Und schau Lena: Wir fahren doch eh meist auf CP.
Ettlingen war eine Ausnahme, weil es schon so spät war.
Hätte ein CP noch geöffnet gehabt, ich wäre dahin gefahren.
Am nächsten Morgen hab ich es dann auch ein ganz klein wenig bereut, weil ich halt nicht duschen konnte.
Das ist das größte Manko an unserem Mobil.
Suche ich mir dann einen SP mit Dusche, kann ich auch mit der ACSI gleich auf einen CP fahren. Da habe ich mehr Platz und ist u.U. auch noch günstiger...

Also gehe ich als "Vernunftmensch" an die Wohnwagen dran und erfreue mich an den schönen Einrichtungen.
Aber ich musste gleich lernen: Bis 1100 (max 1200kg) mit schöner Sitzgruppe, gr. Badezimmer aber vor allem frz. Bett im Bug oder Heck?
Kaum eine Chance!
Es gibt zwar ein paar schöne, auch bezahlbar, aber dann gleich mit 1300 kg.
Also muss erstmal der passende Zugwagen her!
Gut, denke ich, ich hab schonmal ein paar Volvos gefahren (ohne Hänger aber) und tausende von Holländern können sich auch nicht irren ( :D ), also guckste mal.
Und siehe da: Volvo gefällt mir richtig gut!
Nun aber hast du das Dilemma, dass der Volvo als Benziner wie Schlucke das Benzin wegschluckt und als Diesel in unserer Preisklasse nicht mit einer grünen Plakette aufwartet.
Geht also gar nicht, muss ja auch mal zur Arbeit kommen (auch morgen noch) und da ich in Köln in der Umweltzone sitze...
Am schlimmsten aber war der Wohnwagen, wie er dann da stand.
So unhandlich und "immobil" irgendwie :D
So mit seiner Deichsel und so. :gruebel:
Ich hab mich schon auf dem Platz "schieben" sehen :?

Und dann kam dieses Angebot mit dem Wohnmobil.
Knaus Traveller auf dem schicken 230er Basisfahrzeug, wie ich es so gerne haben wollte. 96er Baujahr, 111 TKM für 9.5 TEUR.
Hätte ich wohl genommen, auch wenn es "nur" der 82 PS- Motor war.
Die Verkäuferin freundlich und total nett am Telefon.
Aber dann hat ihn mir einer vor der Nase weggekauft, der leider schon vorher angerufen und den Wagen reserviert hatte :?

Naja und nun sind wir auf einmal wieder offen :nixweiss:

Chris_62 hat geschrieben:Hallo Björn ,

du schreibst , du wärst offen für alles........

dann hab ich was für dich :D

--> Link

....würde dir ein weisser Kittel stehn ... :gruebel: ???

:rofl:


Die kaufe ich :D
und draußen auf der Wiese mache ich einen Wohnmobilstellplatz davor.
Puh Christine, hast mich gerettet.
Mit der "Schwarzwaldklinik" sind wir auch wieder ON-Topic :wink:

Chris_62 am 13 Jan 2010 21:47:36

Abgemacht !

Wenn du in Urlaub bist , mit was auch immer .......... :wink:

vertrete ich dich würdig .....

:daumen2:

Ich persönlich , fand den Wohnwagen mit kleinen Kindern und auch Schulpflichtigen , praktischer !

Da kann man dann das Schneckenhaus mit oder ohne Kiddys stehen lassen und auf Erkundung mit dem PKW gehn.....

Aber das ist nur meine Meinung !

Die Qual der Wahl habt ihr !

Falls Kinder geplant sind , dachte ich.......ihr seid a noch jung........

:wink:

Aretousa am 13 Jan 2010 22:31:44

Ich erlaube mir auch noch ein wenig O.T. zu bleiben. O.K. Ihr fahrt am ehesten auf Campingplätze, aber willst du dann immer mit dem Anhänger weiterzockeln? Ich glaube eher ihr machts dann wie viele andere Wohnwagenbesitzer und stellt den Wohnwagen auf den Campingplatz und reist mit dem Auto rum. Ich erlebte das bei meiner Schwägerin. Gleiches Urlaubsziel wie wir. Irland oder auch Griechenland z.B. Während wir mit dem Wohnmobil 2000km fuhren hatten sie beim PKW 3000km auf dem Tacho. Wir sahen viel mehr als sie und mussten nicht immer wenn wir an einem schönen Ort vorbei kamen zum morgentlichen Ausgangspunkt zurück. Gut, wir fahren sehr häufig- derzeit fast ausschließlich auf Stellplätze, aber schon zu Zeltzeiten- wir hatten 2 riesige Steilwandzelte, haben wir oft gegen Abend aufgebaut, um am nächsten Morgen weiterzufahren und auch damals konnten Planungen ohne weiteres umgeworfen werden und Routen ganz neu gestaltet werden. Es ist natürlich nicht meine Absicht dich irgendwie zu überzeugen- ist einfach nur meine Einstellung.

