|
Nun sind wir schon eine Weile unterwegs und wollten uns schon viel früher melden. Aber der Internetgott war dagegen. Auch das Netz, welches ich hier habe bricht ständig zusammen. Ich versuche es trotzdem.
Baltikum 2011 11.06. Fahrt nach Rostock, 4 Staus, aber keiner so wirklich schlimm. Haben uns auch Zeit gelassen und waren gegen 17 Uhr ab Fährterminal. Es gab Kartoffelsalat und Würstchen. 21.00 Uhr lief unsere Fähre ein und 1.00 Uhr waren wir endlich drauf. Hundskaputt und sofort ins Bett. noch in Rostock 12.06. Herrliches Wetter. Die Ostsee ist mal wieder plattgebügelt. Sehr angenehme Überfahrt. Aber eines mussten wir lernen. Finnland hat osteuropäische Sommerzeit, sind uns also eine Stunde voraus. Frühstück ab 9.00 Uhr bedeutet nach unserer Zeit also 8:00 Uhr. Und die Funkuhr hat sich auch nicht umgestellt. Böse Falle. Die Mahlzeiten waren nicht so üppig wie auf der Überfahrt nach Göteborg aber ausreichende Auswahl, lecker landestypisch. Wir sind mit Tallink-Silja Line gefahren. Griechischer Reeder und Heimathafen Paldiski (Estland)
13.06. Aufstehen war heute 3:30 Uhr (nach deutscher Zeit). 4:30 Uhr zum Frühstück und 5:30 Uhr waren die ersten kleinen Inseln vor Helsinki zu sehen. Reichlich Getümmel während der Hafeneinfahrt. 2 große Schiffe vor uns und drei hinter uns. Also ein fast gewohntes Bild „ Stau vor dem Elbtunnel“ ;-). Da wir ja morgen vom Westhafen nach Tallinn weiter wollen, sind wir als erstes zu besagten Hafen gefahren, damit morgen alles zügig geht. Dann zum Campingplatz Rastila. Genaue Position 60Gr12’29.862’’ N , 25Gr7’28,662’’ O. Abgelesen ;-). Dann sind wir in die Stadt gefahren. U-Bahn fährt direkt vorm Campingplatz. Aber der finnische Wettergott war uns nicht gewogen. Wir kommen am Hauptbahnhof aus der Metro und es fängt an zu regnen, Mist. Für eine Stadtrundfahrt im Boot reicht es aber doch. War gut, aber teuer. Na was soll’s, wir sind ja schließlich im Urlaub und nicht auf einem Geiztrip.
Heute gab es Kartoffelsalat und Würstchen( den Rest). Und heute Abend ist Rotwein und Käse geplant. 14.06 Das Wetter ist nicht westlich besser geworden aber wenigstens regnet es nicht. Und der finnische Wettergott schickt uns zur Mittagszeit sogar ein paar verstohlene Sonnenstrahlen. Für ein Besuch der Stadt ist es aber zu spät, wir müssen zur Fähre. Das Navi führt uns gut, aber der Westhafen ist eine einzige Baustelle. Kreativität ist gefragt. Endlich auf der Fähre. Dies mal ein richtiger Luxusdampfer. Windgeschütztes Sonnendeck, große Voraussicht im Schiff und Bars, Läden, Gastronomie in allen Varianten. Schön an zu sehen, aber unser Überfahrt nach Tallinn dauert mal gerade 2 Stunden. Die Ostsee ist platt wie eine Flunder und für die Überfahrt gefällt uns das Wetter richtig gut. . Wir fahren zum Campingplatz „Olympiahafen“ N59gr26,885’ und O24gr48,493’. Und was soll ich sagen, viele deutsche Womos, Von Wilhelmshaven über Saalfeld, Lauenburg bis Oberallgäu ist alles vertreten. Smalltalk und Erfahrungsaustausch ist obligatorisch. Der Platz ist direkt im Yachthafen. Viel Asphalt aber Strom, Toiletten Ver- und Entsorgung möglich. Duschen kostet extra. Für 2 Nächte haben wir 26€ bezahlt. Akzeptabel. Und die Aussicht auf de Schiffe inklusive.
