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Mein Gott, wie die Zeit vergeht...
Es tut mir leid, daß ich den Bericht nur noch in immer größeren Abständen fortsetzen kann - ich muss da um Verständnis bitten, aber Priorität hatte jetzt z.B. die Erstellung eines Fotobuches, wofür ich alleine schon fast 2 Wochen etliche Abende vor dem PC verbrachte. Fotografie ist ein sehr erfüllendes Hobby, aber einen Großteil seiner Freizeit verbringt man dann am PC, Bilder bearbeiten usw. Den Reisebericht habe ich erst mal in der Prioritätenliste nach hinten verschoben, aber ich verspreche es - er wird beendet - es läuft ja niemandem was davon :-)
Zur Sache: Jumieges lohnt sich wirklich, die Seine, die großen Pötte auf der Seine, die Klosterruine - und natürlich das Eselchen. Nein, es hat uns nicht geweckt. Aber es forderte uns nachhaltig dazu auf, irgendwelche Leckereien über den Zaun zu schmeißen. Es war schon Abend, wir hatten nichts dabei und fanden auch nichts, was wir dem störrischen Huftier auch mitteilten. Er wurde richtig sauer und stampfte mit den Hufen auf. Wir versprachen ihm, es nachzuholen. Bislang haben wir das Versprechen nicht gehalten, wir müssen wohl irgendwann nochmal nach Jumieges :D
Am nächsten Morgen wurden wir durch lautes Hupen aus unseren Träumen gerissen - der Brötchenservice des hiesigen Bäckers war alles andere als diskret. So kamen wir wenigstens frühzeitig aus den Federn und hatten noch leckere Croissants und Baguette. Nach einem ausgiebigen Frühstück liefen wir die wenigen Meter zur Abtei. Wegen störender Bauarbeiten kamen wir in den Genuss eines reduzierten Eintrittspreises von 3,50 Euro und hatten das Gelände, auf dem sich die Ruine befindet, fast alleine für uns - wenn amn von den Arbeitern absieht. Beeindruckend, groß und irgendwie ein wenig gruselig lagen die mächtigen Ruinen von Jumieges vor uns. Ein Bauarbeiter sang unaufhaltsam Chansons, nicht sehr talentiert, aber dafür laut. Das gab dem Ort und der Szene etwas surreales, etwas komisches - aber nett.
Ich suchte nach den Standorten für schöne Bilder, das große Gelände besteht nicht nur aus der Abtei, sondern auch aus einem verschlossenem Herrenhaus mit angrenzenden Garten und vielen ehemaligen Bauwerken, die mit dem Kloster verbunden waren und heute nur noch zu erahnen sind, dazu noch der Kreuzgang, von dem noch einiges erhalten ist. Das einzige erhaltene Gebäude ist das ehemalige Pförtnerhaus, das als Museum und Eingang dient und im Lauf der Jahre auf seine heutige Größe vergrößert wurde.
Das war ja wieder einmal ein fantast. Bericht.
Hat richtig Freude gemacht. Tolle Bilder, einfach Klasse. :daumen2:
vom linken Niederrhein
Manfred
Anzeige vom Forum
owtoeging am 02 Nov 2011 03:29:47
Soooooo, weiter geht es ! :D
Tag 18: Wir packten unsere Siebensachen wieder zusammen, gönnten uns noch einen kleinen Café und machten uns auf den Weg. Inzwischen leuchtete Gerards Reserveleuchte bereits, aber die Erfahrung zeigte, daß man damit schon noch ein Stückchen fahren kann. Ich nahm mir vor, in Rouen zu tanken, dort wird es sicherlich irgendwo eine Tankstelle an einem Supermarkt geben. Im Vertrauen darauf ließ ich alle Möglichkeiten, die sich mir auf dem Weg zwischen Jumieges und Rouen boten aus. Wir kamen zwar an keiner der günstigen Supermarkttankstellen vorbei, erreichten aber dennoch Rouen entspannt und fanden direkt am Ufer der Seine auch gleich einen Parkplatz, der nicht weit entfernt von der Kathedrale gelegen war.
