gut, daß Euer Reifenplatzer so glimpflich abgegangen ist.
Aber die Aussage des gelben Engels:
" Klar, das Womo ist so gut wie kaum gefahren und während der langen Standzeiten nie bewegt worden! "
halte ich für ziemlichen Blödsinn.
Nein, ich muß mich korrigieren:
Die Aussage an sich ist korrekt. Schliesslich ist das Fahrzeug kaum bewegt worden (nur 27.000 km in 5 Jahren) und eine "Standzeit" impliziert schon, daß das Fahrzeug stand und nicht bewegt wurde. :D
Der hieraus abgeleitete Schluss ist allerdings falsch.
Sonst müssten nämlich bei allen möglichen Fahrzeugen, die in 5 Jahren nur 27000 km Laufleistung erreichen, unbedingt die Reifen gegen neue getauscht werden.
Genügend Autos erreichen heute eine jährliche Fahrleistung von nur um 5000 km - da müßten die Nachrichten voll sein von geplatzten Reifen.
Woher wollte der ADAC Mann denn wissen, daß der Reifen nicht durch einen scharfen Gegenstand so beschädigt wurde, daß er platzte?
Der Reifenhändler wäre auch schön (kaufmännisch) blöd gewesen, hätte er Euer Ansinnen nach komplettem Tausch der Bereifung mit schlüssiger Argumentation abgewiesen.
Eines meiner Youngtimer Moppeds (HONDA CL 350 K2) ist mittlerweile 39 Jahre alt: Davon habe ich die Originalbereifung im letzten Jahr gewechselt, weil ich andere mit einem geeigneteren Profil (Trialreifen) endlich gefunden hatte. Sonst wären die Uraltreifen heute noch drauf.
Damit will ich nicht sagen, daß man mit uralten Reifen fahren sollte - aber im Ausnahmefall ( und mit entsprechender Erfahrung) durchaus kann.
Auf jeden Fall wird jeder eigermaßen fachkundige Kfz'ler den Grund bei deinem Reifenplatzer nicht im Alter (5 Jahre) und der geringen Laufleistung (27.000 km) suchen.
Sicher geht man bei jährlichem Wechsel aller Reifen und ausschliesslicher Fahrt bei Nacht, damit die schädlichen UV-Strahlen nicht zur sofortigen Versprödung des kostbaren Gummis führen. :roll:
brainless :wink:

