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Warum bringt Zwillingsbereifung (angeblich) mehr Traktion? 1, 2


Gast am 30 Jan 2012 12:45:49

Ein schmaler Reifen bringt nur dann einen Vorteil, wenn dieser sich eingraben kann, dann aber auf relativ festen Untergrund gerät, was ein breiterer Reifen dann u.U. nicht kann


Ergänzung:
nicht nur festem sondern auch rauhem bzw. reibungsstarkem Untergrund

Jörg

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Gerd Peter am 30 Jan 2012 13:05:48

svenhedin1 hat geschrieben:

Und wenn ich hier lese, so was wie ungefederte Massen usw sei merh oder weinger Unsinn bei Wonis wie geschrieben - denn wir wären hier ja nicht bei der Formel 1. Nun, bei allen PKW wurde in den letzten 30 Jahren konstruktiv die Starrachse mit Blattfedern hinten ausgemerzt - und da sind wirk auch nicht in Formel 1. Es geht halt um Fahrsicherheit udn um Komfort und das auch bei Mobilen und da kann so was antiquiert rückständiges wie hintere Zwilling nun nicht mithalten -wo sogar die Blattfedern noch Radführungsaufgaben übernehmen müssen. In Grenzbereichen fährt derr Mobilist damit in den Graben, während der mit einer besseren Radführung hinten (und die Hinterachse ist diejenige, die die ganze Fuhre fahrtechnisch führt) in gleich hakeliger Situation noch nicht einmal was gemerkt hat.

Die Starrachse mit Zwilling hinten ist ab 4,5 t aufwärts gut und unumgänglich bei Womos aus verschiedensten 'Gründen : Keine frage. Aber unter ca 4,5 t ist sie völlig antiquiert und aus dem vor vorletzten Jahrhundert ein Überbleibsel aus den Och.. karren. Die Mobilhersteller wollen aber dieses Chassis, weil es, da ohne alle Finessen, extrem billig hergestellt werden kann von den Chassisbauern. Sie wollen dann darauf all die Billigmobile bauen. Denn unter 4,2 bis 4,5 t sind nur die auf Zwilling hinten aufgebaut. Ab Mittelklasse kein Rapido, kein Frankia, kein Eura oder Hymer oder Arto , usw könnte es sich leisten, Leuten, die etwas merh Geld für eine bessere Technik am Womo ausgeben wollen, ein wertigeres Mobil auf so einem Zwilling anzubieten. Denn sie wissen, so dumm sind die Leute gar nicht. Diese Leute, dei viel Geld in die Hand nehemn, wollen da dann so was nicht und deshalb gibt es das auch nur im Einsteigerpreissegment. Mann kann nun trotzdem versuchen, dem Zwilling viel anzudichten, aber das trifft es nicht. Man muss sachlich bleiben. Er hat fast nur Nachteile bis auf eine bessere Trakition bergauf unter bestimmten Strassenverhältnissen, z.B. Tiefschnee, nicht aber im abschmelzenden Nassschnee bergauf z.B. usw - und das wissen auch die meisten Leute. Andere wollen es nicht wissen und die kann man nicht gegen ihren Willen überzeugen. Die biegen sich halt die Fakten so zurecht, wie sie sie brauchen. Damit habe ich kein Problem.


@svenhedin,

du schreibst."man muss sachlich bleiben". Stimmt!

Ist doch auch der Ducato mit der von dir so abgewerteten Starrachse ausgerüstet.
Und die völlig antiquierten, aus dem vorletzten Jahrhundert stammenden
Blattfedern, die zur Radführung dienen, hat er auch noch :(

Was lernen wir daraus?

Man nimmt einen aufgepimten Duci mit Alko - Fahrwerk :)

Dann hat man auch die modernere Hinterachse mit Drehstabfederung.

Hat aber nichts mehr mit serienmäßig zu tun.


Gerd Peter

marmarq am 30 Jan 2012 16:07:33

Gerd Peter hat geschrieben:Dann hat man auch die modernere Hinterachse mit Drehstabfederung.

Gerd Peter


Eben, und die hatte der Käfer auch schon, ach wie modern! Die Alkoachse ist sogar so modern, das die regelmässig ne Abschmierung per Fettpresse haben will.

gr mani

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svenhedin1 am 30 Jan 2012 17:05:39

Hi, schönes Stichwort. DER VW KÄFER.
An ihm und seinen Verhältnisse wird alles klar, ob Einzelrad oder Zwillingsreifen besser (die er hinten ja nicht hatte). Nehmen wir zum Vergleich nur noch einen anderen Hecktriebler, sagen wir einen Merzedes-Stufenheck-Pkw dazu.

Aber es gilt dennoch meine Rede, es kommt immer auf den Untergrund an. Und eingentlich gibt es als Untergrund NUR 2 Sorten, die für alle vorkommenden Sorten stehen .

