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Zeckenimpfung


Goldkind am 09 Feb 2010 18:43:42

Hallo an alle Schwedenurlauber,

da wir noch unschlüssig sind, ob wir uns für unseren Schwedenurlaub gegen FSME impfen lassen sollen, wollte ich hier mal fragen, wie ihr das handhabt oder gehandhabt habt vor eurem Schwedenurlaub.

Viele , Steffi

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conga am 09 Feb 2010 19:00:17

Abgesehen davon, dass die FSME-Impfung sowieso höchst umstritten ist, kannst Du hier erfahren:
--> Link
dass es in Schweden fast keine Gefahr gibt.

Suse am 09 Feb 2010 19:06:54

Hallo Steffi,

Wir waren schon oft in Skandinavien,
haben uns bislang noch nicht impfen lassen.
Wir haben im Schweden " MYGGA " Mückenschutz gekauft
sind von der Wirkung begeistert.

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Goldkind am 09 Feb 2010 19:29:48

Inwiefern ist die Impfung umstritten?

Die Gebiete in Schweden, die als Risikogebiete gekennzeichnet sind, werden wir aufjedenfall bereisen (Ostküste bis Stockholm) . Ich möchte mich im Urlaub nicht einschränken und auch ohne schlechtes Gefühl z.B. im Gras picknicken. Eine überflüssige Dosis Impfstoff muss aber natürlich auch nicht sein. :nein:

Tipsel am 09 Feb 2010 20:27:56

FSME kommt relativ selten vor und über Nebenwirkungen gibts einiges über Google zu finden.
Jedenfalls gings unsrer Tochter 3 Wochen lang richtig schlecht und sie lässt sich mit Sicherheit nicht mehr dagegen impfen.

Weitaus häufiger als FSME wird Borreliose übertragen, aber dagegen kann man sich nicht impfen lassen.

conga am 09 Feb 2010 21:00:30

Wie Tipsel gesagt, Nebenwirkungen äußerst unklar, aber insbesondere bei Kindern heftige Raktionen.
Dann rechne Dir mal das Risiko aus, auf Wikipedia findest Du das dargestellt:
bis 2006 Risikogebiet: 1 Erkrankung pro 1 Jahr oder 5 Erkrankungen pro 5 Jahre in einem Landkreis! Ein Hochrisikogebiet bedeutet 25 Erkrankungen in 5 Jahren.
Neuerdings Risiko = deutlich höher als 1,3 Erkrankungen / 100.000 Einwohner.
Nehmen wir mal die schlimmsten Zahlen vor der "Durchimpfung" aus dem FSME-durchseuchten Hochrisikoland Österreich: 2500 Erkrankte/2 Mio Einwohner, also etwas mehr als 1 Promille.
Erkrankung bedeutet aber nicht Tod, sondern meist Grippe-ähnlicher Verlauf.
nur 10% der Erkrankten zeigen überhaupt Symptome = 250 von 2 Mio, davon nur 10% zweiter Fieberanstieg = 25 von 2 Mio mit Hirn- oder Hirnhautbeteiligung. Einige davon zeigen schwere Verläufe. Bei 1-2 % dieser Erkrankten kommt es zur Todesfolge. Häufig kommt es auch unter den schweren Verläufen zur völligen Ausheilung.

Wieviele Tote gibt es jährlich durch die stinknormale Grippe?

Hart ist es natürlich, wen man zu den unglücklichen 0,0001 Promille gehört, den eine FSME schlimm erwischt. Aber meiner Meinung nach gibt es viel gefährlichere und häufigere Krankheiten!

In Risikogebieten sind 1-3 % der Zecken infiziert.

alzu am 10 Feb 2010 09:18:51

Hallo,
ich wohne leider in einem ziemlich verseuchten Gebiet und bin daher schon seit fast 30 Jahren (nachdem ein Freund und ein Nachbar gerade noch von der Schippe gesprungen sind) geimpft. Nebenwirkungen hat es weder in der Familie, noch im doch großen Bekantenkreis keine gegeben. Boriolose ist in unserer Gegend nicht so das große Thema, aber da kann ich eine Übertragung rechtzeitig sehen. Muß ich halt immer nach Zeckenbissen genau beobachten. Alles in Allem: Mich beruhigt die Impfung, und wir hatten in den Jahren bestimmt 10 "Überfälle", aber nie Probleme.
aus Linz
Alfred

hast29 am 10 Feb 2010 09:22:55

Hi Steffi,

unsere Kids sind von klein auf dagegen geimpft worden.
Keine nennenswerten Probleme bis auf die üblichen, welche halt mal nach ne Imofung auftreten (leichtes Fieber, unwohlsein)

Wir wollten uns vor 2 oder3 Jahren mal impften lassen. Die erste Spritze haben wir auch bekommen, dann war der Imofstoff mal wieder aus...und dann nicht mehr weiter verfolgt, da der Urlaub zu ende war....

