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Hallo und guten Morgen allen Campern, Wohnmobilfahrern und Schwedenfreunden
Ich möchte einen Bericht unseres Urlaubs verfassen und damit all jene bestärken, die wie wir ABSOLUTE Neulinge in Sachen Wohnmobil/Camping sind. Als erstes möchte ich mich bedanken bei den vielen Nutzern hier, die mir Tipps gaben und und wirklich sehr geholfen haben. Natürlich läuft dann trotzdem nicht alles glatt, gibt es das ein oder andere Problemchen. Es trübt aber den Urlaub in keinster Weise, sorgt sogar für einiges an Erkenntnissen, die man gewöhnlich nicht einplant. Davon später mehr. Zur Einstimmung einige Fakten unserer Reise: Teilnehmer: Tochter (17 Jahre) Sohn (13 Jahre) Frau und ich (48 Jahre) Mobil: ein Mietmobil (Cristall A 531, Alkoven und Doppelstockbetten längs) Reisezeit: 11.-30.juli 2010 Reiseroute: Dresden - Sassnitz - Trelleborg - Ystad - Getnö Gard - Eksjö - Vimmerby - Källbukten - Söderköping - Stockholm - Vaxholm - Uppsala - Hjälmaren (Läppe) - Berg - Borensberg - Karlsborg - Sjötorp - Uddevala - CP Solvik - Vällsnäs (Bolmen) - Malmö - Trelleborg - Sassnitz - Dresden Gefahrene Km: ca. 3.800 (incl. 1000 kmAn/Abreise Dresden-Sassnitz) Highlights aus unserer Sicht: Die CP GetnöGard , Läppe, Kallbukten, Solvik, Vällsnäs Stockholm, Uppsala, Eksjö, Malmö der Göta-Kanal Eigentlich alles, aber das lag natürlich auch an dem phantastischen Wetter, welches wir hatten. Temperaturen zwischen 20 und 27 °C, nur 2 Regentage, davon verbrachten wir einen im Mobil, um an die Westküste zu gelangen. teilweise Postkartenhimmel, traumhafte Sonnenuntergänge am Hjälmaren, Asnen und Vänern. Stockholm von seiner schönsten Seite So, hier der Versuch, 2 Bilder anzuhängen
Leider ist wohl meine gewählte Auflösung für einige Bilder zu groß :( --> nächster Versuch So, ich fange mal mit dem Bericht an.
Gerade für Mieter und Neulinge ist sicher ein nicht unwichtiger Teil die Reiseplanung/Vorbereitung. Es gibt Anfänger, die mieten Samstag Mittag und versuchen dann, die Abendfähre zu bekommen. Unseres wäre das nicht und es sollte sich sehr schnell zeigen, dass eine gute Vorbereitung auch für Anfänger machbar ist. Kartenmaterial, Navi-POIs, CP-Karte und Katalog im vorfeld organisiert. Für die Ernährungszubereitung kaufte ich einen Billig-Grill, der vollkommen ausreichend war. Ferner leisteten wir uns eine Bodum und das war eine gute Entscheidung. 3 Gasflammen (eine defekt) + Grill, mehr braucht man nicht, um eine 4köpfige Familie 3 Wochen lang mit abwechslungsreicher Kost zu versorgen. Wir hatten letztlich zu viel Nudeln, Reis, Käse, Wurst gekauft. Ich empfehle jedem, die Supermarktkette ICA. Sehr sauber, sehr gutes Sortiment, immer auch gute Angebote. Wer Alkohol benötigt, der kaufe es in Deutschland. Wir nahemn Weinballons mit, und ich kaufte an der Fähre noch eine Palette Bier (sehr zu empfehlen der scandlines-shop in Muckran!) Am 10.7. dann das Mobil geholt und den Nachmittag mit dem Beladen verbracht. Dieses Wochenende war allerdings der reinste Horror, Temperaturen weit über 30°C, da fällt jede Arbeit schwer. Sohnemann richtete sich bereits auf dem heimischen Grundstück ein und weihte das Feriendomizil ein. Abfahrt dann am frühen Sonntagmorgen, unsere komplizierte