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Tandemachse mit Heckantrieb vorteilhaft (Konzept Frankia)?


mueckenstuermer am 26 Sep 2010 19:22:47

Grundsätzlich bin ich ja bekanntlich Tandemachsenfan, da ich alle Konzepte schon probiert habe, also zweiachsige Fronttriebler, zweiachsige Hecktriebler und eben den frontgetriebenen Tandemachser. Ich bin sehr gerne wieder auf dieses Konzept umgestiegen. Allerdings habe ich darauf geachtet, dass auf der Vorderachse genug Gewicht ankommt, was beim Frankia A800 nicht der Fall war, beim aktuellen Eura aber der Fall ist. Deshalb habe ich mit dem Eura, bei identischem Fahrwerkskonzept auch bisher so gut wie keine Traktionsprobleme gehabt, anders als bei Frankia, den ich früher 2 mal hatte. (Haupt-Problem beim Frankia sind die Tanks auf der Tandemachse, beim Eura liegen die Tanks zwischen Vorder- und Hinterachse, was mehr gewicht nach vorne auf den Antrieb bringt).

Dennoch hat dieses grundsätzlich tolle System den Nachteil, dass die Traktion bei Glätte immer noch schlechter ist als beim Heckantrieb, weil einfach der höhere Anpressdruck auf den Hinterrädern automatisch zu mehr Traktion führt. Bei dieser Disziplin muss mein Tandemachser also passen.

Jetzt bringt Frankia einen Tandemachser mit Heckantrieb raus. Dabei ist die vordere Hinterachse angetrieben, die hintere läuft nur mit, wie eine Schleppachse. Die Idee fand ich auf den ersten Blick bestechend gut.

Auf den zweiten Blick kommen mir jetzt aber Bedenken. Wieso?

Rechnen wir mal. Sagen wir, das Fahrzeug wiegt 5 Tonnen. Wir unterstellen mal, das 40 % des Gesamtgewichtes auf der Vorderachse liegen, also 2000 kg, sind pro Rad je 1000 kg, die beim Fronttriebler für Anpressdruck sorgen. Auf der Hinterachse lasten dann also 3000 kg, sind bei zwei Rädern (1 Achse) also 1500 kg je Rad, somit 50 % mehr Anpressdruck beim Heckantrieb, die für den Vorteib zur Verfügung stehen.

Habe ich aber zwei Hinterachsen, eine angetriebene und eine zweite mitlaufende, so verteilen sich die Gewichte auf 4 Räder, mithin auf jedem Hinterrad nur noch 750 kg lasten. Der Anpressdruck auf der hinteren Antriebsachse des Doppelachsers würde sich also halbieren und sogar noch 250 kg unter dem Anpressdruck der Vorderräder liegen. Damit wäre dieser Hecktriebler noch deutlich viel schlechter, was die Traktion angeht, als der grundsätzlich im Nachteil befindliche Fronttriebler.

Nach meiner Theorie dürfte sich damit die Traktion also dramatisch verschlechtern!?

Liege ich falsch oder gibt es Erfahrungen dazu. Schließlich fahren Abschlepper auf Mercedes-Sprinter und VW-Crafter auch mit solchen Achskonstruktionen herum. Rein rechnerisch bin ich zunächst einmal sehr skeptisch, was dieses neue Konzept angeht.

Klärt mich auf, falls ich einem Irrtum unterliege.

m.

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tober am 26 Sep 2010 19:56:22

Ich habe gelesen das zum anfahren - falls nötig- mittels eines Schalters vom Fahrersitz aus die Antriebsachse höher belastet werden kann.

Spaß an -Hoffentlich machen die Eigner das nur mit Reifen die auch genügend Tragfähig sind :D :D - Spaß aus

tober

Gast am 26 Sep 2010 20:07:50

Ich finde das Konzept auf den ersten Blick genial.
Im Lkw-Bereich und im Omnibus ist diese Art der Achsanordnung seit Jahrzehnten gang und gebe - und das bei Fahrzeugen, die ein Vielfaches unserer Reisemobile wiegen.
Ob die Vorderachslast tatsächlich 40 % beträgt, würde ich zudem bezweifeln. Immerhin wandert das Getriebe beim Sprinter ein ganzes Stück nach hinten (im Vergleich zum Ducato); schwere Antriebswellen entfallen; die Kardanwellen "drücken" ihr Gewicht größtenteils Richtung Hinterachse; das Ausgleichsgetriebe (beim Ducato nahe der Vorderachse) ist ebenfalls in die Hinterachse integriert.
Letztendlich spielen die dynamischen Achslasten (sprich: das Fahrzeug ist in Bewegung) eine größere Rolle als die statischen Achslasten bei stehendem Fahrzeug. Beim Anfahren neigt sich jedes Fahrzeug nach hinten und entlastet die Vorderachse bzw. belastet die Hinterachse. Ducato-Fahrer mit Motorrad-Bühne ( = Riesen-Hebel) wissen, wie wenig Anpressdruck da bleiben kann....

Weiterer Vorteil der beschriebenen Lösung: aufgrund der Trennung von Lenkung und Antrieb kann ein größerer Lenkeinschlag ( = kleinerer Wendekreis) realisiert werden. Antriebseinflüsse auf die Lenkung (z. B. Flattern beim Gasgeben) entfallen ebenfalls.
Kardangelenke sind ungleich preiswerter instandzusetzen als die Gelenke der Antriebswellen.
Und das ganze gepaart mit dem vom Ducato-3 Achser bekannten Geradeauslauf und dem sanften Überrollen von Schlaglöchern.

Ich bin gespannt auf die ersten Praxis-Berichte!!!

