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Unfall mit Toten 1, 2


Gast am 17 Jul 2010 20:16:31

Irschenberg (ddp-bay). Die Fahrt in den Urlaub hat für eine Familie am Samstagmorgen im Landkreis Rosenheim ein dramatisches Ende genommen. Bei einem Unfall mit dem Wohnmobil der Familie starb die fünfjährige Tochter auf der A 8. Ihre 13 Jahre alte Schwester wurde schwer verletzt. Die beiden Kinder waren gemeinsam mit ihren Eltern in Richtung Salzburg unterwegs, wie die Polizei berichtete. Nach bisherigen Erkenntnissen kam der Familienvater in Höhe Irschenberg mit dem Wohnmobil aus bislang ungeklärter Ursache ins Schleudern und kollidierte mit einem Auto auf der rechten Fahrbahn. Das Fahrzeug kippte um und prallte gegen einen Baum. Dabei wurde das fünfjährige Mädchen aus dem Wohnmobil geschleudert und erlitt schwere Verletzungen. Wiederbelebungsversuche der Rettungskräfte blieben erfolglos. Das Kind starb noch an der Unfallstelle. Ihre ältere Schwester wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Auch die Fahrerin des Autos wurde verletzt. Die Eltern der beiden Mädchen erlitten einen schweren Schock. Die A 8 war teilweise komplett gesperrt, es bildete sich ein etwa 25 Kilometer langer Stau. ddp/maa/pon

--> Link

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maxe am 17 Jul 2010 20:21:38

Schrecklich, da fehlen einem die Worte. Habe gerade Bilder in den Nachrichten gesehen.

SteffenBerlin am 17 Jul 2010 20:24:48

... mich würde interessieren, ob die kleine Tochter korrekt im Kindersitz saß und angeschnallt war.

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Gast am 17 Jul 2010 20:25:15

maxe hat geschrieben:Habe gerade Bilder in den Nachrichten gesehen.


Ich auch. Ich musste 2x schlucken als mir wieder einmal vor Augen geführt wurde mit welchen Pappkisten wir unterwegs sind. Der Aufbau ist Lebensgefährlich! Also liebe Kollegen: Immer schön vorsichtig.

Bergbewohner1 am 17 Jul 2010 20:43:24

Alptraum

Campoverde am 17 Jul 2010 21:06:44

Hallo Steffen-Berlin,

die Frage dürfte doch hier wirklich nicht mehr interessant sein. Das Kind ist leider verstorben. Wir müssen uns selbst Gedanken machen, ob unsere Kinder oder Enkelkinder immer korrekt sitzen. Ich gebe zu, dass dies nicht immer der Fall ist. Vielleicht denke ich jetzt noch etwas mehr nach.
Der Familie gilt mein Mitgefühl.


Heinz-Campoverde

peterhubertus am 17 Jul 2010 21:27:06

SteffenBerlin hat geschrieben:... mich würde interessieren, ob die kleine Tochter korrekt im Kindersitz saß und angeschnallt war.

Campoverde hat geschrieben:... die Frage dürfte doch hier wirklich nicht mehr interessant sein. Das Kind ist leider verstorben. Wir müssen uns selbst Gedanken machen, ob unsere Kinder oder Enkelkinder immer korrekt sitzen...

wie gut man sich missverstehen kann. Genau diese Gedanken macht sich doch SteffenBerlin - so wie ich sein Posting verstehe.

antonio48 am 17 Jul 2010 21:37:00

Was nützt es, wenn die Kinder korrekt sitzen, aber alles um sie herum instabil bei einem Unfall ist. Ich habe es auch gerade im Fernsehen gesehen. Bin ich froh, dass ich ein Fahrzeug aus Stahl habe. Solche Pappkisten dürften keine Zulassung für den Straßenverkehr bekommen. Und dann sind da auch noch die ungeschützten Gasflaschenkästen. Ich mag garnicht weiterdenken, was noch hätte passieren können.

Campoverde am 17 Jul 2010 22:00:07

Hallo,

das mit dem instabil kann ich so nicht nachvollziehen. Wie ja viele hier im Forum wissen, hatten wir auch in Marokko einen schweren Unfall. Gott sei Dank hatten wir keine Pappkiste, sonst hätten wir sicherlich mehr mitbekommen. Auch hier geschah der Aufprall in Höhe des Gasstaufaches. Der Außenanschluß wurde in Mitleidenschaft gezogen, aber durch die massive Konstruktion über den doppelten Boden konnte Schlimmeres verhindert werden. Aber ich denke auch, dass dies immer mit der Aufprallfläche usw. zusammenhängen kann und nicht unbedingt mit der Konstruktion des Fahrzeuges.
Wenn ich hier Steffen-Berlin falsch verstanden habe, bitte ich um Nachsicht. Dies sollte nicht sein.

