aqua
luftfederung

Auch wenn es nervt , Gurtpflicht ?


calle1966 am 17 Mär 2010 17:38:06

Hallo Leute , ich freue mich hier sicherlich gute Ratschläge zu bekommen .

Ich habe ein Wohnmobil Heku 530 gekauft , Alkovenbett ist einmalig mit 1,80 x2,00 m .

Meine Frage . im Fahrzeugschein steht drin :
8 Sitzplätze , Fahrersitz , Beifahrersitz , und je 3 quer zur Fahrtrichtung .

Natürlich haben nur die beiden vorderen Sitze Gurte .

Was muss ich tun ?? darf ich mit 8 Personen fahren ohne hintere Gurte ???


Danke Calle

spleiss53 am 17 Mär 2010 18:06:23

Hallo calle1966 - willkommen im Forum :) Also: Sitze die quer (Rückwärts gehört auch dazu) zur Fahrrichtung eingebaut sind, brauche offiziell keine Gurte.

Gast am 17 Mär 2010 18:48:20

spleiss53 hat geschrieben:Also: Sitze die quer (Rückwärts gehört auch dazu) zur Fahrrichtung eingebaut sind, brauche offiziell keine Gurte.


Hallo wo steht denn das? Gibt es dazu rechtliche Grundlagen?



Mario

calle1966 am 17 Mär 2010 19:11:40

erstmal danke , habe eben noch ein wenig geschnüffelt , im wohnmobilforum steht da einiges, die sind sich aber auch nicht sicher .
Im Schein steht 8 Sitzplätze , dass kann sich jawohl nicht auf das abendliche zusammensitzen beziehen .
ich weiss garnicht wie ich Gurte befestigen sollte , selbst Beckengurte kann ich schlecht an einer 18 mm Spanplatte befestigen .

:x

Beduin am 17 Mär 2010 19:22:05

Bei den alten Kisten, sorry, habe auch so eine :) gibt es "Bestandsschutz" wo keine Gurte waren, müssen auch keine eingebaut werden.
Wenn du je 8 Leute im Wagen hast, musst halt aufpassen das du nicht überladen fährst.

Mittlerweile ist es so das du die Sitzbänke längs nicht mehr zum fahren zugelassen bekommst, ausser ist in Fahrtrichtung ein "Brett" das bei Unfall schützt.

Gast am 17 Mär 2010 19:25:09

hallo
soviel wie ich weiß sind ,haben alte WoMo`s Bestandsschutz, wobei auf Seitenbänken nicht mehr gesessen werden darf während der Fahrt.
Ich denke das die Fahrt mit 6 Personen kein Problem darstellt ! ....
Ich habe auch nur vorn Gurte und 6 eingetragenen Sitzplätze und darf auch mit 6 Mann Besatzung fahren ! Bei 8 Personen kann ich mir das schwer vorstellen -> sind die wirklich im Fahrzeugschein eingetragen :?: Wär interessant was ein Sachverständiger dazu sagt .....Sicher bin ich mir natürlich auch nicht -> bei 6 Personen gibts keine Probleme wenn du eine 4 er Dinette hast :!:

ahd250 am 17 Mär 2010 19:33:32

Halloundso,

Guckst Du: --> Link

calle1966 am 17 Mär 2010 19:42:06

Hallo Olaf ,

also wenn ich das so lese , eindeutig , ich darf mit 8 Personen fahren , weil soviele Plätze eingetragen sind .

schaschel am 17 Mär 2010 19:59:04

Da kommt doch Stimmung auf: das sind immerhin zwei vollwertige Doppelkopf- Runden. Obacht nur auf das Bierfaß: das muß ordentlich verzurrt werden! Viel Spaß!


, Schaschel :snoopy:

ahd250 am 17 Mär 2010 20:17:21

Halloundso,

so lese ich das auch. Bei mir sind 4 Plätze eingetragen, 2 davon mit Gurt und zwei quer zur Fahrtrichtung. Und die nutze ich auch.

Suse am 17 Mär 2010 21:36:44

Hallo,

Eine Frage,

wieviel Personen darf ich mitnehmen ?
bei uns sind 5 Plätze eingetragen
3 Platze haben Gurte
dürfen 2 Plätze (ohne Gurt) auf dem Längssofa benutzt werden.
Hymer B584 Bj. 02.1996

für Antworten
Vielen Dank im vorraus

calle1966 am 18 Mär 2010 08:49:30

Hallo Suse ,
laut § 21 der STVO darfst du die Sitze auf dem Längssofa nutzen , allerdings ist dein Fahrzeug nach dem 1.1.1992 gebaut , daher wahrscheinlich wieder nicht .

agu am 18 Mär 2010 09:01:30

Ich melde mal meine Zweifel an.

Mein Womo ist BJ. 2007 und nur Fahrer- und Beifahrersitz haben Gurte.

Zusätzlich dürfen, laut Fahrzeugschein, auf den beiden Längsbänken (ohne Gurt) jeweils eine Person transportiert werden.

Also da ist nichts mit Bestandschutz für alte Fahrzeuge, das gilt zumindest bis 2007.