CKgroupie am 13 Jan 2010 22:52:29

Noch ganz schnell ein klitzekleines OT Posting auch von mir :D.

Ich glaube im "langen Urlaub" könnte ich auch gut mit dem Wohnwagen fahren statt mit dem Womo, denn wir fahren auch hauptsächlich auf Campingplätze. Mit den Kindern ist das ohnehin viel schöner und man fährt auch sowieso nicht so viel rum wie alleine.

Aber die Kurzurlaube? Die würden mir fehlen, obwohl wir sie viel zu selten machen können. Aber ich finde es einfach toll auch nur mal ein WOchenende weg zu fahren und etwas zu sehen. Und das macht man mit dem Wohnwagen bestimmt seltener. Besonders wenn der Wowa irgendwo in einer Halle steht und nicht zuhause vor der Tür.

Obwohl... ihr habt euer Wohni auch nicht vor der Tür stehen, oder?

LowCostDriver am 13 Jan 2010 23:04:29

Also im Winter nicht, da steht er ja immer beim Bauern, das sind 10 km von hier.
Aber im Sommer steht er immer hier vor der Tür.
Ich gebe euch Recht, was das kurzfristige Aufbrechen angeht.
Das geht mit dem Wowa nur schwerlich, weil man mehr Vorlauf benötigt.
Ich sehe das an Anjas Cousin. Die haben einen Wowa und fahren damit 2x im Jahr in Urlaub, 1x davon immer nach Schweden.
Das wird langfristig vorgeplant.
Hab mal gefragt, was sie so an Vorlauf brauchen, wenn sie kurzfristig weg wollten.
"Da gehen wir ins Hotel" war die Antwort, den Wowa startklar machen sei zu aufwendig :D

Das würde mir sicherlich fehlen und auf Übernachtungszahlen wie in 2009 (54) kommen wir mit dem Wowa sicherlich auch nicht mehr.

Aber mit unserem Wohnmobil bin ich halt nicht mehr vollumfänglich zufrieden. Dies bedeutet aber nicht, dass wir auf Biegen und Brechen neu kaufen müssen.
Von daher sind wir in einer deutlich entspannteren Position, als noch 2007, wo ich UNBEDINGT endlich ein eigenes Womo haben wollte. :D
Da ich aber schon gewisse Ansprüche habe, stellt sich finanziell halt eher ein Wohnwagen ein, was aber keine finale Entscheidung darstellt.
Denn auch für den Wowa ist der Vorlauf nicht unerheblich, wie man ja schon am richtigen Zugfahrzeug sieht (man will ja von Anfang an alles richtig machen :wink: )

Mit den Rundreisen gebe ich dir Recht Lena. Eine Tour wie Schottland, Irland, Südnorwegen oder auch Toscana ist eher was für ein Wohnmobil.
Aber Südfrankreich war im Gegensatz dazu ein klassischer Campingurlaub, wo wir uns ja extra einen Mietwagen genommen haben, um vor Ort mobil zu sein.
Das kann es ja auch nicht sein.
Und da wir unseren persönlichen Focus mindestens genauso auf reinen CP- Urlaub sehen, wie auf Rundreisen, würde sich bei uns immer die Waage einstellen.
Eins ist immer schlecht, egal wie man es dreht :D

Christine: Was die Familie angeht: Ja, eine gewisse Vorplanung gibt es natürlich, da machen wir uns schon so unsere Gedanken.
Einige externe Umstände spielen hier eine nicht unerhebliche Rolle, was ich zwar gern mit dir, aber ungern mit der ganzen Welt teile... :D
Daher schreib ich mal an dieser Stelle dazu nix :wink:

hoelle1 am 14 Jan 2010 11:25:24

Ich denke an der Bezeichnung kann man schon den Vorteil und Nachteil erkennen.
Wohnwagen= Wohnen im Wagen
Reisemobil= Reisen und Mobil

Viele Jahre habe ich einen Wohnwagen genutzt. 1 bis 2 mal im Jahr irgendwo hin und gelebt. Zwischendurch mal einen Ausflug, sehr selten denn es war Urlaub. Übernachten auf dem Weg zum Ziel? Ja, aber sehr,sehr selten, ohne Stützen neh, mit Stützen, ach die Arbeit und kommt man Spät stört man den Nachbarn, fährt man früh ebenfalls. Also fährt man wenn eben möglich durch, das ist Urlaub. Eine tolle Zeit hatten wir mit unseren Zelten, Faltcaravan und Wohnwägen.

Nun haben wir ein Mobil. Ein ganz anderer Urlaub. Die Reise ist das Ziel. Irgendwo hin und unterwegs alles anschauen, dann eine Standpause und wieder zurück auch dort wieder mit Unterbrechungen.

