hartmut hat geschrieben:Rein induktive (Spulen) haben erst recht kein Problem, Einschaltstrom Null steigt dann linear an.
Das gilt aber nur für Spulen ohne Eisenkern.
Schalte mal einen unbelasteten Schweisstrafo (=induktiver Verbraucher!!!) ein:
Wenn die Sicherung drin bleibt, werden an der gleichen Phase angeschlossene Glühbirnen kurz dunkel, weil ein Schweisstrafo einen gewaltiger Einschaltstrom zieht.
Bessere Schweisstrafos haben darum immer Schutzschaltungen zur Einschaltstrombegrenzung.
Warum das so ist, ist hier erklärt:
--> Link
Elektromotore sind auch induktive Verbraucher und haben trotzdem hohe Einschaltströme, solange sie noch nicht ihre Enddrehzahl erreicht haben.
Eine Nespresso, Senseo o.ä. über einen Dimmer (=Phasenanschnittsteuerung) betreiben zu wollen ist eine miserable Idee:
Den grössten Stromanteil zieht die Heizung und die hat keinen erhöhten Anlaufstrom, wie oben schon beschrieben.
Wahrscheinlich geht die Kaffeemaschine aber beim Betrieb über einen Dimmer kaputt - und das hat folgende Ursache:
Solche Geräte haben immer einen Mikroprozessor und der braucht zur Stromversorgung eine Gleichspannung von z.B. 5 V.
Diese 5 V werden aus Kostengründen nicht über einen kleinen Transformator, sondern über einen RC-Spannungsteiler aus den 230 V erzeugt.
Dieser Spannungsteiler ist frequenzabhängig und ist für die Netzfrequenz von 50 Hz dimensioniert.
Von einem Nicht-Sinus-Wandler werden auch Vielfache von 50 Hz (100 Hz, 150 Hz, 200 Hz...) geliefert.
Mit diese hohen Frequenzen stimmt die Dimensionierung der Mikroprozessor-Stromversorgung nicht mehr und die Hochtechnologie geht dadurch kaputt.
Das ist der Grund, warum man Senseo & Co nur an einem reinen Sinuswandler betreiben darf.
Auch beim Betrieb über einen Dimmer entstehen Vielfache von 50 Hz, die zerstörend für die Mikroprozessor-Stromversorgung einer Kaffemaschine sein können.