15.06. Auch der Baltische Wettergott ist uns nicht wohl gesonnen. Immer wieder Schauer. Nachdem Petra regenfeste Kleidung angezogen hat und den großen Regenschirm eingepackt hat hört es wie von Geisterhand auf zu regnen. Der Bus brachte uns direkt ins Zentrum. Also erst einmal zur Touristinformation. Laut Plan müßte sie hier sein, aber weit und breit nichts zu sehen. Also das Minimalenglisch zusammen gekratzt und einen Sicherheitsbeamten gefragt. Dieser brachte uns auch zur Info. Mitten in einem Einkaufszentrum. Das hätten wir niiieee gefunden. Aber Glück gehabt. Ein freundliches Mädel sprach Deutsch und hat uns alles erklärt. Unser kleiner Stadtrundgang dauerte 5 Stunden. Es hätten auch mehr werden können, aber die Füße sageten NEIN. Mit dem Bus wieder zum Platz, Abendbrot gegessen, Tisch und Stühle raus und den Abend bei einem Gläschen Bier ausklingen lassen. 16.06. Ach ja, was ich noch vergessen hatte zu erzählen. Auf unserm Campingplatz logierte ein Gruppe vom 14 Womos/Wowas. Es war eine geführte Reisen von HEKA-Mobilreisen. Die haben das Baltikum schon abgeklappert und fahren weiter nach Narva, lassen dort die Autos stehen und fahren 3 Tage mit dem Bus nach Sankt Peterburg. Da werden wir auch mal hinfahren. Aber nicht dieses Jahr. Das Wetter ist heute recht passabel. Na dann fix noch die Ver- und Entsorgung gemacht, Stromkabel eingerollt und weiter geht’s Richtung Osten. Narva steht heute auf dem Programm. Habe der blonden Stimme im Navi gesagt, sie soll uns nach Narva zur Touristinformation führen. Hat sie ganz perfekt gemacht. Und schon standen wir auf dem Petersplatz. In einem perfekten Englisch erklärte uns dann die Dame der Info, was in Narva sehenswert ist. Das Bekannteste sind wohl die beiden Festungen, welche sich genau gegenüber stehen. Eine duften wir uns ansehen, die andere nicht. Die steht ja auf russischen Gebiet und wir haben kein Visa. Macht aber auch nichts. Narva liegt herrlich, fast im Wald. Viele Bäume und Grün in der Stadt. Schade ist nur, dass die Bausubstanz so langsam in der Auflösung begriffen ist. Der Parkplatz war ideal, um die Stadt zu erkunden. Aber übernachten wollten wir dort nicht. Also entweder ein Plätzchen an der Ostsee suchen oder weiter Richtung Peipussee. Weder noch. Jetzt stehen wir auf einem Parkplatz des Klosters Pühtitsa. ( N59Gr12.168, O27Gr31.932) Habe auch schon mal den Weg für morgen erkundet. Sehr schön ruhig, Toilette ist vorhanden Imbiss und Gaststätte auch. Aber blutgierige Ungeheuer haben nur auf uns gewartet und sich auf uns gestürzt. Noch halten unsere Mückengitter der Invasion stand. Zwei Gegner haben es aber ins Auto geschafft und mussten diesen Frevel mit ihrem jungen Leben bezahlen. So, nun muß ich mal die Bilder durchsehen, um auch welche im Forum zu zeigen.