Heinz-Campoverde

ducki-ch am 17 Jul 2010 23:08:10

Sehr bedauerlich für die Familie, mein herzlichstes Beileid.

Stefan-Claudia am 18 Jul 2010 00:18:28

das allerschlimmste was geschehen kann ist ein Kind zu verlieren

auch mein herzlichstes Beileid

will49 am 18 Jul 2010 13:36:32

und es zeigt, wie wichtig es ist, IMMER die sicherheit der kinder durchzusetzen. auch ich fahre mit enkeln und jetzt passe ich erst recht darauf auf. die stabilität des aufbaues ist nicht primär wichtig, eigentlich mehr die selbsteinschätzung- wie schnell fahre ich, wie sicher führe ich das fahrzeug. ertappe mich doch oft genug beim umstieg vom PKW zum womo, das ich so losfahre wie im PKW. Pure Selbstüberschätzung , bis dann so etwas passiert.

schlimm.

Rainer

migula am 18 Jul 2010 13:55:36

Jeder der Kinder hat kann nachvollziehen wie es dem Fahrer in den nächsten Wochen, Monaten evtl. Jahren gehen wird. Er ist (mit)verantwortlich für den Tod (s)eines Kindes. Selbst wenn ein technischer Defekt (Reifenplatzer) die Ursache war!

Gast am 18 Jul 2010 14:38:21

Ich bleib dabei: Pappkisten :(

[mod="Dirk"]Bild entfernt, Urheberrecht beachten![/mod]

Die gesamte Bildreportage hier: --> Link

mueckenstuermer am 18 Jul 2010 15:19:16

Das war mal ein Karmann Bahia, eigentlich ein sehr stabil gebautes Fzg. Karmänner haben sogar schon einen Überschlag überstanden.

Wenn man die Bilder sieht, wird klar, dass das Gurtsystem das Leben der Kinder / des Kindes gerettet hätte. Die Stahlkonstruktion mit Gurten und Sitzkisten dran ist völlig unversehrt.

Wenn mal die Eltern nicht noch Ärger mit dem Staatsanwalt wegen fahrlässiger Tötung des eigenen Kindes bekommen. Abschreckend für alle sollte es allemal sein. Ich zeige die Fotos meinen ach so coolen Kindern, die auch nicht gerne angeschnallt fahren, weil das gegen die Spaß- und Chill-Gesellschaft ist. Am besten liegt es sich im Alkovon.... noch besser mit Fenstern nach vorne raus, schön groß sollten sie sein.

m.

Bergbewohner1 am 18 Jul 2010 15:45:28

Da hat Meckenstürmer vollkommen recht, es ein Karmann Bahia, wurden bis Ende 1999 in Reine produziert und zwar auf Sprinter.
Das Gurtsystem ist wirklich sehr stabil und wie man auf diesen Fotos sieht, ist es nahezu unversehrt.

Gast am 18 Jul 2010 20:06:06

peter-held hat geschrieben:Ich bleib dabei: Pappkisten :(



Die gesamte Bildreportage hier: --> Link

ganz Unrecht hast Du nicht -> gegenüber einem Pkw sind unsere Schätzchen wirklich rollende Bretterbuden :!: (nimmt mir das jetzt bloß keiner übel :!: )

aber in Anbetracht der Ereignisse muß ich immer wieder dran denken . Auch ich fahre mit Kindern . mein Beileid gilt natürlich den Angehörigen :!:

pilote600 am 18 Jul 2010 21:17:14

Schön wie hier viele sich Fragen nach Gurt und der Stabilität der Womos, aber nur ganz wenige (ich habe nur ein posting gelesen) sich mal Gedanken machen über die Geschwindigkeit mit denen manche unterwegs sind, und das auch noch in zich Foren prallerisch wiedergeben.

Ostwestfale am 18 Jul 2010 21:26:53

mueckenstuermer hat geschrieben:... Kinder im Alkoven ...

m.


Mein Beileid den Hinterbliebenen!

Ja, darüber beschweren sich viele, fahren aber mit uralten Reifen und 30% überladen durch die Gegend.

Ob man das mancherorts auch als bigottes Verhalten bezeichnen könnte?

