Unsere Planung war, die Ostseeküste von Wismar bis zur Insel Rügen zu besuchen. Die Reiseroute mit ca. 2100km, lässt sich an Hand unserer Übernachtsorte (Celle, Dömitz, Schwerin, Wismar, Insel Poel, Rerik, Rostock, Barth, Stralsund, Insel Rügen (Dranske, Sellin, Putbus)Lübbenau, Bad Nenndorf) einfach nachvollziehen.
Am Sonntag den 21.08 haben wir unsere Wohnmobilreise zur Ostsee begonnen. Die Strecke von Kerpen zum ersten Stopp in Celle, wurde bei schönem Wetter absolviert. Der geduldete Stellplatz in Celle am Schützenplatz war gut besucht. Er ist stadtnah, ruhig und kostenlos.
Am Plakat für den Umbau West (Allerinsel) sind die Bereiche und Phasen zu sehen. Es ist zu hoffen, dass die geplanten Maßnahmen (3. Planungsabschnitt – gelb) sich noch eine Weile hinziehen, und uns Stellplatz lange erhalten bleibt.
Wir hatten erst etwas gefaulenzt, sind dann am späten Nachmittag zu einem Stadtspaziergang in die Altstadt aufgebrochen. Er führte uns entlang, an den wunderschönen renovierten Fachwerkhäuser, sowie Rathaus und der Stadtkirche. Für das leibliche Wohl, wurde eine griechische Taverne auserkoren.
Bilder oben, schöne Fachwerkhäuser, unten die Stadtkirche von Celle.
Am nächsten Morgen entsorgten wir, weiter ging’s zum nächsten Ziel, Dömitz an der Elbe. Am Stellplatz - Dömitzer Hafen bezogen wir einen Platz oben am Damm. Die Gebühren von 5€ incl. Strom mussten in der Hotel - Rezeption bezahlt werden.
Wir haben die Stadt zu Fuß erkundet. Die folgenden Bilder zeigen die Denkmalgeschützen Gebäude, wie Rathaus mit Turm, Johanneskirche und Kommadatenhaus. Eine Führung durch die Festung haben wir ausgelassen.
Abends hatten wir eine lange Unterhaltung mit den Mobilnachbarn. Wie sich herausstellte, war er, der ehemalige Schatzmeister von der RU, mit einem riesigen Fundus an Wissen, aus dem Wohnmobilbereich. Die Schnacken - Einstiche haben wir am nächsten Morgen gesehen, aber nicht gezählt, es waren jede Menge.
Dienstag 23.08 Zum jammern war keine Zeit, wir sind weitergefahren zur Landeshauptstadt – Schwerin. Nach den aussichtlosen Versuchen einen Stadtnahen Platz zu finden (der Parkplatz an der Werderstrasse war voll, beim Seglerverein mit seinen 4 Plätzen dito), haben wir in der Marina Nord einen Rasenplatz bekommen. Mit den Rädern sind wir zum Schloss gefahren.
Einige der Laternensäulen waren eingerüstet, bzw. demontiert. Nach der Renovierung sehen diese prächtig aus.
In der Innenstadt haben wir den Dom und das Rathaus besichtigt, meine Lieblingsfrau kaufte ein par Mitbringsel.
Abends wurde der Grill angeworfen, es gab Steak mit Salat. Mit den Mobilnachbarn, einem Ehepaar aus Pinneberg, wurde deren Hochzeitstag begossen.
Am Mittwoch wurde nach der Bezahlung des Stellplatzes (13,-€ incl. Strom) noch entsorgt und weiter ging die Reise nach Wismar. Der Reisemobilpark am Westhafen wurde für 2 Tage unser Zuhause.
Unser erster Besuch galt der St. Nikolai Kirche. Eine von den vielen Schätzen Wismars.
