Nachdem ich mit dem Fahrverhalten meines Charismas I750G auf Sprinter Basis nicht gerade sehr zufrieden war, habe ich mich nach bereits erfolgtem Umbau von 15" auf 16" Zoll Bereifung und AirCells dazu entschlossen, hinten eine Zusatzluftfederung einzubauen.
Nach reichlichem Recherchieren im Forum habe ich mich für die Dunlop 8" Luftfederung von AHK Preisbrecher entschieden.
Da ich 6 Zoll Felgen hinten montiert habe, fiel Goldschmitt schon mal flach. Es blieben nur noch Kuhn und AHK übrig. Habe dann zuerst mit Kuhn geliebäugelt aber dann doch verworfen. Habe gelesen man müsste am Fahrwerk bohren, was ich nun gar nicht wollte. Da Kuhn nur 6 Zoll Bälge beim Sprinter verbaut, fiel die Entscheidung relativ leicht.
Nach kurzem Telefonat bei AHK Preisbrecher erhielt ich gleich eine Mail mit der Einbauanleitung für meinen Dicken. Nach kurzem Studium dieser habe ich dann auch flux bestellt.
Den Einbau habe ich ohne Grube mit Hilfe eines Rollbretts erledigt. Auf der Einbauanleitung sieht dann alles einfach aus, jedoch unter dem Fahrzeug alles ein wenig anderst. Die Trägerplatten sind recht stabil ausgeführt und passen auch gut. Nach Ausbau des Stabis und des Ersatzrades hatte ich genügent Platz zum Hantieren.
Das einzigste Problem waren die Bremsleitungen auf der linken Seite, die beim Anbau störten. Sie mussten etwas umgebogen werden, sowie zwei Gewindestifte die zum Festschrauben der Bremsleitung dienten. Danach lag die untere Trägerplatte sauber auf der Achse auf. Die oberen Trägerplatten kommen dort hin, wo die Gummipuffer vormals waren. Diese sind leicht zu entfernen und die Trägerplatten lassen sich dort leicht montieren.
Vor dem Einbau der Luftbälge sollte man diese mit angeschraubten Luftleitungen montieren, da es später sehr eng zugeht und man die Luftleitungen kaum auf die Verschraubungen draufgeschoben bekommt.
Da die Luftleitungen nur 5mm im Durchmesser messen, habe ich sie durch einen Luftschlauch mit Gewebeinlage (DM 6x3) als mechanischen Schutz durchgezogen.
Meinen Zusatzkompressor (aus Metall) habe ich dann in eine Luke auf der linken Seite in der nähe der Hinterachse eingebaut, da ich keine langen Wege mit den Leitungen unter dem Fahrzeug haben wollte. Da in der Luke eh nur der Stromanschluß lag und ich sonst nichts Großes reinpacken konnte, bot sie sich geradezu an.
Habe den Kompressor, der mit Vibrationspuffern geliefert wurde auf eine kleine Holzplatte geschraubt und diese mit Schrauben und Silikon am Boden festgemacht. Von da aus war es nur noch ein kurzer Weg bis zum Armaturenbrett, wo ich die Uhren in eine Ablage links vom Lenkrad eingebaut habe.
Das Kabel vom Kompressor war lang genug um locker an die Batterie zu kommen.
Da das Set für 630€ nur einen Spielzeugkompressor (baugleich für 15€ im real zu erwerben) beinhaltet mit den man dann zum Füllen der Anlage an den Luftventilen neben den Manometern rumhantieren muß, habe ich mich zum Kauf des Zusatzkompressors (180€) entschieden. Jetzt kann man vom Fahrersitz aus die Anlage hoch-und runterpumpen.
Mit einigen Regenpausen, Rostvorsorge an den Einbaustellen und dem Verlegen der Leitungen habe ich ca. 12 Std. für den Einbau gebraucht. Nach einigen Probefahrten zur Arbeit über die BAB muß ich sagen, das sich der Einbau wirklich gelohnt hat.
Das Fahrzeug ist nicht mehr so Seitenwindempindlich und hängt auch nicht mehr so tief in den Blattfedern drin. Das Gewicht wir mehr richtung Vorderachse verlagert, was den Geradeauslaf begünstigt.Wieviel das Heck höher kommt habe ich noch nicht gemessen, aber so 5-10cm sind es schon bei vollem Druck von 7 Bar. Fahre leer mit ca. 3.5 Bar und es fühlt sich wesentlich konfortabler an als vorher.
Werde noch irgend wann ein paar Bilder nachreichen. Hoffe mein Beitrag hilft irgendwann dem ein oder anderen Sprinterfahrer der vor den gleichen Fahrwerksmodifikationen steht.