Eine Stadt. Nach langen Tagen und Wochen schien uns das Stadtleben mal wieder voll zu erwischen. Sirenen heulten, Hektischer Straßenverkehr, Baustellenlärm, Schmuddelwetter – ich sehnte mich einerseits gleich wieder nach der Ruhe, die uns in den letzten Tagen begleitete, andererseits war ich sehr gespannt, was die Hauptstadt der Normandie an sehenswerten Dingen zu bieten hatte – laut meinem Reiseführer war das eine ganze Menge, also auf in die Stadt. Unser erster Weg führte uns – wie sollte es anders sein – direkt zur Kathedrale Notre Dame de Rouen. Obwohl das angrenzende Gebäude eine Baustelle war und Lärm, Staub und Dreck die Szenerie etwas beeinträchtigten, war ich überwältigt vom Detailreichtum und der kunstvollen Pracht der grandiosen Fassade der Kathedrale. Was für ein Prunk ! Es ist absolut nachvollziehbar, warum Monet diese Fassade gleich mehrmals als Gemälde verewigte, ein gotischer Traum.
Auch das überwältigende Innere fasziniert durch seine strenge Gliederung und natürlich durch die der Gotik typischen gewaltigen Höhe.
Interessant noch zu erwähnen, daß der Vierungsturm der Kathedrale von Rouen mit 151 Metern der höchste Kirchturm Frankreichs ist.
Unser Spaziergang durch die Stadt ging weiter, viele herrliche, gut erhaltene und teilweise kunterbunte Fachwerkhäuser säumen den Weg, trotz des eher miesen Wetters hatte fast jedes Bistro Stühle vor das Lokal gestellt, es war viel los, buntes Treiben überall. Alles so typisch französisch, wie man es aus kitschigen Werbespots kennt, sehr sympathisch. Hier wurde auch klar, daß Rouen eine Studentenstadt ist, junge Leute, geschäftiges Hin und Her, es machte Spaß, durch die Stadt zu streifen und überall neue interessante Kleinigkeiten zu entdecken.
Keine Kleinigkeit ist zweifellos die Kirche Saint Maclou auf der Place Barthelemy, ein gotisches Kleinod, leider jedoch verschlossen.
Leider ebenfalls geschlossen war die Abteikirche Saint Ouen. Diese gigantische Kirche übertrifft in ihren Ausmaßen sogar die Kathedrale, was wiederum für den unerschöpflichen Reichtum der Abtei in der damaligen Zeit spricht. Dummerweise standen wir auch hier außerhalb der Öffnungszeiten vor dem Tor, aber ich bemerkte einige Bauarbeiter, die sich in der Kirche zu schaffen machten und durch einen Nebeneingang konnte ich sie kurz betreten. Für Fotos hat es leider nicht mehr gereicht, ich wurde von einem sehr freundlichen Mann, offensichtlich Bauleiter (im Innenraum wurden Säulen renoviert), auf die Öffnungszeiten verwiesen, dennoch war ich sehr beeindruckt von dem hohen, lichtdurchfluteten Kirchenschiff und dem prunkvollen Schmuck in der Kirche. Auf der Vierung thront auch hier der für Frankreichs gotische Kathedralen so typische Vierungsturm – der Turm der Kirche Saint Ouen ist bekannt als „Krone der Normandie“. Ich kann das nur bestätigen. Ein Meisterwerk !
Weiter ging es durch enge Gassen und über hübsche Plätze zurück zur Kathedralen, von dort in Richtung des „Le Gros Horloge“, einem repräsentativen Uhrenturm mit Torbogen, das am häufigsten fotografierte Bauwerk Rouens und eines der vielen Wahrzeichen dieser großartigen Stadt.
Wir erreichten schließlich den Place du Vieux-Marche und besichtigten die moderne Kirche Sainte Jeanne d´Arc, hinter der sich der kleine Platz anschließt, an dem die Jungfrau von Orleans im Jahr 1431 auf dem Scheiterhaufen ihr Leben ließ. Die kleine Kirche wurde 1979 fertiggestellt, ihre Fassade ist den Flammen des Scheiterhaufens nachempfunden, auf dem Jeanne d´Arc verbrannt wurde und im Inneren befinden sich die alten Kirchenfenster der 1944 zerstörten Eglise St. Vicent, die an dieser Stelle stand. Trotz der Moderne ein zumindest von innen sehr schönes Bauwerk mit einer freundlichen und warmen Ausstrahlung, in der wir gerne einige Zeit verweilten, bevor wir uns wieder auf den Weg zu unserem Wohnmobil machten.
