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Künstliches Kniegelenk und Wohnmobil


TrendFahrer am 16 Apr 2010 13:52:29

Hallo miteinander,
seit 3 Wochen weis ich dass ich ein neues Kniegelenk, wahrscheinlich eine Vollprothese, benötige. Ich weigere mich irgendwo dies wahrhaben zu wollen und frage mich; was kann ich nachher nicht mehr weil man eben vieles nicht mehr kann und darf. Diese Frage stellt sich auch auf Grund meines Alters von 57 Jahren und der eine Arzt meint NEIN -zu jung und der andere sagt JA weil Schmerz keine Lebensqualität ist. Das Knie ist bereits Meniskusgeglättet und somit, ausser der Prothesen-OP, fast austherapiert.
Ich fahre einen Integrierten mit Heck- und Bugbett und erreiche dies bei beiden nur über die Leiter.
Jetzt habe ich mal mit einer elastischen Binde mein linkes Bein „abknickresitstent” (nein das ist kein Potenzmittel :D :oops: :D ) fest eingebunden und simulierte den Bettaufstieg in beiden Betten und; es geht! Aber alle Theorie ist grau und deswegen die Frage in die Runde:
Wer hat ein ähnliches Mobil, auch Alkoven und hat ein künstliches Kniegelenk?
Könntet ihr mir davon einen kleinen Erfahrungsbericht zukommen lassen mit den Feststellungen -was geht und was geht nicht?
Soll ich eher das Wohnmobil verkaufen :cry: :cry: :cry: oder lieber das ständig schmerzende Knie nicht operieren lassen?
Ein Teufelskreis. Euere Antwort natürlich gerne auch über PN.

von
PETER-JOSEF

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uschi-s am 16 Apr 2010 13:55:48

Ich bin zwar selber nicht betroffen, aber eine Freundin von mir hat ein künstliches Kniegelenk und macht (fast) alles damit. Sie macht Nordic Walking, Radfahren, Wanderungen, hat einen Garten, geht zu Tansveranstaltungen. Sie hat keine Probleme damit.
Ich wünsche Dir alles Gute.

Tipsel am 16 Apr 2010 14:07:31

Eine Gartennachbarin hat schon das zweite künstliche Kniegelenk. Beim ersten hat sie zu früh wieder angefangen voll loszulegen. Das war wohl nicht gut und sie hatte Komplikationen.
Beim zweiten hat sie sich den Winter über geschont, und nun ist sie wieder fit. Übrigens ist sie schon 70, und der Garten grundsätzlich viel früher unkrautfrei als meiner. Sie steigt auch wieder auf die Leiter, also alles ok.

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TrendFahrer am 16 Apr 2010 14:08:38

Mir bricht der schweiß aus, alles was man mir verboten hat und wenn ich mich nicht daran halte gibt es halt in 5 Jahren das nächste.

DANKE Uschi

TrendFahrer am 16 Apr 2010 14:10:51

Es bewahrheitet sich wieder, jeder Mensch ist verschieden nur eines darf man nicht; es übertreiben!

Danke Christel

chrisk am 16 Apr 2010 14:29:04

Eine Nachbarin hat beide Kniegelenke neu bekommen, da sie quasi nicht mehr fähig war mehr als 50 Meter zu laufen.
Beide Knie wurden als Total OP gemacht.
Wenn ich sie heute umherlaufen sehe :eek:
Also, keine Angst vor der OP.

lupao am 16 Apr 2010 15:31:42

Ein Arbeitskollege hat jüngst ein neues Knieglenk bekommen.
Er ist erst 47, läuft tadellos damit und fühlt sich wohl.

LG
Rüdiger

robbe am 16 Apr 2010 15:49:29

hallo

das gleiche kommt auch auf mich zu...mache mir gar keine Gedanken darüber..der Arzt sagte..das Knie wäre besser wie vorher....also keine Angst machen lassen .....liebe

Gast am 16 Apr 2010 16:04:32

Alles mit Ruhe verheilen lassen, schön gewissenhaft, nicht zu viel, nicht zu schnell, aber auch nicht zu sehr schonen, oder gar einrosten lassen, dann bist Du anschließend wieder wie neu.
Im Gegenteil. Du kannst vieles nachher besser und vor allem schmerzfreier wie vorher. Bei der WoMo Nutzung sehe ich da überhaupt kein Problem. Anfangs eben etwas umsichtiger und vorsichtiger, das klappt schon.