Grundstücksausfahrt gemeistert und ab gings. Locker, entspannt, nach ca. 100km kehrt eine Art *Gefühl* für das Mobil ein. Meine Bedenken, wie sich so eine Kiste fährt, lösten sich in Luft auf. Über die A13, A10, A11, A20 ging es nach Prora (Rügen). Gegen Mittag waren wir am Ziel der 1.Etappe. Die Fähre hatten wir für Montagmorgen gebucht, dafür gab es 2 Gründe: 1. Das Endspiel der Fußball-WM 2. Wir wollten uns Binz / Prora anschauen. Übernachtungsplatz war die Wohnmobiloase in Prora. dort gab es im großen Festzelt Fußball und Wernesgrüner, also PERFEKT! Ein entspanntes Schlafen war nicht möglich, es war heiß und die 1.Nacht in *neuen* Betten ist gewöhnungsbedürftig. Relativ zeitig verließen wir die Oase und schifften uns auf die Fähre nach Trelleborg ein. Fahrt vorbei an den Kreidefelsen und später dann noch 'ne Mütze Schlaf nachgeholt. Mittags kamen wir in Trelleborg an, reisten aber sofort weiter. In einem kleinen Bogen fuhren wir nach Ystad, machten einen kleinen Stadtbummel. Für mich als Wallander-Fan ein Muss, weitere Plätze berühmter schwedischer Krimiautoren sollten folgen. Ystad ist eine nette Kleinstadt, schöne alte Kirche, Marktplatz und eine Altstadt. Ferner auch ein Hafengelände, auf dem man auch übernachten darf. Auf der Fahrt hatten wir aber bereits westlich Ystads einige Mobile am Strand gesehen und dorthin begaben wir uns dann auch (Koordinaten 55.424816,13.786594). Der Platz wurde von Schweden frequentiert, der Strand ist ein Hundestrand und als *Bonbon* liegt am Rande ein Tierfriedhof (naja). V/E gibt es nicht, aber das brauchten wir am 1.Tag auch nicht. Wir waren in Schweden! Eine Frage nach der anderen zum Mobil löste sich. Nach einer wesentlich entspannteren Nacht fuhren wir gut erholt am Dienstag, d.13.7. Richtung Asnen. Bilder reiche ich nach.
Oha wenn das meine Frau ließt, dann bin ich reif :roll: Wir wollten ja auch fast zur gleichen Zeit nach Schweden. Nach einem Winter voller Planungen und Ideen haben wir uns dann doch für die Wärme entschieden. Aber nächstes Jahr ist Schweden dran :D Der Bericht macht absolut Lust auf mehr :!: :!: :D Spart nicht mit Details :wink: Leider habe ich den verregneten Samstag dann mit Fotobuch erstellen verbracht und dann nicht mehr die Muße, hier fortzufahren. Es dauert daher etwas, aber ich werde es tun.
Vielleicht zum Wetter: Wir hatten in Schweden ein ganz anderes Temperaturgefühl als hier. Selbst Temperaturen um ca. 22°C empfanden wir als warm. Wir haben IMMER im Freien gesessen, und das war bei 4 Personen dann auch gut. Jeder hatte seinen Freiraum, so etwas wie ein *Lager*-Koller kam nie auf. So wurde es bei uns einer der schönsten Familienurlaube der letzten Jahre. Hallo eisloewe62, sehr schöner Anfang Deines Reiseberichtes. Freue mich schon auf mehr.... Hier kommen erstmal die Fotos unserer ersten Urlaubstage Oops, das wichtigste im Forum fast vergessen. Unser Platz, direkt an der Ostsee, V/E nö, psst, gepullert haben wir in die See,
Kosten 0 SEK Hundestrand, allerdings fährt dort auch die Eisenbahn, aber für eine Nacht ist es trotzdem o.k. Wir beschlossen, zunächst einen Campingplatz anzufahren, der in vielen Berichten, insbesondere von Familien mit Kindern, eine hervorragende Bewertung bekommt: Der Naturcampingplatz Getnö Gard.
