gegen 11.00 waren alle aufgesessen und das packpferd beladen und es
ging los,vornweg der führer mit packpferd am langen zügel,dann meine
wenigkeit und zum schluss die einzige dame im tross
es begann leicht zu schneien und erstmal ca. 2 km über stock und stein
durch den wald,immer leicht bergauf,dann kamen nur noch birkenbüsche,
moose und flechten,der wind und etwas schneetreiben kam auf,
leider habe ich vom hinweg keine bilder,weil ich es einfach nicht hingekriegt
habe während des reitens auch noch brauchbare bilder zu machen mit handschuhen an den händen,ab und zu sind wir dann mal abgesessen und sind gelaufen,damit die füsse wieder warm werden,
mittlerweile lagen ca.15 cm neuschnee und das laufen war sehr anstrengend,da staunt man wie sicher doch diese pferde in solch einem
unwegsamen gelände unterwegs sind ,bergauf klettern,bergab klettern,
über bäche schreiten oder durchlaufen ohne eineinziges mal zu stolpern oder zu zögern - sicherer wie auf unseren beinen
sehr erholend war die absolute ruhe - nur ein leises knarren des sattels,
nach ca. 3 stunden reiten in mitunter sehr schwierigen gelände
erreichten wir in einer kleinen senke vom wind geschützt ein Lavo(Samenzelt),das von unten her schon eingeschneit war,
als erstes wurde das lavo geöffnet und im drinnen stehenden ofen das feuer
angezündet,danach pferde versorgt,abgeladen und sicher "geparkt",d.h.
einer an einem busch angebunden und die anderen daneben gestellt
die pferde fingen sofort an den schnee mit den hufen wegzukratzen und
darunter liegendes trockenes gras zu fressen,
unser führer hatte uns während der tour erzählt,dass wir auf einem
alten handelsweg zwischen Lierne und Snåsa unterwegs sind,
früher war man bis Snåsa zwei tage mit dem pferd unterwegs und hat auf halber strecke auf einem bergbauernhof übernachtet,
im Lavo wurde es langsam wärmer und der rauch verzog sich,die satteltaschen wurden nach drinnen gebracht und er begann für alle eine
warme mahlzeit und kaffee zu machen,er sagte "echtes cowboyessen"
es gab "B + B" - nicht Bed + Breakfast - sondern Bon +Bacon
also übersetzt - Bohnen mit schinkenspeck
unter der zeltplane hat er dann auch noch einen katon mit Rotwein gefunden,und so gab es zum aufwärmen erst mal eine tasse rotwein,
nach der köstlichen warmen mahlzeit wurde dann noch frischer kaffee
aufgebrüht und getrunken,wir waren satt, es war warm und gemütlich
und wir haben viel erzählt,
nach ca. 2 stunden rüsteten wir dann wieder zum rückweg,das lavo sollte nicht über
winter stehen bleiben,also wurde es abgebaut und aufs packpferd
geladen,ofen,feuerholz und andere sachen wurden zwischen grossen
steinen sicher bis nächstes frühjahr gelagert,
dann wieder aufsitzen und wieder den weg zurück zum transporter,
das wetter hatte etwas aufgeklart und man sah die nähere umgebung,
mal ein stop zum fotografieren und danach hab ich es auch mal gepackt
ein paar bilder während des reitens zu machen,
gegen 18.30,es wurde schon dunkler waren wir sicher wieder am transporter,die pferde wurden gelobt, versorgt und wieder aufgeladen,
das gepäck wieder verstaut und es ging wieder zum hof zurück,
die pferde wieder abgeladen und auf die koppel gebracht ,der transporter abgeladen und untergestellt,
noch ein kurzer plausch mit unserem führer,unsere einladung zu einem
kleinen umtrunk im womo hat er dankend abgelehnt,
nach einer herzlichen verabschiedung sind wir dann zum womo,wo ja unser hund sehnsüchtig auf uns wartete,es war bereits dunkel ,
von der vielen frischen luft,dem guten essen und den überwältigen erlebnissen einer reittour in die berge waren wir so müde,dass wir uns dann auch gleich ins bett machten,