Ich denke: Sicherlich ja

Gast am 18 Jul 2010 22:54:31

Wenn ich so was lese dreht sich mir der Magen um.Ich befördere
jeden Tag ca. 300 Kinder und hoffe das nie was passieren wird.
Allerdings setze ich die Sicherheitsvorschriften rigoros durch, das macht
einen bei den Kindern und Jugendlichen zwar nicht beliebt,dient aber der
Sicherheit.

Arno

Gast am 19 Jul 2010 10:43:11

Schrecklich! Mein Mitgefühl ist bei den Eltern.

Es ist aber müssig, darüber zu spekukieren was falsch war. Als Eltern macht man nicht alles richtig, weil man eben mehr verantworten und mehr beachten muss, als Erwachsene die nur auf sich achten können :!:

Klar, zu hohe Geschwindigkeit, Kinder liegen in den Betten statt angeschnallt am Platz, falsche Beladung oder Übeladung, hat aber alles seine Ursache! Man will eben mehr als man kann, und das verleidet schnell zu falschem Handeln.

Es helfen Vorwürfe gegenüber Eltern überhaupt nix, denn oft sind sie mit ihren Entscheidungen allein gelassen. Das offensichtliche Szenario hier: Früh in der siebenten Stunde noch schnell Kilometer schruppen um dem Stau zu entkommen und der Hitze. Das kleine Kind schläft noch (wohl im Bett) die große ist schon munter und hat sich schon im Sitz angeschnallt. Der Vater wie gesagt ist froh das es vorwärts geht und fährt zügig. Das Wohnmobil reichlich beladen, da Eltern und die Kinder in ihrem Urlaub auf wenig verzichten wollen. Das Wohnmobil, nicht mehr neu aber noch halbwegs technisch in Schuss. Eventuell sind die Reifen nicht mehr die neuesten, aber sehen optisch o.k. aus, zumindest der TÜV hat nix bemängelt.
Und dann kommt die Fuhre irgendwie ins Schleudern und das wars!

Es ist Blödsinn wenn man dann sagt, das da der Vater oder die Eltern falsch gehandelt haben. Man macht wie gesagt nicht alles richtig, schon gar nicht wenn man viel Verantwortung trägt. Wieviel Kinder sterben in anderen Situationen, was die Eltern hätten eventuell vorbeugend verhindern können.

Nein, Vorwürfe sind fehl am Platze, denn oft sind Familien mit Kindern ganz allein und haben erheblichen Alltagsdruck, dem der Rest der Gesellschaft nicht ausgesetzt ist. Also habt bitte Verständniss für Fehler von Eltern, die eigentlich nur das beste für Ihre Kinder wollen. Jeder kann froh sein, dessen Kinder wohlbehalten groß geworden sind, denn das ist ein großes Glück!

Jörg

Maggie am 19 Jul 2010 10:58:19

cojo hat geschrieben:... Das offensichtliche Szenario hier: Früh in der siebenten Stunde noch schnell Kilometer schruppen um dem Stau zu entkommen und der Hitze. Das kleine Kind schläft noch (wohl im Bett) die große ist schon munter und hat sich schon im Sitz angeschnallt. Der Vater wie gesagt ist froh das es vorwärts geht und fährt zügig. Das Wohnmobil reichlich beladen, da Eltern und die Kinder in ihrem Urlaub auf wenig verzichten wollen.


Auch wenn du das schön lebensnah beschreibst: dafür gibt es in meinen Augen KEINE ENTSCHULDIGUNG. Auch wenn viele es vielleicht so machen, ist es noch lange nicht auch nur am Rande ok.

Wir sind dann gefahren, wenn alle angeschnallt auf ihren Sitzen saßen. Oder wir haben anders geplant.

Wie hier schon mehrfach gesagt - ein Kind zu verlieren muss furchtbar sein. Dann muss man mit dem Schicksal oder dem lieben Gott hadern - je nach persönlicher Einstellung. Wenn man es selbst verschuldet hat, dann kann man sich vielleicht noch helfen, wenn man sagt, man selbst hat alles getan, was möglich war - wenn es dann trotzdem eintritt, dann ist das so. Wenn man sich aber dann auch noch die Vorwürfe machen muss, nur wegen der "Scheiß"-Kilometer oder oder oder nicht konsequent gewesen zu sein, obwohl man es vom Verstand her besser hätte wissen müssen - das würde ich, glaube ich, nie verwinden.