An diesem ersten Tag in Wismar gab es nicht nur Kirchen, nein am Heimweg lag das Brauhaus am Lohberg anno 1452. Es gab Wismarer Mumme mit Mecklenburger Braten(ein Rippenstück mit gefüllt mit getrockneten Pflaumen …..), die Portion war für einen Schwerarbeiter, aber lecker.
Dann kehrten wir heim zum Stellplatz, am Hafen vorbei, und ein Blick zurück zum Wassertor.
Nach dem Frühstück mit Brötchenservice vom Stellplatz, gingen wir zum Markt. Dort steht das Wasserkunst Bauwerk aus dem Jahr 1602, welches ursprünglich der Wasserversorgung diente.
Die Fassaden der Bachsteingotik-Gebäude wie der Alter Schwede (erbaut 1380) und das Archidiakonat erbaut 1450 muss man sich ansehen.
Ich möchte mit allzu vielen historischen Bildern den Bericht nicht überladen, es gäbe da noch einige. Am Heimweg hatten wir am Hafen in einem einfachen Fischrestaurant gegessen. Am Stellplatz sahen wir das Schild „geschlossen“ auf der Zufahrt stehen, der Platz war rappelvoll. Das folgende Panorama vom Hafen aus aufgenommen, zeigt von links nach rechts, die St. Nikolai, dann der Turm der ehemaligen St. Marien und fertig renovierte Außenhülle von der St. Georgen Kirche.
Freitag, 26.08 Wir entsorgen nach dem Frühstück und verlassen den empfehlenswerten Stellplatz am Westhafen, nehmen jedoch den kleinen Aufkleber an der Büroeingangstür wahr. Charly der Kakadu von unserem Nachbarn BD, war auch schon da. Unser nächstes Ziel ist der Stellplatz am Forellenhof in Niendorf auf der Insel Poel. Am Nachmittag wurde eine kleine Radtour nach Gollwitz, weiter am Strandweg bis Am Schwarzen Busch und zurück nach Kirchdorf, Niendorf unternommen.
Das obere Bild zeigt von Gollwitz aus, das NSG Langenwerder, am Unteren die Ostsee mit ausruhenden Kormoranen, bis die Futtersuche ansteht.
Am Abend fing es an zu regnen, dies ging am nächsten Tag mit Unterbrechungen so fort. Verpflegungstechnisch gab’s am ersten Tag vom Fischgeschäft lecker geräucherten Fisch, am zweiten Tag haben wir das Restaurant, ebenfalls am Stellplatz besucht. Außer zwei Spaziergänge nach Kirchdorf, mehr an Unternehmungen war wegen des Wetters nicht drin.
Sonntag, 28.08. Nach der V & E fahren wir weiter am Salzhaff entlang bis Rerik. Der Campingpark hat einen Wohnmobilstellplatz neben dem Camping eingerichtet, hier buchten wir einen Tag. Mit 20.-€ incl. Strom zzgl. Kurtaxe, nicht der preiswerteste, aber die mit zu benutzenden Sanitäranlagen sind vom Feinsten. Hier ein Bild vom Platz.
Anschließend sind wir zur Seebrücke spaziert.
Der Wind war heftig, die Ostsee hatte 13° und die Strandkörbe waren leer.
Ein Souvenirgeschäft am Hafen hat Dank meiner Frau, einen kleinen Umsatz gemacht.
Vorbei an der Kirche sind wir zurück zum Stellplatz. Das Angebot am Wege, ein preiswertes Essen einer Metzgerei, haben wir wahrgenommen.
Der Campingpark liegt ein ganzes Stück weg vom Strand, außerhalb des Ortes. Bevor es wieder anfing zu Regnen wurde der naheste Strand, die Teufelsschlucht zugleich Hundestrand, fußläufig angesehen.
Vor der Abreise am Montag haben wir die V&E aufgesucht, zahlen mussten wir nicht, die Platzgebühren werden bei der Anmeldung entgegen genommen. In Kühlungsborn machten wir einen Stopp. Direkt im Ort, kann man neben dem Parkhaus parken, eine Übernachtung ohne V&E ist möglich. Wir kamen nicht bis zur Seepromenade, eine gewaltiger Regenschauer länger als eine Stunde, mussten wir im Schutze eines Vordachs vorbeiziehen lassen.
