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ja wolfgang,
das habe ich doch oben bestätigt - man hat kaum die chance > 55 in die gkv zu wechseln... grusz hartmut
Richtig. Ich habe aber noch mal auf den besonderen Aspekt der KVDR (Rentner) hingewiesen. Da wird es dann weiter kompliziert. Siehe hier: --> Link Also, wer wechseln möchte, sollte sich vorher genauestens nach allen Fallstricken erkundigen. Nichts ist schlimmer, als aus einer PKV auszusteigen, nicht GKV-versichert zu werden und dann wieder in die PKV zurück zu müssen. Die machen dir dann ein ganz "tolles Angebot".
Dies ist so nicht ganz richtig! Nur wer einen Nachweis eine Folgeversicherung beibringt, kann seinen alten Vertrag kündigen. Wer also seine PKV kündigt und und anschließend nicht in der GKV unterkommt, dessen Kündigung ist bei der PKV schwebend unwirksam. Unterm Strich sollte man aber nirgendwo kündigen, wenn man keine schriftliche Zusage der Folgeversicherung hat
Ja, das ist klar. Die Probleme hat er aber hinterher in der KVDR. Jahre später. Dann ist der Wechsel in die GKV vollzogen und in der KVDR gilt dann die 9/10-Regelung. Schau mal ins Merkblatt der RV. Genau so ist es.
Bist du 55 ist alles am Ende. Da bleibt dir nur noch Hartz IV oder ähnliches um in die GKV zu kommen. Damit ist dann alles andere auch vorbei. Denke mir bei einem Wechsel in der PKV kriegst du aber einer gewissen Altersgrenze keinen Vertrag mehr. Die Frage ist nun: Muß dich dann die GKV aufnehmen? Liebe maredo Irgendwie erschreckend.
Erst habt ihr Jahrzehntelang die günstigeren Versicherungen und den besseren Service genossen und dabei über die "armen Würstchen" der GKV gefrozzelt. Jetzt bringt der Ober die Rechnung des Beschummelns mit der Altersrücklage (was schon seit Jahrzehnten bekannt ist!) und schon wollt ihr wieder unter das Deckmäntelchen der GKV, damit es dann gegen eine Rente finanzierbar bleibt. Jetzt darf die Gemeinschaft sich wieder an den Kosten eurer Gesundheit beteiligen. Aber als es billiger war, da habt ihr denen einen lange Nase gemacht und das Geld eingestrichen. Dann nehmt doch jetzt eure Rücklagen und bestreitet daraus die immer höher werdenden PKV-Kosten. Ach, ihr habt keine Rücklagen? Dann : Euer Problem. Ihr hättet nämlich welche aufbauen können - einen Eigentumswohnung wäre aus dem Ersparten doch sicher zu erwirtschaften gewesen. Ich wehre mich ganz vehement dagegen, das PKV`ler nachher wieder in die GKV kommen können wenn es dann los geht mit dem krank sein. Dann sollen die unter sich bleiben und notfalls eben das Häuschen verkaufen, dass zu einem Teil eben von den gesparten Ausgaben aus der PKV gebaut worden ist. Der Vorteil ist, ihr könnt dann auch im hohen Alter, genau dann wenn ihr es braucht, die bevorzugte Behandlung als Privatpatient geniessen. Das wolltet ihr doch von Anfang an. Der Wirt macht die Rechnung immer am Ende des Essens, wenn es auch bitter ist. Ich habe mich in jungen Jahren gegen einen PKV-Beitritt entschieden und jahrelang (Jahrzehnte) BEWUSST Höchstsatz als Junggeselle bezahlt. Mit dem Bewusstsein, dass ich im Alter eben etwas aus dieser Solidargemeinschaft entnehme. Was habt ihr da getan? Euch gefreut den blöden GKVlern ein Schnäppchen geschlagen zu haben. Ja bitte, dann meckert nicht sondern beißt jetzt in den sauren Apfel und zahlt das, was ihr früher so oberschlau gespart habt. Bon Voyage na du hast mal nen ton drauf Ich finde diese ganzen unterschiedlichen Versicherungen absolut unerträglich und völlig überflüssig.