Auf der einen Seite regt man sich - berechtigterweise - hier in einem anderen Thread auf, dass jemand, der keine Ahnung und Berechtigung hat, seit 'zig Jahren Gasprüfungsbögen unterschreibt und dann ein tödlicher Unfall passiert. Aber ein Fahrer, der wissentlich seine Kinder im Bett liegen lässt oder unangeschnallt hinten spielen lässt - nach dem Motto "es ist noch immer gutgegangen - hammer schon immer so gemacht", der handelt genauso fahrlässig und verantwortungslos. Egal, welches Begründungsszenario man hier anbringt.

Das ist meine persönliche Meinung - und daher habe ich eigentlich noch mehr Mitleid mit den Eltern, denn aus der Vorwurfskiste kommen sie wohl nie mehr raus - wenn denn alles so oder so ähnlich war, wie wir hier spekulieren.

Maggie

Gast am 19 Jul 2010 11:39:33

zimtzicke hat geschrieben:Wir sind dann gefahren, wenn alle angeschnallt auf ihren Sitzen saßen. Oder wir haben anders geplant.

.....

Aber ein Fahrer, der wissentlich seine Kinder im Bett liegen lässt oder unangeschnallt hinten spielen lässt - nach dem Motto "es ist noch immer gutgegangen - hammer schon immer so gemacht", der handelt genauso fahrlässig und verantwortungslos. Egal, welches Begründungsszenario man hier anbringt.
Maggie


hallo Maggi,

mit diesen allgemeinen Äußerungen erklärst Du alle "alten" Eltern zu Verbrechern. Als unsere Tochter so ca. 1 1/2 Jahre alt war , tobte sie auf dem Hintersitz herum, legte sich auf die Hutablage usw., wenn wir z.B. nach Spanien in eine Ferienwohnung fuhren. Wir haben damals die Lücke zwischen Rücksitz mit lose plaziertem Römer-Sitz mit Bettdecken und Kissen gefüllt, die Sitzlücke zwischen den Vordersitzen war mit einer Decke, die mit Hosenträgern um die Sitze gespannt war, zusätzlich "gesichert" ( so zumindest damals unsere Annahme ),zu diesem Zeitpunkt gab es noch überhapt kein Diskussion über Anschnallpflicht für Kinder, egal ob Kindersitz oder sonst etwas, wie Mindestalter oder Mindestgröße für die Nutzung des vorderen Sitzes. Man schrieb das Jahr 1976.

Als unser Sohn geboren wurde (1980 ) wurde auch nicht vorgeschrieben, dass der Kinderwagen, in dem der Kleine damals schlief, angegurtet werden musste, oder die Kleinstkinder nur in speziellen Kindersitzen auf dem Vordersitz transportiert werden durften/mussten . Wir haben damals den Kinderwagen mit den Dreipunktgurten der hinteren Sitzbank "gesichert". Ob das gereicht hätte, wage ich aus heutiger Sicht zu bezweifeln.

Damit will ich nichts gegen diese meiner Meinung nach mehr als sinnvollen Vorschriften gesagt haben. Der Nachbarssohn kam vor 20 Jahren, trotz Kindersitz und ordnungsgemäßer Sicherung zu Tode, weil er sich im Zeitpunkt des seitlichen Aufpralls eines Unfallgegeners zufällig vorbeugte und mit dem Kopf vor den hinteren Türholm geschleudert wurde.

Ich bedaure, wie viele hier, die betroffenen Eltern. Dabei möchte ich mich nicht an der Diskussion über den Hergang oder die mögliche Schuldfrage anschließen. Ich war geschockt, als ich die Bilder in den Nachrichten sah, und über die Unfallfolgen hörte, aber alle Vermutungen machen das kleine Mädchen leider nicht wieder munter.

Maggie am 19 Jul 2010 11:52:52

rundefan hat geschrieben:mit diesen allgemeinen Äußerungen erklärst Du alle "alten" Eltern zu Verbrechern.

Hallo Werner,

nein, das hat man damals nach bestem Wissen und Gewissen so gemacht. Inzwischen sind die Umgebungsparameter ganz andere (mehr Verkehr, schnellere Autos usw) und wir sind klüger geworden, bzw. sollten dazu gelernt haben. Nun müssen wir unsere Handlungen dem neuen besten Wissen und Gewissen anpassen. Und das sagt eindeutig, dass der gefährlichste Platz im Wohnmobil z.B. im Alkoven ist. Ob das arme Kind dort war, weiß ich nicht - ich bin ja nur auf das im vorhergehenden Beitrag aufgeführte, angenommene Szenario eingegangen.