Die Seebrücke und der Strand sahen wetterbedingt trostlos aus, wir sind dann die Einkaufsstrasse weiter lang marschiert. Am Klassiker(Knuspriger Broiler) im Schnellrestaurant Hühnergott gab es nichts auszusetzen und in der Essenzeit konnte der nächsten Schauer durchziehen.
Wir haben uns entschlossen nach Rostock zu fahren. Der nächste zentrumsnahe Stellplatz(ohne V&E) war, der Parkplatz am Warnowufer.
Hier der Platz bei Tag / Nacht. Gebühr beträgt von 8.00 bis 20.00 Uhr = 1€/ Std.
Zur Erinnerung wurde die Fassade der Stadtbibliothek, das Rathaus und St. Marienkirche im Bild festgehalten.
Dienstag 30.08. Wir fahren über Fischland, Darß und Zingst bis Barth. Im netten Ort am Barther Bodden gelegen, wurden wir durch Hinweisschilder auf einen Parkplatz in Hafennähe mit Wohnmobilplatz, Stromsäulen geführt.
Bei einem Rundgang am Hafen, haben wir einen weiteren Stellplatz (mit Sanitärnutzung/ V&E) beim Seglerverein gesichtet, sehr nett. Begeistert waren von dem Mittagsmenü im Seglerheim.
Gut gestärkt sind zum Markplatz und der St. Marienkirche gegangen. Im Tourist - Büro hatten wir noch einen Werbe – Ortsplan gegen eine Schutzgebühr erhalten sowie eine Auskunft über die V&E.
Die Auskunft von der Dame des Tourist – Büros, die V&E befindet sich am Hafen, stellte sich als Falschinfo heraus. Am Wirtschaftshafen wo auch der Bauhof Stadt ist, sagte uns ein städtischer Mitarbeiter, die V&E wäre bei der Marina. Dort nachgefragt ergab dies: „Es werden nur noch Boote entsorgt, Wohnmobile könnten wegen der Chemie Probleme machen“.
Ich hatte mir fest vorgenommen den Bürgermeister der Stadt mit dem schönen Rathaus(Bild oben) zu informieren. Bis dato habe dieses Vorhaben, nicht abgearbeitet.
Mittwoch 31.08 Es wurde beschlossen weiter nach Stralsund zu fahren, und Rügen zu besuchen. Als nächster Stellplatz wurde, unmittelbar an der neuen Rügenbrücke, der Platz von Fa. Caravan - Dahnke angefahren. Nach einem ca. 20 Minuten Fußweg mit Regenschirm / Regenjacken waren wir in der Innenstadt. Am Marktplatz hat man den Blick auf die schönen Fassaden das Rathaus mit St. Nikolai.
Die 2€ Eintritt in die Nikolai – Kirche haben wir gerne gegeben. Nachfolgend ein Bild der Kanzel von1611, dem Hochaltar von1480 und zum Schluss der Hauptaltar von 1708.
Im Restaurant Goldener Löwe am Alter Markt haben wir uns für den Heimweg gestärkt. Dieser führte am Ozeaneum vorbei, eine lange Warteschlange hat einen Besuch vereitelt. Die Nacht war trotz der nahen Rügenbrücke ruhig.
Donnerstag 01.09 Wir entsorgen und fahren ans andere Ende der Insel Rügen, nach Dranske zum Caravancamp Ostseeblick. Das Wetter hat sich gebessert, wir genießen zwei schöne Tage.
Die Aussicht auf Hiddensee vom Stellplatz
Der zweite schöne Tag ist vorbei, ruhige See mit wenig Wind.
Samstag 03.09 Nach zwei angenehmen Tagen Aufenthalt, zahlen wir unsere Rechnung, geben den Schlüssel für Sanitäranlagen zurück, entsorgen und verabschieden uns von den netten Nachbarn. Wir wollen nach Sellin, aber mit einem Stopp beim Königsstuhl.
