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Reittour ins Høyfjell


walter7149 am 20 Okt 2010 09:56:32

Hallo, nur ein kurzer bericht von unserer letzten wochenendtour,
freitag vormittag wurde das Womo reisefertig gemacht und gegen 11.00
gings los von Selbu nach Stjørdal auf die E 6 und dann nordwärts bis Grong,dort verlassen wir die E 6 und es geht den RV 74 nach osten in richtung schwedische grenze,in Nordli verlassen wir den RV 74 nach links
auf eine nebenstrasse in richtung Kvelia,
kurz vor Kvelia fanden wir das erste hinweisschild für unser ziel,
seit wir die E 6 verlassen hatten ging es zu 80 % nur bergauf und es wurde immer mehr winterlich,ab und zu schon mal eis und schnee auf der strasse
und in der ferne schon schneebedeckte berge,wasser in den strassengräben
teilweise gefroren,
dann ging es noch ca. 3 km schotterweg bis zu einem bauernhof,
wir sahen die pferde auf der weide und durch bilder auf deren webside
im i-net wussten wir ,dass wir hier richtig waren bei Westums Turriding
keine menschenseele war zu sehen und wir suchten uns erst mal einen
stellplatz fürs womo und machten einen kleinen spaziergang zur ersten
orientierung,
gegen 18.00 kam dann mal ein auto mit einem jungen mann,der uns begrüsste und uns noch die steckdose für den stromanschluss zeigte,
er sagte,dass sein vater die reittouren macht und wir wie schon vorher
telefonisch abgesprochen morgen ab 10.00 unsere tour beginnt.

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walter7149 am 20 Okt 2010 11:09:17

es geht weiter,

nach einer sehr ruhigen nacht mit klarem himmel und etwas frostgraden(nur aussen) sind wir gegen 8.00 aufgestanden,haben nochmal kräftig
gefrühstückt,unserm hund nochmal etwas bewegung verschafft,denn sie
können wir leider nicht mit auf reittour nehmen,uns dann für die reittour
fertig gemacht,
um 10.00 ging es dann los,wir waren auf alles vorbereitet,wussten aber nicht was uns erwartet und wie alles ablaufen soll,
kurze begrüssung und einweisung vom chef,
vier pferde (Nordlandpferde - eine alte norwegische pferderasse) von der koppel holen und auf den bereitstehenden transporter laden,
wir verstauten auch unsere sachen ,stiegen vorn mit ein und es ging los
vom hof die strasse zurück nach Nordli an die tankstelle,kurz eine tasse kaffee holen und dann weiter auf gut befahrbaren waldwegen immer
allmählich bergauf,so ca. 30 km ,weil die elchjagd gerade in gang ist stehen
viele pkw `s unterwegs am waldrand und wir treffen einige elchjäger,
es war schönes ruhiges herbst/winter-wetter ohne wind,
die fahrt ging bis der weg aufhörte an einem kleinen parkplatz -
hätte man auch problemlos mit dem womo fahren können,
dann kam pferde abladen,satteln und alles einschliesslig packpferd fertig
machen,
nach ca. 25 jahren sitze ich mal wieder auf einem pferderücken und
alte erinnerungen leben frisch auf und ein wenig stolz war ich wie früher
mit gutem schwung noch in den sattel zu kommen
auch Annett sass vor ca. 18 jahren das letzte mal im sattel und war doch
ganz schön aufgeregt