Auch ich bin übrigens so aufgewachsen, wie von dir geschildert - wie wir (fast) alle wahrscheinlich hier. Und es ist GsD eben immer gut gegangen.

Ich habe als junge Mutter mal gelesen, immer wenn man denkt "eigentlich sollte/müsste man...." dann sollte man es auch tun. Denn wenn nachher was passiert, obwohl man vorher gesagt hat "eigentlich..." und hat es dann aus Gründen, die später im Rückblick vielleicht ganz und gar unwichtig sind, nicht getan - das verzeiht man sich nicht.
Danach habe ich 'nach bestem Wissen und Gewissen' gehandelt.

Aber jeder muss mit im Fall des Falles mit dem eigenen Gewissen leben - und da geht auch sicher jeder anders mit um.

Maggie

Gast am 19 Jul 2010 12:05:13

Erst mal möchte ich auch meine Betroffenheit ausdrücken, das ist sehr, sehr schlimm. Das kann sicher keiner nachvollziehen der noch kein Kind verloren hat.

Aber: ich kann mich rundefan nur anschliessen.
Wir sind früher auch nach Italien gefahren, hinten zu Dritt im Opel Rekord, Gurte gabs damals noch keine.

Und auch heute noch lass ich meine Töchter, wenn sie schlafen wollen in den Alkoven rein.
Mir ist bewusst daß es ziemlich gefährlich sein kann. Aber es ist sicherlich noch gefährlicher Kinder im heutigen Alltag allein zur Schule gehen zu lassen. Soll ich sie jetzt wegsperren? Kinder zu haben bedeutet nun mal ein gewisses Risiko. Sie dürfen auch Fahrrad fahren, auch das ist risikoreich.

Aber hier mal Gegenbeispiel.
Als sie mal hinten im Womo saßen und Theater machten - ich war zu dem Zeitpunkt ohne meine Frau unterwegs - machten die beiden Zicken so ein Theater, ich wär beinahe vor Aufregung und schreien fast in den Graben gefahren. Danach habe ich beide zum Schlafen geschickt, eine in den Alkoven und eine hinten ins Heckbett.
Zack, danach war Ruhe, ich konnte in Ruhe noch ein/zwei Stunden fahren bis sich mich selbst hingelegte.

Man muß doch immer das Gesamtkonstrukt anschauen.
Wieviele Wohnmobile verunfallen denn so wie hier geschehen. Wieviel Tote gibt es bei einem Womo-Unfall prozentual gesehen gegenüber einem PKW-Unfall.
Das ist alles müßig und ich denk jeder soll das machen wie er es für richtig hält, hinterher ist sowieso jeder schlauer.

Viele
Didier

Maggie am 19 Jul 2010 12:23:41

agent_no6 hat geschrieben:Aber: ich kann mich rundefan nur anschliessen.
Wir sind früher auch nach Italien gefahren, hinten zu Dritt im Opel Rekord, Gurte gabs damals noch keine.

Siehe meine eigene Aussage oben.

agent_no6 hat geschrieben:Und auch heute noch lass ich meine Töchter, wenn sie schlafen wollen in den Alkoven rein.
Mir ist bewusst daß es ziemlich gefährlich sein kann. Aber es ist sicherlich noch gefährlicher Kinder im heutigen Alltag allein zur Schule gehen zu lassen. Soll ich sie jetzt wegsperren? Kinder zu haben bedeutet nun mal ein gewisses Risiko. Sie dürfen auch Fahrrad fahren, auch das ist risikoreich.


Jain, aber das ist der Unterschied zwischen den Risiken, deren Minimierung ich beeinflussen kann oder auch nicht. Das eine kann ich beeinflussen, das andere nicht. Das ist das o.a. Schicksal oder eben der Vorwurf, mit dem ich selbst später leben muss. Das entscheidet jeder für sich.

agent_no6 hat geschrieben:...machten die beiden Zicken so ein Theater, ich wär beinahe vor Aufregung und schreien fast …


Wir wollen jetzt mal keine Diskussion über Erziehungsfähigkeiten anfangen in diesem Thread mit dem traurigen Anlass…

Aber trotzdem mein Beileid – was glaubst du, wie ich zu meinem Nick komme :wink:

Maggie

Haikumsai am 19 Jul 2010 12:37:11

Es ist mir egal was hier geschrieben oder vermutet wird, Fakt ist: Wenn das kleine Mädchen angeschnallt und im Kindersitz gesichert gewesen währe, währe es höchstwahrscheinlich nicht zu dieser höchst bedauerlichen Tragödie gekommen.