Unser Vorhaben war, in Schweden möglichst wenig auf den frequentierten Europastraßen zu fahren, eher ruhigere Straßen zu nutzen. Von Ystad aus fuhren wir die Nr. 19 nordwärts. Kurz vor Tomelilla ein Schreck. Linkerhand ein CP, der rappelvoll war, riesengroß, in praller Sonne. Ja, Juli und die Schweden verreisen gern mit Wohnwagen ... Unsere Route führte uns an Ahus vorbei, dann ein kurzes Stück die E22 und von Brömölla nach Olofström. es war ein entspanntes Fahren, hügelige Landschaft, Wälder, Seen, Sonennschein. Über Fridafors war das Tagesziel bald erreicht. Zum Naturcamp führt eine ca. 10km enge Straße, rechts See, links See. Uns war klar, hier bleiben wir. am CheckIn bezahlten wir die Campingmarke und dann wurde ein sehr schöner, üppig bemessener Platz bezogen. Wir buchten 2 Nächte und verbrachten einen herrlichen Tag mit Paddeln, Baden und Regeneration nach dem heißen Wochenanfang. Der Platz war fest in ausländischer Hand, Deutsche und Holländer, wahrscheinlich setzen Schwedn andere Prioritäten, aber auch das erfuhren wir noch. So, ich setze mal fort.
Eigentlich, folgt man den Beschreibungen erfahrener Schweden-Urlauber, hatten wir mit Getnö-Gard schon DEN ultimativen Campingplatz besucht. Und das Wetter war dermaßen schön, am Liebsten wären wir länger geblieben. ABER, unser Urlaub sollte eine Rundreise durchs südliche Schweden werden und das setzten wir auch um. Getnö-Gard ist aber durchaus eine Camping-Option für einen längeren Zeitraum. Am Do, d. 15.7. verließen wir Getnö-Gard Richtung Norden. Zunächst fuhren wir aber nach Ljungby (Laganland), denn das schwedische Wappentier wollten wir uns nicht entgehen lassen. Ein schöner Elchpark auf der Must du gesehen haben - Liste :D, und einige stattliche Tiere geschossen (aufs Foto), weiter ging es nach Norden. Tagesziel war die kleine Garnisionsstadt Eksjö, welche durch ein Ensemble sehr gut restaurierter Holzhäuser besticht. Auf der Fahrt hielten wir am Nydala Kloster und machten erstmals Bekanntschaft mit einem der vielen schwedischen Cafés, welches sich hier in einem angrenzenden Gut befand. Muss man erlebt haben, diese altmodisch anmutenden Cafés, Sammeltassen und lecker gebackener Kuchen. In Eksjö checkten wir 1 Nacht auf dem CP ein und machten noch einen ausgiebigen Spaziergang in die Altstadt. ...hier fehlen aber noch ein paar Tage...
Mach doch bitte mal weiter mit Deinem Bericht... bettel 8) freu mich schon sehr auf die Fortsetzung Sorry, tut mir leid, aber so ist das, wenn man nicht über einer Sache bleibt.
Hier jetzt erstmal die Bilder von unserer Fahrt vom Asnen nach Eksjö Am 16.07. wollten wir Richtung Nord/Osten fahren. Erstes Ziel sollte Vimmerby sein. Ich mache es kurz: Wir ersparten uns die umgerechnet 130€ Eintritt für das Astrid-Lindgren-Land und fuhren stattdessen mit einer Eisenbahn auf Rädern in den Ort. Dieser hat einen sehr schönen Marktplatz und kleine Gassen laden zum Bummeln ein.
Nach dem Aufenthalt fuhren wir dann zur E22. An dieser Stelle eine Bemerkung zum Tanken in Schweden: Es ist etwas anders als bei uns, viele Tankstellen bestehen aus reinen Selbstbedienungsanlagen. Man fahre an eine Tanksäule, gebe die Kreditkarte in den Automaten ein, wähle den gewünschten Betrag und schalte die Zapfsäule durch Eingabe der PIN frei. Dann begebe man sich zur Zapfsäule und betanke das Mobil. Anschließend begebe man sich wieder zum Automaten und ziehe die Quittung. So die Theorie, mit etwas Glück kann man das Menu sogar auf Englisch ändern. Nach unserem 1.Tankstopp fuhren wir Richtung Tyrislöt an der Ostküste. Dank Navi lernten wir eine schwedische Schotterpiste kennen, die hatte was von Rallyepiste. Härtetest fürs Mobil und die Gläser und Tassen. Es blieb alles heile, trotzdem mieden wir in Zukunft die ganz kleinen Straßen. Der CP direkt am Meer war ausgebucht, aber auf Kallbuktens CP fanden wir reichlich Platz. Wir beschlossen, einen Ruhetag einzulegen. Am Samstag früh trauten wir dann unseren Augen kaum: Schwedische Dauercamper mit elektrischer Heckenschere und Rasentrimmer, das hatte etwas von deutschen Laubenpiepern. Wir nahmen es eher belustigt war und ließen ansonsten einfach alle Viere gerade sein. Bei Spaziergängen, Grillen und einem ausgiebigen Kartenspielabend urlaubten wir. So, hier die Bilder.
