Nachdem unserer Schwedentour 2010 geplatzt war
weil unsere Fellnase Bruna den Tollwuttitter-Test nicht bestanden hat
haben wir vom
01.06.2011 bis 26.06.2011 einen neuen Anlauf gestartet.
Alle Vorbereitungen waren getroffen:
- Hund nochmal total durchgeimpft und neue Titterbestimmung
- Urlaub eingereicht ( 26 freie Tage am Stück dank vieler Feiertage)
- WOMO (Knut) durch den TÜV gebracht
- Knut beladen ( das Eisfach platzte aus allen Nähten)
- Anhänger mit Roller (Miosole) bestückt
- Fährtickets und GO-BOX für Öresundbrücke bestellt
- neues Update fürs Navi aufgespielt und Schwedenatlas gekauft.
Alles ein wenig Stressig, aber für 26 Tage braucht man schon
ein bisschen mehr, besonders wenn im Anhänger ja noch
soooooo viel Platz ist.
Hier erstmal unsere Route ( hab versucht das so ungefähr einzuzeichnen)
Mittwoch 01.06.2011
Mittwoch Mittag Feierabend gemacht und mit ganz viel Vorfreude losgedüst.
Die 550km bis Puttgarden haben wir auf einer Backe abgesessen. Ruck zuck
standen wir am Hafen und suchten verzweifelt nach einem Übernachtungsplatz.
Unsere Fähre ging erst am Samstagmorgen. Wir stellten uns dann auf
einen Parkplatz mit Höhenbeschränkung, wo eigentlich Gespanne nicht erlaubt waren und der auch
Gebührenpflichtig (8€) war. Egal. Parkticket gezogen, Schranke ging auf, WOMO
abgestellt und erstmal mit Bruna zum Meer.
Als wir wiederkamen hatten sich weitere Wohnmobile und Wohnwagengespanne
zu uns gestellt (der Gruppeneffekt halt ).
Schnell noch 2 Calzone in den Ofen geschoben und lecker Pilschen getrunken.
Ab ins Bett und von Pippi Langstrumpf träumen.
Donnerstag 02.06.2011
Pünktlich um 6:15 Uhr war ich wach und der Hund auch. Ist halt meine
Zeit wenn ich an Arbeitstagen aufstehen muss. Der Mensch ist ein
Gewohnheitstier. Kurzerhand mit meinem Mann besprochen doch jetzt
schon mit der Fähre zu fahren und dann später in Dänemark zu Frühstücken.
Gesagt getan und schnell noch mit der Bruna zum ka..en raus.
Am Parkautomaten haben wir verzweifelt versucht das Parkticket zu bezahlen. Ging einfach nicht. Zum Glück habe ich gesehen bevor wir einen Anfall bekommen haben das die Schranke bereits geöffnet war. Wahrscheinlich war der Automat defekt und das Personal hat sie einfach offen gelassen.
Auch schön, 8€ gespart.
Wir waren so schnell auf der Fähre das ich nicht einmal Zeit hatte ein paar Fotos zu machen. Unseren Knut war im Bauch des Schiffes bei den ganzen LKW´s gut aufgehoben und so ging es mit samt Hund an Deck.
Strahlender Sonnenschein. So kann der Urlaub beginnen mit zwei sauteuren
Kaffee. (auf der Rückfahrt hatte ich ne Thermoskanne dabei)
Auf der Fahrt durch Dänemark entdeckte ich neben der Straße einen schönen
Parkplatz (Bilder gibt es bei der Rückfahrt) am Wasser und gab sofort den Befehl zum Abbiegen.
Den Mann mit dem Hund rausgeschickt und erstmal lecker
Brötchen aufgebacken (hatten ja 120 Stück dabei).
Nach einem ausgibiegen Frühstück fuhren wir weiter und erreichten nach 165 km
die Öresundbrücke. Die Go-Box machte einmal Piep und wir waren mitten drauf. Die Brücke ist schon ein gewaltiges Bauwerk. Leider konnten
wir nirgends anhalten um Fotos zu machen aber auf dem Rückweg habe ich welche aus dem WOMO gemacht.
Hurra, wir waren in Schweden angekommen
Jetzt standen die Formalitäten für den Hund an. Direkt nach der Brücke rechts raus auf den Parkplatz vom Zoll. Hund geweckt, angeleint und ab ins Zollbüro.
Da war aber keiner, nur eine weitere deutsche Frau die auch ihren Hund anmelden wollte. Irgendwann hab ich dann eine Schelle entdeckt und kurz darauf kam die Zollbeamtin. EU-Heimtierausweis durchgeblättert dabei ein
paar mal genickt fertig. Ich kann gehen. :gruebel:
Keinen Stempel im Ausweis oder sonstige Notizen wann wir eingereist sind von ihr. Was soll das denn jetzt? Habe immerhin 250 € (musste ja 2x impfen) für den ganzen Spaß bezahlt.
Also die Vorstellung beim Zoll könnt ihr euch sparen.
Weiter gehts zum Vätternsee. Dort wollen wir erstmal 3 Nächte bleiben um
den Alltagsstress abzuschütteln. Die Fahrt ist entspannt und die Gegend
ähnelt Schleswigholstein. Am See ändert sich die Landschaft.Es ist wunderschön grün und hügelig.
Wir steuern in Gränna unseren ersten CP an den ich vorher im Internet rausgesucht habe.
eine riesige Schlange vor dem CP. Irgendwie hatte ich verpennt das in Schweden auch Feiertag ist. Schnell den Mann beruhigt und meine Alternative rausgeholt.
Ein paar Kilometer weiter entlang des Sees fanden wir diesen hübschen CP bei
einem Bauernhof. Empfangen wurden wir von einer lächelnden Oma die nur
schwedisch sprach. Mit Händen und Füßen hatten wir schnell einen Platz.
Wir haben uns häuslich eingerichtet und den ersten atemberaubenden
Sonnenuntergang beobachtet.
Freitag 03.06.2012
Das Spazierengehen mit dem Hund gestaltete sich etwas schwierig. Am See
entlang gab es keinen Weg und an der Straße keinen Bürgersteig.
Zum Glück ist unsere Bruna nicht so anspruchsvoll und ist auch mal mit weniger
zufrieden. Zum Ballspielen war ja genug platz.
Heute war Ausspannen angesagt. Der CP hat einen eigenen Steg. Das Wasser war mir aber zu kalt zum schwimmen.
Am Nachmittag sind wir noch mit der Miosole nach Gränna gefahren. In der ganzen Hektik habe ich vergessen auf der Fähre Schwedische Kronen zu
tauschen. Ein Geldautomat war schnell gefunden und im nachhinein war
ich froh nicht auf dem ersten CP zu stehen. Total überlaufen.
Gränna ist ein hübsches Örtchen. Hier werden überall Zuckerstangen hergestellt und die Besucher können dabei zuschauen.
Samstag 04.06.2012
Heute hat mich der Ehrgeiz gepackt. Rechts vom CP war eine Hügelkette.
Da wollte ich unbedingt rauf. Also Hund gepackt und losmaschiert.
Es ist bullenheiß. Oben angekommen waren Hund und Frauchen völlig am Ende aber glücklich. Super Aussicht.
Camping von oben
Am Abend sind wir nochmal zum Steg gegangen um schöne Sonnenuntergangfotos zu knipsen.
Fortsetzung folgt




im Schatten