manf am 01 Feb 2012 20:55:15 Zur Aufbauversorgung befinden sich in meinem Wohnmobil zwei Gelbatterien mit je 80 AH. Wie nun festgestellt wurde haben nach 1,5 Jahren die Batterien nur noch eine Kapazität von je unter 10 %. Weiter wurde festgestellt, dass ein Schalter im Ladegerät auf PB -Bleibatterie - anstatt auf GEL -Gelbatterie- stand. Kann mir jemand sagen, ob das die Ursache für den Batterieausfall sein kann. Eine andere Ursache ist im Moment nicht erkennbar.
Manf
Hobbit_615 am 01 Feb 2012 21:14:42 Hallo, hatte ich auch! Kosten der Batterie wurde vom Hersteller übernommen. Schein wohl immer mal wieder vor zu kommen.
War bei mir auch nach 1,5 Jahren platt, die damals neu eingebaute der selben Marke und Kapazität hält nun schon 5 Jahre ,-)
Andi
fuzzy am 01 Feb 2012 21:25:40 Ja ist es !
milleralaska am 01 Feb 2012 21:31:04 Häng mich mal ran.
Sollte man da grundsätzlich das Ladegerät kontrollieren?Geht das überhaupt?Oder sind das Werkseinstellungen?
woddy am 01 Feb 2012 21:35:23 Hallo Manf,
du hast Gelbatteriuen eingebaut und die wurden laut Einstellung des Ladegeräts mit dem schnellenen Ladezyklus der Bleibatterien geladen. Kein Wunder, daß sie den Geist aufgeben.
Gelbatterien müssen mit einem viel langsameren Ladezyklus geladen werden als Blei- oder Vliesbatterien.
Woddy
fuzzy am 01 Feb 2012 21:36:06 es gibt ladegeräte die haben die entsprechende Umschaltmöglichkeit
manf am 01 Feb 2012 21:41:07 Soweit das machbar ist wurde das Ladegerät getestet und für o.k. befunden. Es läd abhängig von der Schalterstellung mit unterschiedlicher Spannung und Stromstärke.-Kennlinien-
Außerdem sollen auch Tiefentladungen laut Batteriehersteller keine Schäden verursachen. Da das Womo nie länger ohne Stromversorgung vom Netz war, ist eine Tiefentladung nicht sehr wahrscheinlich.
Manf
fuzzy am 01 Feb 2012 21:53:35 na dann :roll:
Hobbit_615 am 01 Feb 2012 22:13:37 Klar ist das Ladegerät Ok! Und ne Tiefentladung hat deine Batt´s ja auch nicht zerschossen, sondern eben das stetige Laden oder Erhaltungsladen mit der falschen Kennlinie.
Falsche Schalterstellung=falsche Ladeschlussspannung bei falschem Ladestrom, so einfach macht man Batterien kaputt ;-)
Bei meinem Lader ist der Schalter intern auf der Platine, daher war klar das das im Werk verbockt wurde.
Deinem Händler sollte es eigentlich egal sein, der wird zwei neue Batterien verkaufen. Frage ist jetzt nur wer sie bezahlen möchte, Du oder der Womohersteller.
Grüßle Andi
Gast am 01 Feb 2012 23:39:29 manf hat geschrieben:Weiter wurde festgestellt, dass ein Schalter im Ladegerät auf PB -Bleibatterie - anstatt auf GEL -Gelbatterie- stand....
...und damit ist Deine Gel nie richtig vollgeladen worden und regelrecht "verhungert"
grüße klaus
kintzi am 02 Feb 2012 01:41:31 Also, tut mir leid, was hier so alles verzapft wird.
Die Einstellung Nass oder Gel ändert nichts an den Ladespannungen u. Strömen. Bei bd. Einstellungen ist die Bulkphase(Hauptladung) gleich, die Erhaltungsspannung (Float) auch. Die Ströme regelt die Batt.
Lediglich die Zeitdauer der Vollladung (Absorption) ist verschieden, bei Nass (Offen)ca.3h, bei Gel 10 h.
Zu 80% (14,4V) wird die Batt. somit immer geladen, bei Nass wird diese Spannung 3h, bei Gel 10h gehalten. Was sollen da die fehlenden 10-15% Ladung ausser leicht eingeschränkter Kapazität an der Batt kaputt machen/verhungern lassen.
Ähnliches machen z.Zt. dann die Hersteller mit AGM u. Ladeschluss 14,4V?