Ich drücke dir beide Daumen.

Gogolo am 16 Apr 2010 16:10:46

Meine Mutter ist letztes Jahr 80 Jahre alt geworden und ist trotz Knieoperationen rechts und links (vor 6 bzw. 2 Jahren) im letzten Jahr (also mit 79Jahren und zwei operierten Knien) über 3000km (in Worten Dreitausend) mit dem Fahrrad gefahren. Da kann selbst ich mir noch eine (kleine) Scheibe davon abschneiden... Ich würde meiner Mutter ohne weiteres zutrauen, auch noch in den Alkoven meines Womos zu klettern.

Offensichtlich hatte sie aber auch einen guten Operateur bzw. gute Klinik und Reha, darüber hinaus sind nicht alle Menschen gleich.


Habe die Ehre

Gogolo

wmsnooker am 16 Apr 2010 16:34:42

Jede OP ist individuell verschieden
OP ist OP, mit allen Vor-u. Nachteilen, sprich Risiken - aber

eins ist Gewiss, es geht nach der OP schmerzfreier und man kann alles wieder machen :gut:
gute Physiotherapie, selber gut mitmachen und das wird

und WOMO würd ich auf keinen aufgeben :daumen2:

LG wmsnooker

travelrebell am 16 Apr 2010 16:39:37

warte nicht zulange mit der OP denn du veringertst deine Fitness und Agilität durch den Schmerz bedingt. Wenn die erstmal gemindert ist wenn du zulange wartest.....

Ferner gibt es bestimmt Prothesen-Modelle für "Minder-Jährige" die nochmal austauschen müssen bevor Petrus ruft. Frag mal das Web, da existieren bestimmt Modelle die nachstellbare/austauschbare Gleitflächen haben. Dann brauchst du nur noch fähige Kliniken

reisetiger71 am 16 Apr 2010 17:17:44

Hallo Peter-Josef
ich denke als Physiotherapeutin kann ich auch einige Sätze dazu sagen.....

Also ersteinmal ist es so, dass der Gelenkersatz deshalb gemacht wird, weil Dein jetziges "Handicap" mit dem Knie Deine Lebensqualität negativ beeinflußt.
Mit dem Ersatz beabsichtigt man die Situation im Knie zu verbessern, die schadhaften Stellen zu ersetzen, die Schmerzen zu lindern und Dir dadurch auf lange Frist gesehen wieder eine bessere Lebensqualität zu geben, sprich weniger oder keine Schmerzen zu haben.....
Auch sind Deine Ängste völlig normal und berechtigt, aber ein Knie, was aufgrund von fortschreitendem Verschleiß nicht operiert wird, steift definitiv irgendwann ein, von den ganzen Schmerzen und Schäden an den anderen Gelenken durch Über- und oder Falschbelastung zu schweigen. Also höre auf den Arzt und lass es machen, je eher, desto besser und desto leichter ist es hinter her wieder die Beweglichkeit im Knie wieder herzustellen.

So nun zu Deiner Frage, was ist machbar oder was nicht.
Grundsätzlich liegt bei den meisten Vollprothesen die Gelenkbeweglichkeit zwischen 90 und 120° Beugung, je nach OP-Verlauf, OP-Technik und Prothesenart. Das ist an Beweglichkeit ausreichend um alle täglichen Situation ohne größere Probleme zu meistern. Dazu gehören auch so Dinge wie Treppen steigen oder eine Leiter hochsteigen. Es wird sicherlich nicht sofort nach der OP gehen, aber sobald du wieder komplett belasten kannst und darfst wird auch dieses wieder funktionieren...
Meistens kommt noch eine Reha anschließen und dort werden genau solche Dinge wieder erarbeitet und dann entsprechend geübt.....

Den Sport sollte man anschließend es etwas gemäßigter angehen lassen und auf das Knie achten und schauen, was an Belastung geht und nicht geht. Aber das merken die Patienten sehr schnell und können das im Laufe der Zeit sehr gut einschätzen.
Spoerarten, die gut sind: Radfahren im ebenen Gelände oder mit Elektrounterstützung, Walking, Nordic Walking, Schwimmen, am besten Kraulschwimmen....., gemäßigtes Geräte-Krafttraining mit med. Bertreuung.....

