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Amateurfunk: Störungen durch KW im EVS


batchman99 am 17 Sep 2011 23:47:37

Ich habe mir heute ma eine ordentliche Zapfstelle (Bananenbuchse am Sitzgestell direkt an den Batterien) für das Kurzwellengerät installiert. Eigentlich sind es drei verschiedene Geräte:
Icom-IC706MK2 (100W), als Reserve ein Kenwood TS-50 (170W) und für den äußersten Notfall ein Sommerkamp SK-757GX (200W).
Als Antenne dienen wahlweise verschiedene Monoband-Mobilantennen auf einem PL-Fuß oder ein 12m-GFK-Mast mit Radials auf dem Boden.
Mit verschiedenen Kombinationen habe ich Einstrahlungen in die Elektroversorgung (Calira EVS 30/12), die dann ungefähr ab 50-70W HF im Takt mitklappert, was ich auf Dauer als nicht besonders gesund halte...
Ich kann zwar als Notlösung am Calira die 50A-Sicherung ziehen, das hilft mir aber nicht wirklich weiter.
Mit dem Icom habe ich die wenigsten Probleme, was wohl an dem optionalen EMV-Filter in der Zuleitung liegt --> Link
Ich suche das Rezept dazu, wie man mit welchen Ferrit-Kernen diesen Filter nachwickeln kann.
Ansonsten werd ich mal versuchen, ob ich diesen Filter vom Icom an die Batterien plazieren kann.

Achim

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Ostwestfale am 18 Sep 2011 13:25:45

Hallo!

Ich nehme immer Klapp-Ferrite aus dem Sonderangebot. Um mit DL1BU zu sprechen: Bei den Filtern müssen die Kernmaterialien HF-technisch schlecht sein um die vagabundierende HF zu dämpfen.

In der Regel handelt es sich um ableitende Ströme ins Netz welche dann zu Störungen führen.
Dieses haben wir natürlich im Wohnmobil nur wenn wir am Landstrom sitzen.

Ich denke du ziehst dir den Ausgleichsstrom der Antennemasse über die Verkabelung.
Daher würde ich einige Ferrite nehmen und die beiden Drähte + und - mit möglichst vielen Windungen zusammen durch die Kerne ziehen. Die Dämpfungswirkung steigt mit dem Quadrat der Windungszahlen und sinkt wenn die Frequenz höher wird wegen der kapazitiven Kopplung.

Wenn Du das machst wirst du aber an einer anderen Krankheit leiden: Die Antenne hat kein richtiges Massepotential und die Abstrahlung und das SWR geht zum Teufel. Du musst also zusehen dass der Koax-Schirm und eine möglichsrt große Metallgrundfläche gut leitend miteinander verbunden sind.
Danach alle Zuleitungen der EBL mit Ferritkernen zuklatschen - und so gut es geht immer + und - zusammen: Denn zum einen bringen hohe Ströme die Kerne in die Sättigung und zum anderen verhinderst du hohe Ableitströme auch in den Masseverbindungen.

Aber wie bekommst du aus nem TS50 170 Watt raus? Vielleicht die Sendeleistung nach oben gedreht? Dann halt das Ding mal an nen Analyzer und schau die die unerwünschten Nebenwellen an und denke an die -40 dB die du als Funkamateur einhalten musst.

Bon Voyage


IC 7000 und L4B Zuhause....

batchman99 am 18 Sep 2011 15:16:10

Ostwestfale hat geschrieben:In der Regel handelt es sich um ableitende Ströme ins Netz welche dann zu Störungen führen.
Dieses haben wir natürlich im Wohnmobil nur wenn wir am Landstrom sitzen.


Soweit war ich noch nicht, ich habe die Störungen ohne Landstrom festgestellt

Daher würde ich einige Ferrite nehmen und die beiden Drähte + und - mit möglichst vielen Windungen zusammen durch die Kerne ziehen.

Richtiglich,
ich wollte wissen, ob es zu diesem Zweck bestimmte Kerne gibt.
Anhängend ein Foto vom 100€ teuren Icom-Filter ;-)

Aber wie bekommst du aus nem TS50 170 Watt raus?

Der früher so beliebte 2SC2879, der bis 250W ausgelegt ist.
Durch Ändern eines Widerstandes läßt sich die dritte Leistungsstufe in die Höhe treiben, sogar recht sauber.
Allerdings sterben die Dinger oberhalb 190W fast regelmäßig den Hitzetod.
Ich habe das gestern abend am Kenwood wieder rückgängig gemacht, da mir 100W völlig ausreicht.
Im Sommerkamp (baugleich FT-757GXII) sind zwei davon im Gegentakt drin. Dort ist allerdings auch der Treiber modifiziert, um die Leistung stufenlos bis nahe 0W herunter zu drehen, um einen Transverter ansteuern zu können.