Beduin am 18 Mär 2010 09:16:02

Wenn sie eingetragen sind, dann darf man sie nutzen, auch ohne Gurt.
Mit den Längssitz ist das besonders, da durfte man bis 2006-2007 nachträglich noch Sitze eintragen lasen, erst dann kam die verordung "garnicht mehr" wenn keine Rückhaltevorrichtung, sprich das genannte Brett da sind.

Wurde hier auch schon öfters besprochen, auch mit nachweisen, bin nur faul zum suchen

viking92 am 18 Mär 2010 09:44:46

Hy,

ja.....dieses schwammige Gesetz. Gab deshalb schon etliche Diskussionen im Netz:D
Steht doch allerdings im Link schwarz auf weiss:

Abweichend von Satz 1 dürfen in Kraftfahrzeugen, für die Sicherheitsgurte nicht für alle Sitzplätze vorgeschrieben sind, so viele Personen befördert werden, wie Sitzplätze vorhanden sind.
Da auf Seitensitzbänken keine Gurte vorgeschrieben sind, dürfen diese belegt werden, selbst wenn die Anzahl der Mitfahrer die Sitzplatzanzahl lt. Fahrzeugschein überschreitet.
Der Fahrer darf in seiner Sicht nur nicht beeinträchtigt werden & das zul. GG sollte im Auge behalten werden.

Unser ist lt. Papiere auch nur für 4 Pers. zugelassen. Mit Nutzung der Seitensitzbank wären es Fünf. Haben es auch schon 1-2x genutzt........wenn auch mit etwas Bauchschmerzen :wink:

null550 am 18 Mär 2010 10:27:39

Das interessiert mich nun auch. In meinem Fzgschein (EZ 2008) steht "Fz. z. Pers.bef. b. 8 Spl.". Das scheint vom Basisfahrzeug übernommen worden zu sein. Tatsächlich hat das Womo aber nur 2 Sitzplätze. Jetzt bin ich gerade Opa geworden und überlege schon, ob man nicht den Babysafe mit geschraubter Isofix-Befestigung hinter den Beifahrersitz montieren kann. Aus meiner Sicht eine sichere Sache, der Sitz fest verankert und das Baby entgegen der Fahrtrichtung im Sitz mit Hosenträgergurt angeschnallt. Aber ist es auch erlaubt? Wenn ja würde ich das so gestalten, dass später auch ein entsprechender Kindersitz montiert werden kann.

,
Helmut

old54er am 18 Mär 2010 10:53:34

Dethleffs A532 Bj. '91 mit Viererdinette (2 Gurte in Fahrtrichtung) und Längssitzbank: eingetragen im Schein 6 Sitzplätze einschl. Fahrersitz. Also Längssitzbank tabu.

angler01 am 18 Mär 2010 11:09:21

Hallo


Hab diese Nachricht vom ADAC erhalten:
Sehr geehrter Herr Hofmann,



nachfolgend erhalten Sie unsere ausführlichen Informationen über Personenbeförderung und Sicherheitsgurte im Wohnmobil. Da es sich um eine Ausrüstungsvorschrift handelt, gibt es bei der Nutzung im Ausland keine Abweichungen.



Sicherheitsgurte

Für alle vor dem 1. Januar 1992 erstmals in den Verkehr gekommenen "So. Kfz Wohnmobile" sind keine Sicherheitsgurte vorgeschrieben, aber wünschenswert. Erforderlich sind jedoch wirksame Haltevorrichtungen für Sitze, die nach vorne frei bzw. quer zur Fahrtrichtung sind, z. B. Sicherheitsgurte, Haltegriffe, gepolsterte Haltestangen und gepolsterte Flächen unmittelbar neben bzw. vor den Sitzen. Im Ernstfall werden manche dieser Vorrichtungen sicher nicht den gewünschten Schutz bieten. Sicherheitsgurte sollen möglichst an der vom Hersteller des Basisfahrzeugs empfohlenen Stelle verankert sein.
Vorhandene freiwillig eingebaute Sicherheitsgurte müssen aus versicherungsrechtlichen Gründen verwendet werden und in amtlich genehmigter Bauart ausgeführt sein. Sie sind am Prüfzeichen zu erkennen.

Für alle ab dem 1. Januar 1992 erstmals in den Verkehr gekommenen "So. Kfz Wohnmobile" besteht ab diesem Tag Ausrüstungspflicht mit Dreipunktautomatikgurten für die äußeren Sitze unmittelbar hinter der Windschutzscheibe und mit "Beckengurten" für alle anderen Sitze, auch die für den Fahrbetrieb genehmigten Sitze im Wohnteil. Ausgenommen von der Ausrüstungspflicht sind Klappsitze und nicht nach vorne gerichtete Sitze. Vorgeschriebene Sicherheitsgurte müssen gem. § 21 a Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) angelegt werden.