Was man nicht tun sollte: Ski alpin und Skilanglauf, Squash, Tennis, Hochalpine Wandertouren und Klettern usw.

Du siehst, es geht nach der Op ganz normal für Dich weiter und ich denke, Du wirst deine zukünftigen Reisen mit weniger Schmerzen erleben dürfen.


Ganz liebe und gutes Gelingen für die nächste Zeit.
Wenn Du Fragen, darfst Du mich gerne Löchern,auch per KN

Petra / reisetiger 71

Bergbewohner1 am 16 Apr 2010 18:38:59

Das kommt vom Miniskus glätten.
Meine Schwiegermutter (80) hat sich vor paar Jahren beide Knie nach einander machen lassen.
Eins ist geglückt, das zweite total versaut, sie fährt trotzdem noch PKW wie eine Wilde, auch wenn sie nicht mehr richtig bremsen kann.
Bitte keine Kommentare, wie sie sollte die Fleppen abgeben ect. sie macht es nicht :!:

Horus am 16 Apr 2010 19:58:09

Hab auch eine Frage meine Bessere Hälfte hat grade

eine Hüft OP ist grade in der Reha.Wie sind da eure

Erfarungen mit ins Alkofen klettern

Danke



Horus

reisetiger71 am 16 Apr 2010 20:12:30

Hallo Horus,
das wird schon schwieriger, da es nach einer Hüft-Op schon einige Bewegungsrichtungen gibt, die man nicht machen sollte z.B die Beine überkreuzen und das OP-Bein zu weit nach innen oder außen drehen.
So etwas müßte man vor Ort anschauen und dann entscheiden wie es ohne große "Verrenkungen" und Gefahr für die Hüfte funktionieren kann.

Das Könnt Ihr aber nach der OP / Reha evtl mit dem Physio-Therapeuten vor Ort klären, vielleicht sogar direkt im Womo....

LG Petra, auch Deiner Frau alles Gute

matthiast4 am 16 Apr 2010 20:31:29

Ich bin auch mit frisch operierten Bein, wo mir der Oberschenkelknochen durchtrennt und dann wieder genagelt wurde in den Alkoven geklettert, da konnte ich nur mit zwei Krücken rumkriechen, aber deswegen aufs Womo verzichten? Bin auch 3 Tage nach dem KKH wieder arbeiten gegangen, einfach schauen was geht.

Die Hüfte wird auch dieses Jahr noch operiert, aber auch da werde ich nicht das Wohnmobil aufgeben oder zu Hause rumliegen.

Gogolo am 16 Apr 2010 21:14:06

Ich hatte im September 2006 eine Hüftgelenks-OP links - allerdings nach McMinn-Methode (Oberflächenersatz). Nach zwei Tagen bin ich schon wieder mit Krücken die Treppen gegangen und heute spüre ich gar nichts mehr - auch keine Bewegungseinschränkung. Der Alkoven ist überhaupt kein Problem!!!


Habe die Ehre

Gogolo

Campoverde am 16 Apr 2010 22:36:22

Hallo,

ein Thema, das mich auch brennend interessiert.
Auch ich muss mich in absehbarer Zeit entscheiden, da beide Kniegelenke erneuert werden müssen. Ich habe - vielleicht leider - verschiedene Sportarten ausgeübt und mir hier die einige Verletzungen an den Kniegelenken zugezogen. Mehrfach meniskusopiert usw. usw. Nun geht leider nichts mehr, so die Ärzte. Nach der letzten Untersuchung im Januar - Röhre - komme ich an den Operationen für beide Kniegelenke nicht mehr vorbei. Ich möchte, solange ich noch laufen kann, dies hinausschieben. Wenn ich jedoch die Beiträge lese, insbesondere von Petra - reisetiger, stelle ich mir jetzt die Frage, ob es nicht sinnvoll ist, alles jetzt zu machen? Ich wäre dankbar für die Angabe von Kliniken, die hier spezialisiert sind. Mir hat zwar der Arzt gesagt, an den Knien kann nicht mehr kaputt gemacht werden - sie sind hinüber . Deshalb dachte ich erst, ich könnte noch etwas warten. Was meint ihr hierzu. Bitte, wenn möglich mir einige Kliniken benennen, die nachweislich gut sind.

