b-reeze am 15 Jun 2011 08:12:54 Hallo Reisefreunde,
ich brauche mal ein paar Inputs zum Thema Rostbekämpfung. Mein Autochen ist ja schon ein bissje betagt und ich möchte nicht, dass irgendwann mal der Kühlschrank durchfällt oder beim aufstützen auf den Radkasten die Hand durchbricht....deshalb folgende Frage (natürlich nur an die, die ein ähnlich altes Auto haben und sich auskennen):
Was mache ich mit Roststellen und wie krieg ich sie so hin, dass es dort nicht mehr weiter rostet. Und Achtung: ich bin einer mit zwei linken Daumen, also ich brauch die Beschreibung für Doofe....
Hab bald Ferien und kann dann ein bisschen basteln...
Danke
Thomas
ferienfahrer am 15 Jun 2011 08:29:14 Ich würde mal schauen, ob es nicht für die gängigen betroffenen Teile (Radkästen, Kotflügel usw.) günstige Reparaturbleche von Drittanbietern gibt.
Dann brauchst du nur noch einen Schrauber der dir die einschweißt.
Poldi am 15 Jun 2011 09:37:30 Hallo Thomas, Mein Sohn hat uns gerade den Rost an unserem Transit beseitigt, wobei sich bei den Nachforschungen der Schadensumfang als größer als erwartet herausstellte. Im Motorraum war links unter der Starterbatterie ein riesengroßes Loch, durchgerostet mit Beteiligung der Batteriesäure, die wohl öfter mal übergelaufen war. Nach der Behandlung mit Drahtbürste und Rostumwandler von "Nigrin", musste da ein Stück eingeschweißt werden, was eine Karosseriewekstatt gemacht hat.
Der Rost in diesem Bereich war dem Stoßdämpfer-Dom schon bedenklich nahe gekommen, ist aber noch ohne Schweißen zu machen.
Wichtig ist, dass man alles erwischt und sich nicht durch noch vorhandenen Lack täuschen lässt, den Rost, soweit wie er mit der Drahtbürste abgeht, entfernt und dann mit Rostumwandler gründlich einpinselt.
Wenn man ganz gründlich sein will, sollten diese Stellen einen Tag später (um sicher zu gehen, dass der Rostumwandler richtig trocken ist) mit Rostprimer angestrichen werden. Danach lackieren oder mit Unterbodenschutz einsprühen, je nachdem wo es ist.
Viel Glück beim Entrosten!
Poldi
b-reeze am 16 Jun 2011 07:28:51 Ich verstehe:
erst Rost abbürsten / abschleifen
dann Rostumwandler (was passiert da chemisch?)
dann Rostprimer (was macht der?)
dann lackieren, bzw Unterbodenschutz...
klingt ziemlich logisch und nachvollziehbar - jedenfalls für mich. Was ist mit den Ecken, wo die Drahtbürste nicht dran kommt?
Thomas
Poldi am 16 Jun 2011 10:27:18 klingt ziemlich logisch und nachvollziehbar - jedenfalls für mich. Was ist mit den Ecken, wo die Drahtbürste nicht dran kommt
Hallo Thomas,
da sollte der Rostumwandler gut rein sickern.
Der Rostprimer ist so etwas wie Mennige, nur grau und gleichzeitig eine gute Grundierung für Lack oder Unterbodenschutz.
Was da chemisch passiert weiß ich nicht, aber die Wirkung überzeugt.
Der Rostumwandler alleine ist kein Schutz, deshalb nach Trocknung gleich grundieren mit Primer.
Klaus
km99 am 16 Jun 2011 10:32:17 Guck mal --> Link Thomas! ;)
Klaus
Poldi am 16 Jun 2011 14:49:22 b-reeze hat geschrieben:Ich verstehe:
erst Rost abbürsten / abschleifen dann Rostumwandler (was passiert da chemisch?) dann Rostprimer (was macht der?) dann lackieren, bzw Unterbodenschutz...
klingt ziemlich logisch und nachvollziehbar - jedenfalls für mich. Was ist mit den Ecken, wo die Drahtbürste nicht dran kommt?
Thomas
Noch ein Nachtrag Thomas, was wirklich mürbe gerostet ist muss komplett raus. Am Besten mit einem Schaubenzieher testen, ob noch genügend Substanz da ist. Eventuell sauber ausschneiden und einschweißen lassen.
Da hilft dann auch die beste Chemie nicht.
Klaus
ps
Eine Schrubbdrahtbürste für die Bohrmaschine erleichtert die Arbeit. Amazon Link
travelbug am 14 Okt 2011 20:10:01 Hallo, etwas spät vielleicht - 4 Monate nach deiner Frage - aber: Ich war wegen einer vorbeugenden Behandlung gestern bei denen: timemax
Findest du im Internet, darf ich hier nicht verlinken.
Die nehmen ihr Arbeitsfeld wirklich ernst.
aus Hamburg
Andreas
niklasgrewe am 18 Okt 2011 22:04:45 travelbug hat geschrieben:Hallo, etwas spät vielleicht - 4 Monate nach deiner Frage - aber: Ich war wegen einer vorbeugenden Behandlung gestern bei denen: timemax Findest du im Internet, darf ich hier nicht verlinken. Die nehmen ihr Arbeitsfeld wirklich ernst. aus Hamburg Andreas
Die Preise bei denen sind aber auch echt der Hammer! Ich hatte vor kurzem mein Sprinter (nur Triebkopf+Leiterrahmen) versiegeln lassen und hatte auch auch bei Timemax angefragt. Man hatte mir 2000,- € gesagt. Ich habe 2x nachgefragt und immer wieder erklärt, das ich keinen ganzen Kastenwagen habe, aber die haben sich nicht versprochen.
