teedee110 am 20 Jun 2012 10:08:10 Hallo zusammen,
hier eine wahrscheinlich schon öfters gestellte Frage von einem Einsteiger:
Wir haben uns ein gebrauchtes Dethleffs 5881HG mit Omnistor 5002 Markise gekauft. Jetzt steht die Anschaffung eines Vorzeltes an. Ein Markisenvorzelt liegt nahe, schaut schön dicht, geräumig und einigermassen einfach aufzubauen aus.
Trotzdem gibt's einige Fragen:
1) Wenn man sich mal für einen Tagesausflug weg vom Campingplatz entschliesst, ist es einfacher ein Markisenvorzelt ab- und wieder aufzubauen oder ein fereistehendes Zelt ab- (und vor allem hinterher wieder an-) zukoppeln?
2) Was macht ihr in diesem Fall mit dem zurückgelassenen Equipment? Im freistehenden Zelt wäre es verstaut. Einfach liegenlassen oder besser ein Geräte/Vorratszelt dazustellen?
3) Beim ersten Stöbern im Netz hatten die meisten freistehenden Vorzelte (für Reisemobile, nicht für Busse) eine maximale Fahrzeughöhe von 3m. Die meisten WoMos sind doch höher, so ca. 3,10-3,30.
Würde mich über eure Meinungen, Erfahrungen, Vor- und Ratschläge zu diesem Thema freuen,
Thomas
Gast am 20 Jun 2012 11:05:27 Hallo
Meine Erfahrung ist das sich ein Vorzelt nur auf einen CP für längeres stehen lohnt. Wenn Du länger auf einem CP stehst und des weg fährst, denke ich, dass es da besser ist ein Freistehendes Zelt zu kaufen. Du Brauchst nicht ständig auf und abbauen.
Solltest es Du aber bevorzugen auf einem SP zu stehen lohnt sich ein Vorzelt nicht, dass würde gegen das reisen mit einem Wohnmobil sprechen, weil der Aufwand alles ständig abzubauen wäre zu groß. Ein Wohnmobil oder besser Reisemobil ist eigentlich nicht dafür gedacht länger auf einem CP zu stehen.
Ich stehe sehr viel auf SP, da ist die Markise ausreichend.
Harald
uschi-s am 20 Jun 2012 11:09:56 Wir haben uns bewusst gegen ein Vorzelt entschieden. Da wir häufiger auf SP stehen und nur 1-2 Tage an einem Ort sind, lohnt sich ein Vorzelt nicht. Auf CP haben wir es bisher auch noch nicht vermisst, da hat die Markise immer gereicht.
Überlegt es Euch gut, sonst geht es Euch wie vielen WoMo-Besitzern, die ihr Vorzelt wieder verkaufen.
CKgroupie am 20 Jun 2012 15:13:18 Kann auch nur sagen: Für uns käme ein Vorzelt nicht in Frage. Zu Beginn unserer Womo-Fahrerei haben wir auch darüber nachgedacht, sind aber heute froh die doch sehr teure Investition nicht getätigt zu haben, denn das Vorzelt wäre so was von überflüssig!
Wir stehen selten länger als 1-2 Tage an einem Platz, da lohnt es wirklich nicht ein Vorzelt auf- und abzubauen. Und wir fahren auch immer seltener auf Campingplätze und fahren auf Stellplätzen meistens noch nicht mal die Markise raus.
Wir haben uns als Alternative irgendwann ein Busvorzelt gekauft bei Berger für 199 Euro. Einmal im Jahr fahren wir mit Oma und Opa eine ganze Woche auf einen Campingplatz in Holland. Das ist die einzige Zeit, wo das Vorzelt praktisch wäre, aber das Busvorzelt tut es durchaus auch. Das wird dann halt nicht direkt am Womo sondern daneben aufgebaut und ansonsten genauso genutzt wie ein Vorzelt auch genutzt würde. Und bei Ausflügen kann man mit dem Womo wegfahren und wiederkommen.
starlight am 20 Jun 2012 17:30:45 Hallo,
habt Ihr vielleicht auch schon über einen ALU-Falt-Pavillion nachgedacht?