Danke und liebe

Heinz-Campoverde

Nachsatz: Ich habe mir noch nie die Frage gestellt, ob ich deshalb das Womofahren aufgeben soll. Es gibt doch sicherlich Personen, die stärker behindert sind und nicht aufgeben. Meine Ehefrau hat leider MS, aber auch sie schafft es immer noch, mitzufahren.

dschaps am 16 Apr 2010 22:37:01

Hallo Peter Josef
Als Arzt ein paar Tips zu Deiner Knie OP.
Warte nicht zu lange mit der OP.
Die Kriterien für eine OP sind der Schmerz und die Bewegungseinschränkung.Wenn eine Bewegungseinschränkung vorliegt(Du kannst das selber testen,indem Du die Bewegung mit der der anderen Seite vergleichst),dann solltest Du operieren lassen, denn durch die Bewegungseinschränkung wird die entsprechende Muskulatur abgebaut.Diese fehlende Muskulatur musst Du nach der OP erst wieder aufbauen, was Zeit und Mühe kostet.Also warte nicht zu lange. Wenn eine Bewegungseinschränkung vorliegt, lasse dich operieren.Mit gutem Willen bist Du in drei Monaten wieder fit.
Kein Grund, Dein WOMO zu verkaufen.

dschaps

oschivel am 16 Apr 2010 23:28:15

Auch als Arzt noch ein Tip:
Prognostisch günstig ist ein möglichst niedriger BMI (auf alle Fälle unter 23). Das neue Gelenk hält dann länger...

Campoverde am 16 Apr 2010 23:52:51

Hallo Oschivel,

kannst Du das bitte etwas näher erläutern, d.h., auch für einen Laien verständlich machen? Danke und

Heinz-Campoverde

Tipsel am 17 Apr 2010 00:08:20

Vielleicht gibts ja auch verstärkte Gelenke :D

Heinz, das bedeutet, dass wir vorher abnehmen müssen/sollten, wenn wir normalgewichtig sind :cry:

friedhelm28 am 17 Apr 2010 11:49:36

oschivel hat geschrieben:Auch als Arzt noch ein Tip:
Prognostisch günstig ist ein möglichst niedriger BMI (auf alle Fälle unter 23). Das neue Gelenk hält dann länger...


Oh,oh so ein Mist. :(

"Ich muss noch 30 cm. wachsen. :roll: :oops:

dschaps am 17 Apr 2010 14:47:36

BMI ist der Body Mass Index, ein Parameter für das Gewicht.Statistisch halten Prothesen natürlich um so länger, je normaler das Gewicht ist.

dschaps

rimo am 17 Apr 2010 15:29:39

Hallo,

warte nicht mit der Operation, der Gewinn an Lebensqualität nach der Operation ist immens.
Ich habe mich nach kurzer Überlegung für eine Operation im November 2009 (dieser Zeitpunkt wurde gewählt, da das Wohnmobil ohnehin im Winter in der Scheune steht) entstschieden.
Zwei Tage nach der Opration bin ich bereits mit Gehhilfen durch das Krankenhaus gelaufen, Schmerzen hatte ich von diesem Zeitpunkt an keine mehr. Die Bewegungseinschränkungen sind minimal; Radfahren, Gehen, Wohnmobilfahren usw. funktioniert ohne Probleme. Du mußt allerdings nach Operation und Reha an Dir arbeiten.
In der nächsten wohnmobillosen ist evtl. das zweite Knie dran.

Ein Rat: Suche Dir eine Klinik aus, die auf den Ersatz von Hüft- und Kniegelenken spezialisiert ist.


rimo

Campoverde am 17 Apr 2010 16:00:07

Hallo Rimo,

ja, aber welche Klinik ist für mich geeignet? Es wäre gut, wenn es eine Klinik im Rhein-Sieg-Kreis gibt oder vielleicht auch im Raum Bonn!