Wir hatten genug gesehen von Rouen – eine wunderschöne Stadt mit einer liebenswerten Ausstrahlung. Auf geht,s – unser Tagesziel sollte Beauvais sein.
Eingangs erwähnte ich bereits, daß sich die Tanknadel sehr bedrohlich im untersten Teil der Tankanzeige bewegte, daher war ich darauf erpicht, so schnell wie möglich eine Tankstelle aufzusuchen – wurde aber nicht wirklich schnell fündig. Ich hielt also an und programmierte mein Navi mit dem Auftrag, die nächstgelegene Supermarkttankstelle zu finden. Gesagt getan, wir mussten die Hauptverkehrsstraße verlassen und wurden auf eine immer schmaler und steiler werdende Straße geleitet. Aus dem Augenwinkel erkannte ich noch ein Verkehrszeichen: „Steigung – 20%“. Ach du Sch…, ich war mir a. nicht sicher, ob mein frisch reparierter Gerard diese Belastung schon packt und b. ob der Sprit für diese immer länger werdende Straße durch Vorort-Schluchten von Rouen 20% bergauf ausreicht, zumal der Verkehr von rechts alle 20 Meter Vorfahrt hatte und ich ständig bergauf anhalten musste. Anfahren-Anhalten-Anfahren-Anhalten, und das auf einer Länge von geschätzten 2 Kilometern, immer steil bergauf. Ich transpirierte leicht, als wir schließlich oben angekommen tatsächlich eine kleine Tankstelle erblickten, die ich natürlich umgehend ansteuerte. Erst nachdem ich an der Zapfsäule zum Stehen kam, bemerkte ich, daß der einzige Weg, wieder aus der Tankstelle zu kommen, der durch das überdachte Kassenhäuschen war – unmöglich für mich, denn die maximale Durchfahrtshöhe betrug gerade mal 2,30 Meter – darauf wurde man aber vor der Einfahrt nicht hingewiesen- und hinter mir stauten sich bereits geschätzte 10 Fahrzeuge, die alle enefalls tanken wollten. Na super. Ich tankte voll, Alex lief zum Bezahlen an den Kassenschalter (der eigentlich nur für KFZ gedacht war) und bat die entnervte Kassiererin, die Autos hinter mir zu verscheuchen, da ich wenden musste und den Weg zur Kasse für andere Fahrzeuge blockierte. Es begann ein munteres Fahrzeug-Tetris, das damit endete, daß wir teils mitleidig aber freundlich belächelt wurden, aber auch einige sehr sehr böse Blicke ernteten. If looks could kill…. Hätte es einen Hinweis auf die maximale Durchfahrtshöhe der Tankstelle vor der Einfahrt gegeben, wäre ich natürlich weitergefahren und hätte uns und den anderen Verkehrsteilnehmern hinter uns diese peinliche Situation erspart. Abenteuer Rouen – richtig lustig wurde es eine Kurve, ca. 300 Meter weiter, als sich vor uns eine großzügig und modern errichtete Supermarkttankstelle ausbreitete, an der der Diesel sogar noch 3 Cent günstiger war. Na toll.
Immerhin konnten wir den eben entdeckten Supermarkt dann gleich zum Nachfüllen unserer Vorräte und Einkaufen von Mitbringseln nutzen. Unsere Fahrt ging weiter, am frühen Abend erreichten wir die alte Bischofsstadt Beauvais, wo wir den städtischen Stellplatz ansteuerten und es uns dort – so gut es ging – gemütlich machten.
Zur Info: er befindet sich in der Rue Lucien Lainé, bietet Platz für ca. 15 Mobile, ist kostenlos, keinerlei V/E, kein Strom und durch den starken Verkehr auch nachts unangenehm laut und daher nicht wirklich empfehlenswert. Vorteil: die Kathedrale ist nicht sehr weit entfernt. Ein Riesenberg Nudeln mit Champignonsauce tröstet uns über diese Tatsachen hinweg. Ich war schon sehr gespannt auf Beauvais.
womowitsch am 02 Nov 2011 11:07:43
Hallo Olli, sehr sehr gute Bilder mit grosser Strahlkraft. Kompliment, da kann man noch was lernen.
al am 02 Nov 2011 11:22:24
schön. merci fürs weiterschreiben.