17.06. Nach dem Frühstück haben wir uns das Kloster angesehen. Ein Teil davon ist öffentlich zugänglich. Der Rest ist den Nonnen und Novizinnen vorbehalten. Und wehe Du gehst mal einen Schritt weiter, dann hörst Du sie aber schimpfen. Ist ja auch in Ordnung, sie wollen eben unter sich sein. Nun aber geht es weiter zum Peipussee. Den Campingplatz, den wir uns ausgesucht hatten gab es wohl nicht mehr. Jeden Falls haben wir ihn nicht gefunden. Also haben wir uns was Anderes gesucht. Position N58gr44’5.516’’ , O27gr6’9.282’’. Direkt am See, großes Areal mit ausreichend Baumbestand, Strom ,Sauna, Toiletten (allerdings nur Plumpsklos) Bademöglichkeit. Und das Beste, wir sind weit und breit alleine hier. Ich denke, da der Platz gerade frisch gemäht wird, fängt die Saison hier später an. Mal sehen, wie lange wir hier verweilen. Es ist traumhaft hier. Wir haben heute einfach nur genossen und nichts weiter getan. Sieht ja toll aus, weiterhin viel Spaß 18.06. Es hat diese Nacht tüchtig geregnet. Hatte schon Bedenken, dass wir Probleme bekommen könnten, den Platz zu verlassen. Es waren ja keine richtigen Stoßen, sondern nur einfache Wege. Aber unser Großer hat das ganz prima gemeistert. Wir sind heute über Tartu und Pärnu nach Kabli Rand gefahren (N58gr0.698’ O24gr26.872’) Es ist eigentlich nur ein Parkplatz, aber ein Kinderspielplatz, Bistro und Toiletten sind vorhanden. Und viel wichtiger, Zugang zu einem wunderschönen Strand. Gebadet haben wir nicht, es wehte ein recht frischer Wind. Aber eine ausgiebigen Spaziergang am/im Wasser haben wir genossen. Und ich musste feststellen, dass mein Biolehrer doch recht hatte. Hier schmeckt die Ostsee schon gar nicht mehr salzig. Die Nacht war etwas unruhig. Etwas weiter hin haben Einheimische gefeiert. Die Musik war laut, dafür aber eintönig. Gegen 3,00 Uhr wurdees dann ruhig.
19.06. Heute geht es nach Riga. Meine Navitante will mich immer auf die Hauptstraße schicken. Ich ignoriere sie einfach, An der Küstenstraße entlang zu fahren ist viel schöner. Na gut, nach einer Weile höre ich auf sie und siehe da, schon sind wir an der Grenze zu Lettland. Einfach nur durchrollen, keine will was von uns. Schön so. Riga, wir kommen. Meine blonde Stimme aus dem Navi erklärt mir gerade, zur Touristinformation geht’s nicht mit dem Auto. Also in der Nähe geparkt und den Rest zu Fuß. Glück gehabt, ein deutschsprachiges Mädel erwischt. Hat uns alles schön erklärt. 15.00 Uhr geht eine Stadtführung in deutsch hier los. Prima. Also ab auf den Citycampingplatz. Der ist hinter den Messehallen und eigentlich mehr ein Parkplatz. Aber alles vorhanden, was ein Womofahrer/in so braucht. Ver-und Entsorgung, Duschen ,Toiletten, Strom und 24h-bewacht. Zur Altstadt läuft man so ca. eine halbe bis drei viertel Stunden. So nun gerade geschafft, wir waren 14.59 Uhr an der Touristinfo und suchen unsere Stadtführung. Keiner da. Noch mal rein zur Info und gefragt. In Englisch wird uns gesagt, wir sollen warten. Und siehe da, es kommt wirklich noch eine Stadtführerin. Ihre Gruppe bestand aus zwei Personen, nämlich wir. Toll, eine private Stadtführung. Na dashat doch was für sich. Ach ja, zum Mittag gab es Rouladen Rotkohl und Kartoffeln. 