Mit dem Mobil und Fahrrad komme ich überall da hin wo ich früher hätte mit dem Auto hinfahren müssen und wieder zurück auf den CP.

Nachteilg ist es sicherlich mit dem Mobil bei längeren Standzeiten mit der Versorgung ( Essen und trinken), mit dem Pkw kannste du mal schnell einkaufen fahren, mit dem Mobil nicht.

Zusammengefasst: wer im Urlaub ausruhen will und es gemütlich mit Vorzelt und ................. haben möchte ist mit dem Wohnwagen besser bedient. Mehr Aktivität erlaubt das Reisemobil

MfG
Wolfgang

hast29 am 14 Jan 2010 14:19:40

Wir sind zwar OT aber egal...

Auch mit Wohnwagen kann man Wochenend- oder Kurzreisen machen.
Wir haben es jahrelang getan.
Der Wowa war auch immer gepackt, stand zwar beim Bauern, das einzige was halt rein mußte war der Kühlschrankinhalt und Klamotten (wie beim Womo auch). Da unser Wowa nicht genug Zuladung hatte, mußten wir die Stühle ins Auto packen. Ich sage mal wir brauchten ca. ne halbe Stunde länger...

Unterwegs kommt es natürlich drauf an mit was du dich belastest. Sprich Vorzelt, Segel etc... Zum Schluß hatten wir nur noch ein Sonnensegel was ruck zuck auf und abgebaut war.

Wir sind immer ne Woche irgendwo geblieben, haben die Umgebung abgegrast und dann weiter.
Wochenende und Kurzreisen waren halt auf einem Campingplatz und dann sind wir dort unseren Interessen in der Umgebung nachgegangen.

Ich/Wir sind umgestiegen da wir "weiterziehen" wollten. Den Tag mal Tag sein lassen und nicht immer wieder zurück...
Das längste an Ort und Stelle sind derzeit eigentlich 2 Nächte. Dann geht es weiter.

Was ich persönlich gemerkt habe, Wohnwagen und Wohnmobil sind 2 Grundverschiedene Arten das Campingleben zu gestalten.
In der Regel hast du mit einem Mobil ganz andere Interessen als mit einem Wohnwagen.
Mir macht beides Spaß und ich sage auch heute schon, das wenn wir wieder anfangen würden lange an Ort und STelle zu stehen, ich mir wieder einen Wowa zulegen würde. Dieser hätte dann aber die Annehmlichkeiten eines Wohnmobils. Sprich Autark, Markiese usw...
Die Anschaffungskosten wären dann natürlich in diesem Augenblick vergleichbar mit einem Womo ( das passende Auto möchte ich ja dann auch als Zugwagen haben, da ist man rucki zucki bei 60.000 für beides.....)

Nun zu deinem Reisebericht:
Björn,
mal wieder toll. Sind am überlegen ob wir in diesem JAhr mal wieder Deutschland unsicher machen. Da könnte euer Kurztrip ein Teil von sein...

eva b. am 14 Jan 2010 15:34:12

Das war mal wieder ein super Bericht, Björn. Eigentlich wollte ich nur mal kurz reinschauen und bin natürlich hängengeblieben :?
Apropos Hängenbleiben: Wir waren vor etlichen Jahren mal im Schwarzwald. Erinnern kann ich mich noch lebhaft an einen Cp, wo jede Toilettenschüssel eine eigene Luftabsaugvorrichtung hatte, die einen enormen Unterdruck aufgebaut hat :eek:
Ja, ja, das sind bleibende Erinnerungen :D
Schön, dass du wieder schreibst. Siehst du - geht auch ohne Stick :troest:

jschaeferjoc58 am 17 Jan 2010 18:52:10

Hallo Björn,
da ich erst im 2. Jahr Womofahrer bin interessiere ich mich natürlich für Reiseberichte und deiner ist einfach spitze. Ich habe vor ,Ende August ebenfals den Schwarzwald zu erkunden und dabei hilft mir dein Bericht besonders gut weiter, Danke!

