klavitt am 12 Jun 2011 09:27:05 Hallo,
besitze ein Hymermobil B 614 SL, Mj. 09 auf Alko AMC Chassis 4t, Heavy mit Alko HA Voll-Luftfederung.
Das Fahrzeug hat mich von Anfang an hinsichtlich seiner Federeigenschaften auf der VA schwer enttäuscht, so dass ich irgendwann beschlossen habe, neue Federn (man hat mir stärkere empfohlen) vorne einbauen zu lassen.
Außer dem Umstand, dass das Fahrzeug danach vorne höher stand, war die Wirkung auf die VA-Federung die gleiche wie vor der Einbau: Praktisch vorne kaum Federung! Insbesondere jede Querrille, jeder Gully, jeder Kanaldeckel ein Schlag, dass man sich um die Einrichtung Sorgen macht.
Ich habe dann bei Dekra die VA-Federung prüfen lassen: Das Schwingungsprotokoll zeigte, dass die Federung vorne eigentlich nicht gegeben war, bei VA-Last von ca. 1700 kg. Das Schwingungsprofil war eher eine gerade Linie als eine Zackenlinie, wie es eigentlich sein sollte.
Jetzt habe ich beschlossen, eine VA-Luftfederung nachzurüsten.
Die Kosten sind ja nicht ohne: allein die Materialkosten ca. 3500 € (Goldschmitt) zuzügl. Einbau und TÜV.
Bei der Summe überlegt man dann schon, ob es nicht etwas günstiger gehen könnte, zumal man schon gehört hat, dass diverse Firmen, auch Goldschmitt, auf Messen Messerabatte anbieten, die manchmal auch in der messelosen Zeit herauszuhandeln sein sollen.
Meine Frage deshalb:
Welchen Rabatt kann man für so eine Nachrüstung auf Messen z.B. von Goldschmitt erhalten?
Vielleicht kennt ja auch jemand Firmen, die so eine Nachrüstung günstiger anbieten als Goldschmitt selbst.
und Danke
Heinz
otti-gt am 12 Jun 2011 12:50:02 Außer dem Umstand, dass das Fahrzeug danach vorne höher stand, war die Wirkung auf die VA-Federung die gleiche wie vor der Einbau: Praktisch vorne kaum Federung!
Hallo
Welche Feder hast du denn nachgerüstet?
Goldschmitt 01.0245 oder 01.0246
Die 46 ist zwar für über 2000kg VA-last,
bringt aber auch darunter deutliche besserung.
Otti
guzzidriver am 12 Jun 2011 14:31:41 Hallo Heinz,
...wenn auch schon oft geschrieben...
aber ich habe schon öfters die pauschale Aussage gelesen den Luftdruck mit 5,0bar o.ä. zu fahren.
Den meisten Fahrkomfort büst man ein durch "zu hohen Luftdruck".
Wenn man seine Achslast kennt, einfach mal auf die Herstellerseite seiner Reifenmarke die technischen Unterlagen downloaden.
Bei 1700kg Achslast sollte etwa je nach Reifengröße und Durchmesser ca. 3,0 - 3,25 bar richtig sein (ohne Gewähr).
Hinterachse Einzelbereifung bei 2300kg Achslast so um die 4,25bar
Dann federt der Reifen auch noch und schlägt nicht direkt aufs Fahrwerk.
Das Problem ist nicht alleine die Feder, sondern der Übergang über den Reifen auf die Feder (+Dämpfer).
Spurrillen sind natürlich Reifensache.
LG
Stefan
Torkar31 am 12 Jun 2011 18:18:34 Auch wir haben die 01.0245 Goldschmitt Federn einbauen lassen - und sind mit einem ganz neuen Fahrgefühl vom Hof gefahren. Kein Schlagen in der Achse beim Gullydeckel- die Querrillen merkt man fast gar nicht mehr.
Eine Verbesserung um 110 %. Will hoffen das Ihr auch die GS Federn ein gebaut habt. Zum Luftdruck kann ich nur sagen rund herum 5,5 bar bei 16 Zoll Reifen.
Torsten
klavitt am 12 Jun 2011 19:32:57 Hallo,
Danke schon mal für Eure Anregungen.
Bei mir ist die Goldschmittfeder 01.0245 verbaut worden - hat aber, wie berichtet, Null und Nichts genützt.
Es liegt eben nicht nur an der Feder, sondern vor allem am Fahrzeug.
Und bei dem Fahrzeugtyp, den ich habe, ist es offenkundig ganz besonders schwer, den Federungsproblemen beizukommen.
Ich habe die Federn damals bei Goldschmitt bestellt und in einer Hymer-Niederlassung einbauen lassen.
Nachdem ich dort später meinen Ärger über den sich nicht eingestellten Erfolg kundgetan hatte, hat mir ein Mitarbeiter erzählt, viele Kunden, die dem Federungsproblem über einen Feder-Austausch beikommen hätten wollen, seien später wieder gekommen und hätten die alte Feder wieder einbauen lassen.
Und so landen eben viele dieser Fahrzeugbesitzer letztendlich bei einer Luftfeder.
Ich für meinen Teil werde nun vor der Luftfeder doch einmal noch den Versuch mit abgesenktem Luftdruck machen.
Es sind bei mir Michelin XC Camping 225 x 16 aufgezogen, darüber gibt es bei Michelin auf deren Seite leider keine Informationen, ich werde aber mal "auf Verdacht" den Druck auf 4,4 absenken, eventuell dann auch bis zu 3,5 falls sich kein Erfolg einstellt.
Trotzdem interessiert mich nach wie vor, wieviel Rabatt man bei Goldschmitt für so etwas bei Messen angeboten erhält.