Dieser wäre ruckzuck aufgebaut, steht alleine und kann mit kompletten Seitenteilen versehen werden. vgl. z.B. hier:
--> Link
Es stellt sich für mich einzig die Frage, wohin mit diesem Teil, wenn der Stauraum und das zulässige GG ohnehin schon knapp ist.
mfg
@starlight
spkoch am 20 Jun 2012 20:38:36 Ich glaube um mit Zusatzzelten und sonstigem Equipment länger
irgendwo zu stehen, ist ein Hänger irgendwie besser geeignet.
Der Sinn des Womo's ist ja das schnelle Einpacken und weg.
Darüber hinaus, der ganze Kram muss ja auch irgendwo während der
Fahrt erstaut werden. Nee, nee das wär nich mein Ding :bindagegen:
sumpfbaer am 20 Jun 2012 21:24:55 Hallo,
muss meinen "Vorschreibern" grundsätzlich Recht geben. Ich habe allerdings auch ein freistehendes Campingzelt. Diese habe ich in der Bucht für sehr kleines Geld quasi neuwertig erstanden, ansonsten wäre es für mich auch nicht in Frage gekommen. Benutze das Zelt immer nur im Sommer wenn ich im Haupturlaub deutlich länger auf einem CP bin. Gut, das widerspricht zwar dem ureigensten Sinn des Womos aber wir mögen es halt. Ansonsten stehen wir nur kurz an einem Ort und dort reicht mir die Markise. Unser Womo ist 3,20 m hoch und wir haben mit dem freistehenden Zelt kein Problem, lässt sich auch schnell vom Womo trennen aber der Aufbau dauert am Anfang halt etwas.
Paul am 21 Jun 2012 10:23:01 was der Sinn eines WoMo ist, da kann es auch andere Meinungen geben!
Wir stehen dann schon mal 7-10 Tage an einem Platz.
Mobil können wir ja auch mit den Fahrrädern sein....
Ich hatte schon
- Seitenwand für Markise:
Als reiner Windschutz von der Seite gut geeignet. Aber wehe Wind oder Regen kommen nicht exakt von der Seite: Dann wenig nutzvoll und tlw. eher im Wind hin-und-her-flatternd (Geräusche!).
Schnell demontiert.
- Markisenvorzelt (Privacy oder Safari Room genannt):
Rundum Wind- und Regenschutz. Kann auch in der kühlen Jahreszeit als Windfang und Inneraumisolierung dienen.
Ziemlicher Aufwand zum demontieren (und verstauen), wenn man wieder abfahren will/Tagestouren machen will.
- Freistehendes Vorzelt
Rundum-Wind- und Regenschutz. Vorteile wie Markisenvorzelt.
Zusätzlich jedoch kann es stehen bleiben, wenn Tagestouren gemacht werden sollen. Ggf. lässt man auch das (noch nicht abgewaschene) Frühstücksgeschirr drin stehen.
Aufwand zum demontieren ebenfalls groß (s.o.) - aber das braucht man erst beim endgültigen Verlassen des Platzes ....
Noch mal zum WoMo-fahren:
Für uns geht es eben auch um den Komfort während der Fahrt, also mehr Bewegungsspielraum als ihn ein PKW bieten kann. Der Hund kann ein paar Schritte gehen - zum Beispiel zum Wassernapf. Die Kinder sitzen wie am Wohnzimmertisch und können spielen. Das geht so nur im WoMo.
Also: WoMo sind NICHT (für alle) vorrangig für das heute-hier-morgen-dort.
teedee110 am 21 Jun 2012 16:06:18 Zunächst schon mal vielen Dank für die ersten Medungen und Meinungen.
Wir haben unser Wohnmobil gekauft, um beide Arten von Trips unternehmen: Den kurzen WE-Ausflug ohne viel Auf-und Abbau, aber auch mal 1-2 Wochan am CP am Meer ohne viel Rumgegurke.
Nomaden spielen werden wir sicher auch noch ausprobieren und wahrscheinlich auch Gefallen daran finden.
Erstmal aber ist ein Sommerurlaub mit 2 Wochen CP geplant, daher die Vorzelt-Frage. Wir hatten uns schon sowohl WoMos als auch eine Wagen ausgeliehen und uns jedes Mal - bei Bedarf - die Möglichkeit nach einem zusätzlichen Raum gewünscht. Der sollte aber auch noch flexibel sein: also bei schönem Wetter recht offen, bei Regen zu.