walter7149 am 20 Okt 2010 13:06:04

gegen 11.00 waren alle aufgesessen und das packpferd beladen und es
ging los,vornweg der führer mit packpferd am langen zügel,dann meine
wenigkeit und zum schluss die einzige dame im tross
es begann leicht zu schneien und erstmal ca. 2 km über stock und stein
durch den wald,immer leicht bergauf,dann kamen nur noch birkenbüsche,
moose und flechten,der wind und etwas schneetreiben kam auf,
leider habe ich vom hinweg keine bilder,weil ich es einfach nicht hingekriegt
habe während des reitens auch noch brauchbare bilder zu machen mit handschuhen an den händen,ab und zu sind wir dann mal abgesessen und sind gelaufen,damit die füsse wieder warm werden,
mittlerweile lagen ca.15 cm neuschnee und das laufen war sehr anstrengend,da staunt man wie sicher doch diese pferde in solch einem
unwegsamen gelände unterwegs sind ,bergauf klettern,bergab klettern,
über bäche schreiten oder durchlaufen ohne eineinziges mal zu stolpern oder zu zögern - sicherer wie auf unseren beinen
sehr erholend war die absolute ruhe - nur ein leises knarren des sattels,
nach ca. 3 stunden reiten in mitunter sehr schwierigen gelände
erreichten wir in einer kleinen senke vom wind geschützt ein Lavo(Samenzelt),das von unten her schon eingeschneit war,
als erstes wurde das lavo geöffnet und im drinnen stehenden ofen das feuer
angezündet,danach pferde versorgt,abgeladen und sicher "geparkt",d.h.
einer an einem busch angebunden und die anderen daneben gestellt
die pferde fingen sofort an den schnee mit den hufen wegzukratzen und
darunter liegendes trockenes gras zu fressen,
unser führer hatte uns während der tour erzählt,dass wir auf einem
alten handelsweg zwischen Lierne und Snåsa unterwegs sind,
früher war man bis Snåsa zwei tage mit dem pferd unterwegs und hat auf halber strecke auf einem bergbauernhof übernachtet,
im Lavo wurde es langsam wärmer und der rauch verzog sich,die satteltaschen wurden nach drinnen gebracht und er begann für alle eine
warme mahlzeit und kaffee zu machen,er sagte "echtes cowboyessen"
es gab "B + B" - nicht Bed + Breakfast - sondern Bon +Bacon
also übersetzt - Bohnen mit schinkenspeck
unter der zeltplane hat er dann auch noch einen katon mit Rotwein gefunden,und so gab es zum aufwärmen erst mal eine tasse rotwein,
nach der köstlichen warmen mahlzeit wurde dann noch frischer kaffee
aufgebrüht und getrunken,wir waren satt, es war warm und gemütlich
und wir haben viel erzählt,
nach ca. 2 stunden rüsteten wir dann wieder zum rückweg,das lavo sollte nicht über winter stehen bleiben,also wurde es abgebaut und aufs packpferd
geladen,ofen,feuerholz und andere sachen wurden zwischen grossen
steinen sicher bis nächstes frühjahr gelagert,
dann wieder aufsitzen und wieder den weg zurück zum transporter,
das wetter hatte etwas aufgeklart und man sah die nähere umgebung,
mal ein stop zum fotografieren und danach hab ich es auch mal gepackt
ein paar bilder während des reitens zu machen,
gegen 18.30,es wurde schon dunkler waren wir sicher wieder am transporter,die pferde wurden gelobt, versorgt und wieder aufgeladen,
das gepäck wieder verstaut und es ging wieder zum hof zurück,
die pferde wieder abgeladen und auf die koppel gebracht ,der transporter abgeladen und untergestellt,
noch ein kurzer plausch mit unserem führer,unsere einladung zu einem
kleinen umtrunk im womo hat er dankend abgelehnt,
nach einer herzlichen verabschiedung sind wir dann zum womo,wo ja unser hund sehnsüchtig auf uns wartete,es war bereits dunkel ,
von der vielen frischen luft,dem guten essen und den überwältigen erlebnissen einer reittour in die berge waren wir so müde,dass wir uns dann auch gleich ins bett machten,

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Tipsel am 20 Okt 2010 13:15:57

Eine sehr interessante Tour habt ihr da gemacht.

Mir wärs zu kalt gewesen :ill:

Anne42 am 20 Okt 2010 13:20:23

hallo Walter, toll, da freut sich mein altes Reiterherz, die Pferde sehen aus wie Isländer? Danke für den Bericht und die Bilder

Maxima am 20 Okt 2010 13:31:23

Hi Walter,
es sieht so aus, als gäbe es nur Euch, Eure Pferde und die Natur, herrlich! Hast Du schön beschrieben, ich hörte das Feuerholz knacken und irgendwie riecht es bei mir gerade nach Bohnen mit Speck. :wink:
Kann ein Pferd bei Glätte ausrutschen, ist das nicht gefährlich? :eek:
Und Eure Fellnase mußte es ja ganz schön lange ohne Euch aushalten. Warum durfte sie eigentlich nicht mit?

walter7149 am 20 Okt 2010 13:45:24

Hallo Christel,
eigentlich war es nicht kalt,nur der wind und das schneetreiben auf dem hinweg waren etwas unangenehm,wir waren schon warm angezogen,aber eben noch nicht so richtig winterlich und beim reiten bekommt man eigentlich nur kalte hände und füsse,alles andere ist ja in bewegung
noch einiges zum finanziellen :
bestellt war eine halbtagstour(ca 4 stunden) für 2 personen für 700 kr/person
erhalten haben wir eine ganztagstour inclusiv warmen essen,getränke und rotwein mit führung ins hochgebirge,mit alaskafiling und abenteuer,
zwei tage stellplatz mit strom
und das für umgerechnet 175,- €
der führer fragte anfangs mehrmals ob wir uns wohlfühlen und die tour weiter gehen soll,wir fühlten uns keine sekunde unsicher unterwegs
auf dem pferderücken und als fazit kann ich für uns sagen - es war bestimmt nicht das letzte mal,dass wir eine reittour gemacht haben