Nö, nö, an der Schalterstellung sind die nicht gestorben. Vielleicht will sich da einer um Garantie drücken? Gewährlstg. scheitert wohl eh wegen Beweislastumkehr. Ausser man kann beweisen, dass Wagen mit falscher Schalterstellung ausgeliefert wurde. Aber dann wird m.E. ein Sachverst. dies als Ursache f. den vorzeitigen Tod kaum unterschreiben.
Richi
andwein am 02 Feb 2012 11:12:54 kintzi hat geschrieben:Also, tut mir leid, was hier so alles verzapft wird. Nö, nö, an der Schalterstellung sind die nicht gestorben. Richi
Ich sehe das mit der gleichen Begründung genauso, es ist nicht sehr wahrscheinlich.
Andreas
kawo am 02 Feb 2012 11:38:00 Hallo,
bereits nach drei Jahren hatten sich meine beiden GEL's verabschiedet. Mit dem Batteriehersteller (sehr bekannter Name) nahm ich Kontakt auf. Er wollte wissen, welches Ladegerät verwendet wird.
Seine Antwort (Auszug):
Sicherlich ist das Erscheinungsbild auch durch die verbaute Ladeeinheit CB 516 mit beeinflusst. Das Gerät besitzt zwar die erforderliche Kennlinie, jedoch ist die Ladecharakteristik mangelhaft. Mit dem Erreichen der Ladeschlussspannung (Soll 14,4 V) lädt das Gerät noch 8 Stunden mit Konstantspannung weiter und schaltet dann auf Ladeerhaltung 13,8 V . Wir schreiben vor, in der Hauptladephase mind. 12 Std. nicht zu unterschreiten. Um die Nutzung des Ladegerätes dennoch zu optimieren, sollten generell 2 Ladephasen a. 24 Std. vorgesehen werden. Zwischen der ersten und zweiten Ladephase ist dazu kurzzeitig der Netzstecker zu ziehen. Versuchen Sie, mit dem geschilderten Ladeverfahren die Batterien wieder zu optimieren. Messen Sie 12 Std. nach der letzten Ladung die Ruhespannung beider Batterien (soll > 13,0 V) . Die Ruhespannung sollte sich innerhalb einer Woche nur um 0,1 - 0,2 V verändern. Spannungsabfall auf unter 12,5 V deutet auf Schädigung durch Oxidation infolge mangelhafter Ladeversorgung hin.
Die Ladeeinheit CB 516 ist das von Hobby eingebaute Ladegerät (ital. Hersteller).
Mein zweites Ladegerät CTek 7000 lehnte der Mitarbeiter des Batterieherstellers ebenfalls als ungeeignet ab.
Obwohl er es nicht dürfe, nannte er mir Hersteller von Ladegeräten, die mit ihren Vorstellungen konformgehen würden.
Man sieht es ja hier im Forum - Batterien - die unendliche Geschichte.
Meine Konsquenz:
Batteriecomputer für die komfortable Kontrolle, zwei neue AGM's und auf alle Fälle rechtzeitig laden (allerdings mit den vorhandenen Ladegeräten).
von Wolfgang
kintzi am 02 Feb 2012 12:22:24 Hallo,was da E?.. von sich gibt, ist sich "Winden": das mit der Oxydation tritt doch wegen so einem bischen Unter-ladung(wenn überhaupt) nicht ein.
Das mit Ctek könnte ich glauben, da kein Ctek bis jetzt Wahlschalter hat, also diesbzgl. den Typ nicht unterscheiden kann.
Meine eigene Erfahrung: G80 in 04` nach 3/4 Jahr im neuen Womo Zellenschluss, v. Herst. nach Sektion anerkannt. Habe den Ersatz jetzt noch.
Meine "Denke": zu grosse Streuung bei der Produktion u. Überladung mit Wasserverlust. 14,2-,3 V als Ladeschlusssp. wird bei LGs ohne Temp.-Komp.
eingesetzt, damit bei über 30°C das Ding nicht abgast. Hier sind Gels echt empfindlich. Richi
Gast am 02 Feb 2012 12:30:01 fuzzy hat geschrieben:es gibt ladegeräte die haben die entsprechende Umschaltmöglichkeit
Z.B. unser altes Schaudt EBL 99 :)
manf am 02 Feb 2012 18:20:16 Muß kintzi leider widersprechen. Wie man unschwer feststellen kann, läd das Ladegerät auf Schalterstellung pb zunächst mit max 13,8 Volt und auf gel mit 14,2 Volt. Richtig ist die unterschiedliche Lade- und Erhaltungsladung.