20.06. Heute holt uns ein Bus direkt am Campingplatz zu einer Stadtbesichtigung ab. Die Altstadt haben wir ja gestern schon gesehen und nun geht es weiter raus. Für jeden sind Kopfhörer im Bus und so kann sich jeder die gewünschte Sprache der Erläuterungen einstellen. Es ist da kein Stadtführer dabei, sonder es kommt alles vom Band. Hat prima funktioniert. Danach sind wir zum Zentralmarkt gegangen. Das sind 5 ehemalige Luftschiffhallen, in denen ein ständiger Markt abgehalten wird. Und vor den Hallen sind auch noch Stände. Hier gibt es alles. Verschiedene Sorten Kartoffeln, frisches Obst und Gemüse, Fleisch in allen Varianten, alle möglichen Lebensmittel, Textilien und und und. Und draußen fing es an zu regnen. Prima, der Wetterbericht versprach bewölkt, aber kein Regen. Und wo liegen die Regenschirme? Na klar, im Auto auf dem Campingplatz. Also haben wir die Konjunktur angekurbelt und uns Imkerhonig und einen Regenschirm geleistet. Ich glaube, jetzt geht es der lokalen Wirtschaft schon deutlich besser. Riga ist eine sehr schöne Stadt. Aber wie viel Städte im Osten kämpft auch Riga mit den Hinterlassenschaften der Vergangenheit. Auf der einen Seite werden Prestigeobjekte von Banken und der Uni gebaut und auf der anderen Seite ist kein Geld da um der Brücke aus den 80iger Jahren mal etwas Farbe zu verpassen oder die Löcher in den Straßen und Fußwegen zu stopfen. Die Altstadt ist dagegen toll heraus geputzt. Hallo Dusty,
seid ihr immer noch im Baltikum unterwegs oder inzwischen wieder daheim (so wie wir seit gestern)?? Wo habt ihr am Peipus-See gestanden? An der Nordküste oder am Westufer? Würde mich mal interessieren, denn wir haben da in unseren Unterlagen nix rechts finden können. LG Maxi @maxiworldwide
wir sind bereits wieder zu Hause und ich bin dabei, den restlichen Reisebericht zu schreiben. Am Peipussee waren wir am Westufer Posistion N 58grd44'5,516'' und O 27grd6'9,282'' Das ist in der Nähe von Ranna. ein schöner, interessanter Bericht, freue mich schon auf die Fortsetzung! so, nun sind wir schon eine Woche zu Hause und der Alltag hält uns gefangen. Aber ich möchte Euch den Rest unserer Reise nicht vorenthalten :)
Zunächst noch ein paar Bilder von Riga. 21.06. Heute soll’s zum Kap Kolka gehen. Es ist der nördlichste Punkt von Lettland. Die Straßen werden zur Zeit gerade neu gemacht. Katastrophe. Aber schön langsam geht das schon. Am Kap angekommen, haben wir uns selbiges gleich angesehen. Vorm Baden wird gewarnt, starke Querströmungen. Der Strand ist naturbelassen. Das bedeutet, das vom Sturm gefällte Bäume liegen bleiben und somit auch Erosion verhindern sollen. 22.06. Heute geht es über Ventspils und Liepaja nach Klaipeda. Ventspils ist eine Hafenstadt, die vom Ölimport und Schiffsverkehr lebt. Sehr sauber, selbst die Straßen sind perfekt gepflastert. Aber meiner Meinung nach ist die Stadt steril. Kann täuschen, ist ja auch nur meine Meinung. Liepaja dagegen kämpft noch mit der Vergangenheit als Kriegshafen. Aber auch da entwickelt sich einiges zum positiven. Wir haben noch fix die letzten Lats ausgegeben. So und nun muß Petra bis nach Klaipeda fahren. Auch über die Grenze. Aber es ist kein Grenzer da, der ihr zuwinken könnte. In Klaipeda angekommen geht’s erst mal zur Touristinfo. Gute Infos. Übernachten werden wir auf einem bewachten Parkplatz in der Nähe des Yachthafens. Und morgen soll´s auf die Kuhrische Nehrung gehen. 