Der Staat sollte ein absolutes Mindestmaß an Grundversorgung jedem Bürger zusichern, entweder über Steuern, Pflichtversicherung etc. Dann vielleicht noch wählbar ob mit Selbstbeteiligung oder ohne. Alles was Luxus ist kann jeder selbst zuzahlen, wie auch immer. Man muß nicht wegen jedem Scheiss zum Arzt rennen. Deutschland ist das Land mit den höchsten proKopf-Arztbesuchen, das sagt doch schon alles. Könnt mich aufregen... Und wer stopft sich die Taschen voll? Die Krankenkassen mit dem absolut aufgeblähten Apparat, Krankenkassenärtztliche Vereinigungen dito, vor allem die ganze Pharma-Industrie, dann die Apparatehersteller.. Schlimm. Dazu sollten die Ärzte nach Ihren handwerklichen Fähigkeiten nach Stundenlohn bezahlt und nicht mit Zehn-Fuffzich für ne Beratung abgespeist werden. Und vor allem nicht 1000e für einen MRT einsacken. Da ist doch klar was der macht, erst mal unter den MRT legen, das macht dann sowieso die Arzthelferin, der Dottore schreibt bloss noch die Rechnung oder guckt sich bestenfalls die Bilder an... PS: bin noch privatversichert... Ciao Didier
hallo, nur so als Mosaikstein rausgenommen: glaubst du wirklich, dass die Personalkosten die Kosten für den MRT-Einsatz hochtreiben? Kannst dir vorstellen, wie hoch die Investitionskosten sind? Dennoch stimmt es einen schon nachdenklich, wenn wir allein in Berlin in vielen Bereichen mehr Fachärzte haben, als in manchen Ländern Europas. Und die auch gut beschäftigt sind.
Wenn Du keine Leistungen in Anspruch genommen hast, dann solltest Du, wenn Du den richtigen Tarif bei der Central hast, im Folgejahr einige Beiträge zurückbekommen.... Wenn der Beitrag höher war als im Vorjahr gibts also auch mehr zurück... Oder, wenn Du grundsätzlich selten krank bist bzw. kaum Leistungen in Anspruch nimmst, einen Tarif mit höherer SB haben, so dass der Beitrag auch entsprechend günstiger ist... Alles eine Sache der Beratung. Wer sich privat versichern will, der soll dies tun, bei den Leistungen ist die Central einer der führenden Privatversicherer. Niemand sagt, dass es günstig ist, privat versichert zu sein. Man muss sich schon bewusst dafür, und damit auch für die bessere Versorgung und die ganzen anderen Vorzüge, entscheiden. Ich hab es nicht getan, obwohl ich es gekonnt hätte, dafür habe ich lieber bei der Central entsprechende Zusatzversicherungen. Das ist zwar immernoch nicht vergleichbar mit jemandem, der privat versichert ist (beim Hausarzt im Wartezimmer bringe eine Zusatzversicherung noch nichts...), aber in vielen Bereichen bin ich besser dran als ohne jegliche Zusatzversicherung (logisch....). , Jens
Natürlich betragen da die Pers. Kosten nur einen Bruchteil, so Gerät kostet zig 100 Tausende bis mehrere Millionen... Trotzdem, wage ich zu bezweifeln, daß viel der MRT-untersuchungen überflüssig sind wie ein Kropf, aber die werden gemacht weil der Privat-Patient sie bezahlt. Als Kassenpat. bekommst du einen Termin in einem halben Jahr, das ist ja die Krux. In Fällen wo sie vielleicht sehr nötig sind können Sie nicht gemacht werden, weil das Budget nicht da ist. Das ist doch hirnrissig, wo bleibt denn da der Eid des Arztes??? Dann noch die unterschiedlichen Faktoren für gleiche Leistung, das ist ja nochmal was, der eine bezahlt Faktor 1, der andere 3,5, was soll denn das. Dann sollen sie doch gleich fragen, willst morgen drankommen dann kostet es doppelt so viel ansonsten warte, dann kostet es sich nur den einfachen Satz. Das ganze System krankt bis zum dort hinaus, ich kanns gar nicht beschreiben.. Das wäre doch das gleiche du gehst zu deinem Freundlichen und fragst nach nem Ölwechsel. Der fragt dich dann, bist reich oder arm, dementsprechend macht er seine Rechnung. :ooo: Didier
hallo, natürlich ist vieles überflüssig. Aber wie ich im Beitrag drüber schrieb: wenn mein Arzt mir dazu rät, dann muss er auf kritische Fragen gefasst sein. Ich bin soweit mündig, dass ich das nicht mache, wenn er mich nicht überzeugen kann. Es ist ja auch nicht so, dass ich mit meiner Zeit nix besseres anzufangen weiß, als zur MRT zu gehen. Mir scheint das ein bischen weltfremd. UND ::: MEINST DU NICHT DASS DEM SO IST ?? Na ja, das mit dem MRT ist so ein Märchen, das immer wieder gerne genommen wird. Ich bin schon Jahrzehnte privat versichert und war erst einmal im MRT. Das war auch erforderlich, das hat mir keiner "aufgeschwatzt".