Weiter möchte ich noch ergänzen, dass nachdem der Schalter auf gel gestellt wurde, die Batterien ca 24 h geladen wurden und nach Unterbrechung der Ladung innerhalb von ca 12 h von 13,8 auf 12,2 Volt abgefallen sind. Ein weiterer Tag später standen ohne Verbraucher nur noch 11,8 Volt an.
Manf
hgcumbre am 02 Feb 2012 22:07:03 Die Aussagen zum CB516 kann ich nicht nachvollziehen.
Wenn die reale Ladeschlußspannung von </= 14,3 V, wie schon von kintzi erwähnt, und die nachgelagerte ca. 8 stündige Konstantladephase des CB516 am Niedergang des Gel-Akku schuld sein soll, ist das m.E. eine faule Ausrede.
Wieso sollen nach zwei Ladezyklen mit Netzunterbrechung die Akkus dann voll sein?
Exide sieht für einen korrekten Ladezyklus ca. 4 Stunden Konstantstrom bis zur Ladeschlußspannung von ca. 14,1-14,4 V, und mindestens 8 Stunden Konstantspannungsladen vor. Das ist die Hauptladephase!
Dann Erhaltungsladung auf ca. 13,8 V.
Dieser Ladezyklus soll lt. Exide generell nach jeder (Teil-) Entladung eingehalten werden.
Also nach Rückkehr von einer Fahrt.
Das CB516 sieht nach der Konstantstrom- und Konstantspannungsphase eine 10 stündige Erhaltungsladephase mit 13,8 V vor.
Nach einer Ruhephase und Entladung bis unter 13 V beginnt das Ganze
von vorne.
Mein CB516 hält das gut ein, das Ladegerät ist dauerhaft eingeschaltet.
Heinz-Günter
viking92 am 03 Feb 2012 10:26:33 manf hat geschrieben:Wie man unschwer feststellen kann, läd das Ladegerät auf Schalterstellung pb zunächst mit max 13,8 Volt und auf gel mit 14,2 Volt.
Wenn es in Stellung "Offene" nur bis max. 13,8V kommt.....da stimmt was nicht.
Wie Richi schon sagt, die beiden Kennlinien unterscheiden sich nur von der Dauer der Absorptionsphase. Da GEL nicht mit hohen Strömen zurechtkommen, dauert diese demfall länger.
Sollte die Ruhespannung wirklich soweit abfallen, wie Du schreibst, dann denke ich, das Du Dich von den Batt. verabschieden kannst. Evtl. eingeschaltete versteckte Verbraucher kanst Du definitiv ausschliessen?
Schön Schiet
kintzi am 03 Feb 2012 15:42:26 Hallo Birger,
was sind hohe Ströme bei PB(Blei )-Säure Batts?
Bei offenen (Nass-Flüssig) über 30-40% der Kapazität. Bei 100Ah also 30-40A
Bei verschlossenen Gel 20%, AGM 70%.
Alles Initialströme bei mind. 50% Entladung u. Normtemp.
Richtung Ladesschlussspannung sind die Ströme alle ein Bruchteil davon, fallen dann nur für die Konstantspannungsphase (Absorption) an mit nach der Zeit abfallender Tendenz. Bei Stunde 8-12 meist 0,1-0,4A, je nach Batt.-Kapazität.
Richi
viking92 am 03 Feb 2012 16:02:39 Erwischt....nicht Absorption-, sonder Hauptladephase :? Asche auf mein Haupt.
Schönes WE noch
manf am 05 Feb 2012 11:16:30 Die von mir geschilderten unterschiedlichen Ladespannungen je nach Schalterstellung entsprechen der technischen Beschreibung des Ladegerätes und die bei Stellung gel vorhandene Spannung wird auch von Gel- Batterie- Hersteller empfohlen.
Manf
manf am 21 Feb 2012 21:54:51 Eura Mobil hat die Batterien im Rahmen der Mängelhaftung ohne Murren ersetzt. Bin zufrieden, dass ich bei diesem Hersteller gelandet bin. Wenn ich an meine Erfahrungen mit Niesmann und Bischoff und Carthago Produkte denke, habe ich es diesmal gut getroffen.
Manf
daffi2222 am 04 Apr 2012 20:56:08 Ich habe mal bei der Firma BSE wegen dem Problem angerufen. Habe mit dem Senior gut eine Stunde telefoniert.
Der hat was drauf. ist Elektro Ing. Also vom Fach. Frag doch mal nach. Vielleicht können die dir weiterhelfen. Mir hat's geholfen.
Ralf
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