Anne42 am 02 Nov 2011 14:20:26
wunderbar,danke!
owtoeging am 02 Nov 2011 22:48:47
Guten Abend, vielen Dank für die lieben Worte :wink:
Es geht weiter !
Tag 19: Ich hatte richtig schlecht geschlafen in dieser Nacht. Ständig fuhren am Stellplatz Autos mit quietschenden Reifen in den angrenzenden Kreisverkehr, dazu war der Platz auch noch die ganze Zeit hell erleuchtet und leichter Regen prasselte auch noch aufs Dach. Nun gut, man kann nicht immer 5Sterne-Qualität erwarten, aber dieser Platz ist definitiv nichts. Wir sattelten also schon recht früh die Hühner und liefen in die Stadt. Nachkurzem Fußmarsch erreichten wir den Bischofspalast von Beauvais, eine mächtige Trutzburg hinter hohen Mauern, die heute als Gerichtsgebäude genutzt wird.
Dahinter erhob sich die Kathedrale Saint Pierre. Nicht ohne Grund wollte ich unbedingt über Beauvais fahren und mir dieses Bauwerk ansehen – es hat das mit über 48 Metern höchste Kirchengewölbe der Welt zu bieten und eine fast schon tragikomische Geschichte, die auf den Größenwahn ihrer Bauherren zurückzuführen ist.
Mitte des 13. Jahrhunderts wurde mit dem Bau begonnen, der Chor wurde im Jahr 1275 fertiggestellt, das fast 50 Meter hoch aufragende Gewölbe stürzte jedoch im Jahr 1284 ein – eine Katastrophe. Der Wiederaufbau dieses Bauabschnittes dauerte Jahrzehnte, wurde immer wieder durch Kriege oder unklare Finanzierung unterbrochen und kam 1347 vollständig zum Erliegen. Erst im Jahr 1500 wurde der Bau fortgesetzt und das Querschiff errichtet. Natürlich sollte sich auch hier über der Vierung ein Turm erheben, und nach dem Motto „klotzen statt kleckern“ konnte nur der zur damaligen Zeit höchste Kirchturm der Welt dabei herauskommen – unglaubliche 150 Meter hoch. Ausgerechnet an Christi Himmelfahrt im Jahr 1573 stürzte dieses gewaltige Bauwerk jedoch ein – die zweite Katastrophe von Beauvais. In den Jahren danach beseitigte man die Schäden an Chor und Querschiff, das vordere Kirchenschiff jedoch wurde nie errichtet, so dass die Kathedrale von Beauvais bis heute nur ein Torso ist, unvollendet, aber unglaublich beeindruckend. Wer das Innere betritt wird überwältigt sein von der Höhe und Ausstattung der Kathedrale, u.A. kann man eine filigrane astronomische Uhr aus dem Jahr 1866 und eine einzigartige Uhr aus dem Mittelalter bewundern. Sehenswert!
Die Innenstadt von Beauvais hat außer ein paar Fachwerkhäusern nicht sehr viel Interessantes zu bieten. Nach einem kurzen Streifzug und einem kleinen Frühstück gingen wir wieder zum Stellplatz und verließen die Stadt. Es folgte eine entspannte Fahrt über die gut ausgebaute N31 in Richtung unseres nächsten Etappenzieles Soissons.
Schon von weitem sichtbar thronen über Soissons die Türme der Ruine der Abteikirche Saint-Jean-des-Vignes, in deren Nähe wir auch problemlos einen Parkplatz fanden.
Die Abtei wurde während der französischen Revolution aufgelöst und die Kirchengebäude als Munitionsdepot missbraucht. Es kam wie es kommen musste, durch eine Explosion des Munitionslagers wurde die Kirche fast komplett zerstört, dennoch eine schöne Anlage, beeindruckend in ihren Ausmaßen. Schüler einer nahe gelegenen Schule nutzen das Gelände auch gerne als Pausenhof und Spielplatz, eine schöne Atmosphäre, kein Krach, alles sehr entspannt.
Die Hauptattraktion von Soissons ist allerdings die gotische Kathedrale Saint Gervais et Saint Protais, die von außen einen eher schlichten Eindruck hinterlässt. Wenn man das Gebäude aber betritt, ist man überrascht von der Helligkeit im Inneren und der freundlichen Ausstrahlung. Sehenswert auch die großen Gemälde an den Wänden, stellvertretend sei hier das Meisterwerk „die Anbetung der Hirten“ von Peter Paul Rubens erwähnt.