Maxima am 18 Jan 2010 12:01:33

Hi Björn,
mal wieder ein echtes Schmankerl Dein Reisebericht!
Nun weiß ich auch endlich, woher der Begriff "Schwarzwald" kommt. Ich war als kleine Göre oft am Mummelsee und hatte allergrößten Respekt vor dem König. :eek:
Zu dem 2,5 kg Eimer Honig, es gibt Menschen, die backen mit Honig!!!Bild
LG
Maxima

LowCostDriver am 19 Jan 2010 18:15:02

@ all: Vielen Dank für euer nettes Feedback!
Das lese ich ja immer besonders gern :)

@ maxima: Echt?
Hättest mal besser ein paar Eicheln in den See geworfen :D :D

btw: Was kann man denn mit Honig backen außer Lebkuchen? :nixweiss:

Maxima am 19 Jan 2010 18:40:00

LowCostDriver hat geschrieben:Hättest mal besser ein paar Eicheln in den See geworfen :D :D
btw: Was kann man denn mit Honig backen außer Lebkuchen? :nixweiss:


Hi Björn,
ich hatte leider keine geweihten Eicheln! :D
Backen mit Honig? Guckst Du hier:
--> Link
--> Link
Hefeteig wird ganz besonders lecker mit Honig, lediglich für Streusel nehme ich Zucker, man kann sie aber auch mit Honig herstellen, ist ein bißchen mehr Arbeit. :wink:
LG
Maxima

Chris_62 am 19 Jan 2010 20:21:55

Hallöle ,

Honig ist ja auch sehr schwer......

Wir haben früher öfters ein 1 Kilo Eimer zu viert in 2 Monaten aufs Brot oder Weckle geschmiert :wink:

Der Mummelsee-Honig war bestimmt Tannenhonig , der ist x tra kräftig vom Geschmack ...sollte den Touris reichen bis zum nächsten Schwarzwaldurlaub :D

ps wenn ich scannen könnte ...ich hätte da noch Fotos :D , Bruderherz mit Lederbuxe und Schwarzwaldmädle Christine im Dirndl...... :kuller:

Maxima am 19 Jan 2010 20:37:06

Chris_62 hat geschrieben:ps wenn ich scannen könnte ...ich hätte da noch Fotos :D , Bruderherz mit Lederbuxe und Schwarzwaldmädle Christine im Dirndl...... :kuller:


Hi Chris,
und wenn Du mit der Digicam einfach abfotografierst? Will sehen!
LG
Maxima

PS: zum Backen ist Tannenhonig zu kräftig, ich nehme Akazienhonig :D

Chris_62 am 19 Jan 2010 21:36:28

Maxima , ich glaub das will keiner sehen...... :D

Hier hab ich noch was druckfrisch aus dem Schwarzwald :

--> Link

phoenix am 04 Apr 2010 13:23:09

Hallo Schwarzwaldkenner,

wir planen am Ostermontag in den Schwarzwald zu fahren, Ziel ist Baiersbronn, da wir unser Wohnmobil nur von April bis Oktober nutzen, haben wir nur Sommerreifen(mit gutem Profil).
Nun meine Fragen: ist das befahren zur Zeit mit Sommerreifen problemlos möglich, wir planen über die Schwarzwaldhochstraße anzureisen, oder ist es sinnvoller durch´s Murgtal zu fahren? Ist der Stellplatz in Baiersbronn zur Zeit sehr voll, oder ist da noch ein Plätzchen für uns frei?

Frohe Ostern wünscht

Franz-Bernd

adlatus am 04 Apr 2010 15:41:34

Im Nordschwarzwald braucht es zur Zeit keine Winterreifen mehr. Letzte Schneereste sind zwar vorhanden, aber nicht auf den Straßen. Ich würde über das Murgtal reisen, das gefällt mir persönlich besser. Den Stellplatz in Baiersbronn kenne ich nicht perönlich, aber um diese Jahreszeit findet sich dort sicher ein Platz. Und wenn nicht, sind weitere Stellplätze nicht wirklich weit entfernt.

Viele aus Baden
Frank

phoenix am 04 Apr 2010 18:20:39

Hallo Frank,

danke für die Auskunft.

Franz-Bernd

Advantage am 04 Apr 2010 19:53:25

Also Heute gibt es bei uns alles:

Sonne, Regen und Graupelschauer, aber ab Dienstag dieser Woche ist Sonnenschein und bis zu 17 Grad angesagt.

Der Schnee ist fast vollkommen weg, nur am Melieskopf -und Untersmattskihang gibt es noch Reste.

Die Strecke von Baden-Baden nach Freudenstadt über Schliefkopf, Alexanderschanze ist für mich die "Schönste" das Murgtal ist nicht sooo interessant, da es dort keine Ausblicke in die Rheinebene gibt. Der "kleine Abstecher" vom Sand zur Schwarzenbachtalsperre sollte man jedoch schon einplanen. Auf der kurzen Strecke, gibt es noch einen kleinen CP. (Herrenwies) An der Schwarzenbachtalsperre selbst sind sehr große Parkflächen.

WOMO Verbotsschilder habe ich noch nicht bewußt wahrgenommen. ( möchte mich aber nicht fest legen, da ich natürlich 20 km vor der Haustür nicht übernachte)

... und nach dem Reisebericht lese ich wieder, in welch einer "Schönen Gegend wir wohnen" Mensch !!!, wieso fahren wir eigentlich immer so weit weg :D :D :D

aus Baden-Baden

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