In der Regel sind Privatversicherte die besser aufgeklärten und informierten Patienten. Bevor bei meinen chronischen Erkrankungen etwas gemacht wird, habe ich mich schon längst informiert und weiß, welche Behandlung erforderlich und sinnvoll ist. Auch eine PKV zahlt nicht sinnlose Untersuchungen. Nochmals zu den Wartezeiten: Ein MRT ist ein sehr teures Gerät und damit entsprechend selten. (Die Großgerätefinanzierung ist auch gesetzlich geregelt und somit kann sich nicht jedes Krankenhaus einfach mal so eine kiste hinstellen.) Natürlich sind die immer gut ausgelastet. Da gibt es zwangsläufig Wartezeiten. Auch für Private, zugegeben sind die kürzer.
Das meinst du jetzt nich im Ernst oder?
Doch
Es geht halt nix über eine ausführliche und nachvollziehbare Begründung einer These .. :D Zur Unterstüzung von wolfherms "These" füge ich dann mal ein Argument von Vielen an:
Bei jeder Behandlung wird mir später in der Rechnung offen gelegt, was "gemacht" worden und wieviel dafür berechnet worden ist. Daraus ziehe ich eine Menge Infos, die dem Patienten der GKK nicht gegeben werden. Das führte einmal zu meiner Anzeige wegen Abrechnungsbetruges, für den die Anästhesistin dann 7000 Euronen plus 1000 Euro an eine gemeinnützige Organisation zahlen "durfte". Zum MRT: Ich habe nach einer plötzlichen Bewusstlosigkeit mit Notarzt und Krankenhausaufenthalt ein MRT gemacht bekommen. Zu den Kosten gesellte sich ein sehr ausführliches Gespräch mit dem betreffenden Spezalisten, der mir dann zu meiner Beruhigung sagen konnte ( nachdem er mich gefragt hatte, ob er sich mal etwas flapsig ausdrücken könnte ), dass er selten so ein "scheißnormales Gehirn" zu sehen bekäme, sprich : keinerlei Auffälligkeiten wie u.U. ein befürchteter Tumor. Wolfgang Noch ne kleine Ergänzung wegen der Kosten MRT. Da waren ja 1000 Euro in einem Beitrag genannt worden.
Ich habe mal in meinen alten Belegen nachgeschaut. Bei mir auf der Rechnung stehen rund 680 Euro inclusive Arztkosten. Vor 20 Jahren kostete das in Dietzenbach ( außer in Hamburg damals einziges "Kernspin-Gerät" in D ) schon rund 800 DM bei einem Preis von damals knapp 2 Millionen für das Gerät. Natürlich muss da ein Preis verlangt werden, dass sich die Anschaffung nicht nur amortisiert, sondern auch mal einen Gewinn abwirft - wie auch sonst im Leben. Nur der Klarheit willen: Ich habe nichts mit dem medizinischen Berufsbereich zu tun !!! Wolfgang Was wolfherm ganz richtig meinte, liegt in der Natur der Sache.
Als Kassenpatient bekommt man eine Sachleistung. Das ist das, was der Gesetzgeber meint, was einem Patienten zusteht. Der Arzt darf nur behnandeln und verordnen, was in dieses Korsett reinpasst. Der Kassenpatient weiss garnicht, wie viele Schubladen es z.B. in Apotheken gibt, die für ihn die Aufschrift "Du nicht" tragen. Auch viele Behandlungsmethoden sind ausgeschlossen. Die PKV arbeitet nach dem Kostenerstattungsprinzip. Dies bedeutet, dass jeder Patient erst einmal Selbstzahler ist. Was er davon dann versichert, ist seine Sache. Dies ist zwar durch Einführung der Versicherungspflicht etwas relativiert worden, gilt aber im Grundsatz immer noch. Natürlich gibt es auch viele Kassenpatienten, die sich sehr mündig mit ihrem Thema beschäftigen, aber in der Regel sorgt das "soziale" System schon für die Abgrenzung. Nicht der Privatpatient ist der Bessergestellte, sondern das Kassenmitglied wird schlechter versorgt. Viele Bernd Vielen Dank, dann musste ich das doch nicht ausführlich begründen. :D Hallo,
bin bei der HUK versichert und hatte in den letzten Jahren relativ moderate Erhöhungen. HUK erhöht auch erst im März oder auch nicht, bis dahin heißt es hoffen. Ich bin ja auch nur zu 50% versichert und den Rest zahlt die Beihilfestelle. Christian Kennt Jemand die Betriebsinnungskrankenkasse? Gibt es Erfahrungen?
