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Startstrom von Elektrogeräten am Spannungswandler begrenzen


wd40 am 22 Jun 2012 18:24:19

Moin,
wenn man ein Elektrogerät einschaltet, so entsteht ja ein hoher Startstrom (wenn es nicht "Strom" heisst, dann bitte ich um Nachsicht und Korrektur).
Nun hatte ich die Idee einen Steckdosendimmer vor die Kaffeemaschine zu setzen und den Drehschalter nur ca. 1/4 weit runter zu regeln.
Sofort nach dem Einschalten dann wieder auf voll, so wollte ich den Spitzenstrom begrenzen.....
Geht das?
Konkret geht es um eine Nespresso mit 1400 W, die soll an einem Sinus Spannungswandler mit 1500 / 3000 W laufen.

Vielen Dank für die Hilfe schon mal
Micha

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schnatterente am 22 Jun 2012 18:50:19

Dafür stehen ja eigentlich die 3000W kurzzeitige max. Belastbarkeit. Das sollte ja eigentlich kein Problem geben. Wofür möchtest du dann einen Dimmer reinschalten? Die Kaffeemaschine zieht sowieso kräftig A, da kommt es auf den kurzzeitigen hohen Einschaltstrom auch nicht mehr an. Und ob das überhaupt geht :nixweiss: Die Kaffeemaschine ist ja kein Staubsauger, wo mit der Regelung nur die Motordrehgeschwindigkeit gedrosselt wird. Die elektrischen Experten werden sich sicher bald melden :-) (aber erstmal wird wahrscheinlich Fußball geschaut :-D )

Beho am 22 Jun 2012 19:35:49

Hallo,

dass bringt nichts. Im Wechselspannungsnetz nimmt man dafür
einen elektronischen Nullpunktschalter, d.h. im Nulldurchgang wird
das Gerät dazugeschaltet und nicht auf Maximum.

Vielleicht hilft auch schon, erst den Spannungswandler einzuschalten und dann das Gerät, umgekehrt können es sehr viele Spannungswandler nicht vertragen und schalten ab. Beim Dimmer erzielst du nur eine Verkeinerung der Spannung. Damit dann die nächste Frage gestellt - kann das die Maschine vertragen?

aus OWL

Beho

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hartmut am 22 Jun 2012 19:53:41

Nee so ist das nicht.
Also erst mal bei Deinem Spannungswandler gibt das überhaupt kein Problem schau mal in die Bedienungsanleitung der kann mit Sicherheit auch die 3000W nicht nur ein paar Millisekunden.
Und dann kommt es auf den Verbraucher an.
Rein ohmsche (Wiederstände) Verbraucher haben gar kein Problem, Einschaltstrom gleich Laststrom.
Rein induktive (Spulen) haben erst recht kein Problem, Einschaltstrom Null steigt dann linear an.
Rein kapazitive (Kondensator) haben ein Problem, einschaltwiderstand Null Strom unendlich.
Das hilft Dir noch nicht weil was ist jetzt die Kaffeemaschine?
Eigentlich einfach bis auf ein bisschen Elektronik, Display und so ist das ne Heizung. Und die ist nur ein Widerstand. Hundertprozentig ist das nicht, die Leitungen, die Heizung haben auch einen induktiven Anteil und die Elektronik einen Kondensator der geladen werden will dafür wahrscheinlich einen hauptsächlich induktiven Trafo. Das könnte mann jetzt alles messen berechnen oder simulieren, oder man laesst das einfach.
Im Verhaeltnis zu der Heizung ist das nix.
Einstecken geht.

Hartmut

hartmut am 22 Jun 2012 19:58:47

Behörde, der Dimmer verkleinert nicht die Spannung sondern ist in der Regel sondern macht in der Regel Puls Weiten Modulation, schaltet also je nach Schalterstellung den Strom an und ab, wenn das ein Spannungsregler wäre würde der bei den Leistungen vergluehen

Hartmut

thomas56 am 22 Jun 2012 20:07:40

Hatte auch schon mal überlegt mir einen Anlaufstrombegrenzer zu kaufen,
aber wenn der WR gross genug ist, braucht man den nicht.