Hier unser Rat, wenn ihr die Kreidefelsen sehen wollt. Nehmt einen Ausflugsdampfer, oder macht eine Wanderung am Wasser entlang, der beste Blick auf die Felsen ist von unten.
Um auf die Aussichtsplattform zu gelangen, haben wir zu Zweit 21,90€ bezahlt. Parkplatz Hagen 3,90€ für 2,5Std. Die Busfahrt zu Aussichtspunkt kostet für hin und zurück 3,0€. An der Busstation das nächste Zahlhäuschen, es gibt nur ein Ticket incl. dem Eintritt ins Königsstuhl – Zentrum von 6,0€. Das Beste war der Erbseneintopf aus der Gulaschkanone, mit Brühwurst am Parkplatz Hagen. Hier zwei Bilder vom Aussichtpunkt gemacht.
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Im Reisemobilhafen Sellin haben einen der letzten Plätze belegt, leider ohne Strom. In der Rezeption erhielten wir einen Zugangsschlüssel sowie alle nötigen Info’s und einen Ortsplan von Sellin. Wir sind zu Fuß über die Seeparkpromenade, Wilhelmstrasse zur Seebrücke gegangen.
Die Möwe bewegte sich nicht von der Stelle, sie wartete geduldig dass, etwas Essbares abfällt.
Auf dem Heimweg wurde ein Bernsteinkreuz - Anhänger für meine Lieblingsfrau gekauft und wir sind ins Restaurant Kleinbahnhof Sellin eingekehrt. Dieses Restaurant inmitten nostalgischer Bahnatmosphäre, mit gutem Essen, empfehlenswert. Der Stellplatz war wie angekündigt nach 20.00Uhr abgeschlossen.
Sonntag 04.09. Der Bäcker kommt morgens auf den Stellplatz, so haben wir mit frischen Brötchen gefrühstückt. Wir fahren weiter nach Putbus. In der Marina Lauterbach haben wir einen Stellplatz bezogen. Für den Platz incl. Strom und mit feinem neuen Sanitärgebäude haben wir 13,00€ für den Tag bezahlt, Duschen & Kurtaxe zzgl.
Mit dem Trödel und Fischtag im Fischerhafen und einer kleinen Radtour nach Putbus war der Sonntag ausgefüllt. Die par schönen Tage gingen zu Ende, abends fing es an zu regnen. Wir beschließen für den Nächsten Tag, bei regnerischem Wetter, ein größeres Stück zu fahren zwar nach Lübbenau im Spreewald. Wir nehmen die Glewitzer Fähre, unsere erste Fährfahrt mit dem Mobil.
Die Fahrt verlief, mal mit viel, mal weniger Regen, problemlos. Unsere Nachbarn in Dranske haben uns den Caravan Camping in der Dammstrasse in Lübbenau empfohlen. Der Platz kostete incl. Strom 16,00€ am Tag. Das Wetter besserte sich, wir bleiben 2 Tage.
Der Platz liegt zentral, er wird von den Inhabern nett betreut. Wir machen eine Radtour nach Leipe, hofften unseren Nachbarn BD auf seinem Lieblingsplatz zu treffen. Das schöne Wetter ist für eine Kahnfahrt optimal. Folgend drei Bilder vom Spreewald.
Mittwoch 07.09 Der Regen ist wieder zurückgekommen. Wir entsorgen, kaufen am Platz ein halbes Dutzend Gläser Spreewaldgurken und verabschieden uns. In Bad Nenndorf machen wir Pause und übernachten am kostenlosen Stellplatz am Schwimmbad. Am nächsten Morgen geht’s nach der V&E zu unserer Heimatstadt Kerpen. Unsere Reise ist zu Ende.
Wenn der Reisebericht gefallen findet, freuen sich die Reisemobilfahrer Petra und Rudi.
Viele