Die Kasse ist Testsieger. Liebe maredo
Die gibt es nicht. Es gibt Betriebskrankenkassen, Innungskrankenkassen. Außerdem gibt es eine Bundesinnungskrankenkasse (BIG). Wahrscheinlich meinst du die. Oder? --> Link Gestern kam mein "Liebesbrief".
Ich mache es kurz: Allianz + 50,- auf 549,- (incl. Pflegevers.). :eek: H.-J. Noch mal zum Thema MRT - sicher ist so ein Gerät teuer, aber doch nur, weil es in Deutschland möglich ist.
Eine Intraoralkamera (damit zeigt einem dem Zahnarzt wo die Füllung mürbe gewordenist) kostet in Deutschland ca. 3000 Euro, nach oben wie immer keine Grenzen. In China kostet dieses Kamera 100 Euro, inklusive Versand nach Deutschland. Diese darf man aber natürlich in D nicht einsetzen (Medizinproduktegesetz). Wer Lust und Zeit hat kann sich ja mal umschauen was z.B. Zahnarztausrüstung im Ausland kostet und was in Deutschland. Das setzt sich bei anderen Geräten fort. Das der Arzt trotzdem einen PKV Versicherten bei dem 'Guten Tag wie gehts' schon 10,71 wert ist (die berühmte "einfache Beratung, auch mittels Fernsprecher") vielleicht etwas bevorzugt behandelt als den GKV-Patienten, bei dem fürs ganze Quartal 22 Euro abgerechnet werden können, ist ja doch nachvollziehbar. Wobei ich auch bei Ärzten die fast nur Kassenpatienten haben, noch keinen armen Arzt gesehen habe. Scheinbar kann man auch davon sehr gut leben und die letzten Wochen des Quartals jeweils 'Budgetferien' machen. Was wir brauchen, ist die Staatliche Krankenversicherung, bei der jeder einfach Mitglied ist, siehe z.B. das Modell in Schweden. Und wir brauchen weniger Arztbesuche. Ich kenne genügend Rentner bei denen der Arztbesuch einer Art Unterhaltung darstellt.
Ich sach nur Lobby... Die Deutschen sollten mal streiken wie die Franzosen, die Privat-Versicherten sollten mal keine Arzt-Rechnung mehr bezahlen, dann die Ärzte keine Geräte-Rechnungen etc...
Ein guter Bekannter von mir ist Arzt. Seine Aussage: Die meisten (~75%)Krankheiten heilen auch ohne Medikamente, doch der Patient will welche. Ohne fühlt er sich schlecht bzw. gar nicht behandelt. Das sagt doch schon alles aus... Also Kügelchen geben, egal ob die was nützen oder nicht.. Aber die kosten fast nix und die Pharmaindustrie müsste endlich mal die Preise senken. Es wissen ja fast alle wie wo der Hase im Pfeffer liegt und wie der Bürger bzw. Patient beschissen wird, aber es passiert nichts... Mein Vorschlag: Die Kassenbeiträge müssten gesenkt werden und als Ausgleich bei jedem Arztbesuch, Medikament eine Art Selbstbeteiligung fällig sein, dann würden die Leute eher mal zum Nachdenken angeregt, "brauch ich das wirklich Herr Doktor?" oder "Muß ich denn unbedingt zu Arzt gehen?" Aber solange es Vollkasko für umme gibt (Außer 10 .-€ Praxisgebühr, die lächerlich ist) dackeln die meisten ohne Sinn und Verstand zum Arzt. Daß es Ausnahmen gibt, die bei der einen oder anderern Regel durchs Raster fallen und draufzahlen, ist eh klar, das wird immer so sein. 100%-Gerechtigkeit gibts einfach nicht. Ciao Didier
Du sprichst mir aus der Seele! Wofür gibt es Hunderte GKVs und PKVs? Jede mit eigenem Vorstand und oft riesigem Glaspalast. Alles zahlt der Versicherte! Ich bin der Überzeugung, dass man die Krankheitskosten locker halbieren könnte, wenn ein zentral gesteuertes, staatliches Organ -egal ob steuer- oder beitragsfinanziert- die Versorgung übernähme. Grundversorgung für alle, Zusatzleistungen gegen Aufpreis. M. E. sind 50 % aller Arztbesuche überflüssig und müssen deshalb genauso abgeschafft werden wie Praxisgebühren. Die Ärzte müssen leistungsgerecht bezahlt werden (warum eigentlich nicht auf Zeit?), sodaß es für den Arzt Sinn macht, sich für den Patienten Zeit zu nehmen. Bürokratie muss mindestens um 50 % gesenkt