Heinz-Campoverde

zeus am 17 Apr 2010 17:36:25

Die richtige Klinik sagt Dir Dein Orthopäde. Der kennt sich vor Ort aus und weiß, welche Klinik dort empfehlenswert ist.
Anschließend ist allerdings eine Reha zwingend erforderlich. Da wirst Du wieder fit gemacht. Du bekommst Du auch die weiteren Verhaltensregeln erklärt.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass Du in Deine Betten besser hineinkommst als vorher.
Ich arbeite als Ärztin in einer RehaKlinik, der auch eine orthop. Abteilung angeschlossen ist und sehe, wie gut die Leute am Ende mobilisiert sind.
Liebe , Hildegunde

Bergbewohner1 am 17 Apr 2010 20:25:12

Da hier die OPs gar zu sehr in den Himmel gehoben werden, möchte mir doch gestattet sein auch was negatives zu schreiben.
Nicht von mir, ich kann zum Glück mit meinen vielen Jahren auf den Knien und Hüftgelenken Belastungen noch ordentlich laufen und bin fast schmerzfrei :D Mein Cousin ist Chirurg in einem großen Krankenhaus, seine Meinung(er will an mir nicht verdienen) so lange wie es geht mit alternativen Methoden versuchen ohne OP aus zu kommen.
Wie ich schon geschrieben habe, meine liebe Schwiegermutter hat alle beide Knie vor paar Jahren machen lassen, das linke(erste) ist Ok, das rechte ist so locker, daß bei jedem Schritt das Knie fürchterlich nach außen drängt.
Mein Vater hat das rechte machen lassen(vor 15 Jahren), danch konnte er das Auto nur noch mit Handbremse anhalten. ein Bekannter hat sich beide Hüften machen lassen(65 Jahre ) er kann wieder gut laufen, man sieht fast nichts beim laufen.
Mein Schwiegervater hat vor 1 Jahr einen Oberschenkelhalsbruch, dann ein halbes Jahr den nächsten, seit dem ist er in ?, eine Prothese und einmal genagelt.
Muß allerdings fairer Weise dazu fügen, unser Kreiskrankenhaus hat einen sehr schlechten Ruf.

TrendFahrer am 18 Apr 2010 20:47:24

Allen Antwortern recht herzlichen Dank, ich fasse Hoffnung und habe nochmals probiert, ohne groß das linke Knie zu gebrauchen, in beide Betten zu kommen. Ja es geht doch ist es mit dem operierten Knie auch so?
Am Freitag den 23.4. ist endgültige Abkärung und Festlegung des OP-Termin in der BG-Klinik in Tübingen die sich auf solche Sachen spezialisiert hat und dann sehen wir mal.

Nochmals DANKE
Peter-Josef

RolfRieber am 20 Aug 2010 21:08:30

Liebe WoMo-Freunde,

alles, was ich (71 Jahre alt) bisher in diesem Forum zum Thema künstliches Kniegelnk gelesen habe, vermittelt mir den Eindruck, als ob die Wohnmobilisten ganz besonders optimistisch veranlagt sind. Das macht mir Mut, denn mir wird am 25.08.10 ein neues Kniegelenk (Totalprothese rechts) verpasst, und da wird man natürlich von Hoffnungen und Zweifeln geplagt. Und da stellt sich für mich natürlich die Frage, wann ich frühestens damit rechnen kann, wieder hinter dem Steuer meines WoMos zu sitzen. Wohlwissend, dass jede OP anders verläuft und die Heilung ebenfalls, gibt es vielleicht doch den Einen oder Anderen, der hierzu was sagen kann. Interessant ist auch die Anwort auf die Frage, wann man erfahrungsgemäß wieder unbesorgt eine längere Tour unternehmen kann ohne auf einen Therapeuten angewiesen zu sein.
Ich bin für jede Antwort dankbar.
an Alle
Rolf

markgraefin am 21 Aug 2010 12:34:25

Hallole,
Ich habe nicht alle 3 Seiten gelesen, deshalb kann es sein, dass mein Beitrag völlig überflüssig ist, aber möglich wäre es ja, dass meine Erfahrungen zu irgendwas beitragen können.

Mein neues Kniegelenk (angeblich schon seit 4!! Jahren nötig) bekomme ich, weil ich es so will, erst im Januar, aaaber, ich habe bereits zwei neue Hüftgelenke und fahre damit seit Dezember 09 ohne jede Schwierigkeiten mein Wohnmobil.