Für alle ab dem 1. Oktober 1999 erstmals in den Verkehr gekommenen "So. Kfz Wohnmobile" besteht ab diesem Tag Ausrüstungspflicht mit Dreipunktautomatikgurten für die vorderen Sitze. Für die mittleren vorderen Sitze genügen "Beckengurte", wenn die Windschutzscheibe außerhalb des "Kopfaufschlagbereichs" liegt. Alle anderen Sitze, auch die für den Fahrbetrieb zugelassenen Sitze im Wohnteil, benötigen "Beckengurte", also auch Klappsitze und nicht nach vorne gerichtete Sitze. Für quer zur Fahrtrichtung angeordnete Sitze bestehen keine Vorschriften über die Ausrüstung mit Sicherheitsgurten. Bei Wohnmobilen bis zu einem zGG von 2,5 t müssen zusätzlich alle übrigen äußeren Sitze, auch die für den Fahrbetrieb zugelassenen äußeren Sitze im Wohnteil, mit Dreipunktgurten ausgerüstet sein.



Personenbeförderung

Für die Besetzung von Wohnmobilen gilt, wie für alle anderen Kfz auch, der § 23 StVO.

Eine vorschriftsmäßige Besetzung bedeutet, dass primär die vorgesehenen Sitzplätze, also die Sitzplätze, die im Fahrzeugbrief und -schein eingetragen sind und in der Regel mit geprüften Sicherheitsgurten ausgestattet sind, besetzt werden. Die Bewegungsfreiheit und die Sicht des Fahrers darf dabei nicht beeinträchtigt werden. Unter Berücksichtigung des zulässigen Gesamtgewichts und der zulässigen Achslasten dürfen darüber hinaus im Einzelfall auch mehr Personen mitgenommen werden, soweit geeignete Sitzmöglichkeiten bestehen (siehe Definition, nächster Absatz). Wir raten jedoch aus haftungsrechtlichen Gründen davon ab. Nach einem Verkehrsunfall kommt möglicherweise die Versicherung für entstandene Personenschäden nicht auf. Auch sind Sicherheitsgurte auf diesen zusätzlichen Sitzgelegenheiten nicht vorhanden, was ein erhöhtes Risiko und eine höhere Verletzungsgefahr für die Insassen bedeutet.



Definition:
Die Sitzfläche sollte eine Breite von 450 mm und eine Tiefe von ca. 380 mm besitzen, die Rückenlehne sollte 600 - 700 mm hoch sein. Sitzfläche und Rückenlehne müssen gepolstert sein; auf gute Befestigung der Polsterung, z. B. mit großem Klettverschluss, Druckknöpfen, Spannriemen oder dergleichen, ist zu achten (lose Polster sind nicht zulässig). Wände in Kopfnähe sind abzupolstern, z. B. Schrankwand neben Sitz quer zur Fahrtrichtung, oder Wand hinter dem Sitz.

Der Alkoven zählt nicht zum Wohnteil. Bei den Liegen im Alkoventeil handelt es sich nicht um Sitze, so dass allein aus diesem Grund eine Beförderung von Personen auf diesen Flächen nicht in Betracht kommt. Rechtsprechung hierzu ist allerdings - soweit ersichtlich - bislang nicht vorhanden.

Es muss eine ausreichende Verständigungsmöglichkeit vom Wohnteil aus mit dem Fahrzeugführer gegeben sein. An die technische Ausführung werden keine hohen Ansprüche gestellt, es genügt z. B. durch im Führerhaus deutlich hörbare Klopfzeichen. Sofern es sich jedoch um ein Wohnteil auf Lkw-Fahrgestell mit separatem Wohnaufbau handelt, sind besondere optische oder akustische Einrichtungen zur Verständigung erforderlich.

Maximal können nur acht Fahrgastplätze eingetragen werden. Werden mehr als acht Personen befördert, ist nur dann eine zusätzliche Fahrerlaubnis erforderlich, wenn das Wohnmobil als Kraftomnibus anzusehen ist.

Kinderbeförderung

Seit dem 01.04.1993 dürfen Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, die kleiner als 150 cm sind, auf allen Plätzen nur noch mit speziellen Rückhalteeinrichtungen befördert werden. Dies gilt für alle Kraftfahrzeuge, für die Sicherheitsgurte vorgeschrieben sind (siehe oben). Hiervon darf auf Rücksitzen nur abgewichen werden, wenn durch die Sicherung anderer Personen keine Möglichkeit zur Befestigung von Rückhalteeinrichtungen besteht.


Mit freundlichen n



Wolfgang Mederle



ADAC Nordbayern e.V.

Verkehr/Technik/Umwelt

Äußere Sulzbacher Str. 98

90491 Nürnberg

Tel. 0911 / 95 95 215

Fax 0911 / 95 95 276

[bitte keine Mailadressen posten]



Dietmar

viking92 am 18 Mär 2010 12:04:31

Unter Berücksichtigung des zulässigen Gesamtgewichts und der zulässigen Achslasten dürfen darüber hinaus im Einzelfall auch mehr Personen mitgenommen werden, soweit geeignete Sitzmöglichkeiten bestehen.....


So ist dem :wink:
Sicherheitstechnisch gesehen zwar riskant, aber im Notfall ....warum nicht.

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