Mich hatte es damals richtig getroffen. Ich hatte Fieber, unwohlsein, fast solche Symptome wie bei einer angehenden Grippe.
Aber nach 2 Tagen war auch das erledigt.

Wenn ihr euch sicherer fühlt mach es.

eisloewe62 am 10 Feb 2010 09:24:35

Tipsel hat geschrieben:Weitaus häufiger als FSME wird Borreliose übertragen, aber dagegen kann man sich nicht impfen lassen.


Davon kann ich ein Lied singen, unser Sohn hatte mit 6 eine Borreliose. Die Symptome sind heftig und beängstigend, aber im Kindesalter lässt sich wohl die Krankheit ausheilen (das hoffen wir zumindest, es ist jetzt immerhin 7 Jahre her).
Ich habe kürzlich einen Irrglauben aufgeben dürfen.
Dachte immer, sehr kalte Winter lassen die Population zurückgehen, das Gegenteill ist der Fall (war zumindest die Aussage in der TV-Sendung).
Die Zecken halten wohl eine Art *Winterschlaf*. Ist es dagegen im Winter wärmer, werden sie eher aktiv und *ermüden* schneller.
Also, auf die Packliste nehme ich gleich mal die Zeckenzange auf.

madeleine am 10 Feb 2010 15:35:37

Hallo,

muss man denn die Zecken-Impfung JEDES Jahr erneuern??? Wir haben uns vor unserem letzten Schweden-Urlaub vor 2 Jahren impfen lassen. Ich hätte im Prinzip nichts dagegen mich noch einmal impfen zu lassen, wenn man es immer wiederholen muss, will aber auch nicht noch einen drauf machen wenn es mit der Impfung vor 2 Jahren ausreichend wäre...

Meine Kusine hatte als Kind 2 Mal (!!) Hirnhautentzündung nach einem Zeckenbiss und hat seit dem wöchentlich 3-4 Mal Migräne-Anfälle... Also, ganz so harmlos "wie eine gewöhnliche Grippe" ist das wohl schon nicht!

:eek: Madeleine

smarty am 10 Feb 2010 19:35:43

Ein guter Übersichtsartikel zu den gängigsten Erkrankungen, die durch Zecken übertragen werden, findet Ihr hier (auch um der leidigen Verwechslung Borreliose/FSME entgegenzuwirken):

--> Link

Zur Verträglichkeit der Impfung ist klar zu sagen, dass hier das Alter des Impflings und die Art der Impfung (prä- oder postexponentiell) zu berücksichtigen ist.

Meiner Meinung nach sollte jeder, der in ein Endemiegebiet fährt, sich
1. mit den vor Ort zu erwartenden Risiken auseinandersetzen,
2. ggf. frühzeitige Prävention betreiben (in diesem Fall also rechtzeitig! Impfung erwägen) und
3. vor Ort eine Exposition vermeiden (Kleidung etc.)
4. Im Übrigen gehört eine Pinzette oder eine "Zeckenkarte" in jedes Reisegepäck!

Viele ,
Smarty

stucki am 10 Feb 2010 20:32:18

Hallo!

Kann mich der Impf-Aufforderung als Schwarzwälder nur anschließen!!!!

Werde seit ca. 15 Jahren immer wieder aufgefrischt und kenne auch einige FSME-Fälle aus dem Bekanntenkreis (Impfgegner:"Des hammer no nie braucht") deren Leben nun eine deutliche Einschränkung bis hin zur Erwerbsunfähigkeit hat (Lähmungen, Dauerschwindel usw.)

Die FSME-Impfung(Viren) hilft allerdings nicht gegen die Borreliose (Bakterien). Hier ist nach dem entfernen einer Zecke unbedingt die Biss-Stelle zu beobachten und beim auftreten eines roten, größer werdenden Hofes ein Arzt aufzusuchen. Borreliose kann mit Antibiotika behandelt werden.

aus dem Hochrisiko-Gebiet

Maggie am 10 Feb 2010 23:33:11

Ihr sprecht hier überwiegend aus dt. Sicht.

