Ich habe mal einen kleinen Versuchsaufbau gemacht, um euch die Leistungsverluste bei schlechter Ausrichtung zur Sonne zu zeigen, wie sehr schon eine kleine Teilabschatttung den Wirkungsgrad beeinflussen kann und warum starke Erwärmung die Leistung raubt. Dabei ist es egal, ob ich nun das große Modul unten oder ein sehr kleines nehme. Das Grundprinzip ist immer das gleiche, aber die kleine ist handlicher für den Test.
Der Vereinfachung wegen habe ich nur den Kurzschlussstrom gemessen und nicht den optimalen Lastpunkt. Alle Winkel sind geschätzt. Aber auf ein paar Prozent +/- kommt es mir hier auch gar nicht an.
Dieser Test entspricht nicht einer Labormessung und soll nur die Tendenz aufzeigen.
Ausrichtung zur Sonne und Leistungsunterschiede:
die rote Linie schräge nach oben zeigt exakt zur Sonne.
1) Optimale Ausrichtung exakt 90° zur Sonne
2) Und nun, wenn diese Zelle flach auf dem WoiMo-Dach wäre (Hier also ca. 45° entfernt vom optimalen Winkel):
Da fehlen jetzt 12. August 13:00 Uhr bei voller Sonne und blauem Himmel immerhin schon fast 40% ! (hat mich selbst erstaunt, ich hätte so 25% geschätzt)
3) Und nun, wenn die Sonne sehr fach einscheinen würde, wie sie es früh morgens, abends oder im Herbst/Winter macht (ca. 60° neben Optimum):
Auch wenn die Messreihe nicht exakt aufgebaut wurde sieht man doch die gravierenden Unterschiede, die der Einstahlwinkel ausmacht.
Daraus erklärt sich dann schnell, warum ein gelegentlich nachgeführter Solarkoffer im Frühjahr/Herbst auch das Doppelte und mehr wie eine fix installiertes Modul bringen kann.
Teilabschattung:
Und zum Abschuss noch, wie gravierend eine Abschattung die Leistung einbrechen lassen kann:
Hierbei habe ich eine der Zellen vollbeschattet, was zu einem gewaltigen Einbruch führt.
Zelltemperatur:
Ich habe die Zelle im Gefrierfach auf ca. -10 Grad abgekühlt. Sie brachte 142mA und viel sofort zusehens. Als sie nach 10 Minuten an der Sonne ca. 60 Grad warm war, brachte sie noch ca. 122mA. Ich habe die Temperatur mit einem einfachen Pyrometer gemessen. Sicherlich eine ungenaue Methode der Messung (da die Oberfläch der Zelle für eine solche Messung nicht sehr geeignet ist) , aber die Tendenz ist eindeutig. Gute Hinterkühlung eines Moduls kann 20-30% mehr Strom bringen, sagen die einschlägigen Seiten.
Es grüßt Raidy