Ich kann jetzt aber auch hier niemandem unterstellen das hier fahrlässig gehandelt wurde, weil ich es nicht weiß, wurde davon berichtet, das kein Gurt angelegt wurde?

mueckenstuermer am 19 Jul 2010 12:39:45

Ich sag dazu nur Eines:

Das, was wir als praktizierende Wohnmobilisten so hinnehmen und Kindern gewähren lassen ist das Eine. Das was man tun müßte, wenn man sich streng nach Vorschrift verhalten würde, ist das Andere.

Der Staatsanwalt und der Strafrichter urteilen nur nach dem, was man tun müßte, nicht aber danach, was wir Wohnmobilisten so individuell und situationsabhängig nun gerade mal für richtig oder falsch halten.

Im Gesetz gibt es eine Anschnallpflicht. Diese wurde verletzt. Kein Staatsanwalt oder Richter wird also sagen, machen wir mal eine Ausnahme, weil es sonst im Wohnmobil keinen Kinderfrieden gegeben hätte oder weil alle Wohnmobilisten die Kinder im Alkoven schlafen lassen.

Wie Zimtzicke schon sehr richtig erkannt hat:

Wir tragen als Eltern ein doppeltes Risiko, wenn wir die Anschnallpflicht nicht durchsetzen. Zu dem Tod des Kindes kommt dann auch noch der (mindestens innere) Vorwurf hinzu, an diesem Tod mit ursächlich gewesen zu sein, obwohl man die Möglichkeit gehabt hätte, ihn zu vermeiden.

Es ist eben "adäquat und äquivalent kausal" -wie die Strafrichter urteilen-, dass ohne Gurt die Verletzungsfolgen höher und das Todesrisiko größer ist. Also kann das Nichtanschnallen nicht hinweggedacht werden, ohne dass nicht auch der Tod entfiele. Da die Eltern eine "Garantenpflicht" haben, hätten Sie für ein Anschnallen Sorge tragen müssen. Wurde das vernachlässigt, ist das fahrlässige Tötung durch Unterlassen.

Tut mir auch leid, aber es schadet nichts, wenn man das hier allen, die es riskieren, die Kinder ohne Gurte fahren zu lassen, mal in aller Klarheit zu lesen gibt.

Und wozu sonst wurde dieser Thread wohl eröffnet!? Sicher nicht aus Sensationslust, oder doch? Also ziehen wird die Lehren daraus und erörtern das dringend Notwendige. Mit Beleidsbekundungen, die die Eltern ohnehin nicht zu lesen bekommen, ist niemandem geholfen. Und dass einem so etwas unter die Haut fährt, muss ja wohl nicht ausdrücklich noch geschrieben werden. Auch wir waren schon oft und latent in großer Gefahr...

Allzeit knitterfreie Fahrt wünscht m.

migula am 19 Jul 2010 12:42:31

Grundsätzlich lässt sich jedes Risiko minimieren. Wenn das Kind jeden Tag mit dem Auto zur Schule gebracht wird und nicht mit dem Fahrrad fahren muß, ist das Risiko einen Unfalles oder Verbrechens minimiert. Aber ob dies für die Zukunft des Kindes von Vorteil ist, wage ich zu bezweifeln.

Maggie am 19 Jul 2010 12:59:36

Meine Töchter kommen auch heutzutage um 2 oder 4 oder 6h aus der Disko nach Hause. Auch das kann (und will) ich nicht verhindern. Das ist auch allgemeines Lebensrisiko.
Irgendwann fangen sie ja auch an, für ihr Leben selbst verantwortlich zu sein.

Aber bei kleinen Kindern, da haben wir als Eltern die Verantwortung.
Und da kann es nicht sein, dass sich kleine Zimtzicken gegen intelligente Erwachsene durchsetzen, nur weil sie lange genug zicken. Die Kinder können die Folgen ihres Tuns doch noch gar nicht einschätzen, wir Eltern hingegen schon. Und so handeln wir wider besseres Wissen, nicht die Kinder.

Man lässt ja auch die pubertierenden Zicken nicht die Schule abbrechen, nur weil sie mal 3 Tage keinen Bock auf Lehrer haben. Da erkennen Eltern durchaus die Folgen.
Will man im Womo seine Ruhe haben, da denkt man „passiert schon nix“ und lässt 5 gerade sein.
Unsere Mädels wussten das einfach, dass das ein No-go ist und haben es nach 2 Versuchen gar nicht mehr probiert.