Als uns vor 2 oder 3 Jahren diese Impfung empfohlen wurde, war ich sehr zurückhaltend, da ich kein unbedinger Impfnarr bin.
Daher habe ich das Beratungsangebot unserer Krankenkasse in Anspruch genommen.
Ich wurde zurückgerufen von einem Facharzt (muss ich einfach mal so glauben), der erst einmal nach unseren Urlaubszielen fragte.
Als Erklärung führte er an, dass im Ostseeraum und dort vom Baltikum gegen Westen stark im Vormarsch eine sehr aggressive Zeckenart anzutreffen sei.
Sollte das für die nächsten Jahre zu unseren geplanten Zielen gehören, würde er uns das auf jeden Fall empfehlen.
Bei anderen Gebieten müsse man abwägen.

Ob die Biester also auch schon über die Ostsee gekommen sind bis nach Schweden, kann ich dir nicht sagen.

Zur Frage nach der Wiederholungsimpfung habe ich dies hier gefunden:

Die aktive FSME-Impfung besteht aus drei Injektionen. Die ersten beiden werden im Abstand von ein bis drei Monaten verabreicht, die dritte Impfung folgt nach neun bis zwölf Monaten. Der Impfschutz beginnt etwa 14 Tage nach der zweiten Impfung und hält bei Personen unter 60 Jahren rund fünf Jahre an.
Nachzulesen u.a. hier: --> Link

Viele
von
Maggie

travelrebell am 11 Feb 2010 13:41:58

Zecken, in Schweden bei den Kanutouren, Treks usw. hatten wir nicht einmal Zecken, die Biester haben wir ständig im Garten bei uns, also Impfung obligatorisch, zumal Risikogeb. Bei Kleinkindern jedoch etwas Zurückhaltung und sich genaustens informieren...

bobbi am 11 Feb 2010 14:12:10

Auch wie sind schon seit 3 Jahren geimpft und hatten keine Nebenwirkungen gehabt.

junimond am 11 Jun 2012 21:03:11

Ich hab heute noch mit unserm seeehr alternativen Arzt gesprochen.

Er hat mir zu Imfung geraten, wenn man ein "anfälliger" Typ ist.

Ja, das bin ich dann wohl. Hatte neulich nach dem Waldtag 7 Zecken. :roll: :roll: :roll:

Also, Donnerstag gibts Imfung x 4 für uns. :D

schneutzl am 12 Jun 2012 11:16:27

Wir haben uns alle schon vor Jahren impfen lassen. Wenn im Schwedenurlaub unsere Kinder aus den Büschen kamen und mindestens 3 Zecken am Leib hatten, teilweise schon festgebissen, wird man empfindlich. Und in Südschweden soll ein Risikogebiet sein.
Die Erstimpfung war sch***, alle fünf hatten wir grippeähnliche Symptome. Danach merkten wir nix mehr. Jetzt wiederholen wir regelmäßig. Und immer Zirkus beim Arzt bzw. mit der Krankenkasse, ob wir auch in Gesundheit gefährdende Gebiete fahren. Da musste dann immer die Oma in Süddeutschland herhalten.
Und seit mein Cousin ne schwere Meningitis hatte von nem Zeckenbiss und auf Leben und Tod lag, sorgen wir lieber vor.

Wegen der Borrelliose beobachten wir die Stellen, ob sich der rote Ring bildet.
Unser Sohn hatte vor zwei Jahren im gesetzten Alter von 25 Jahren so was, unsere Tochter, der er das zeigte, schickte ihn zum Arzt. Es war eine längere Behandlung erforderlich. Wir erfuhren erst später davon,was waren wir froh,dass so umsichtig gehandelt wurde.

Und ne Pinzette haben wir immer dabei,die kleinen am Schweizer Messer ist sehr geeignet für frische Bisse.

Sabine

Fee am 14 Jun 2012 15:36:19

Wir impfen in unserer Praxis jedes Jahr sehr viele Patienten gegen FSME.
Bisher gab es noch nie nennenwerte Nebenwirkungen.
Ich würde auch auf jeden Fall zur Impfung raten wenn man in ein FSME Gebiet reist.

markgraefin am 14 Jun 2012 16:58:19

Goldkind hat geschrieben:Inwiefern ist die Impfung umstritten?

