Zuerst wollte ich jedes Land in die jeweilige Rubrik einsortieren und zwischen den Rubriken mit Link weiterspringen, aber dann fiel mir auf, dass ja die Slowakei immer noch keine Rubrik hat (auch nicht mit anderen Ländern zusammen). Außerdem wird das vielleicht etwas unübersichtlich.
Also lieber hier alles als Block in mehreren Teilen. Bilder sortiere ich dann noch (nach und nach) ein.
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Am Freitag (also am 10.9.) nachmittags habe ich das Wohnmobil abgeholt, und weil wir schon beide Urlaub hatten, konnten wir schon alle möglichen Vorbereitungen treffen, wie Einkauf, ein paar Dinge ins Mobil räumen usw., so dass wir am Samstag dann recht früh starten konnten. Erst haben wir noch die Tierarztpraxis aufgesucht, damit der Hund seine Impfung bekommt, und dann ging es los auf die Autobahn. Bis Dresden, oder kurz vor die Grenze zu Tschechien wollten wir am ersten Tag fahren. Kurz vor 18:00 Uhr waren wir dann in Dresden, haben noch im Baumarkt eine Fußbank gekauft, die man vor die (recht hohe) Einstiegsstufe des Mobils stellen kann. Im Südosten von Dresden, im Ortsteil Zschieren (der Sachse liebt sein "zsch"!) haben wir dann einen schönen, sauberen und nicht zu teuren Platz gefunden, alles Grünfläche und nicht zu voll.
Am Sonntag mittag (wir sind ja im Urlaub und nicht auf der Flucht!) fuhren wir dann weiter, immer an der Elbe entlang über Děčin und Ústi nad Labem, und weiter nördlich von Prag im Bogen herum bis Mlada Boleslav (das ist die Stadt, wo die Skodas gebaut werden). Der Stadtteil, auf den wir zuerst trafen, sah noch so richtig "sozialistisch" aus, man fühlte sich wie in Moskau (soweit man das aus Fernsehberichten kennt).
Dort wollten wir dann einen Campingplatz suchen (oder "Kemping", wie es dort heißt). Dank Google Maps und Internetverbindung auf dem Handy (mit irischer Vodafone-Prepaid-Karte, deutsche Verträge sind ja (noch) schrecklich teuer im Ausland) konnte ich mir einige in der Nähe heraussuchen. Der erste war ca. 15km südlich, der zweite ca. 40km. Also habe ich beim ersten angerufen, aber meine Frage "Excuse me, do you speak English?" wurde vom antwortenden Herrn mit einem entschiedenen "No!" abgebügelt und sofort aufgelegt. Beim zweiten Platz ging überhaupt niemand ran. Da der zweite Platz vom Weg her kurz hinter dem ersten lag, haben wir uns einfach entschlossen, mal beim ersten Platz "Wostrey Autokemp" in Lysa nad Labem (an der Elbe) auf Verdacht vorbeizufahren. Mit Händen und Füßen hätte man zur Not auch noch etwas klären
können.
Das war zum Glück nicht nötig, denn die Frau am Empfang sprach auch ein wenig Englisch. Wer weiß, wer dort vorher das Telefon abgenommen hatte. Der Platz war schön gelegen, am Südende des Ortsteils Ostrá (eigentlich ein kleines Dorf) an einem See. Wir waren wohl die einzigen Nicht-Tschechen auf dem Platz. Beim Spaziergang wollten wir noch den See umrunden, aber haben noch rechtzeitig auf der Karte gesehen, dass dieser eine Verbindung zur Elbe hat und es keine Brücke gibt. Leider passte auch unser Stromkabel nicht an die dortigen Steckdosen, so dass wir nur das Notebook mit Strom versorgen konnten. Aber für den Rest haben ja die Batterien durchgehalten.
Am nächsten Tag sind wir dann so schnell weitergekommen, dass wir uns entschlossen haben, in der letzten größeren tschechischen Stadt namens Znojmo noch mal einzukaufen und dann nach Österreich weiter zu fahren. Interessant fand ich, wie unglaublich billig Bier in Tschechien ist (0,5l für ca. 30 Cent, billiger als Cola, Brause oder Mineralwasser).
Wir haben dann noch einen Platz in Tulln an der Donau herausgesucht, wo wir am Montagabend kurz vor 19:00 ankamen. Das war bisher der schönste Campingplatz, und Mittwoch mittag ging es dann weiter nach Wien.