23.06. Aber zunächst schauten wir uns noch Klaipeda etwas genauer an. So eine richtige Altstadt haben die dort gar nicht. Ein paar alte Häuser ja, aber sonst alles recht „neu“. Es ist eine sehr saubere Stadt, gepflegt, hübsch. Aber irgend wie fehlt es auch hier an der Werterhaltung. Da sind Betonstufen in der Auflösung begriffen, Straßenpflaster sind Stolperfallen usw. Aber wir wollen ja das Positive sehen, es entwickelt sich. So, dann ab auf die Fähre und rüber auf die Nehrung. Alles auf Tourismus gemacht. Fähe ist sehr teuer, dann noch mal „Eintritt“ im Nationalpark und so verflüchtigen sich die Litas. Heute kostet der Campingplatz (sehr sauber und alles vorhanden) 89 Litas, ab morgen 120. Na gut, dann eben Tschüüüüß. Wir finden eine andere Übernachtung. Aber ich habe für 5 Litas 24 Stunden Internetzugang. Bricht zwar öfters zusammen, aber besser als gar nichts. 24.06. Gut geschlafen, aber es hat diese Nacht wieder geregnet. Nach dem Frühstück hat der Regen zwar aufgehört, aber der Himmel verspricht nichts gutes. Erst mal die komplette Ver- und Entsorgung gemacht, Campingplatz verlassen, einen normalen Parkplatz gesucht und rüber zur Ostsee. Wir haben zwar nicht gebadet, aber mit den Füßen haben wir das Meer erobert. Gegen Mittag fängt es wieder an zu regnen. Also ab in Auto und nach Kaunas. Haben ein netten Patz am Yachthafen gefunden. Allerdings sind sehr viele Pärchen mit PKW´s da. Bei der üblichen Ortserkundungsrunde habe ich da den Hafenmeister des Nachbarshafen gefragt, ob wir dort übernachten können. Klar durften wir und das Gelände war abends verschlossen. Perfekt für uns. Habe mich mit einem Fässchen Bier bedankt (Geld wollte er nicht). So haben wir dann noch zusammen gesessen. Und da erzählte mir der Kapitän (die 3 Schiffe im Hafen gehörten ihm), dass heute John-Day sei. Alle Litauer treffen sich mit Freunden am Strand oder sonst wo und feiern mir Bier und Likör. Deshalb auch die vielen Leute an unserem Vorherigen Platz.
25.06. Heute hat mich meine blonde Stimme im Navi schlimm versetzt. Zunächst wollten wir in Kaunas zur Touristinfo. Die Navitante hat mich sonst wo hingeführt, aber nicht zum gewünschtem Ziel. Also so los und fragen. Feiertag keine Info. Na gut dann eben nach Vilnius. Zwei mal hat mich das Navi falsch geführt. Aber dann haben wir es doch geschafft Kaunas zu verlassen. Die Koordinaten unseres Zielpunktes sind eingegeben und los geht’s. Die Navitante kann mich heute nicht leiden. Sie führt mich sonst wo hin, aber nicht zu unserem Platz. Und dann noch eine Straße, die diesen Namen nicht verdient hat. Egal, dann eben zur Touristinformation von Vilnius. Uns schon wieder ärgert mich die blonde Navistimme. Also ist mal wieder Kreativität gefragt. Und wir finden auch in der Nähe der Altstadt ein Platz, wo wir das Womo abstellen können. Dann haben wir uns die Altstadt von Vilnius angesehen. Wunderschön hergerichtet. Aber auch sonst muß heute ein besonderer Tag für die Litauer sein. Mindesten 5 Brautpaare haben wir gesehen. 