Maggie

Gast am 19 Jul 2010 13:00:24

migula hat geschrieben:Grundsätzlich lässt sich jedes Risiko minimieren. Wenn das Kind jeden Tag mit dem Auto zur Schule gebracht wird und nicht mit dem Fahrrad fahren muß, ist das Risiko einen Unfalles oder Verbrechens minimiert. Aber ob dies für die Zukunft des Kindes von Vorteil ist, wage ich zu bezweifeln.


:gut:

bärnd am 19 Jul 2010 13:10:49

@Agent_no6
Das ist alles müßig und ich denk jeder soll das machen wie er es für richtig hält, hinterher ist sowieso jeder schlauer.


Manche schaffen es auch vorher schlauer zu werden!

pilote600 am 19 Jul 2010 14:21:35

Tolles Argument ...


FRÜHER ....

- war alles besser
- gabs noch Dinosurier
- und die Gummistiefel Sachen gibt wie Sicherheitsgurt, Helme für Fahrradfahrer, Kindersitze, Airbags und und und....


Es ist noch gar nicht so lange her, da gab es hier einen Threat, in dem sich einige aufregten, wie es den Möglich sei, dass Wohnmobilhersteller heute noch Wohnmobile ohne Beifahrerairbag verkaufen, sorry, aber sich über so etwas aufzuregen, auf der anderen Seite aber die vorhandenen Sicherheitsausrüstungen nicht zu nutzen kann ich nicht verstehen.

Ja auch ich bin schon ohne Gurt gefahrern (und es wird bestimmt auch wieder mal sein), oder zu schwer, oder zu schnell, aber ich bin mir der Folgen bewusst, ein Kind, noch dazu ein kleines Kind kann sich der Folgen nicht bewust sein.

mauimeyer am 19 Jul 2010 14:32:42

Es ist schon interessant, was so ein Thread immer wieder für Diskussionen auslöst.

Für mich gilt:
Als Elternteil trage die Verantwortung für das Leben meines Kindes "UND" als Fahrzeugführer die Verantwortung für "alle" Insassen.

Interessant finde ich es, wenn sich Eltern in Sachen Schule oder in anderen Belangen Ihrer Verantwortung bewußt sind und sich mit Gott und der Welt anlegen, diese Verantwortung dann aber an anderer Stelle, wieder vergessen.

pilote600 am 19 Jul 2010 14:34:26

mauimeyer hat geschrieben:
Interessant finde ich es, wenn sich Eltern in Sachen Schule oder in anderen Belangen Ihrer Verantwortung bewußt sind und sich mit Gott und der Welt anlegen, diese Verantwortung dann aber an anderer Stelle, wieder vergessen.



Genau dass meine ich, es muss hier viele Zwillinge geben im Forum!

Duck und weg...... :D

Campoverde am 19 Jul 2010 15:18:14

Hallo,

ich denke, Cojo hat alles korrekt ausgeführt. Ich kann mich den Ausführungen nur anschließen.
Wer keine Fehler macht, werfe bitte den ersten Stein!!!!!!!!!!!!!!

Übrigens: Rechtsanwälte und auch Gerichte leben doch auch von Fehlern, oder?

Ich hoffe nur, dass die Eltern - wenn es überhaupt so weit kommt, mitfühlende Richter bekommen, bestraft sind sie doch wirklich genug!

Und dass man hier sein Mitgefühl einfach zum Ausdruck bringt, ist doch wohl selbstverständlich. Hoffentlich ist es nicht sogar einer von uns!

Nachdenkliche
Heinz-Campoverde

mauimeyer am 19 Jul 2010 15:47:39

Wer keine Fehler macht, werfe bitte den ersten Stein!!!!!!!!!!!!!!


Nicht falsch verstehen, sicherlich macht man Fehler.
Aber wenn ich Fehler mache, dann trage ich gegenüber meinem Kind oder den anderen Insassen die Verantwortung dafür, das mein Fehler so folgenlos wie nur irgend möglich bleibt.

Es ist aber müßig darüber zu diskutieren. Ich finde, das dieser Thread eher zum Nachdenken anregen sollte als dass wir uns hier mit Vorwürfen vollmüllen.