Viele ,
westy75

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Gast am 26 Sep 2010 20:09:30

tober hat geschrieben:Ich habe gelesen das zum anfahren - falls nötig- mittels eines Schalters vom Fahrersitz aus die Antriebsachse höher belastet werden kann.

tober


Wie geht das denn? Wassertanks und Batterien auf elektrischen Schlitten ? :D
Klärt mich bitte auf!

Viele ,
westy75

RG Regalbau am 26 Sep 2010 20:39:15

Na wie beim LKW.Es wird einfach die nicht angetriebene Achse hydraulisch,oder pneumatisch etwas angehoben.

Gast am 26 Sep 2010 21:12:26

@ smeagol: das würde aber eine sehr aufwändige Achskonstruktion und sehr tragfähige Reife bedeuten...
Bin gespannt.

Viele ,
westy75

dieter2 am 26 Sep 2010 21:28:03

westy75 hat geschrieben:@ smeagol: das würde aber eine sehr aufwändige Achskonstruktion und sehr tragfähige Reife bedeuten...
Bin gespannt.

Viele ,
westy75


Nö,die Schleppachse ist Luftgefedert,einfach den Druck auf den Federbälgen ändern.

Und für die paar Meter wo das nötig ist spielt das für die Reifen keine Rolle.
Im normalen Strassenbetrieb stimmt die Belastung wieder.

Dieter

Gast am 27 Sep 2010 08:27:44

Das mittels Luftfederung die Achslast verändert werden kann ist dann unumgänglich. Aber trotzdem wird solch ein System nie die Traktion von Zwillingsreifen erreichen. Denn auch beim Schwerlastverkehr von schweren Reisebussen und LKW, wird ja die mitlaufende Tandemachse erst dann nötig, wenn die Zwilling tragende Achse in Punkto Achs- und Reifenlast nicht mehr ausreicht!

Auch preislich macht das ganze gar keinen Sinn. Denn nun braucht man ja den Kardan und entsprechendes Getriebe und zusätzlich immer noch die zweite Achse. Das heißt das Baisfahrzeug wird aus meienr Sicht sogar noch teurer als ein Zwillingfahrzeug. Vom zusätzlichen Gewicht und gleicher Fahrzeughöhe wie beim normalen Hecktriebler mal abgesehen.
Der einzig Vorteil würde im Geradeauslauf und besserem Querfugenverhalten liegen. Aber dieses bekommt man mit elektronischen Systemen und einer guten Luftfederung genauso gut hin.

Also was soll das :?:

Jörg

tober am 27 Sep 2010 09:45:31

Wie jede Antriebsart hat halt auch diese Variante vor und nachteile. Ich weiss
nicht ob eine zwillingsbereifung mit einer Achse schwerer oder leichter ist. Aber sie braucht natürlich mehr "tiefe" was bei einem Flachbodenchassis vielleicht mit Tandemachse dem Doppelboden zugute kommt. :?: Das ist für mich beim Wohnmobil schon ein Punkt wo ich vorteile sehe. Der Schwerlastverkehr hat da wieder andere Prioritäten, lässt sich sooooooo nicht mit den Anforderungen eines Wohnmobils vergleichen.
Man kommt auch leichter an die Ventile.(ohne verlängerung) :D
Man muss Probefahren, aber die Laufeigenschaften eines Tandem sind halt einfach "Traumhaft". Das ist für mich ein wichtiger Punkt.Eine Baufirma/Spediteur hat da wohl andere ansichten. Als Expeditionsmobil taugt es auch nicht. Also wie immer- jeder hat andere anforderungen/wünsche.

tober

Pijpop am 27 Sep 2010 17:20:28

Bin mir sicher die Schleppachse lässt sich nicht liften - daher beim
rangieren schon erhebliche Nachteile gegenüber einem Zwillingsbereiften


Pijpop

Bergbewohner1 am 27 Sep 2010 18:01:11

Wenn die Antriebsachse nicht kurzzeitig höher belastet werden kann, dann hat es fast die gleichen Nachteile, wie ein Fronttriebler.

tober am 27 Sep 2010 18:30:30

Waldtroll hat geschrieben:Wenn die Antriebsachse nicht kurzzeitig höher belastet werden kann, dann hat es fast die gleichen Nachteile, wie ein Fronttriebler.


Genau das soll ja möglich sein ! So stand es in der ?pm oder Reisemobil-International?

tober

mueckenstuermer am 28 Mai 2011 14:30:49

Gibt es was Neues dazu?

Hat jemand Erfahrung mit dem neuen Konzept gesammelt?

m.

oberstdorfer am 28 Mai 2011 16:05:22

mueckenstuermer hat geschrieben:Gibt es was Neues dazu?

Hat jemand Erfahrung mit dem neuen Konzept gesammelt?

m.


Ich meine das kann noch keiner, da bis jetzt wohl noch kein solches Fahrzeug verkauft wurde. Ich denke der Preis ist zu hoch oder warum baut die Fa. Frankia dann auf Iveco.
Die Klasse die mit dieser Technik erweitert werden sollte ist bereits komplett vom Iveco abgedeckt und das zu einem wesentlich besseren Preis und auch aus der Serie. Goldschmitt ist zwar eine super Firma uns sehr Inovativ aber ich denke, hier wirds bei ein paar Prototypen bleiben.

Das ist genauso wie die Sache mit dem zusätzlichen Elektroantrieb der Hinterachse. Das ist von der Technik und Traktion Spitze, aber der Aufpreis von 15-20 Tsd€ ist keiner bereit zu zahlen.

Wenn auf 6t und mehr dann Iveco oder gleich auf MAN oder Arctros.
Bild

oberstdorfer am 28 Mai 2011 16:12:04

Frankia hat den ja noch nichtmal vernüftig auf der Webseite.

Auf der CMT hatte Pilot einen da. G 837 LCE

siehe hier --> Link

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