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Ostwestfale am 18 Sep 2011 15:33:02

Schau mal bei Pollin unter Ringkerne.

Kaufst du 10 Stück der Type 250 058 zu 0,35 € das Stück.

Nimmst Dir aus dem Baumarkt oder einem anderen Fundus das berühmte Kabel mit mindestens 6, besser 10 mm². Gehen tun auch Zählerleitung - Reststücke von einem E-Installateur.
Beide Pole zusammen und dann so oft wie es geht durch den Kern (oder auch zwei Kerne zusammen legen).
Wenn der Innendurchmesser dann zu ist, nimmst du eben den nächsten Kern oder das Kernpaar.

Manchmal nehme ich am Anfang nur eine Windung in den Kern, da dieser - wenn er die volle HF-Leistung abblocken muss - recht warm wird. Wenn du aber 2 Kerne nimmst sollte es auch mit "Innendurchmesser voll machen" gehen. Dies könnte allerdings die Dämpfung bei höheren Frequenzen negativ beeinflussen - wegen der o.g. kapazitiven Kopplung zwischen den Windungen.

Da die Kerne ja praktisch "nix" kosten (Im Gegenzug zu kommerziellen Filtern) kauf ich da immer ein paar im Vorrat um im Falle eine Falles genügen in der Kleinkramkiste zu haben.

Mit dieser Methode "Viele Ringkerne oder Klappferrite für Dumme" habe ich es auch geschafft, dass meine Familie weder beim Fernsehen noch am PC Probleme hat wenn ich vergesse das "legal limit" einzustellen.


z.B. haben alle Antennenkabel der Satellitenempfänger kurz vor dem Eingang so 5-8 Wicklungen durch einen großen, undefinierten Ringkern. Die Netzleitungen dito, und schon gibt es keine Kreislaufströme mehr über die einzelnen Stränge der Sat-Anlage und des Stromnetzes. Diese bilden physiklaisch gesehen eine große Windung eines Transformators und koppeln somit entsprechend Störströme in die Leitungen ein.


Bon Voyage

Und wenn es bis 50 Watt schon geht, so sind die 3 dB bis 100 Watt ja so weit auch nicht mehr.

Bon Voyage

batchman99 am 01 Okt 2011 22:36:12

Update:
Habe den oben gezeigten Icom-Filter vom der Zuleitung des Icom-Gerätes abgenabelt und steckbar gemacht, sodas ich ihn auch vor die anderen Geräte hängen kann.
Perfekt!
Eine Woche in Dänemark gewesen und 100W machen keine Probleme mehr in der Bordelektronik, selbst mit kleiner Mobilantenne und schlechtem Gegengewicht.

Dafür produziert der Laderegler bei Landstrom erhebliche Störsignale quer über das 2m-Band...

73,
Achim DJ3UE

Ostwestfale am 02 Okt 2011 14:23:15

Nunja, auch das Ladegerät mag Kertne.....

Primär und Sekundär


Sowie richtige Metallische Gehäuse und keine Plastik- oder Aluteile...

Und richtige Masseverbindungen.....

Und schon könnte es was werden auf 2 m
(Aber da müssen die Kerne nicht mehr so oft umwickelt werden. Eher nur 1x, dafür mehrere hintereinander...)

VY 73

DL2DBY


Bon Voyage

Spark am 04 Okt 2011 23:57:57

Hallo Achim,
batchman99 hat geschrieben:Als Antenne dienen wahlweise verschiedene Monoband-Mobilantennen auf einem PL-Fuß

Wo sind diese Antennen montiert?
oder ein 12m-GFK-Mast mit Radials auf dem Boden.

Ich habe entweder eine Outbacker am Heck (alles GFK), oder einen 10m GFK-Mast.
Die Outbacker ist zwar nicht schlecht, aber Einstrahlungsprobleme (Radio, TV) habe ich nur dann, wenn sie nicht gut angepaßt ist.
An dem GFK-Mast hängt entweder eine abgespeckte W3 dran, oder ein, für 40m, vertikaler Dipol - damit hatte ich noch nie ein Problem.

Das Gerät ist ein IC706MK2G mit dem EMV-Filter direkt an den beiden Aufbaubatterien.

@Outbacker,
ich habe einen kompletten Antennenfuß am Chassis befestigt.
Während der Fahrt funke ich nicht, also ist der tiefe Punkt bei RX egal, wenn
ich irgendwo stehe, dann kommt sie auf den Fahrradträger - da klappt das sehr gut.

Ferritkerne mußte ich bis dato noch nicht einsetzen - wohl Glück gehabt.

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