Aber Tagestrips sollten grundsätzlich machbar sein. Natürlich weniger einfach als mit dem Hänger, aber trotzdem.
Die Markisenvorzelte sehen so einfach und schnell in der Handhabung aus, aber das scheint wohl nicht der Fall zu sein wenn ich eure Kommentare richtig deute.
Vielleicht kommt ja noch der eine oder andere Tipp...
Thomas
markgraefin am 21 Jun 2012 17:09:40 Hallo Thomas,
ich werde mir vermutlich dieses kaufen, denn auch wir möchten ein Vorzelt vor allem für die CPs bei uns hier an der Ostsee.
Dann kann man trotz Mückenangriff draußen sitzen:
--> Link
Markgräfin
steini4 am 21 Jun 2012 21:08:05 Hallo,
Ja das ist ein schwieriges Thema. Wir haben uns ein Fiamma Zip Vorzelt geholt, dass nutzt die passende Markise mit und ist durch die Reißverschlüsse auch schön dicht. Der Aufbau dauert so seine 30-40 Minuten der Abbau genau so lange. Vor Ort sind wir dann mit den Fahrrädern mobil. Da sitzt man auch bei etwas kühleren Temperaturen noch draußen oder nutzt es zum kochen. Freistehende Vorzelte finde ich wenig sinnvoll, das Argument man kann ja wegfahren zieht nicht richtig. Was ist, wenn plötzlich ein neuer Nachbar sich ein paar Zentimeter zu weit nach rechts gestellt hat? Um an das Zelt wieder exakt bis auf den Zentimeter heranzufahren muss man vielleicht ewig rangieren, na das wird den schlafenden Nachbarn gefallen. Vielleicht fährt man das Zelt ja auch um oder bleibt hängen und nimmt es ein paar Zentimeter mit, das gibt ein Gaudi auf dem Platz :-). Man braucht doch nur 2 Eimer (als Zeltersatz) ans Womo zu stellen und versuchen dann genauso wieder heranzufahren (am besten bei Dunkelheit), bin gespannt wem das auf Anhieb gelingt...
soul am 22 Jun 2012 10:19:27 hallo!
du hast etwa 30cm schleusenbreite. wer es da nicht schafft wieder passend neben das vorzelt zu kommen, der wird es auch nicht auf einen cp schaffen ;-)
hatte noch nie ein problem damit.
lg
Julia10 am 22 Jun 2012 12:37:05 Wieviel Arbeit will man sich machen?
Mir persönlich reicht eine Markiese, wenns ganz doll kommt hänge ich seitlich einen Sonnenschutz ein.
Ich finde es bewunderswert, welchen Aufwand Wohnmobilisten betreiben, wenn sie nur 1-2 Tage an einem Ort sind.
Vor einiger Zeit stand ich auf einem Stellplatz und ein mittelaltes Pärchen fuhr am Abend auf den Nachbarplatz. Die Plätze waren großzügig ausgelegt und nur wurde ein Markiesenvorzelt akriebisch korrekt aufgebaut. Ca. 3 Stunden Arbeit, mit Vorzeltteppich und Einrichtung, Grill usw. Sah richtig gemütlich aus.
Am nächsten Tag so in der Mittagszeit wurde die Abreise vorbereitet und alles wieder zusammengeräumt, gleicher Zeitaufwand wie beim Aufbau.
Jedes Teil kam wieder an seinen Platz, die Kommunikationbereitschaft des Ehepaar gelang an seine Grenzen, denn egal, was die Frau auch immer tat, war nicht so, wie der Mann es sich vorstellte.
Wenn man längere Zeit an einem Ort steht, ist ein Vorzelt sicher angebracht.
Mir wäre es einfach zu viel Arbeit, ständig auf und abzubauen, aber wer Spass daran hat....