werden, weil allein die ein großer Kostenfaktor ist. Der Politiker, der dieses Problem einmal anpackt, hat meine und sicher noch viele andere Stimmen sicher. Ein weiteres umfassendes Thema sind Medikamente: Ein Freund von mir war bis vor kurzem Pharmavertreter. Ihr glaubt gar nicht, wieviel Parties er mit Ärzten gefeiert hat und wieviel Arztprovisionen im Medikamentenpreis stecken! Da läuft einiges falsch bei uns! Übrigens: ich bin bei der DKV, die meine Beiträge ab 2012 um rund 12 % erhöht. Auch in den beiden letzten Jahren wurde 2-stellig erhöht. Ein Tarifwechsel in diesem Jahr, der zunächst etwas günstiger aussah, erwies sich im Nachhinein als Flop. Noch ein Hinweis: Ich habe 4 1/2 Jahre auf Mallorca gelebt. Dort war es so geregelt, dass Medikamente -mit Ausnahme von Sozialfällen und chronisch Kranken- immer selbst bezahlt werden mussten. Desweiteren waren sehr viele Medikamente frei verkäuflich. Folge davon: Medikamente, die oft auch aus Deutschland kamen, kosteten etwa nur die Hälfte und die Krankenversicherung geschätzte 30-40 % einer deutschen!
Warum? Die Ärzte werden nicht nur wegen Rezeptschreibungen aufgesucht und Medikamente werden nur gekauft, wenn man sie wirklich braucht. Wäre das nicht auch ein Vorschlag für uns? Zu Medikamenten und Arztbesuchen:
Ich kaufe mir bei jedem Aufenthalt in F oder I bestimmte Medikamente ( Was: Antworten über KM ), die in niedrigerer Dosierung dort nicht verschreibungspflichtig sind. Wenn ich diese nicht brauche, ist das ( nach Ablauf der Gebrauchsfrist ) wegen der geringen Kosten nicht so schlimm. Andererseits ersparen sie mir im Ernstfall die Fahrten zum Arzt, die Wartezeiten und die Förderung der deutschen Pharmariesen. Dass ich bei ernsthaften Erkrankungen zum Arzt gehe, ist selbstverständlich, aber bei den "Kleinigkeiten" helfe ich mir selber, besonders auch mit altbekannten Hausmitteln. Interessant dürfte auch sein, dass ich bei einem wirklich notwendigen Zahnarztbesuch am Lago Maggiore dort etwa 50 Euro bezahlte, für die ich bei meinem hiesigen Dentisten laut Gebührenordnung 120 ( bei Faktor 2,3 ) bezahlt hätte, wobei mit Begründung auch das 3,5 - fache möglich ist. Noch ein Schmankerl für die Abrechnung einer Zahnärztin/Oralchirurgin: Auf meine Frage nach einer durchgeführten WSR (Wurzelspitzenresektion ), was denn notwendig wäre, wenn dieser Zahn gezogen werden müsste, kam die prompte Antwort: "Dann würde ich Ihnen zu Implantaten raten". Abrechnung für die 12 Sekunden: 3,5 - facher Betrag für eine Beratung ( rund 27 Euro ) mit der dann notwendigen Begründung ( das ist jetzt echt kein Witz !!!!!! ): " Schwierige Überlegungen für eine Gesamtrehabilitation ". Wünsche frohes Grinsen! Wolfgang
Genau, die meinte ich. Liebe maredo Bei uns (Tochter doppelt, gesetzl. u. voll PKV sowie ich PKV /45 J lang) bei Allianz u. 1050€/Mon. 3 € erhöht, vor 1 Jahr waren es jedoch 30€. Richi
Nach dieser Meinung müsste unser Staat ja auch locker mit unseren Steuern auskommen. Nein, dieser Staat würde, wenn wirklich viel Geld übrig bliebe, dieses notfalls Sachfremd verballern! Bon Voyage
na klar, gib jemanden viel und er will mehr! Aber im Gegensatz zu vielen Kleinen die viel mehr wollen, kann man sich auf einen Großen konzentrieren! Das Zentralität nicht frei von Problemen ist, ist bekannt, aber auf jeden Fall ist es prinziepiell transparenter. Eine Ratte muss man zwar kräftiger erschlagen als eine Ameise, dafür aber muss man nur einmal schlagen. :D Jörg Hallo,
als Kenner der Materie wünsche ich uns allen nicht, dass wir ein staatliches Gesundheitswesen mit einer Einheitskasse bekommen. Wer wissen möchte, wie es dann bei uns aussieht, soll mal einen Blick nach England werfen. Da kann ich nur sagen: Nein Danke.