walter7149 am 20 Okt 2010 14:14:55

Hallo Maxima,
wie schon gesagt,die pferde sind so trittsicher und finden allein den sichersten weg,die kommen auch trotz reiter oder packlast nicht aus dem
gleichgewicht,ich glaub zu fuss hätten wir uns in dem gelände die knöchel
vertreten,
wie ihr bestimmt wisst gibt es in N strenge bestimmungen in bezug auf hunde,d.h. bis auf wenige ausnahmen bei jagd- und polizeihunden gilt von
april bis november absolute leinenpflicht im gelände,ausserdem ist jetzt elchjagd und jede menge jäger sind im wald unterwegs,
unser hund hat auch noch keine bekanntschaft mit pferden gemacht,vieleicht versuchen wir es beim nächsten mal,wenn der führer damit einverstanden ist,
das lange alleinsein ist für sie kein problem,solange sie entweder zuhause
oder im womo ist,und damit nichts dringend wird frisst und säuft sie solange sie allein drin ist absolut nichts,legt sich auf den beifahrersitz
und ruht,
die pferde waren keine Isländer,sondern eine alte norwegische pferderasse,
das Nordlandspferd,
so absolut liebe und umgängliche pferde habe ich vorher noch nie erlebt

Goldkind am 20 Okt 2010 19:05:36

Wow TOLL! So einen WOchenendausflug möchte ich auch einmal machen!

Danke für den schönen Bericht von einem Wochenendausflug mit dem Womo mal ganz anders!

Viele , Steffi

walter7149 am 20 Okt 2010 19:10:28

Hallo, bin ja noch gar nicht am ende - vieleicht schaffe ich den rest der tour
dann morgen

walter7149 am 22 Okt 2010 10:09:21

Hallo, nun noch den versprochenen rest des wochenendausflugs

Da wir ja am samstag doch recht zeitig im bett waren,waren wir auch am
sonntagfrüh zeitig ausgeschlafen.
der vorher befürchtete sogenannte muskelkater ist vollkommen ausgeblieben,also war die reittour doch mehr erholung als anstrengung und
wie schon erwähnt könnte man das öfter machen.
nach einem ruhigen frühstück und der notwendigen bewegung für unseren
hund haben wir uns dann wieder auf den weg gemacht.
über nacht hatte es wieder etwas geschneit aber am morgen war es dann
bewölkt, aus schnee wurde regen und das bischen bodenfrost war auch
weggetaut.
wir fuhren dann wieder zurück bis Nordli,bogen linksherum richtung
schwedische grenze ab und die tour ging weiter den FV 765 über Sørli,
Brenna,schwedisch-norwegische grenze,in Schweden dann bis Krokom.
fast immer an grossen seen vorbei mit vielen möglichen schönen stellplätzen.
Die gesamte strecke zwischen Namsos in N und Krokom in S nennt sich
"Fiskevägen" und ist eine empfehlenswerte route für womofahrer,durchweg
gut befahrbar mit vielen ruhigen plätzen zum rasten und freistehend übernachten,weit ab vom hauptverkehr.
in Schweden haben auch sonntags die supermärkte geöffnet und auch als
"Wahlnorweger"kauft man dann in Schweden billiger ein,also in Krokom
erst mal rein in den ort, supermarkt suchen und einkaufen.
danach noch billiger tanken und weiter die E 14 über Åre und Storlien.
in Storlien ist dann nochmal ein "Grensehandel"(grosser supermarkt extra
für Norweger gebaut),also nochmal rein und den noch nicht erhaltenen rest
bis zur einfuhrgrenze gebunkert.
noch ein tässchen schwedischen kaffee und selbstgebackenen kuchen
im womo und dann weiter wieder zurück über die grenze nach Norge,
E 14 weiter über Meråker und Stjørdal nach Selbu.
wir waren dann gegen 17.00 wieder zu hause - ES WAR EIN ERLEBNIS-
REICHES WOCHENENDE - und wie heisst es am schluss jedes märchens
immer und von mir etwas abgewandelt:
Und wenn sie gesund und munter weiterhin in Norge bleiben, können sie sich
finanziell und zeitlich auch weiterhin solche schönen womotouren leisten
bis an ihr lebensende :prosit:: :sky:

travelrebell am 22 Okt 2010 11:03:46

schöner Schlußsatz zu einem kleinen Wochenendabenteuer...

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