2 Strechlimosinen mehrere Hochzeitskonvois und Himmel und Menschen. Die Innenstadt war von Reisegruppen regelrecht belagert. Nach unserer Runde sind wir zum Mittelpunkt Europas gefahren. Ein Kunstmuseum in der Mitte Europas. Aber wie es mit der Kunsthalt so ist; bei einigen Exponaten stellte sich mir die Frage ob Kunst oder weggeworfen. Jetzt bitte kein Streit über Kunst. Die ausgeschilderte Strecke hier her erinnerte eher an eine Crosstrecke als an eine Straße. Ca. 6 Km im ersten und das Womo förmlich über den Holperweg getragen. Selbst die Polizei hinter uns wagte kein Überholmanöver. Sie wollten ja auch nichts von uns. Dafür haben wir aber eine tollen Übernachtungsplatz vor dem Park. So genug für heute, ich muß mich um die Fotos kümmern 26.06. Wir haben uns heute einen Platz am Niedussee gesucht. Ohne entsprechende Literatur ist so etwas kaum zu finden. Mitten im Wald, mit Zugang zum See, Tischen und Bänken und Abfallentsorgung sowie Trockenklo. Das Wetter ist durchwachsen. Aber hier ist es schön und wir wollen nicht weiter. War Erholung pur. Ein wenig geangelt, aber keinen Fisch etwas zu leide getan, spazieren am See. Halt Erholung. 27.06. heute weiter nach Polen Sind gefahren. Eigentlich wollten wir nur bis Mittag unterwegs sein. Wir sind bis in den Bereich Augustow gefahren. Haben uns auch die Stadt angeschaut. Eine sehr schöne und saubere Stadt. Und dann wollten einen Standplatz anfahren, aber den gab es mittler Weile nicht mehr. Der nächste Campingplatz hat uns überhaupt nicht zugesagt. Und die 3 Variante, ein Stelleplatz in der Nähe einer Schleuse des Augustowkanal war auch wegrationalisiert. Also auf gut Glück suchen. Haben eine Campingplatz direkt am Wasser mit Badestelle gefunden. 8€ inkl. Strom und Wasser ist ok. Der Ort heißt Serwy. 28.06. Das Wetter ist heute perfektes Urlaubswetter. Das Wasser zum Waschen habe ich heute gespart, bin gleich früh in den See schwimmen gegangen. Dann, nach dem Frühstück das obligatorische Spiel, Versorgung, Entsorgung Petra hat noch ihre Berichte geschrieben, sind wir weiter gefahren. Heute ging es nach Mikotajki. Es ist die heimliche Hauptstadt der Masuren. Gegen Mittag waren wir da. Stellplatz ist ein Parkplatz. Aber ein Teil ist für Womos abgetrennt. Wasser, Dusche, Toiletten, Strom kompl. Ver- und Entsorgungsmöglichkeit und 24 Stunden bewacht. Und dasfür 50 Zlotys. Dazu kommt noch die unmittelbare Zentrumsnähe. Wir sind zufrieden. Haben uns auch gleich das Städtchen angesehen und eine Bootsfahrt zum Sniaedwy-See gemacht. Eis gegessen, gebummelt, na was jeder so halt im 29.06. Das Wetter ist heute wieder herrlich. Wir haben sogar 28km geschafft und uns einen Campingplatz am See gesucht. Wejsuny. Ein kleiner privater Campingplatz mit Spielplatz für die Kinder, Strom, Ver- und Entsorgungsmöglichkeit und direkt am Wasser. Das haben wir auch reichlich genutzt. Also einen richtig schönen faulen Urlaubstag. 30.06. Heute ging es aber nun weiter. Wir sind über Ostroda zum Oberländer Kanal gefahren. Zwischendurch noch den Einkauf erledigt. Leider sind wir zu spät und es kommen. Heute sind keine Schiffe mehr über´s Land gefahren. Aber morgen. Und darauf warten wir. Haben einen Übernachtungsplatz an der geneigten Ebene bei Buczyniec gefunden. Keine Gebühr, Strom frei und Wasser ist auch da. Und nur ein paar Meter bis zum „Schiffsaufzug“.
