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Donnerstag, 3.6.
Motivation dieser Tour in den Norden war, dass uns noch ein Stückchen Ostsee fehlt, wo wir noch nicht gewesen sind. Es sollte ein erholsames langes Wochenende werden mit viel Wandern an der frischen Luft. Darum haben wir auch die Fahrräder zu Hause gelassen. Wir erhoffen wir uns ein paar Naturschönheiten, die wir zu Fuß erkunden möchten. Die größeren Städte wollen wir ganz bewusst auslassen, Kiel und Lübeck kennen wir. Eigentlich wollten wir ja schon am Mittwochabend fahren, aber ich musste so lange arbeiten, dass ich einfach keine Lust mehr hatte. Also Abfahrt am Donnerstag ca. 11.00 Uhr aus Münster. Die A 1 ist ja eine richtige Baustelle, dann noch Stau rund um Hamburg, wir sind nur sehr mühsam vorangekommen. Unsere erste Station ist Laboe. Wir fahren auf den Wohnmobilparkplatz direkt am Ehrenmal, es ist noch reichlich Platz, so dass wir uns einen schönen Standplatz aussuchen können. Bei einem kleinen Rundgang erkunden wir die nähre Umgebung und nach einem Abendessen im Wohnmobil (es ist ein bisschen frisch draußen) gibt es einen wunderschönen Sonnenuntergang. Ich liebe Sonnenuntergänge und kann gar nicht genug Fotos machen. Hoffentlich langweile ich niemanden damit. Dann gibt es noch eine kleine Erfrischung und wir gehen heute mal nicht so spät schlafen, denn wir wollen am Freitag eine Küstenwanderung machen und noch am Nachmittag weiterfahren. Ein kleiner Rundgang. Die Beschreibung der Bilder musste ich herausnehmen, da diese nicht vom Programm akzeptiert wurden. Wir kamen am Ehrenmal vorbei, am U-Boot und an mein Traumwochenendhaus. Die nächsten Bilder lasse ich für sich selbst sprechen. Ich liebe Sonnenuntergänge und die an der Ostsee gehören mit zu den schönsten. Freitag, 4.6.
Nach dem Frühstück geht es los. Zuerst schauen wir uns noch einmal das U-Boot an, aber nur von außen, da wir beide schon U-Bootbesichtigungen gemacht haben. Dann geht es weiter zum Ehrenmal und zur Meeresbiologischen Station. Dort starten wir unsere Wanderung entlang der Küste zum Bottsand durch eine wunderschöne Dünenlandschaft und entlang der Steilküste. Kalifornien und Brasilien lassen wir rechts liegen und am Schönbergerstrand kehren wir um. Auf dem Rückweg schauen wir uns noch den sehr schön gelegenen Campingplatz an. Wenn man das Glück hat, in der ersten Reihe zu stehen, hat man einen tollen Blick über die Ostsee. Die Wanderung geht weiter Schöne Küstenabschnitte Schön gelegener Campingplatz Nach unserer Wanderung machen wir uns auf den Weg und fahren weiter an der Küste entlang. In Lütjenburg erledigen wir noch ein paar Einkäufe und in Sehlendorf haben wir uns den Stellplatz angesehen. Der nette Kassierer hat uns erlaubt, zum Mittagessen kostenlos auf dem Platz zu stehen. Es handelt sich um einen großen Parkplatz, der tagsüber von Pkw benutzt wird. Am Rand können Wohnmobile stehen. Es gibt eine Ver- und Entsorgung, aber keine Stromanschlüsse. Der Strand ist sehr nahe, man