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Lumen, LUX, Candle - oder: Wie hell ist diese Welt? (rdt)


Gast am 19 Dez 2011 13:01:37

Lumen, LUX, Candle - oder: Wie hell ist diese Welt?

Die Erklärung ist physikalisch nicht ganz exakt, da ich sie auf das sichtbare Licht reduziert und minimal vereinfacht habe. So halt, dass man es (hoffentlich) auch versteht.
Ganz schlaue nutzen bitte Wikipedia und die komplexen Formeln dort.

Wozu braucht ihr das zu wissen? Damit ihr die Helligkeitsangaben von LED-Lampen besser einschätzen könnt!

Ihre kennt das sicher: LED Taschenlampe 300 Lumen, LED 10.000 mcd, Beamer 1200 Lumen.
Wie hell ist denn nun die Taschenlampe oder die LED, reicht der Beamer auch Tagsüber?

Um hier eine richtige Antwort geben zu können muss man erst mal verstehen, warum es so unterschiedliche Angaben für Helligkeit gibt.

LUX:
Dies ist wohl die älteste und den Photographen unter Euch gängigste Bezeichnung für Helligkeit.
LUX bezeichnet, wie viel "Helligkeit " pro Fläche ankommt. Sie ist im Prinzip ein Mix aller Helligkeiten der Umgebung, die an einer Messfläche einstrahlt. Hier mal ein paar gängige Werte:

1 Kerze (candela) hat in einem Meter Abstand 1Lux (also dort, wo sie an der weißen Wand auftrifft)
Vollmondnacht 0,25 Lux
Volle Sonne 100.000 Lux
Büro/Zimmer ~500 Lux
Soviel zur "Helligkeitsangabe" Lux

CANDLE:
Wenn wir schon dabei sind dann kommen wir jetzt zu mcd, oder genauer gesagt zu cd=candle

Eigentlich ist cd eine "Helligkeitsangabe " pro qm²
Eine Kerze hat genau 1 Candle=1cd=1000mcd . D.h, sie wirft in 1m Abstanddie Helligkeit von 1 Candle auf eine weiße Fläche. Da die Lichtmenge quadratisch abnimmt, sind nach 2m nur noch 0,25cd übrig.
Oft liest man bei einer LED 20.000mcd, was eigentlich dem Licht von 20 Kerzen entsprechen würde.
ABER: Diese Angaben sind eigentlich immer etwas gelogen. Denn eine Kerze leuchtet rund herum und nach oben und unten, während eine LED in einem engen Winkel und nur in eine Richtung strahlt.
Da sie LED also nur einen kleinen Teil des Raumes anleuchtet, müsst man diese Angabe eigentlich erst mal umrechnen auf eine Rundabstrahlung.
Ehrlich angegeben würde eine LED mit 1000mcd einen Raum genau so hell ausstrahlen wie eine Kerze. Da sie gebündelt leuchtet, müsste die an der angestrahlten Fläche extrem viel heller sein, wie das Licht der auftretenden Kerze. Leider mogeln hier viele Hersteller. Sie messen das Licht auf dieser auftretenden Fläche und rechnen es auf eine Rundstrahlung hoch.
deshalb hier ein paar Gefühlsangaben für mcd bei LED
normale LED 50-200 mcd
helle LED 500-1000mcd
grelle LED 3000-10.000mcd
gefährlich helle LED -50.000mcd
Interessant ist mcd für LED/LCD Fernseher. Gute Fernseher haben ca. 300-500cd/m². Ein völlig weißes Bild dieses Fernsehers wirft also da Licht von ca. 300-500 Kerzen in den Raum.

LUMEN:
Lumen bezeichnet vereinfacht gesagt die Helligkeit cd in Abhängigkeit des Ausstrahlfläche und ist somit eine sehr genau einschätzbare Helligkeit.
Die Formel: Lumen = Lux•m²
Da wir Lumen fast nur in Zusammenhang mit Beamern kennen, sollten wir dort auch die ANSI-Lumen betrachten. Hier wurden genaue Umgebungsbedingungen festgelegt.
Hier ein paar Gefühlsdaten zur Helligkeit Lumen

Glühlampe: ca. 15 Lumen / Watt
Energiesparlampe: 50 Lumen / Watt
Neonröhre: 70 Lumen / Watt
LED : bis 150 Lumen / Watt (stark Qualitätsabhängig!) *)
*) Wobei in einem Beamer sehr viel Licht durch den Projektionsträger (da wo das Bild entsteht) "verloren" geht

Wie ihr deutlich erkennt, erzeugt eine Glühlampe verdammt wenig Licht pro Watt und gute LEDs sind um Faktor 10 effektiver. In der Praxis ist es aber nur der Faktor 4-7!