Heinz
mm987 am 14 Jun 2011 07:51:57 Hallo,
wir haben einen Arto mit vorne original eingebauten Federn von Goldschmitt und fahren auch den Michelin XC Camping 225 x 16 und einer Achslaste vorne von 1800 kg.
Am Anfang bin ich auch vorne 5,5 Bar gefahren jedoch ist das Fahrverhalten (Stöße) sehr schlecht. Ich habe dann bei Michelin angerufen und die meinten ich soll den Reifendruck vorne auf 3,5 Bar absenken. 3,5 Bar schien mir zuwenig und seither fahre ich vorne mit 4,3 Bar im kalten Zustand gemessen und an der Hinterachse 5,5 Bar. Ich habe auch das Tire Moni und da sieht man sehr gut wenn der Luftdruck zuwenig ist. Dies wirkt sich so aus, das die Reifen beim Fahren dann sehr schnell erhitzen.
mm987
carthamen am 14 Jun 2011 13:00:48 [quote="mm987"]Hallo,
wir haben einen Arto mit vorne original eingebauten Federn von Goldschmitt und fahren auch den Michelin XC Camping 225 x 16 und einer Achslaste vorne von 1800 kg.
Am Anfang bin ich auch vorne 5,5 Bar gefahren jedoch ist das Fahrverhalten (Stöße) sehr schlecht. Ich habe dann bei Michelin angerufen und die meinten ich soll den Reifendruck vorne auf 3,5 Bar absenken. 3,5 Bar schien mir zuwenig und seither fahre ich vorne mit 4,3 Bar im kalten Zustand gemessen und an der Hinterachse 5,5 Bar. Ich habe auch das Tire Moni und da sieht man sehr gut wenn der Luftdruck zuwenig ist. Dies wirkt sich so aus, das die Reifen beim Fahren dann sehr schnell erhitzen.
mm987[/quote]
-------------und hat sich der Federungskomfort durch die Absenkung des Luftdruckes in den Reifen deutlich verbessert?
guzzidriver am 14 Jun 2011 14:04:32 ...für alle die 16" Reifen fahren hier mal ein Auszug von Continental
Durch die Berücksichtigung der Reifenbreite UND der Traglastkennzahl ergeben sich die Reifendrücke eigentlich für alle Hersteller relativ gleich.
Hier kann jeder für sich mal nachsehen!
Bie mir wird der Reifen nach der Tabelle "schön betriebswarm" damit er auch seine Eigenschaften ausspielen kann in Punkto Haftung und Komfort.
Warm muss sein, heiss darf nicht...
Fahre mit diesen Angaben seeerhr gut und weich ohne zu schwimmen
(7.44m als Zweiachser mit Einzelbereifung!)
klavitt am 14 Jun 2011 16:19:26 Hallo,
Danke für Deine Tabelle: da kommen bei mir ca. 3 bar heraus.
Ich bin nun etwas vorsichtig und habe heute den Luftdruck erstmal auf 4 bar eingestellt.
Mein erster Eindruck ist "schon mal besser als vorher".
Es ist gut zu wissen, dass man dann anscheinend noch weiter heruntergehen könnte, wie es hier ja auch schon gesagt worden ist.
Aber es erstaunt mich immer mehr, wie die Hersteller den Kunden dann mit dem Fahrzeug und dem allgemeinen und in den meisten Fällen doch anscheinend falschen Hinweis (bei mir) "VA 5,5 bar" entlassen.
Anstatt ihm zu sagen: Wenn Dein Fahrzeug hart federt, lass zuerst die Vorderachslast messen (z.B. bei Dekra) und frag dann bei Deinem Reifenhersteller nach, welcher Reifendruck für diese Achslast gut ist.
Heinz
guzzidriver am 15 Jun 2011 14:52:23 Hallo Heinz,
ja, den Mindestdruck kennst du ja jetzt.
Du must nur noch deinen Kompromiß zwischen Komfort und Wankbewegungen (schwimmen) festlegen. :ertrink:
Also taste dich an den Druck stufenweise heran....und ab und an bei Autobahnfahrten mal " Hand auflegen" und Reifentemperatur ertasten. 8)
Man kann auch ggf. für längere Autobahnfahrten den Druck zwecks stabileren Fahrverhalten erhöhen und bei längeren Überlandfahrten wieder auf Komfortdruck ablassen. :roll:
Jeder wie er mag.... :gut:
Viel Erfolg!
Stefan
klavitt am 15 Jun 2011 19:56:56 Hallo,
habe heute die entsprechende Tabelle von Michelin angefordert.
Sie ist für das aktuelle Reifenmodell, gilt aber angeblich auch für den bei mir aufgezogenen Reifentyp XC Camping, konkret auch für die bei mir vorhandene Größe 225/75 R 16 CP, 116Q
otone am 19 Aug 2011 22:47:44 Hallo,
ich fahre bei Conti 225/75 R 16 CP 116Q mit dem angegebenen Reifendruck von 5,5 bar (vorn & hinten; 4t zGG) und bin mit dem Federungskomfort nicht zufrieden. Werde es jetzt mal mit niedrigeren Drücken versuchen.
FRAGE: bei niedrigeren Drücken erhöht sich ja der Abrollwiderstand; habt ihr dabei negative Erfahrungen bzüglich Erhöhung des Spritverbraus gemacht?
Otone
guzzidriver am 19 Aug 2011 23:04:40 Nicht meßbar, aber die Aerodynamik eines Womos macht wohl mehr aus als ein erhöhter Rollwiderstand..somit zu vernachlässigen
Stefan
|
|