Hallo,
ich habe keine Erfahrung mit Teve, kenne ich überhaupt. Fahre aber seit 3 Jahren einen Columbia 102, Bj 94, jetzt 110.000 km gesamt gelaufen. Den habe ich selbst 50.000 km gefahren. Und bei -25 Grad habe ich keine Erfahrung, nur bis - 4 Grad für 2 Nächte. Nun meine Eindrücke:
Motor:
Der 2,5 Ltr Saugdiesel ist ein robuster Diesel alter Bauart ohne viel Elektronik-Schnick-Schnack. Damit hatte ich bis jetzt keine technischen Probleme. Fahrgeräusch ist laut, aber erträglich. Umweltplakette ist ein Problem, wenn man in die Umweltzonen rein will.
Verbrauch vollbeladen auf 6000 km gemessen 10,8 Ltr/100 km.
Fahrwerk:
Genial ist der kurze Radstand, damit dreht man ihn, wie einen PKW.
Ebenso Klasse ist der Heckantrieb. Da kommt man aus jeder nassen Wiese wieder raus.
Übel ist die Blattfederung der Hinterachse. Diese habe ich durch Zusatzschraubenfedern aus Stahl verbessert (mit Einbau 600 EUR).
Das Federungs- und Fahrverhalten ist deutlich besser geworden. Jetzt federt er weich und bequem und schwänzelt nicht mehr. Damit ist das Fahrverhalten auf langen Strecken erträglich.
Karosserie:
Rost an Radläufen vorne. Unterboden komplett ok.
Aufbau:
Auch nach 17 Jahren noch voll funktionfähig. Probleme im Winter waren Zugluft durch Fenster, Aussenklappen und Tür, sowie Feuchtigkeit hinten unten in den Ecken. Die Zugluft ist mit Tesamoll vollständig weg. Die Feuchtigkeit ist ebenfalls vollständig weg, weil ich einen Ablaufrand unten aussen von Wand über die Stossstange gelegt habe und die hinteren senkrechten Eckleisten neu abgedichtet habe. Nicht schön, aber selten. Jetzt läuft das Wasser nicht mehr zwischen Stossstange und Unterboden und die Ecken und die Stossstangen-Unterbodenverbindungen sind hinten knochentrocken. Beim Kauf hinten unten in den Ecken den Unterboden prüfen, ob der weich ist.
Wintertauglichkeit:
Kann ich nicht viel zu sagen. Gesamte Wasserversorgung liegt innen und ist warm. Toilettenkassette wird ebenfalls mit gewärmt.
Der Abwassertank liegt ungeschützt draussen und das Ablassventil friert definitiv ein. Also auflassen und Eimer drunter, das ist die einzige Lösung.
Der Aufbau wurde bei -4 Grad bis zu 28 Grad mollig warm, dann haben wir die
Heizung abgedreht. Das funktioniert also. Das Führerhaus sollte man mit einem Vorhang/Decke abtrennen.
Meine Erfahrung:
Alltagstaugliches, zuverlässiges und brauchbares altes Wohnmobil. Optisch veraltet, nicht sehr "trendy" und ein "Ladenhüter", daher günstiger Gebrauchtpreis. Auftretende Mängel am Aufbau kann man mit ein bisschen Geschick selbst beheben. Und den Ford repariert jeder "griechische Dorfschmied". Ersatzteile gibt es noch alle.
Viel Spass beim Suchen
Bernd