Die größten Fehler, die machen kann, sind:

1. Zu lange mit der OP warten, weil durch die verda... Schmerzen eine
Menge Lebensqualität flöten geht.

2. Das Knie einer Arthroskopie zu unterziehen und zu glauben, jetzt wird
alles besser. Es wurde, zumindest bei mir, alles viel viel schlimmer!

3. Und dann auch noch den T4 zu verkaufen, weil man glaubt, man käme
ohne Schmerzen nie mehr rein :cry: :cry: .

Aussteigen:
Um mein Matschknie ein bisschen zu schonen rutsche ich beim Aussteigen aus dem Womo langsam und mit beiden Füßen aufkommend vom Sitz.
Das wird also kein Problem für dich.

Einsteigen:
Nach der OP wird dein Knie schnell auf Beugen getrimmt.
Nur voll belasten sollst du es eine Weile nicht, deshalb bekommst du ja auch die Zeit vorgegeben, die du dich im Vierfüßlergang mit den Krücken (ich weiß, Unterarm - Gehhlife) vorwärts bewegen sollst.

Ich denke, du musst eine Weile entweder mit dem anderen Knie voran einsteigen, oder die hintere Tür mit der Treppe nehmen.
Doof beim Tanken, aber die Zeit ist ja absehbar.
Wie du allerdings ins Bett (Leiter) kommst ist mir schleierhaft.
Das musst du einfach probieren.
Vielleicht immer das heile Bein voran und das "Neue" hinterher???
Kinder lernen so die Treppe zu bewältigen. warum sollte das nicht gehen?

Mein Rat aus der Erkenntbnis, dass permante Schmerzen einfach Mist sind: Lass die OP in einer Zeit machen, in der du das Womo ohne Herzschmerz stehen lassen kannst.

So wie ich, im Januar. Bis zum Frühling bin ich wieder fit.
Übrigens: Ich habe beide Hüften mit einer spinalen Betäubung machen lassen und werde das auch beim Knie so machen.

Alles Gute
Markgräfin

harrymobil am 21 Aug 2010 13:37:03

reisetiger71 hat geschrieben:Hallo Peter-Josef
ich denke als Physiotherapeutin kann ich auch einige Sätze dazu sagen.....

Also ersteinmal ist es so, dass der Gelenkersatz deshalb gemacht wird, weil Dein jetziges "Handicap" mit dem Knie Deine Lebensqualität negativ beeinflußt.
Mit dem Ersatz beabsichtigt man die Situation im Knie zu verbessern, die schadhaften Stellen zu ersetzen, die Schmerzen zu lindern und Dir dadurch auf lange Frist gesehen wieder eine bessere Lebensqualität zu geben, sprich weniger oder keine Schmerzen zu haben.....
Auch sind Deine Ängste völlig normal und berechtigt, aber ein Knie, was aufgrund von fortschreitendem Verschleiß nicht operiert wird, steift definitiv irgendwann ein, von den ganzen Schmerzen und Schäden an den anderen Gelenken durch Über- und oder Falschbelastung zu schweigen. Also höre auf den Arzt und lass es machen, je eher, ....
Petra / reisetiger 71


Volltreffer, den Ausführungen von Petra ist nichts hinzuzufügen. :freude:
Inzwischen ist es auch bei uns Routine comutergesteuert neue Kniegelenke einzubauen und verfolge sehr oft die elegante Methode. Die Lebensqualität vor und nach dem Eingriff (1/2 Jahr) ist grandios!
Natürlich möchte ich nicht verschweigen, dass hin und wieder mal etwas nicht rund läuft, z.B. Infektionen.
Aber was gibt es schon ohne Restrisiko :?: Für mich als Insider würde eine solche Operation trotz allem nie in Frage stellen, eher sogar vorziehen :!:

erich55 am 21 Aug 2010 15:51:38

Hallo,

ich habe mit 62 Jahren auch ein neues Kniegelenk bekommen. Alles Bestens!