Nach einem kleinen Bummel durch die hübsche Innenstadt von Soissons ging es weiter zum nächsten Etappenziel, nach Laon.
Laon teilt sich – wie man schon von weiten sehen kann – in eine Ober- und eine Unterstadt. Die Altstadt mit ihren historischen Gebäuden und der mächtigen Kathedrale wurde auf einem Plateau errichtet, die Neustadt wuchs im Lauf der Jahre um das Plateau herum. Man kann die Oberstadt von unten aus mit einer kostenlosen Bahn erreichen, oder aber mit dem Auto eine Serpentinenstraße hinauffahren.
Wir entschieden uns für Letzteres und fanden einen komfortablen Parkplatz etwas abseits der Innenstadt. 10 Minuten Fußweg trennten uns von der Altstadt und der Kathedrale Notre Dame de Laon.
Die Kathedrale von Laon gilt als eines der bedeutendsten gotischen Bauwerke der Welt, sie ist nach der Basilika von St.Denis auch eine der ältesten in diesem Stil errichtete und stilbildend für viele grandiose Bauwerke dieser Zeit, u.A. gilt sie als Vorbild für den Bamberger Dom. Sie besitzt 4 Türme, die als Besonderheit 16 Ochsen aufweisen, die zwischen den Säulen im Obergeschoss herauslugen. Niemand kann bis heute genau sagen, welche Bedeutung sie haben sollten, aber sie sind hübsch anzusehen und gleichwohl auch sehr skurril. Das Innere beeindruckt mit einer nie geahnten Leichtigkeit und Helligkeit. Die Akustik in der Kathedrale ist über jeden Zweifel erhaben, davon konnten wir uns selbst überzeugen. Zufällig wurden wir Augen- und Ohrenzeugen einer beeindruckenden Orchesterprobe, es wurden mehrere Stücke mit Orgel und einem kompletten Symphonieorchester vorgetragen, ein fantastisches, die Sinne betörendes Erlebnis. Wunderbar.
Auch außerhalb dieses großartigen Bauwerkes bietet Laon einen wunderschönen Anblick, die Altstadt mit ihren schmalen Gassen, dem Kopfsteinpflaster, den historischen und hübsch anzusehenden Gebäuden ist wie geschaffen für einen Tagesausflug ins Mittelalter. Eine sehenswerte Stadt und fast ein Muss auf dem Weg an die Kanalküste. Ich kann es nur jedem empfehlen!
Weiter ging es in Richtung unseres letzten Zieles auf dieser Reise – Reims. Dass wir es an diesem Tage nicht mehr dorthin schaffen würden, war uns klar, also programmierte ich mein Navi nach einem Campingplatz in der Nähe von Reims. Wir entschieden uns nach dem Trubel der letzten Tage für einen ruhigen Platz in der Natur und hofften, in Bourg-et-Comins an der Aisne mit dem „Camping de la Pointe“ fündig zu werden. Der wenig frequentierte Platz Platz bot sehr schöne, durch Hecken parzellierte große Stellplätze unter herrlichen „Cidrebäumen“, die ersehnten (einfach ausgestatteten) warmen Duschen, einen überdachten Pool – und kostenlose Bio-Äpfel ohne Ende für 15 Euro die Nacht inkl. V/E, das Ganze ca. 30 Kilometer vor Reims.
Für unsere letzte Nacht in Frankreich eine gute Wahl. Abgesehen von einigen Äpfeln, die auf Gerards Dach purzelten, Ruhe pur. Bonne Nuit !
al am 03 Nov 2011 12:40:32
und wieder mal danke.
nur ein wunsch. mach doch zwischen deine fotos eine leerzeile. ich meine, sie wirken dann noch mehr.
Gast am 13 Dez 2011 09:58:51
Hallo Olli,
auch ich möchte mich ganz herzlich für Deinen wunderbaren Reise-Bericht und die darin enthaltenen Bilder bedanken.
Er gibt uns viele Anregungen für unsere geplante Normandie - Tour im Mai 2012 !
uschi-s am 13 Dez 2011 10:31:06
Danke für den Bericht, da werden wir im nächsten Frühjahr sicher eine Menge Anregungen finden. Alles Gute für Euch und für Gerard