Julia
markgraefin am 22 Jun 2012 16:19:13 steini4 hat geschrieben:Hallo, Ja das ist ein schwieriges Thema. Wir haben uns ein Fiamma Zip Vorzelt geholt, dass nutzt die passende Markise mit und ist durch die Reißverschlüsse auch schön dicht. Der Aufbau dauert so seine 30-40 Minuten der Abbau genau so lange. Vor Ort sind wir dann mit den Fahrrädern mobil. Da sitzt man auch bei etwas kühleren Temperaturen noch draußen oder nutzt es zum kochen. Freistehende Vorzelte finde ich wenig sinnvoll, das Argument man kann ja wegfahren zieht nicht richtig. Was ist, wenn plötzlich ein neuer Nachbar sich ein paar Zentimeter zu weit nach rechts gestellt hat? Um an das Zelt wieder exakt bis auf den Zentimeter heranzufahren muss man vielleicht ewig rangieren, na das wird den schlafenden Nachbarn gefallen. Vielleicht fährt man das Zelt ja auch um oder bleibt hängen und nimmt es ein paar Zentimeter mit, das gibt ein Gaudi auf dem Platz :-). Man braucht doch nur 2 Eimer (als Zeltersatz) ans Womo zu stellen und versuchen dann genauso wieder heranzufahren (am besten bei Dunkelheit), bin gespannt wem das auf Anhieb gelingt...
Aaaaalso, so schlimm ist das wirklich nicht.
Ich bin jahrelang mit einen T4 Atlantis und Vorzelt gefahren.
Das Zelt stand beim ersten Mal, obwohl wir keine Zeltaufbauer sind, nach 35 Min.
Später haben wir, nachdem wir alles Stangen perfekt nummeriert hatten, nur noch max. 20 Min. gabraucht.
Das Anfahren ist mit dem T4 oder dem Womo gleich.
Das ist nur bei den ersten zwei bis dreimal schwer und dann klappt das prima.
Ich fahre mein Schiff ja auch rückwärts auf die schmale Rasengitterspur.
Nein, Bangemachen gilt nicht!!! :D
Markgräfin
gremlin am 22 Jun 2012 16:32:49 Wir haben auch ein freistehendes Vorzelt. Allerdings nutzen wir es tatsächlich nur bei Aufenthalten oder bei Gegenden mit viel Wind (Kroatien). Dort waren wir schon so manches mal froh, ein solches Zelt zu haben.
Der Aufbau ist schon etwas zeitaufwendiger und auch das Gewicht darf man nicht unberücksichtig lassen. Es gabt wie immer viele Pros und Kontras.
Wenn wir mal wegfahren, stellen wir alles Lose ins Vorzelt und fahren einfach. Danach wieder genauso hintreffen wir vorher war noch nie ein Problem. Auch wenn wir öfters rangieren müssen, beschwert hat sich da noch nie jemand.
Bei Kurztrips oder vermehrt Stellplatz-Urlaub bleibt das Zelt zuhause.
sula48 am 23 Jun 2012 10:38:19 Hallo,
Thomas schreibt doch, daß er zwei Wochen auf einem CP am Meer stehen will. Da ist meiner Meinung nach ein freistehendes Vorzelt sinnvoller, als ein Markisenzelt. Steht stabiler, weniger windempfindlich (Meer!) und macht auch weniger Lärm.
Ich kenne beide Varianten und auch den Wind der Nordsee.
Uns allen ein schönes Wochenende
dieterk am 23 Jun 2012 18:29:52 Hallo Thomas,
guck doch mal bei zuerst wie hoch Deine Markise hängt. Damit meine ich den Kedereinzug.
Wir hatten diese Thema letztes Jahr auch, war genau wie bei Dir nach der Neuanschaffung des Mobils.
Es sollte schnell aufzubauen sein und genauso schnell wieder abzubauen. Desweiteren nicht schwer und auch, und dies vorallem, nicht zu teuer.
Bei Obelink sind wären wir dann fündig geworden. Ein Zelt mit Glasfiebergestänge zum Preis von 189 Euronen. Eigentlich für Wohnwagen gedacht, max. Kederhöhe 2,55 m.
Da bei den Markisen der Kedereinzug dünner ist als beim Wohnwagen gibt es dort Übergangsstücke, d.h. Keder dünn auf Kedereinzug dick für normale Zelte.
Bei uns ist es an der Höhe gescheitert, meine Markise hat den Einzug auf 2,58.
Aber nicht desto trotz: eigentlich bin ich nach mehreren Urlauben jetzt doch froh nix gekauft zu haben. War jetzt gerade 2 Wochen an der Ostsee, auch auf einem Stellplatz, teils mehrere Tage gestanden ohne Wegzufahen...und hatte, glaube ich, zweimal die Markise raus.
Ergebnis: wir haben uns dran gewöhnt und brauchen es eigentlich nicht mehr.
Dieter
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