01.07. Das Wetter sah heute nicht gerade einladend aus. Aber es hat nicht geregnet. Also sind wir vorgelaufen und haben uns angesehen, wie Schiffe übers Land fahren. Haben das Maschinenhaus in Betrieb bestaunt. Dieser Kanal hatte vor kurzem sein 150jähriges Jubiläum. Und die gesamte Technik (außer die Seile) sind noch original. Es funktioniert ohne Strom, nur durch die Kraft des Wassers. Genial. Wir waren dann noch im Museum. Gut gemacht. Leider alles in Polnisch. Aber die Originaldokumente waren in Deutsch und das konnten wir dann doch lesen. Später öffente uns die ältere Damen am Einlass noch das Obergeschoß. Dort waren alle Teile der Technik des Maschinenhauses in Holz. Man hatte sich vergewissert, das alles passen würde, wenn es dann aus Metall hergestellt würde. Es war einfach umwerfend. Echte Ingenieurkunst. Klasse Bericht - danke, war schön zu lesen und informativ! Aber ab Mittag fing es an zu regnen. Kein Problem, bei Regen weden Kilometer gemacht. Ab an die Ostsee nach Lebo. Und das ganze über Danzig. Danzig ist eine große Stadt. Wir hatten genügend Zeit uns davon zu überzeugen. Durch die gesamte Stadt im Schrittempo. Nun sind wir endlich in Lebo und das Wetter sieht bes.... na halt nicht besonders gut aus. So für heute genug. Es wartet ein Faß Hasseröder auf uns. Prost!! 02.07. Haben in Lebo das Auto noch fertig gemacht und sind dann weiter nach Rowy gefahren. Ein hübsches Örtchen mit eigenem Hafen und auch eigener Fischereiflotte. Wir haben uns den Ort angesehen und sind auch runter zum Strand. Das Wetter, na ja durchwachsen und sehr windig. An der Hafeneinfahrt entstanden richtig hohe (na für die Ostsee hohe) Wellen. Und wir haben die polnische Wirtschaft unterstützt; 1x Heilbutt mit Pommes und Salat und ein großes Bier sowie 1x Dorsch mit Pommes, Salat und einem kleinen Bier. Und das ganze für mal gerade 15€. Und dann kam was kommen musste, es fing an zu regnen. Also zurück zum Womo und den Bericht weiterschreiben. 03.07. Wir sind heute wieder nicht all zu weit gefahren. Zunächst sind wir nach Darlowo gefahren, haben getankt (4,99 Zlt pro Liter), sind im Netto zum Sonntag einkaufen gegangen und sind dann weiter nach Wicie gefahren. Es regnet nicht, ist aber bedeckt. Zum Mittag gab es polnische Klöße Rouladen und Rotkraut. Und siehe da, der polnische Ostseewettergott mag uns doch. Das Wetter wurde immer besser und seit 15Uhr strahlend blauer Himmel und Sonnenschein. Also fix runter zum Strand ein wenig spazieren, zurück zum Womo, Badesachen holen und ab in die Wellen. Laut offizieller Mitteilung soll das Wasser 16 Grad warm/kalt sein. Das glaube ich aber nicht. Das Bad war herrlich erfrischend und sogar Petra ist ins Wasser gegangen. Jetzt wollen wir noch ein wenig die polnische Lokalwirtschaft unterstützen und gehen Abendbrot essen.
