Hi,
bis vor 2 Jahren wurden Sitze entgegen der Fahrtrichtung noch eingetragen, sofern sie eine ausreichende bauliche Absicherung nach vorn und insbesondere eine Prallfläche für den Kopf hatten.
Seitliche Sitze wurden bis dahin ebenfalls eingetragen, aber nur die mit Prallfläche nach vorn. Auf einer Längssitzbank war das immer nur der eine Platz am vorderen Ende. Das gibt es heute nicht mehr, teils aus gutem Grund.
Bei guter Form und Stabilität ist der Sitz entgegen der Fahrtrichtung eigentlich der sicherste, wenn man irgendwo auffährt. Dass Gurte dort keine Wirkung haben, stimmt nicht generell. Nach dem Aufprall wird der Körper wieder zurück geschleudert und landet, ohne Dreipunktgurt, mit dem Kopf auf dem Tisch.
Wenn dir aber jemand anderer hinten drauf fährt, wird dein Körper, relativ zum Fahrzeug, nach hinten beschleunigt. Da würde ein Gurt auch entgegen der Fahrtrichtung, extrem vorteilhaft sein. Ebenso, wenn das Fahrzeug umkippt. Man schießt nicht völlig entfesselt durch den Innenraum und verletzt sich weniger stark.
Beckengurte bringen da fast nichts, da der Oberkörper klappmessermäßig auf Tisch oder Knie schlägt. Die Hüfte wird extrem belastet und bricht, man verletzt sich trotz Gurt schwer.
Im
Wohnmobil kann man diese Folgen etwas gelassener sehen als im PKW, da man mit höherer Masse unterwegs ist und vom normalen Impuls dann prozentual weniger abbekommt. Es sei denn man legt sich mit einer Mauer oder einem Bus an.
Jambo