geht nur über die Düne, sehr sauber und schön. Dann machen wir uns wieder auf den Weg, denn wir wollen ja noch heute nach Fehmarn. Wir fahren als erstes zur Touristeninfo nach Burg. Die Dame in der Information war wenig kompetent, sie wusste nicht, ob es Wohnmobil Stellplätze gibt und hat uns einen Campingführer gegeben und gesagt, wir sollen es auf den Campingplätzen versuchen. Gerade das wollten wir aber ja nicht. Nach ihrer Aussage gibt es in Burg keine SP, also fahren wir erst einmal zum Wulfener Hals, denn wir haben in dem Prospekt gesehen, dass es dort einen Wohnmobilpark gibt. Dieser hat uns aber nicht gefallen, es war uns zu rummelig. Der Platz wird hauptsächlich von Surfer besucht (jedenfalls als wir da waren), es war ein ständiges Kommen und Gehen von Personen mit und ohne Surfbrett, mit und ohne Segel, sehr viele, sehr junge Platzbesucher und Preise, die uns nicht zusagten. Je nach Parzellengröße hätten wir zwischen 22,50 und 38 Euro bezahlt (die kleineren Parzellen waren natürlich schon alle belegt). Also geht es weiter Richtung Norden. Denn in dem Prospekt steht, es gibt einen Wohnmobilplatz Johannisberg. Diesen finden wir auch auf Anhieb, fahren aber erst einmal weiter, denn es ist noch genügend Platz frei. Wir wollen uns das Niobe-Denkmal ansehen. Und dann unsere Freude: es gibt sowohl auf dem CP Niobe eine Wohnmobilwiese und einen kleinen SP auf der anderen Seite, seitlich vom Parkplatz, wo schon ein paar Mobile stehen. Der Platz ist sehr schön, es gibt hohe Kiefern, unter denen man stehen kann. Die Gebühren betragen 10 Euro inklusive Strom, der einzige Nachteil ist der Schotteruntergrund. Aber wir beschließen: hier bleiben wir. Als erstes wird die nähere Umgebung inspiziert und ein Spaziergang zum Denkmal gemacht. Das Segelschulschiff Niobe war ein Schulschiff der Reichsmarine. Am 26. Juni 1932 kenterte die Niobe im Fehmarnbelt in einer nicht vorhersehbaren Giwitterböe und sank in wenigen Minuten. 69 Menschen kamen dabei zu Tode, 40 wurden gerettet. Ursache für das rasche Kentern war unter anderem die Toplastigkeit des Schiffes, bedingt durch überdimensionierte Segel und der Umstand, dass zu diesem Zeitpunkt aufgrund des guten Wetters alle Luken und Bullaugen geöffnet waren. Zu Ehren der Toten wurde ein Denkmal errichtet und ein Gedenkstein aufgestellt. Die Inschrift auf der Tafel lautet:
Am 26. Juli 1932 verunglückte 8000 m von hier das Segelschulschiff Niobe. 69 Offiziere und Mannschaften erlitten den Tod für das Vaterland. In treuem Gedenken wurde der Grundstein am 26.7.1933, das Denkmal am 15.10.1933 feierlich enthüllt. Es ist nicht nötig, daß ich lebe, wohl aber, daß ich meine Pflicht tue. Wieder zurück am Wohnmobil wird schnell der Grill herausgeholt und aktiviert, denn es ist Grillwetter. Danach gibt es wieder einen traumhaften Sonnenuntergang. Nach dem Kaffeetrinken geht es weiter Hallo uschi-s
Die Sonnenuntergänge sind wirklich "KLASSE" Fotografiert. :daumen2: :klatschen: :tach: Es geht weiter...
Samstag, 5.6. Nach einer wunderbar ruhigen Nacht meldet sich der Tag mit strahlendem Sonnenschein, Wanderwetter. Wir nehmen die Route nach Osten, passieren noch einmal das Niobe-Denkmal und wandern durch das Naturschutzgebiet „Grüner Brink“ mit seinen Brutkolonien und herrlichen Dünenlandschaften erst einmal nach Puttgarden, wo wir den ein- und auslaufenden Fähren zuschauen und uns anschließend den Border Shop ansehen. Strandwandern Im Border Shop Da kann man nur sagen: „Hilfe, die Schweden kommen“. Es ist der helle Wahnsinn, was die an Spirituosen und Süßigkeiten in ihre Autos, teilweise mit Anhänger, oder auch zum Bus schleppen. Dabei sind die Preise im Vergleich zum normalen Lebensmittelladen fast um ein Drittel höher. Wir brauchen nichts und unsere Rucksäcke sind auch zu klein, also geht es weiter. Also weiter durch den Ort Puttgarden und dann Richtung Ohlenborgs Huk. Hier erreichen wir wieder den Standwanderweg. Vorbei an einem schön gelegenen Campingplatz, wo wir eine Kaffeepause einlegen, wandern wir bis zum Parkplatz Gahlendorf und von dort durch die Orte Gahlendorf und Niendorf, wo wir die Landstraße erreichen. Da gerade der Bus fährt, nehmen wir diesen bis Puttgarden und wandern dann wieder an der Küste entlang zu unserem Stellplatz. Reine Wanderstrecke haben wir ca. 30 km zurückgelegt durch eine schöne, abwechslungsreiche Küstenlandschaft mit Sandstränden, Steilküsten und Steinformationen. Die Landschaft im Inselinneren wird geprägt durch Raps- und Maisfelder. Wieder Richtung Heimat Jetzt noch ein paar Bilder von unserem Stellplatz sowie von der Wohnmobilwiese auf dem Campingplatz gegenüber. Ich brauche ja wohl nicht zu erwähnen, dass wir wieder eine phantastischen Sonnenuntergang hatten. Aber mit Bildern verschone ich Euch heute. Nach unserer langen Wanderung hatten wir keine Lust zum Kochen und sind in dem Restaurant vor dem Campingplatz gewesen. Es hat uns gut geschmeckt, wir habe beide Fische gegessen, und die Preise waren moderat.
Sonntag, 6.6. Wieder haben wir wunderbar geschlafen. Heute ist wieder Wandern angesagt, wir gehen über den Campingplatz zum Strand wenden wir uns gen Westen. Es eröffnet uns wieder diese schöne Dünenlandschaft. Vorbei an 2 kleinen, schön gelegenen Campingplätzen, führt der Weg anschließend durch eine Lagunenlandschaft zum Campingpark Fehmarnbelt. Dem CP vorgelagert ist eine Wohnmobilwiese, die hauptsächlich von Surfern besucht ist. Der CP selbst ist sehr schön angelegt und vermittelt, eingebettet in Lagunen, den Eindruck, als wenn man sich im Süden befinden würde. weitere Bilder vom CP und vom Strandweg Bilder vom CP Fehmarnbelt Rückweg Und wieder ist ein schöner Tag vorbei, den wir vor dem Wohnmobil in der Sonne ausklingen lassen. Neben uns steht ein Ehepaar aus dem Ruhrgebiet, die sich einen Postwagen ausgebaut haben, toll. Der Platz wird leer, es fahren einige Wohnmobilisten weiter oder auch nach Hause, denn es waren einige Hamburger da. Auch wir wollen am nächsten Morgen weiterfahren. Montag, 7.6.
Wir verlassen den Stellplatz am Niobe und fahren weiter. Wir schauen uns zuerst den Wohnmobilparkplatz vom Johannisberg, direkt am Meer, an. Kein Wohnmobil weit und breit. Im Sommer wird es sicherlich anders aussehen, aber es ist Montagmorgen und es regnet. Außerdem ist ja noch keine Saison. Es handelt sich um einen reinen Parkplatz ohne Ver- und Entsorgung, keine Stromanschlüsse, aber direkt hinter der Düne. Weiter geht es zum Wohnmobilplatz Johannisberg. Dieser Platz ist in der Datenbank schon beschrieben. Er liegt ca. 1 km vom Strand entfernt, Fahrräder sind also erforderlich. Auch hier ist kein reger Betrieb. Es gibt V+E, Stromanschlüsse und ein kleines Restaurant. Auch hier wird es im Sommer anders aussehen, jetzt macht alles einen traurigen Eindruck. Wo wir schon mal dabei sind, schauen wir uns auch den Stellplatz in Großenbrode an. Dort schauen wir uns die Stellplätze am Kai an. Sie gefallen uns nicht. Wir haben das Gefühl, wir stehen im Industriegebiet. Aber es gibt eine Ver- und Entsorgung und der Strand ist auch nicht so weit entfernt. Weiter geht es Richtung Grömitz. Wir schauen uns noch die Stellplätze in Bliesdorf, Grömitz, Neustadt (Parkplatz, sehr eng, aber immerhin 2 Stromanschlüsse), und Pelsterhaken an. Dort bleiben wir. Nach einem Strandspaziergang haben wir dort eine ruhige Nacht. Dienstag, 8.6.