04.07. Zum Frühstück war das Wetter noch fantastisch, aber mehr und mehr zieht es sich zu. Also das richtige Wetter zum Weiterfahren. Sind heute bis Reval gefahren. Die Zufahrt zu dem Stellplatz, welchen wir uns ausgesucht haben ist eine Katastrophe. Das wollen wir unserem Großen nicht zumuten. Er hat zwar schon Schlimmeres gemeistert, aber wir müssen es ja nicht provozieren. Also sind wir auf den neben liegenden Campingplatz gefahren. Und die Zlotys müssen auch alle werden. Nach dem Mittag hat Petra liegender Weise auf das Auto aufgepasst und ich habe die Stadt erkundet. Fotografieren hat sich nicht gelohnt, da Reval de facto nur aus Lädchen und Büdchen besteht, die den Touristen irgend etwas verkaufen wollen. Also nichts besonderes. 05.07. solle es nach Ahlbeck gehen. Das Auto versorgt, uns versorgt und meiner blonden Navistimme gesagt, wo´s hin gehen soll. Und da will die mir doch weiß machen, es wären 172 km. Kann nicht sein. Alles noch mal kontrolliert, laut Karte vielleicht 50-60 km. Nein, sie will 172 km fahren. Also habe ich ihr kurzer Hand das Wort entzogen und wir sind wie früher nach Karte gefahren. Immer auf der 111 lang. Hat prima geklappt, bis Swenemünde. An der Fähre erklärte mir ein Angestellter, diese Fähre sei nur für Einheimische. Also zurück und über die 93 zur anderen Fähre. Mittags waren wir in Ahlbeck. Herrliches Wetter, also nichts wie an den Strand und ausgiebig Baden. Scheene war´s. Abends sind wir an der Strandpromenade bis nach Polen gelaufen und am Strand wieder zurück. Der Plan für morgen ist noch nicht gefasst, also schauen wir einfach mal.
06.07. Das Wetter ist wieder wunderschön. Also haben wir beschlossen noch einen Tag in Ahlbeck zu bleiben. Baden und faulenzen 07.07. So, heute müssen wir weiter. Es geht nach Ralswiek auf Rügen. Das Wetter ist auch nicht so besonders. Also Auto fertig gemacht und los geht’s. Mittags sind wir angekommen, haben uns ein schönes Plätzchen gesucht und haben im Ort Fisch zum Mittag gegessen. Nachmittags sind wir zur Greifvogelschau und am Abend zu den Störtebekerfestspielen. Es war wie immer ein grandioses Erlebnis. 08.07. Nun gibt es nichts mehr zu berichten. Wir fahren nach Hause, wo uns der Alltag erwartet.
Resümee: Es war eine tolle Reise, welche wir in der einen oder anderen Form auf jeden Fall wiederholen werden. Nur dieses mal war die Zeit einfach zu kurz. Alle 3 Länder des Baltikums sowie auch Polen verdienen mindestens 14 Tage Aufenthalt. Wir haben uns in allen 4 Länden wohl gefühlt und haben nie irgend welche Probleme gehabt. Sicherlich gab es hier und da Verständigungsprobleme, aber auch das war kein wirkliches Hindernis. Ich kann nur sagen: Fahrt hin und genießt es. 08.07. Nun gibt es nichts mehr zu berichten. Wir fahren nach Hause, wo uns der Alltag erwartet. Resümee: Es war eine tolle Reise, welche wir in der einen oder anderen Form auf jeden Fall wiederholen werden. Nur dieses mal war die Zeit einfach zu kurz. Alle 3 Länder des Baltikums sowie auch Polen verdienen mindestens 14 Tage Aufenthalt. Wir haben uns in allen 4 Länden wohl gefühlt und haben nie irgend welche Probleme gehabt. Sicherlich gab es hier und da Verständigungsprobleme, aber auch das war kein wirkliches Hindernis. Ich kann nur sagen: Fahrt hin und genießt es. Viele aus Erfurt von Petra und Bernd Hallo,
ein sehr interessanter Reisebericht mit vielen schönen Fotos. :daumen2: Vieles davon haben wir auch gesehen. So wurde ich an unsere letztjährige Baltikum-Reise erinnert. Wir hatten sechs Wochen Zeit und sind auf dem Landweg durch Polen und die 3 baltischen Staaten bis nach Tallinn und Narva und dann wieder zurück gefahren. Gerd |
Anzeige
|