Nicht nur das die auf der Insel ein anderes Gesundheitssystem und Sozialsystem haben, sondern auch ein anderes Steuersystem. Dazu haben die Englänger auch ein anderes Verständnis (Mentalität) vom gesellschaftlichen Zusammenleben. Äpfel und Birnen sind zusammengewogen zwar auch Kilos, aber eben nicht das gleiche Obst :!: :D Jörg
Wieder mal einer dieser Kommentare, für die ich dich so liebe. Mir geht es nicht um Mentalität, Steuern o.ä.. Mir geht es um die Qualität eines Gesundheitssystems. Und da ist unseres - bei allen Schwächen - wesentlich besser als ein staatlich organisiertes Einerlei ohne Konkurrenz und richtig Aufsicht. Wenn du dich dann mal schlau gemacht hast, können wur ja auf einem anderen Level weiter diskutieren - weil so sehr liebe ich dich und deine Kommentare auch nicht. Was denn nu :hearts: oder :runterdrueck:
Dann lies mal langsam und mit dem Willen, das auch zu verstehen. :D Tja, manche sind halt schlau und wissen es trotzdem nicht besser.
Wenn es keine Probleme gäbe, wäre die Diskussion auch nicht geführt worden. Das eine Dezentralisierung nicht das Maß aller Dinge ist und eine Zentralisierung das auch nicht kann, wird wohl irgend wo ein Mittelweg sein. Fakt ist: Wir haben ein Gesundheitssystem wo es Viele gibt die sich unlauter bereichern unter dem Schutz von Intransparenz und Wirrwar. Das wird dann noch getoppt von Ungleichheit gegenüber dem Einzelnen, bloß weil er alleine dasteht. Und wenn der Staat sich sowieso immer einmischen kann, dann kann er auch die Verantwortung gleich übernehmen! Aber so ist es eben einfacher. Man schiebt den Buhmann hin und her! Jörg
Das interessiert mich natürlich immer brennend: Wer und wie viel sind die "Vielen", die sich bereichern? Du meinst doch sicherlich kriminell bereichern und nicht in deinem übertragenen Sinn, der gibt und der andere nimmt? :D Mit Viele sind Personen gemeint die sich nicht genau zuordnen lassen!
In dem Fall sind es zum Teil Vorstände und Aufsichtsräte von Krankenkassen, Ärzte, Apotheker, Pharmaproduzenten und Händler, Politiker (die sich nicht kostenfrei profilieren) und natürlich auch Inanspruchnehmer der Leistungen. Nicht alle aber eben von allen Einige! Und das sind dann insgesamt Viele. Man kann es unter den gegebenen Umständen auch nicht klar kalssifizieren, weil die Regeln eben unklar und unsauber gehalten werden. Darüber hinaus, gibt es immer Effiziensverluste (wenn nicht gar der Effekt auf der Strecke bleibt) wenn am Herd viele Köche stehen! Pardon Krankenkassen! Jörg
Oh, oh. Dann beschuldigst du jetzt unbekannterweise ganze Berufsstände ohne einen konkreten Beweis. Lass es lieber, das ist eine Schei..diskussion.
Sorry Wolfgang, aber du liest doch neben den Fachmagazinen auch Zeitungen und siehst normale Nachrichten neben den Fachsendungen :?: Die "Beschuldigungen" kommen nicht von mir! Jörg |
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