Untergrund 1: die Räder finden irgendwann auch druch dichtesten Matsch /Schlamm oder Schneeauflage irgendwo noch unten drunter noch FESTEN HALT, in der Tiefe festen Boden

Nehmen wir für Untergrund 1 den VW Käfer. Er hatte Heckantrieb und Heckmotor (hohes Gewicht) hinten und große, aber schmale Räder (und keine Zwilling!) Wie bekannt wühlte sich letztlich der Käfer fast wie ein Jeep überall druch Denn sein hohes Heckgewicht und die schmalen Reifen erhörten den spezifischen Flächendruck seiner Reifen so serh, dass er auch unter matsch und Modder und Schlamm immer auf den hier bei Untergrundbeispiel 1 ja vorhandeenen festen Boden druchkam und dort Vortrieb fand. Den hätte auch der Mercedes-PKW gefunden mit seinem heckantrieb. Aberr er hatte hinten zu wenig Gewicht. Deshalb fuhren die früher alle hinten mit ein paar Sack Sand im Kofferraum rum im Winter, um das etwas zu bessern -mit Erfolg -sprich hohesl Gewichzt auf Antriebsachse/eine spezifisch hohe Reifenaufstandsfläche ist unbedingt notwendig

Hätte man nun einem VW-Käfer hinten ein Zwilling montiert, dann wäre die Reifenaufstandsfläche hinten vom spezifischen Bodendruck der Reifen her halbiert worden und er wäre auch nicht oder nur so schlecht wie der Mercedes-PKW voran gekommen.

Untergrund 2 : Nun grob vereinfachend der zweite mögliche Untergrund, vertreten z.B. druch ein frisch gepflügten Acker (oder hoher Tiefschnee, oder feuchte Wiese usw). So was also, wo in allen Fällen die Räder eben "grundLOS" KEINEN HARTEN BODEN unter Schnee, Moddeer oder Schlamm unten drunter merh finden usw .

Fährt man nun mit einem VW Käfer, der sonst überall druch kam, auf einen frisch gepflügten Acker, dann kam er hier nicht merh weiter, weil er sich dort eingrub, Und zwar eben wegen dem, wegen dem er sonst überall druch kam. Nämlich dem hochen Reifendruckgewicht seiner schmalen Reifen und dem hohen Gewicht hinten. Die schmaqlen Reifen graben sich in einen weichen frisch gepflügten Acker viel zu tief ein. und Dann muss der Vortrieb nicht merh nur das vorwärstfahren auf einer Fläche, sondern gleichzeitig muss er dabei ja ständigk 10 bis 20 cm direkt bergauf aus der eingedrungenen Furche fahren. Das schafft dann die Tranktion nicht mehr. Hier und nur hier ist dann ein Zwillig eindeutig vor Vorteil, weil er den hohen Flächendruck hinten von nur 2 Rädern vermindert hätte durhc 4 Räder.d. Das zeigen auch die Traqktorbilder in dem anderen vorangegangenen Zwillingsreifentröt mit den Zwilling oder gar Drillingreifen hinten. Die sind nämlich montiert worlden, weil diese Traktoren irgend eine Aufgabe auf einem frisch umgeplfügten weichen Acker, also einem haltlosen Terrain ohne festen Boden unten drunter, druchführen mussten, damit sie dabei nicht einsinken b zw sich nicht in eine tiefe Spur eingraben sogar. Und so ein Terrain ist auch eine feuchte Wiese, Hier sinkt ein Zwilling halt nicht so tief in eine Spur ein, weil die 4 Reifen einen spezifisch geringeren Flächendruck haben.

Aber das Terrain eines frisch umgepflügten Ackers oder einer feuchten Wiese, also Schmierie OHNE jeglichen FESTEN BODEN UNTEN drunter , ist doch eher selten. In der Regel kam deshalb der VW Käfer auch fast überall druch, eben weil er hinten nur 2 und zwar auch noch relativ schmale Reifen hatte (im Vergleich also keinesfalls einen Zwilling) - -nur in diesen seltenen Fällen frisch gepflügter Acker usw hätte auch er versagt und sich eher eingegraben.


p.s. übrigends zum Thema abschmieren
Letztes Jahr in DD Messe selbst gesehen. Alko bietet den Womoherstellern für nur geringen Aufpreis auch eine WARTUNGSFREIE Alko-Achse an mit einem Kugellager statt Gleitlager an den Achsenden. Die Womohersteller lassen uns aber tapfer abschmieren, statt dass bißchen Aufpreis zu zahlen und die Werkstätten freuen sich auch noch, wenn wir Kunden die Kosten und Arbeit damit haben und sie den Verdienst. Mit Alko und Moderne hat das also gar nichts zu tun.

Und der Antrieb/Zwilling hinten bedeutet ja noch ein hier noch gar nicht betrachtetes Manko für Mobile. Nämlich druch den Kardan ist so gut wie kein doppelter Boden möglich. Das aber ist einer der Hauptvorteile von Alko und Vorderradantrieb. Der Rest macht eine richtige Beladung und der Kauf von Mobilen mit großem Radstand, die KEINEN viel zu großen hinteren Überhang haben. Dagegen wird aber oft gesündigt. Bei Heckantrieb habe ich dann farhdynamisch als Heckschleuder eine völlig überforderte Hinterachse und bei Vorderradantrieb hebelt mit das Gewicht im zu langen Hecküberhang die Antriebsachsse vorne aus.

Wählt man aber einen RICHTIGEN großen Radstand, dann hat es mit der Vorderradantgrieb gar keine Probleme bei der Traktion. Selbst bei Mobilen mit Doppelachsen hinten nicht.

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