Dann ging es nach Stockholm, einem, wenn nicht DEM Höhepunkt unserer Reise. -- Fortsetzung folgt -- also dann auf nach Stockholm, freu mich schon drauf :razz: Hallo nach Dresden!
Ich freue mich riesig für Euch, dass Euer Schweden Urlaub so ein Erfolg war. Nach den Mühen der Vorbereitung, die Ihr Euch gemacht habt, habt Ihr das aber auch verdient! :wink: Ich bin schon gespannt, wie der Bericht weiter geht! Hat Euch denn der Womo Virus schon gepackt? :D Wenn ja, für weitere Tips und Tricks (vielleicht für die nächste Reise Richtung Norwegen :wink:) stehen die User hier im Forum, und ich speziell, gerne wieder zu Verfügung! Viele Christian Hallo Christian,
ich beantworte mal diese Frage zuerst: Virus eher nicht, weil ich z.B. sehr gerne in die Berge fahre und dort möchte ich die Bequemlichkeit und den Komfort einer Ferienwohnung nicht missen. Ich bin eher jemand, der verschieden Reiseformen ausprobiert. ABER: Sollte ich mal genügend Geld für eine Amerikareise haben, dann wäre eine Wohnmobilreise eine Option. Am 18.07. verließen wir den CP Kallbukten und starteten gen Stockholm. Zunächst machten wir einen Halt in Söderköping, um uns den Göta-Kanal anzuschauen. Dazu muss ich sagen, dass ich ein begeisterter Leser schwedischer Krimis bin. Sjöwall Wahlöö, Mankell, Nesser sind meine absoluten Lieblingsautoren und die 10 Bände um Kommissar Martin Beck sind für mich nach wie vor das Beste, was ich jemals gelesen habe. "Die Tote im Göta-Kanal" haben wir nicht gesehen, aber dieses Bauwerk hat uns sofort gefangen genommen. Ich kann dies schwer beschreiben, im Verlauf unserer Reise sollte der Kanal noch eine Rolle spielen. Anschließend machten wir *Strecke* und fuhren über die E4 nach Stockholm. In Stockholm wollten wir 2-3 Tage bleiben. Etwas beschwerlich war die CP-Suche. Der 1.CP war der oft empfohlene, aber irgendwie sehr steril und öde CP Bredang. Da er uns nicht gefiel, fuhren wir zum CP Vaxholm, ein Tipp unseres Vermieters. Leider war der CP überfüllt und so sind wir schließlich nach Rosjobaden gefahren, wo wir zuvor tel. reserviert hatten. Ich muss sagen, dass ich dies als eine der wenigen unangenehmen Seiten empfand, die Suche nach einem CP in Stockholm in der Hochsaison. Eine Vorreservierung ist hier empfehlenswert. --> Link 19.-21.7. Stockholm
Zunächst möchte ich erwähnen, dass uns Stockholm von seiner Bilderbuchseite empfing. Strahlend blauer Himmel, ca. 25°C. Wir fuhren vom CP mit Bus/U-Bahn direkt nach Gamla Stam und bummelten durch die Altstadtgassen. Ich finde es immer schön, eine unbekannte Stadt ohne einen festgelegten Zeitplan zu durchstreifen, sich auch *treiben zu lassen*. An der Ostseite Gamla Stans werben zahlreiche Stadtrundfahrtboote um Gäste. Wir entschlossen uns kurzerhand, eine ca. 1stündige Fahrt mit einem Hopp-On Hopp-Off Boot zu machen. Wir wählten die preiswerte Variante, bei der man einfach auf dem Boot bleibt. Auf der Fahrt hat man phantastische Ausblicke auf die Sehenswürdigkeiten Stockholms. Nach dieser beeindruckenden Rundfahrt stärkten wir uns in einem kleinen Restaurant und wieder konnten die Frauen dem phantastischen Kuchen nicht wiederstehen ;) Anschließend bummelten wir noch durch einige Geschäfte und Straßen dieser sehr lebendigen Stadt. Der 20.7. begann mit der Suche nach einem Zahnarzt, da sich Sohnemann ein Inlay ausgebissen hatte. Diese Suche nahm ca, 2h in Anspruch, wir bekamen einen Termin für den folgenden Tag. Was tun? Glück im Unglück, wir fuhren erneut nach Vaxholm, bekamen einen Platz und wanderten ca. 3km entlang zum Hafen. Dort kauften wir Tickets und fuhren mit einem Linienboot durch die inneren Schären nach Grinda. Grinda ist eine sehr beliebte Ausflugsschäre und wir verbrachten dort paar richtig entspannte Stunden. Eine Fahrt durch den Schärengarten kann ich jedem empfehlen, beeindruckende Ausblicke auf Inseln, Inselchen, viele dienen als Feriendomizile der Schweden. Nach diesen 2 Tagen Stockholm/Schären, starten wir Richtung Uppsala, vorher aber wurde unserem Sohn das Inlay fachgerecht eingesetzt. Zahnarzt = Tandläkere = TOP-Behandlung und wurde von der IKK zu 100% übernommen. So, jetzt kommen erstmal die Stockholm-Fotos. Stockholm-Fotos Vaxholm und Schärengarten 21.7. - 22.7.