Ein Beamer mit 3000 Lumen kann auf einer Fläche von 1,5m*1m auch bei Tageslicht (keine direkte Sonnenstrahlung) ein noch gut erkennbares Bild projektieren.
Ein Beamer im Wohnzimmer abgedunkelt mit 1,50*1m sollte mind. 1000 Lumen haben, damit das Bild angenehm und Kinoähnlich erscheint.
Bei kleiner Projektionsfläche und abgedunkelt kann aber auch ein 20Lumen Beamer schon ein brauchbares Bild erzeugen.

Grad mal 20Lumen hat dieser Pocketbeamer.

Umrechnung:
Hier greifen wir mal auf die Formel zurück:
1 cd/(2^2) = 0,25 lm/m² = 0,25 lx
Somit könnt ihr es hin- und her rechnen

Für die Bastler unter Euch:
LED in Box als Statusanzeige ab 100mcd im Tageslicht gut erkennbar.
Ab 2000mcd als Taschenlämpchen verwendbar.

Na, ist euch ein LICHT aufgegangen? Wenn ja, wieviel cd hatte es? :D

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Gast am 19 Dez 2011 15:38:33

sehr erhellend... :razz: und jetzt??? :?:

niklasgrewe am 19 Dez 2011 16:20:20

Warum so kompliziert, wenn´s auch einfacher geht:

--> Link

Niklas

Anzeige vom Forum


haballes am 19 Dez 2011 16:24:46

Iss ja Offtoppick :) , aber die Idee mit dem Pocketbeamer und der Heckfläche vom Wohni als Leinwand, das ist goldig.

Das werd ich mal angehen. Immer wieder wertig so ein Forum.
:gut:

Gast am 19 Dez 2011 17:26:39

niklasgrewe hat geschrieben:Warum so kompliziert, wenn´s auch einfacher geht:
--> Link
Niklas

Das stimmt für die Berechnung, die ist dort einfacher, aber erklärt es nicht. :)

thomas56 am 19 Dez 2011 17:42:49

raidy hat geschrieben:Glühlampe: ca. 15 Lumen / Watt
Energiesparlampe: 50 Lumen / Watt
Neonröhre: 70 Lumen / Watt


sehr gut erklärt das Ganze. :daumen2:

Nun kann ich endlich ausrechnen, wieviel LED ich brauche um meine 2x8W Leuchtstoffröhren zu ersetzen. Vorausgesetzt, der Hersteller gibt die richtigen Angaben.

Gast am 19 Dez 2011 18:15:46

erst mal für den Eingangsthread

:klatschen:

Auf Jeden Fall ist ein Lampenkauf bzw. Leuchtmittelkauf nicht
mehr langweilig :!: :wink:

Als einfach Richtlinie funktioniert bei der LED auch noch
der Vergleich von Verbrauch in Watt und Preis.
Je höher der Verbrauch und je höher der Preis, desto heller ist sie i.d.R.
:wink: (manchmal auch nicht :D )

Jörg

Gast am 19 Dez 2011 18:43:02

Bei LED kann man so ungefähr sage: 4W LED sind deutlich heller wie 20W Halogen, aber auch weniger wie 35W Halogen. Die Hersteller übertreiben aber gerne. In Kaltweiss sind sie heller wie in Warmton. Aber Kaltweiss ist bäh :ooo:

Gizmo am 20 Dez 2011 11:19:44

raidy hat geschrieben:LED in Box als Statusanzeige ab 100mcd im Tageslicht gut erkennbar. Ab 2000mcd als Taschenlämpchen verwendbar. ........ wieviel cd hatte es?


Hallo Raidy,

2000 mcd = 2 cd (oder habe ich die Frage falsch verstanden ?)

, Gizmo

Gast am 20 Dez 2011 12:03:50

Gizmo hat geschrieben:Hallo Raidy,
2000 mcd = 2 cd (oder habe ich die Frage falsch verstanden ?)
, Gizmo

JA! richtig verstanden :)

kintzi am 20 Dez 2011 13:41:53

Endlich wieder einer der wenigen niveauvollen Beiträge.
Aber, wo sind die Quellenangaben? :D
Richi

Gast am 20 Dez 2011 13:46:47

kintzi hat geschrieben:Endlich wieder einer der wenigen niveauvollen Beiträge.
Aber, wo sind die Quellenangaben? :D
Richi

:D --> Link :D

Soll ich wirklich immer alle Quellen raus suchen und nennen?
Und wenn ja, welche Quellen sind dann akzeptiert? Mann kann jede Quelle anzweifeln, wenn man will. Gerade die Hersteller übertreiben ja gerne. An Wikipedia wird auch oft gezweifelt, obwohl der Brockhaus bei einem Test schlechter abschnitt.

Lumen/Watt --> Link --> Link --> Link --> Link ... ... und dann gemittelt.