Heute ist unser Rückreisetag. Aber erst wird noch ein kleiner Ausflug nach Scharbeutz unternommen. Dort gibt es am Hamburger Ring einen schönen Wohnmobilparkplatz mit Stromanschlüssen. Der Platz liegt unter hohen Bäumen und weit genug von der Straße entfernt, dass es auch schön ruhig ist. Nach einem Bummel über die Strandpromenade treten wir die Rückfahrt an. Ohne Staus kommen wir zurück nach Münster. Fazit: Es war wieder sehr schön an der Ostsee und sicherlich nicht unser letzter Urlaub dort. Jetzt kommt der Rest Schluss Danke für diesen schönen Bericht. Wir fahren auch immer gern mal wieder an die Ostsee, waren oft auf Fehmarn.
Heike und Klaus Hallo Uschi,
sehr schön, auf Fehmarn war ich schon lange nicht mehr. Wäre auch mal wieder eine Reise wert. Einen klasse bericht hast geschrieben und die Bilder sind auch toll.
Kennsts noch die Nina Hagen, "Ich kann mich garnicht entscheiden" ;D wohin mit mir im sommer................ :daumen2: Hallo uschi
Ein echt toller Bericht, auch die bilder ein traum. wir waren eine woche vor euch an der ostsee, in scharbeutz wir hatten leider richitiges mistwetter viel regen und so. war schade weil so war es da echt schön. gochi :razz: Na das war ja mal wieder ein toller Bericht.
Nur, bei dem kargen Abendbrot " SP Niobe Abendessen Ostsee Juni 2010" und dem kalten Ostseewetter wäre ich wohl vom Fleisch gefallen. Mein Grill wurde noch nicht mit "Grünzeug" entweiht. :wink: Bei uns wird viel Grünzeug gegrillt, natürlich auch Fleisch und Fisch. Toller Bericht, hammer Bilder. Das ist in Deutschland?
Mit diesen Infos, krieg ich meine Bärbel rum. Vielen Dank Torsten :klatschen: Hallo Uschi,
es ist schön zu lesen, dass auch meine Heimat, die Ostseeküste, ein begehrtes Reiseziel ist. Auch wir sind an den Wochenenden sehr viel hier oben unterwegs und sind immer wieder neu begeistert, wie schön es doch hier ist. :!: :!: Das liest sich wie ein perfekter Urlaub!
Hört sich wirklich gut an und macht Lust auf Ostsee.... Auch von mir vielen Dank für den interessanten Bericht und die vielen tollen Fotos. Ich liebe zwar die Berge. Wenn ich aber an der Ostsee bin, die Stille und den weiten Blick dort erlebe, kann ich richtig "durchatmen". Deshalb kann ich Deine Begeisterung über Eure Tour gut verstehen. An alle Mittel- und Süddeutschen, insbesondere die im Beruf Gestressten : Probiert die Ostsee mal aus und Ihr werdet begeistert sein (Man muss ja nicht immer dort hin fahren. Aber einmal solltet man schon). Wir waren ja noch nie an der Ostsee, aber bei deinen tollen Bildern und dem netten Bericht kriegen wir richtig Lust drauf! Ich denke, an einem der nächsten Wochenenden fahren wir auch mal rauf.
Wie lange seid ihr denn von Münster aus gefahren? Wir wohnen ja auch im Münsterland. |
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