Vor 10 Jahren wurde außerdem am anderen Knie wegen meines damals noch jungen Alters (54 Jahre) eine Umstellungsosteotomie durchgeführt. Dabei wurde unterhalb des Oberschenkelkopfes ein Knochenkeil ausgesägt und somit die Belastung des defekten Knorpels verringert. Damit lebe ich jetzt schon 10 Jahre fast schmerzfrei mit voller Beweglichkeit. Nachteil dieser Methode ist die voraussehbare Dauer der Wirksamkeit. Ca. 10 -12 Jahre. Also bekomme ich wohl bald auch ein zweites künstliches Kniegelenk.

Mit guter Beweglichkeit viele

Erich

baumim am 22 Aug 2010 17:04:15

Hallo, habe seit fast 2 Jahren selbst ein neues Knie-Gelenk.
Bin jetzt 52 Jahre. Kann nur jedem empfehlen nicht zu lange zu warten.
Habe überhaupt keine Probleme damit. Beugung liegt bei ca 90 Grad.
Musste mir nur ein anderes Motorrad zulegen, wegen der Kniebeugung.
Wir fahren übrigens kommenden Samstag mit einem geliehenen Womo an die Cote da Zur.
Fahre des öfteren Fahrrad und gehe viel mit dem Hund spazieren.
und alles Gute für dass Knie, baumim

RolfRieber am 23 Aug 2010 17:03:33

Liebe WoMo-Freunde, liebe Leidensgenossen,

eigentlich habe ich nicht erwartet, auf meinen Beitrag eine solche Resonanz zu bekommen, denn das Thema wurde ja bereits im April des Jahres mehr oder weniger abgeschlossen. Umso mehr freue ich mich über die guten Ratschläge, Tipps und die guten Wünsche.

Auf den Aufstieg in den Alkoven werde ich erforderlichenfalls verzichten und die Hecksitzgruppe meines bimobils zum Bett umbauen.

Morgen gehts ins Krankenhaus. Am 25.08. ist die OP. Wenn alles vorüber ist, werde ich mich wieder melden.

Herzliche
Rolf

wolfherm am 23 Aug 2010 17:06:54

Alles Gute für die OP.

LG Wolfgang

maxe am 23 Aug 2010 18:28:55

Ich wünsche dir auch toi toi toi für die bevorstehende OP. :)

toka am 23 Aug 2010 18:58:54

ich bin 48 und habe links eine Totalendprothese (KnieTep) seit 2007 und bekomme wohl im Winter auch das rechte Knie versorgt. Also in unseren Alkoven kann ich reinkrappeln, raus muss man halt ein wenig fummeln aber es geht und das ist wichtig.
Man kann fast alles so machen wie vorher, man muß halt immer abwägen was man macht.
Ich wünsche dir alles gute für die OP und alles gute und Ausdauer mit der Reha. Hab geduld, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.

RolfRieber am 18 Dez 2010 17:10:52

Liebe WoMo-Freunde und liebe Leidensgenossen,

nachdem ich alles überstanden habe, melde ich mich noch einmal wie versprochen mit einem kurzen Erfahrungsbericht:

Seit unserer Rückkehr aus dem Nahen Osten und von Zypern im Frühjahr 2010 hatte ich heftige Knieprobleme, die uns massiv beeinträchtigten. Wir waren zum sinnlosen Herumhocken in Mittelbiberach verurteilt. Die Gedanken an eine Reise, wohin auch immer, blieben Träume.

Nach der Konsultierung von drei Orthopäden, von denen einer meinte, ich sei noch weit entfernt von einer Knieoperation, sagte ein anderer, dass ich um ein neues Gelenk wohl nicht herumkommen würde. Bis Mitte August habe ich mich unzählige Male ins Knie spritzen lassen einschließlich Punktieren. Doch leider war alles vergebens, die Schmerzen blieben. Mitte August habe ich mich dann für eine Operation entschieden.

Am 25.08.2010 wurde mir ein neues Kniegelenk (Total Endoprothese rechts) verpasst. Am 11.09. wurde ich aus der Klinik entlassen. Am 12.09. bin ich schon im Wohnmobil gesessen, auf dem Fahrersitz, dem Beifahrersitz, auf der Hecksitzgruppe und auf dem Klo. Probleme hatte ich dabei keine. Inzwischen klettere ich auch wieder in den Alkoven.