Wenn man wie wir eine Rundreise plant, hält man sich entweder an einen strengen Zeitplan ODER man improvisiert. Ursprünglich wollten wir bis Orsa fahren und selbst einen Abstecher nach Norwegen an den Femund hatte ich im Visier. Aber dies hätte einige überlange Fahrten bedeutet und im Laufe der Reise wurde es uns wichtiger, einige Plätze etwas ruhiger anzugehen. Ausserdem wollten wir noch an die Westküste und zum Göta-Kanal. Und so beschlossen wir, der nördlichste Punkt würde Uppsala sein, von dort sollte es westlich an den Hjälmaren von dann gen Süden nach Berg und entlang des Götakanals zum Vänern gehen. Ein Entschluß, den wir nicht bereuen sollten. Doch zunächst zogen wir den Bogen über Uppsala mit seiner beeindruckenden Universität und der größten nordischen Domkirche. Auf dem Weg suchten wir einen Insider-Tipp des Marco-Polo-Reiseführers auf. Die Marco-Polo gehören bei uns zur Standard-Reiselektüre und der Tipp führte uns zu Linnés Alterssitz in der Nähe von Uppsala. Dort gibt es einen schönen Garten, Café und Museum. Anschließend fuhren wir nach Uppsala, besichtigten AudiMax und Domkirche. Danach bogen wir über die Str. 55 und dei E18 gen Südwesten legten noch ein gehöriges Stück weg zurück. Ziel war ein CP am Hjälmaren. Tel. reservierten wir vor (wir lernten! und dies beruhigt) und fuhren eine eine recht eintönige Strecke zu einem der 5 größten Seen Schwedens. Der CP in Lappe sollte zu einem der schönsten Aufenthalte werden. Sehr gepflegte Sanitäranlagen, ein schöner Strand, herrliche Wälder zum Blaubeerensammeln. Da wir ohnehin einen Wäschetag einlegen mussten, blieben wir 2 Nächte und damit bin ich beim Bergfest unserer Reise angekommen. Unserer Tochter spendierten wir eine 24h INet-Rate, es wurde gegrillt, entspannt, eben einfach --> gecampt und Urlaub gemacht. Wie üblich auf schwedischen CP, gabs 'ne Partie Minigolf. --- wird fortgesetzt --- Leider komme ich momentan nicht dazu, die Bilder zu laden. Damit der Bericht aber endlich zu einem Abschluß kommt, werde ich zunächst unsere Reise schildern. Die Fotos vom 2.Teil unseres Urlaubs liefere ich nach.