Letztendlich habe dann doch das altbewährte und sicher nicht schlechtere Mike Sanders verarbeiten lassen. Hat nur ein Bruchteil gekostet, dazu wurden alle anderen Teile wie Achsen, Federn usw. noch zusätzlich noch mit Permafilm behandelt. Alles im Preis enthalten.
Niklas
fuzzy am 18 Okt 2011 22:19:36 b-reeze hat geschrieben: ich möchte nicht, dass irgendwann mal der Kühlschrank durchfällt oder beim aufstützen auf den Radkasten die Hand durchbricht....
da ist dann weniger Rost das Problem, sondern Torf und so wie Du das schreibst selten vorgekommen, dann ist nämlich Deine Bodenplatte im Aufbau durchgefault, oder der GFK Radkasten geborsten.
Bevor Dein Radkasten an der Vorderachse durch ist, ist Dein Auto Geschichte.
Also solltest Du erstmal klar sagen was du willst. :roll:
uups sehe jetzt erst das der trööt alt ist
ulegne am 21 Okt 2011 20:39:09 schmeiß weg die kist
ist durch!!!!
für ein gewisses geld bekommst du besseres. es sei denn dein herz hängt dran.
dann wird es schwierig...
es ist keine reparatur sondern eine restaurazion....
gruß legne
nicht´s für ungut
Beduin am 22 Okt 2011 08:41:57 Auch wenn der Tröd älter ist, neuen will-muss ich nicht aufmachen :)
Also, die letzten Tage bin ich unter meinem gestanden, habe schön den losen Rost gelöst, feste mit der Stahlbürste geschrubbt, Rostlöser drauf, Grundierung drauf.
Fett Unterbodenschutz ist noch vom Vorbesitzer drauf. Rost ansich an den Leiterteilen hält sich in Grenzen. Bisschen was an den Falzen. Schlimm sah-sieht die Achsaufhängung aus, der habe ich besondere Sorgfalt zukommen lassen.
Jetzt will mir der Werkstattinhaber das Womo voll Wachsen. Scheint schwer teuer zu sein?!
Lohnt das, wenn noch so viel alter Schutz drauf ist?
Meine das es reichen würde nur die behandelten Stellen machen zu lassen?
An der Fahrerkabine bin ich noch nicht so weit, da müssen die Radläufe noch gemacht werden, bisschen Schweller, die Stellen sollte man doch dann auch wachsen können? Scheint mir doof erst den UBoden vom Aufbau zu machen und dann noch mal an zu fangen.
mueckenstuermer am 22 Okt 2011 09:14:20 Habe zwei PhoeniX Fälle, wo das Fahrgestell stark verrostet ist. Empfohlen wird vom Gutachtern
Trockeneisstrahlen
Guckst Du hier:
--> Link
Das ist nicht so teuer, wie man denkt. Nach dem Entfernen des Rostes und der angefressenen Blechteile kann man neu aufbauen.
matthiast4 am 23 Okt 2011 19:07:33 Man entfernt Rost nicht mit der Drahtbürste, so poliert man das ganze, aber es wird nicht alles an Rost beseitigt sondern verschmiert.
Strahlen, ob Sand oder wie vorgeschlagen Trockeneis ist wesentlich sinnvoller, ansonsten vorsichtig mit der Fächerscheibe, damit geht wesentlich mehr ab.
a.miertsch am 24 Okt 2011 10:00:32 Trockeneisstrahlen am Unterboden.
Was passiert mit den Gummi-Bauteilen? Müssen die abgedeckt oder gar ausgebaut werden?
Wer weis es?
Albert
Land-Rover109 am 24 Okt 2011 20:14:02 Je nach Restwert des Fahrzeuges wird man unterschiedlich mit dem Thema umgehen.
Für Hohlräume gibt es nichts besseres als Mike Sanders und für alle sonstigen Ecken, Kanten, Achsen etc. Owatrol, Permafilm, Fluid-Film etc. oder einfach/günstig und nicht wesentlich schlechter Leinöl.
Am besten im Pferdebedarf einen 5 Liter Kanister für weniger als 20 Euro und mit Pinsel, Drucksprüher etc. auftragen. Beseitigt den Rost nicht, konserviert aber und verhindert das weiterrosten.
Auch als Rostschutz bevor dieser bereits sichtbar ist.
Roland
Beduin am 24 Okt 2011 20:54:05 Heisser Tip und das tut wirklich :eek: :)
Das mach ich mal, wenns fürn Rost nichts ist, fürn Unterholzboden und den Hund taugt es allemal :)
Beduin am 25 Okt 2011 15:03:48 Schaut mal was ich gefunden habe :)
Im Mittelalter wurde Leinöl als Korrosionsschutzmittel für Rüstungen und Waffen verwendet (Schwarzbrennen). Man verwendete es früher auch im Fahrzeugbau. Heute kehrt man in Oldtimerkreisen, in der Denkmalpflege und beim gesunden Bauen wieder zu dieser ungiftigen Art der Konservierung zurück. Das Öl bildet eine wasserunlösliche Verbindung mit Fe3+-Ionen im Rost. Zusätzlich bildet das Öl nach dem Abbinden einen rissfreien Überzug.
Quelle:Wiki --> Link
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