Vom 14.09. bis zum 05.10. war ich in der Reha-Klinik in Bad Saulgau, die ich im Anschluss an den stationären Aufenthalt noch drei Wochen lang ambulant zur Nachbehandlung besuchte. Die Reha war ein voller Erfolg. Aber dazu ist sie ja da. Am 22.09. wurden meine Krücken gegen Wanderstöcke getauscht. Am 30.09. bin ich zum ersten Mal WoMo gefahren und am 09.10. zum ersten Mal Fahrrad. Ohne Stöcke kann ich auch schon seit geraumer Zeit gehen, und das Treppensteigen klappt ebenfalls. Es geht also aufwärts und ich bin sehr zufrieden, denn der Fortschritt ist enorm gemessen an der Zeit seit der Operation am 25.08.2010.

Nachdem sich also alles recht positiv entwickelt hat, hielt uns nichts mehr zuhause. Wir packten unser WoMo und starteten am 13.11.2010 in den Süden, obwohl wir wussten und wir das bisher auch immer beklagten, dass um diese Jahreszeit die Tage immer kürzer werden und das Wetter sich sehr unbeständig gestaltet. Aber wir wollten einfach weg und etwas anderes sehen. Es musste ja nichts Spektakuläres sein. So nahmen wir die Côte d’Azur ins Visier, wo wir schon jahrelang nicht mehr waren, und die doch immer wieder eine Reise wert ist. Im weiteren Verlauf der Reise wechselten wir bei Ventimiglia die Grenze und fuhren an der Ligurischen Riviera entlang bis Portovenere, von wo aus wir die Cinque Terre besuchten. Seit dem 08.12.2010 sind wir nach rund 2.500 gefahrenen Kilometern wieder zuhause und langweilen uns zu Tode. Der Winter mit all seinen Begleiterscheinungen ist einfach schrecklich, zumindest für den, der keinen Wintersport treibt.
Warten wir also ab, was für Überraschungen das Neue Jahr bringt.

Mit den besten Wünschen
Rolf

Wer den Reisebericht lesen möchte, schaut am besten rein bei
--> Link

harrymobil am 18 Dez 2010 17:43:14

:top: Gratuliere Rolf zu Deiner Entscheidung!

Deine wundersamer Heilungserfolg bestätigt meine Meinung, wenn man dauerhaft Schmerzen in den Gelenken hat, dann lieber früher als zu spät operieren lassen.

Weiterhin alles Gute und noch viele genüssliche Reisen :!:

wolfherm am 18 Dez 2010 18:16:13

Hallo,

ich freue mich, dass es dir wieder so gut geht. Werde deine Erfahrungen gleich meiner Frau zeigen, die auch vor einer solchen Entscheidung steht.

LG Wolfgang

Anne42 am 19 Dez 2010 00:01:15

wie schön, daß du uns diesen positiven Ausgang berichtet hast, weiterhin viele schöne Reisen und nun werde ich mir mal deinen Reisebericht durchlesen.

hoerli am 15 Jan 2011 11:48:17

Hallo
Als direkt betroffener möchte ich mich auch noch melden. Bin 58 sportlich schlank kein Übergewicht und musste vor 2 Jahren an meinem rechten Knie ein neues Gelenk (Totalprotese) einoperieren lassen. Die OP war nicht so Risikolos wie viele(auch ich) glaubten den eine Trombose und eine Lungenembolie waren die Folge. Nun nach1 1/2 Jahren abstand muss ich sagen es hat sich trotzden gelohnt nach viel Wille zum wiederherstellen des Muskels funktioniert alles bestens mache grosse Wanderungen (nicht zu viel Bergab)spiele Tennis (1 mal pro Woche) fahre viel Rad und mache en ausgewogenes Kraftrainig (nach Anweisung der Terapeutin) die Lebensqualität ist viel besser als mit Schmerzen und das Wohnmobil Fahren ein Genuss und wir schlafen in unserem Integrierten Rapido im Hubbett muss also eine kleine Leiter hoch absolut kein Problem . Mann muss einfach sich 1 Jahr zeitgeben bis alles vorbei ist. Geduld haben und auf die Terapeuten hören die wissen viel mehr als die Ärzte die verstehen nur vom Operieren etwas. Werde mein2. Knie irgendwann auch machen müssen hoffe das ich keine Embolie mehr kriege .
aus der Schweiz
Hans

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