23.7. Nach dem Ruhe/Waschtag setzten wir unsere Fahrt gen süden fort. Ziel war der Götakanal. zunächst besuchten wir in Vingäker eines der sehr beliebten Outlet-Stores. Unser Eindruck ist, dass wohl die Schweden sehr gern in diesen Geschäften einkaufen, wir fanden es eher wie eine Ansammlung meherer Kaufhäuser. Einen schönen Winteranorak für Sohnemann im Gepäck, fuhren wir dann Richtung Linköping, wobei wir dies auf absoluten Nebenstraßen unternahmen. Das war nicht immer nach dem Geschmack der Passagiere, denn die Straßen waren kurvenreich, z.T. hüglig und Proteste der Tochter so vorprogrammiert. Gegen Mittag erreichten wir Berg und besichtigten ausgiebig die Schleusentreppen. Wir setzten die Fahrt dann entlang des Kanals fort. Es hat eine unglaublich beruhigende Wirkung, an den Schleusen den Schiffsverkehr zu beobachten. Das alte Götakanal-Hotell in Borensberg oder die Schleusentreppe in Motala, das sind bleibende Eindrücke. Übrigens, "Die Tote im Göta-Kanal" beginnt an der Schleuse Motala. Wir übernachteten in Borensberg auf einem großen Platz, an dem zahlreiche Bootswagen lagen. Spätabends baute neben uns ein Päärchen ein Zelt auf. Sie waren mit einem Tandem unterwegs. Wer den Götakanal besucht, sollte sich überlegen, eine Radtour entlang des Kanals zu unternehmen. Ausleiher sind ausreichend vor Ort. 24.7.
Fahrt um den Vättern zum Vänern Nach einem ausgiebigen Frühstück wollten wir den Kanal bis zu seinem Ziel in Sjötorp *verfolgen*. Von Motala aus fuhren wir gen Norden um den Vättern herum zunächst nach Karlsborg an der Westküste. Karlsborg wird bestimmt durch die Festung Karlsborg. Anschließend fuhren wir zur ältesten Schleuse des Götakanals nach Forsvik. Neben der Schleuse befindet sich ein hervorragendes Café. Im Garten sitzend kann man stundenlang den Booten und em Schleusenbetrieb zuschauen. Wir fuhren nach einer ausgiebigen Pause weiter nach Sjötorp und hier endete unser Besuch des Götakanals. Auch ein halbes Jahr später sind diese Tage das wohl eindrucksvollste an diesem sehr schönen Land. Und ein Urlaubswunsch ist es, einmal eine Schiffsfahrt auf dem Kanal auf einem der alten Passagierschiffe zu buchen. Leider bekamen wir diese nicht zu Gesicht. Auf Askeviks Camping buchten wir eine Nacht. Das Wetter schlug um, es wurde windig und kühl und begann zu regnen. Der nächste Tag sollte der wettermäßig schlechteste werden. 25.7. Wir entschlossen uns, die Strecke Sjötorp-Sotenäs (ca. 230 km) zu fahren. Aufgrund des Dauerregens verzichteten wir auf Besuche von Städten/Orten. Sotenäs ist im Sommer hoffnungslos überlaufen, CP sind wirklich zum Bersten voll. Offenbar galt für uns der Spruch. "Dumm hat Schwein", denn wir bekamen auf einem der schönsten CP der Westküste (wohl auch einer der teuersten) einen richtig schöenen Platz (Solvik Camping). Und als wäre dies noch nicht genug, klarte es gegen Abend auf und so hatte dieser Tag einen phantastischen Abschluß. 26./27.7.
-SMÖGEN- Mehr muss man wohl gar nicht erwähnen. Schwedenkenner preisen diesen Ort aufgrund seiner Exponiertheit, der vielen Yachten, der Schärenküste und vieler Café's. Es ist ein Touristenort, Wohnmobilisten stehen dicht an dicht im Hafengebiet. Wir hatten unseren Paltz in Solvik sicher und wollten ursprünglich zu Fuß das Gebiet erkunden. Dei Entfernung und z.T. fehlenden Wege ließen uns umdenken und wir machten eine Rundtour mit dem Mobil (Smögen, Lysekil). An dem Tag herrschte Postkartenwetter, einfach unglaublich schön. An der Brücke nach Smögen mussten wir unbedingt einige Fotos *schießen*, auch hier sehr viele Wohnmobile. Da wir sowohl die Schären vor Stockholm als auch die Westküste besucht hatten, fällt ein Vergleich sehr schwer. Sicher, spektakulärer sind die Schären nördlich Göteborgs, aber mir persönlich gefiel die Bootstour an der Ostküste einen Tick besser. Es mag daran gelegen haben, dass die Westküste wirklich sehr überlaufen wirkte. Tja, so langsam neigte sich der Urlaub dem Ende entgegen. Wir wollten noch einmal eine etwas ruhigere Zeit an einem see in südschweden verbringen und entschlossen uns, Göteborg *ausfallen* zu lassen. 