Begrenzer: --> Link

singlefreiheit am 22 Jun 2012 21:55:48

hartmut hat geschrieben:Rein induktive (Spulen) haben erst recht kein Problem, Einschaltstrom Null steigt dann linear an.

Das gilt aber nur für Spulen ohne Eisenkern.
Schalte mal einen unbelasteten Schweisstrafo (=induktiver Verbraucher!!!) ein:
Wenn die Sicherung drin bleibt, werden an der gleichen Phase angeschlossene Glühbirnen kurz dunkel, weil ein Schweisstrafo einen gewaltiger Einschaltstrom zieht.
Bessere Schweisstrafos haben darum immer Schutzschaltungen zur Einschaltstrombegrenzung.
Warum das so ist, ist hier erklärt: --> Link
Elektromotore sind auch induktive Verbraucher und haben trotzdem hohe Einschaltströme, solange sie noch nicht ihre Enddrehzahl erreicht haben.

Eine Nespresso, Senseo o.ä. über einen Dimmer (=Phasenanschnittsteuerung) betreiben zu wollen ist eine miserable Idee:
Den grössten Stromanteil zieht die Heizung und die hat keinen erhöhten Anlaufstrom, wie oben schon beschrieben.
Wahrscheinlich geht die Kaffeemaschine aber beim Betrieb über einen Dimmer kaputt - und das hat folgende Ursache:
Solche Geräte haben immer einen Mikroprozessor und der braucht zur Stromversorgung eine Gleichspannung von z.B. 5 V.
Diese 5 V werden aus Kostengründen nicht über einen kleinen Transformator, sondern über einen RC-Spannungsteiler aus den 230 V erzeugt.
Dieser Spannungsteiler ist frequenzabhängig und ist für die Netzfrequenz von 50 Hz dimensioniert.
Von einem Nicht-Sinus-Wandler werden auch Vielfache von 50 Hz (100 Hz, 150 Hz, 200 Hz...) geliefert.
Mit diese hohen Frequenzen stimmt die Dimensionierung der Mikroprozessor-Stromversorgung nicht mehr und die Hochtechnologie geht dadurch kaputt.
Das ist der Grund, warum man Senseo & Co nur an einem reinen Sinuswandler betreiben darf.

Auch beim Betrieb über einen Dimmer entstehen Vielfache von 50 Hz, die zerstörend für die Mikroprozessor-Stromversorgung einer Kaffemaschine sein können.

wd40 am 22 Jun 2012 22:24:55

whow...... danke, gut erklärt.

lg
Micha

singlefreiheit am 22 Jun 2012 22:43:36

Hallo Micha,
danke für die Blumen, ich kann dir nicht garantieren, dass die Nespresso am Dimmer kaputt geht, würde es aber auch nicht probieren.
Der Versuch würde auch keinen Sinn machen.

Ostwestfale am 22 Jun 2012 23:13:38

In Netzteilen für grössere Röhrenendstufen geht man hin und schaltet
im Einschaltmoment (vielleicht 30 Millisekunden) einen Widerstand in Reihe.
Dann ist die Elektronik - sprich die Kondensatoren - aufgeladen und es kann losgehen.

In meiner Rührenendstufe habe ich einen Nullspannungschalter mit 25 A
an den Schalter angehangen.
Die hat allerdings im Normalbetrieb dann auch eine Netzaufnahmeleistung von mehr als 10 Ampere, also mehr als 2300 Watt.

Vielleicht fängst du damit mal an einen kleinen 6 A Nullspannungsschalter mit Schalteingang für 230 Volt davor zu setzten.
Sollte es beim elektronischen C oder dem großen R in Sande geben.

Bon Voyage

hartmut am 22 Jun 2012 23:45:25

Ja Thomas
Mit den Motoren hast Du recht. Mit den Schweisstrafos auch.
Interessant fand ich die Nespresso, klingt aber logisch dass da der Trafo auch noch gespart wird. Na ja insgesamt ist wahrscheinlich der reine Sinuswechselrichter eh besser weil irgendwann geht sonst mal was kaputt wo man einfach nicht dran gedacht hat.
Egal läuft die M
Nespresso jetzt?

Hartmut

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