Haltet inne, denkt darüber nach, wie schnell sowas passieren kann und ob man tatsächlich beim nächsten mal ein unangeschnalltes Fahren zulassen will. Wenn man sagt: "Ich würde alles tun um mein Kind zu beschützen!", dann muss man es auch durchziehen und "alles" tun.

brainless am 19 Jul 2010 18:29:42

Zuerst einmal war ich tief betroffen, als ich diese Meldung las.
Die armen Eltern und die Schwester, die jetzt das kleine Mädchen für immer missen werden.
Aber kurz danach, nachdem ich die anderen Beiträge gelesen hatte, war ich ordentlich wütend: Die meisten - nicht alle - wissen ALLES besser, analysieren die Unfallursachen und bereiten anscheinend schon die Klageschrift gegen den Fahrzeuglenker vor......und das alles, ohne irgendwelche Fakten zu haben.
Leute, diese Beiträge gehören dann in den anderen Thread, den mit den VORurteilen.

Die letzten Beiträge (so etwa ab pilote600) lassen mich hoffen,


brainless

farmerj am 19 Jul 2010 20:29:18

Habe gerade aktuell in den Nachrichten gehört..........

Der Vater verlor nach 10 Stunden :!: :!: Fahrtzeit die Kontrolle über sein Fahrzeug...
evtl. wurde er auch von einem anderen Fahrzeug touchiert....

aber, bei allem Mitgefühl und Bedauern:
Wer als Eltern mit kleinen Kindern im Wohnmobil 10 Stunden oder mehr die Autobahn entlang brettert ist schlicht und einfach verantwortungslos !

Das ist meine ureigenste persönliche Meinung.

Vlt. wäre in ausgeruhtem Zustand trotz eines vermutlichen "Schubbsers" eines anderen Verkehrsteilnehmers (was noch nicht mal bewiesen ist) vermeidbar gewesen........

Ganz ehrlich:
Für mich ist das fahrlässige Tötung........
Leid tun kann einem das verstorbene Kind, das für die Unbedachtheit und Selbstüberschätzung des Vaters mit dem Leben bezahlen musste.....[/b]

Chris_62 am 19 Jul 2010 21:58:57

Jürgen , jeder LKW-Fahrer darf täglich 9 Stunden fahren . Nach 4,5 Std. muss er 0,75 Std. Pause machen , oder wenn er müde ist !


Ich finde den Unfall traurig !

Aber keiner von uns kann urteilen ! Wir waren nicht dabei !

Es kann uns höchstens wachrütteln !!!

mauimeyer am 19 Jul 2010 22:01:40

Es kann uns höchstens wachrütteln !!!


:daumen2:

farmerj am 19 Jul 2010 22:07:13

Chris_62 hat geschrieben:Jürgen , jeder LKW-Fahrer darf täglich 9 Stunden fahren . Nach 4,5 Std. muss er 0,75 Std. Pause machen , oder wenn er müde ist !


Ich finde den Unfall traurig !

Aber keiner von uns kann urteilen ! Wir waren nicht dabei !

Es kann uns höchstens wachrütteln !!!


Chris ....du sagst es...........täglich 9 Stunden .....nicht 10 !!!
und nicht mal die ohne Pausen !!!!!!!!

Die Aussage mit den 10 Stunden durchgehender Fahrt kam übrigends von der Polizei und angeblich vom Vater selbst..........

Natürlich ist das ganze tragisch...........aber eben total verantwortungslos vom Vater.........
und ein Kind musste dafür bezahlen...

SteffenBerlin am 19 Jul 2010 22:13:49

farmerj hat geschrieben:Die Aussage mit den 10 Stunden durchgehender Fahrt kam übrigends von der Polizei und angeblich vom Vater selbst..........


Lt. Berichten geschah der Unfall um 6:15 Uhr. Ich nehme an, morgens.

Chris_62 am 19 Jul 2010 22:29:41

Jürgen ,

nehmen wir mal an , es wäre deiner Nachbarsfamilie passiert !

Würdest du dem Vater in die Augen schauen und ihn der fahrlässigen Tötung bezichtigen ???

Es gibt auch den Sekundenschlaf nach viel weniger Stunden Fahrzeit !

Es ist einfach ein Unglück ! Egal was wir denken und schreiben ........

Campoverde am 19 Jul 2010 22:44:17

Hallo,

lasst doch einfach einmal den Vater und die Familie selbst außen vor und wendet Euch anderen Dingen zu.
Der Fall ist viel zu traurig, um hier Mutmaßungen anzustellen, Vorurteile in die Welt zu setzen, das hilft doch wirklich keinem mehr.


Heinz-Campoverde

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