27.-29.7. Am 27. brachen wir *die Zelte* in Solvik ab und fuhren auf der E6 gen Süden. An Göteborg vorbei war unser letztes Ziel Unnaryd am Unnen. Ein sehr schöner CP, sehr ruhig gelegen, nach den vielen Erlebnissen der richtige Ort, um noch 2 Tage Erholung pur zu genießen. Auch der letzte Versuch, endlich mal einen Fisch zu angeln, schlug fehl. Irgendwie wollte es nicht klappen, aber das ging wohl diesen Juli einigen so. Am 29.7. fuhren wir nach Trelleborg, stoppten aber vorher noch in Malmö und schauten uns den Turning Torso und die Öresundbrücke an. Malmö selbst hätten wir gern etwas ausführlicher besucht, aber unsere feste Fährbuchung wollten wir nicht gefährden. Mit der 17:00- Fähre setzten wir nach Sassnitz über und kamen gegen Abend in Muckran an. Wir wollten gern noch ein Stück fahren, im Nachhinein kein guter Gedanke. Denn in Sassnitz waren alle Plätze des wohl einzigen SP belegt. Nach einigem Umherirren bekamen wir dann den Tipp einer Tankstellenbesitzerin, auf einem P&R Platz direkt unter der Rügendammbrücke zu stehen. Dies war auch ganz o.k., allerdings weckten uns frühmorgens laute Huipsignale von rückkehrenden LKWs, die in de rNähe ihr Depot hatten. Frishce Brötchen gekauft und dann ging es die 450km heimwärts. Dei erste Rast, ein Frühstück und der Rest der Heimfahrt nach Dresden war Wehmut, Erzählungen und die Gewissheit, einen phantastisch schönen Urlaub erlebt zu haben. --- Ende des Berichts --- ... bis auf die Fotos ... Nach dem Urlaub ...
Am Samstag, den 31.7. gaben wir das Wohnmobil ab. Leider hatte ich einen Schaden am Tisch verursacht, die Hälfte der Kaution war futsch. Den in Deutschland verregneten August nutzte ich auch, um ein Fotobuch des Urlaubs zu erstellen. Tja, ein Wohnmobilist werde ich wohl eher nicht, aber viele meiner Freudne beneiden mich. Jeder sagt, dass mache ich auch mal und dann? Dann ist das wie mit vielen Dingen, irgendwann denkt man wehmütig zurück. Wir haben es gemacht, haben uns als Neulinge eine relativ weite Reiseroute incl. Fährüberfahrt ausgesucht. Ich kann sagen, es hat sich gelohnt, es funktioniert OHNE Probleme. Einige meiner Tipps (wohlgemerkt für Neulinge!) sind: - gründliche Planung, insbesondere über Ver/Entsorgung informieren, Übernachtungsplätze sind wichtig. Auch Vorabinformationen zu Fähren und eine ungefähre Reiseroute sind nie verkehrt. - In Schweden eine CampingCardScandinavia besorgen bewährte sich. Es gab dazu das CP-Verzeichnis und ALLE CP konnte ich auch im Garmin als POI einspielen. wir haben dann öfter im Verlauf unserer Fahrt bei CP angerufen und für denselben Tag vorgebucht. Ausserdem hatte ich noch eine kostenlose Karte der Raststätten sowie eine gute und trotzdem preiswerte Autokarte von Südschweden. - Wer wie wir nicht unbedingt Camper ist und wem die kleinen Sanitärzellen zu eng sind oder wer aus Gründen der Sicherheit lieber auf CP übernachtet, für den ist Schweden eine Option, nein, ein IDEALES Reiseland. Auf CP bekommt man meist 100qm, oft hatten wir auch mehr Platz. Lediglich in stockholm und in Solvik mussten wir etwas *kuscheln*. - Autofahren in Schweden ist STRESSFREI! Tempolimit und rücksichtsvolle Fahrweise, das war auffallend. Das ist wichtig, denn wer wie wir ein Mobil mietet, wird dies als wohltuend empfinden. - Wir haben einen Bilderbuchsommer erwischt! ---> und etwas Bleibendes daraus gemacht! VIEL SPAß ALLEN, die mit dem Wohnmobil 2011 Schweden besuchen oder die sich wo auch immer aufhalten werden. Für weitere Informationen könnt ihr gerne auch meine E-Mail eisloewe62 at web punkt de nutzen, da ich nur ab und an im Wohnmobilforum lese.. Macht*s gut und besten Dank nochmal für viele Tipps. Und eine Bildergalerei kommt noch, versprochen... |
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