Die Gebiete in Schweden, die als Risikogebiete gekennzeichnet sind, werden wir aufjedenfall bereisen (Ostküste bis Stockholm) . Ich möchte mich im Urlaub nicht einschränken und auch ohne schlechtes Gefühl z.B. im Gras picknicken. Eine überflüssige Dosis Impfstoff muss aber natürlich auch nicht sein. :nein:


Zecken sitzen eigentlich nicht im Gras, sondern auf Büschen und Sträuchern und wenn du dich mit Kleidung ensprechend schützt hat eine Zecke auch kaum eine Chance.

Und es gibt Leute, die ziemlich heftig auf die Impfung mit Fieber und Gliederschmerzen (ich) reagieren.
Deshalb würde ich mich auch nie wieder impfen lassen.


Markgräfin

matthiast4 am 14 Jun 2012 18:50:22

schneutzl hat geschrieben:Wir haben uns alle schon vor Jahren impfen lassen. Wenn im Schwedenurlaub unsere Kinder aus den Büschen kamen und mindestens 3 Zecken am Leib hatten, teilweise schon festgebissen, wird man empfindlich. Und in Südschweden soll ein Risikogebiet sein.
Die Erstimpfung war sch***, alle fünf hatten wir grippeähnliche Symptome. Danach merkten wir nix mehr. Jetzt wiederholen wir regelmäßig. Und immer Zirkus beim Arzt bzw. mit der Krankenkasse, ob wir auch in Gesundheit gefährdende Gebiete fahren. Da musste dann immer die Oma in Süddeutschland herhalten.
Und seit mein Cousin ne schwere Meningitis hatte von nem Zeckenbiss und auf Leben und Tod lag, sorgen wir lieber vor.

Wegen der Borrelliose beobachten wir die Stellen, ob sich der rote Ring bildet.
Unser Sohn hatte vor zwei Jahren im gesetzten Alter von 25 Jahren so was, unsere Tochter, der er das zeigte, schickte ihn zum Arzt. Es war eine längere Behandlung erforderlich. Wir erfuhren erst später davon,was waren wir froh,dass so umsichtig gehandelt wurde.

Und ne Pinzette haben wir immer dabei,die kleinen am Schweizer Messer ist sehr geeignet für frische Bisse.

Sabine


Nur das nicht zwingend die Wanderröte auftreten muss, man kann auch so Borreliose bekommen. Die Wanderröte tritt nur bei etwa der Hälfte der Erkrankten auf.
Zeckenbiss heißt bei mir, dass ich dann besser mindestens 14 Tage Antibiotika nehme, wurde mir von meinem Arzt so empfohlen und praktiziert er auch selber so, und nach einigen Wochen machen wir dann trotzdem noch mal einen Test.

PS: Für Hunde gibts übrigens eine Impfung

Fee am 16 Jun 2012 11:55:13

markgraefin hat geschrieben:
Goldkind hat geschrieben:Inwiefern ist die Impfung umstritten?

Die Gebiete in Schweden, die als Risikogebiete gekennzeichnet sind, werden wir aufjedenfall bereisen (Ostküste bis Stockholm) . Ich möchte mich im Urlaub nicht einschränken und auch ohne schlechtes Gefühl z.B. im Gras picknicken. Eine überflüssige Dosis Impfstoff muss aber natürlich auch nicht sein. :nein:


Zecken sitzen eigentlich nicht im Gras, sondern auf Büschen und Sträuchern und wenn du dich mit Kleidung ensprechend schützt hat eine Zecke auch kaum eine Chance.

n


Das stimmt nicht, Zecken sitzen sehr, sehr häufig auf Grashalmen

peter1956 am 19 Jun 2012 08:13:23

Ich lasse mich schon seit über 20 Jahren gegen die FSME impfen. Noch nie hatte ich irgendwelche Nebenwirkungen zu spüren bekommen.
Bin bis jetzt blos 1 x von einer Zecke gebissen oder von einer Mücke gestochen worden und habe mir dabei diese Borelien eingefangen. Gegen dies gibt es leider noch keine Schutzimpfung.
Borelien werden meist von Zecken übertragen, kann aber mittlerweile auch schon von Mücken oder ähnlichem übertragen werden. Es kommt halt immer darauf an, wo die Viecher vorher gesessen und sich gestärkt haben.

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