Luxwerte: --> Link

Empfundene oder Gefühlswerte: Nach meinem Gefühl

kintzi am 20 Dez 2011 14:20:44

Hallo raidy, weisst schon, war ja :D . gemeint.
Nicht, dass Du abgemahnt wirst. Richi

rhglomb am 20 Dez 2011 14:54:15

raidy hat geschrieben:[b]

LUX:
Dies ist wohl die älteste und den Photographen unter Euch gängigste Bezeichnung für Helligkeit.
LUX bezeichnet, wie viel "Helligkeit " pro Fläche ankommt. Sie ist im


Hierzu hätte ich eine Frage:

Was bedeutet das "pro Fläche" ankommt ? Wie groß ist die "Fläche" ?
Oder ist das als "gesamte bestrahlte Fläche" der Lichtquelle , also praktisch eine Innenkugelfläche mit dem Radius 1 Meter um die Kerze (um bei dem Kerzenbeispiel zu bleiben) ?

Wäre toll, wenn mir das jemand erklären könnte.

Gast am 20 Dez 2011 15:19:46

ich seh sohon.
In Zukunft wird nicht mehr die Wattzahl beim Kauf genannt, sodnern ein Logarithmus auf die Theke gelegt, und der Verkäufer muss mindestens im Mathe-Leistungskurs gewesen sein :!: :D :D

Jörg

Gast am 20 Dez 2011 18:07:39

rhglomb hat geschrieben:Hierzu hätte ich eine Frage:

Was bedeutet das "pro Fläche" ankommt ? Wie groß ist die "Fläche" ?
Oder ist das als "gesamte bestrahlte Fläche" der Lichtquelle , also praktisch eine Innenkugelfläche mit dem Radius 1 Meter um die Kerze (um bei dem Kerzenbeispiel zu bleiben) ?

Wäre toll, wenn mir das jemand erklären könnte.


Die Beleuchtungsstärke in lx erhält man aus dem Quotienten der Lichtstärke einer punktförmigen Lichtquelle in cd und dem Quadrat der Entfernung in m.
...
Die Lichtstärke einer Kerze beträgt 1 Candela (cd). Im Abstand von 2 m beträgt die Beleuchtungsstärke („Helligkeit“):

1 cd/((2m)^2) = 0,25 lm/m² = 0,25 lx
Quelle: wikipedia.de Suchwort: Lux


oder Laienhaft ausgedrückt (und wissenschaftlich nicht ganz korrekt) :

Eine Kerze mit einem Candela Lichtstärke erzeugt in einem Meter Abstand auf einem m² die Helligkeit von 1 Lux. Bei 2 Meter Abstand nur noch 1/4 Lux....

Wer es genauer will: --> Link

klausevert am 20 Dez 2011 19:53:44

so nach und nach wird die Helligkeitsangabe in form der Leistung ( Watt ) durch die Einheit Lumen ersetzt werden.

Erst dann sind die Werte wieder vergleichbar.
Renommierte Händler haben schon die Lumen angegeben

Gast am 20 Dez 2011 20:47:38

Das ist genau der gleiche Müll wie die Leistungsangaben von Verstärkern.

800W P.M.P.O, oder 40W Musikleistung, oder lieber 20W Sinusleistung oder R.M.S oder...... ?
Ist ist alles ungefähr gleich laut, aber 800W klingt halt besser.

Ja, ANSI Lumen wäre am besten für einen Vergleich.

Gast am 08 Jan 2012 16:33:02

rhglomb hat geschrieben:
raidy hat geschrieben:[b]
LUX:
Dies ist wohl die älteste und den Photographen unter Euch gängigste Bezeichnung für Helligkeit.
LUX bezeichnet, wie viel "Helligkeit " pro Fläche ankommt. Sie ist im

Hierzu hätte ich eine Frage:
Was bedeutet das "pro Fläche" ankommt ? Wie groß ist die "Fläche" ?
Oder ist das als "gesamte bestrahlte Fläche" der Lichtquelle , also praktisch eine Innenkugelfläche mit dem Radius 1 Meter um die Kerze (um bei dem Kerzenbeispiel zu bleiben) ?
Wäre toll, wenn mir das jemand erklären könnte.


Die Beleuchtungsstärke in lx erhält man aus dem Quotienten der Lichtstärke einer punktförmigen Lichtquelle in cd und dem Quadrat der Entfernung in m.
(Quelle: wikipedia suchwort:lux )

Sorry für die späte Antwort.

Gast am 18 Jan 2012 18:39:06

hallo,
wir hatten uns drauf geeinigt, dass wir ab und zu den Thread wieder "hochschieben".

Alle wichtigen Beiträge wurden vom Ersteller raidy mit (rdt) im Betreff gekennzeichnet, sodass sie leicht mit "Suche" gefunden werden können.

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