ich wollte ja noch über unsere Schwedenreise im August berichten.
Vielen Dank an alle, die uns vorab mit wertvollen Tipps Anregungen gegeben haben, ebenso danke an alle diejenigen, welche hier bereits sehr interessante Reiserouten und Berichte abgegeben haben. Das hat uns letztlich zu dieser seit Jahren geplanten Reise animiert, die Vorfreude auf Schweden war groß und wir wurden nicht enttäuscht.
Die Route hatten wir vorab nur grob geplant und dann ziemlich spontan so gewählt, auch was die Länge der Aufenthalte betrifft. Teils hätten wir hier oder dort länger bleiben wollen oder können, sind dann aber meist wegen der Wetterprognosen weiter gezogen.
Reiseroute:
Start: 10. August 2012 - bis nach Hann-Münden auf den dortigen Stellplatz
11. August – von Hann. Münden nach Heiligenhafen, auf den Stellplatz – sehr voll, eher ein schlechter Parkplatz, aber nahe der Ostsee
13. August – weiter nach Fehmarn, Stellplatz Wulfener Hals – zwar ein schöner Stellplatz, aber sehr voll und ziemlich teuer – ohne Nutzung von Strom und Dusche = 42 Euro für ein Mobil und 2 Personen, was macht man nicht alles für schöne Windsurftage – das war bisher unsere höchste Stellplatzgebühr
15. August – mit der Fähre von Putgarden nach Rödby/Dänemark – einen Abstecher zu den wirklich sehenswerten Kreidefelsen von Mons Klint gemacht – weiter mit der Fähre nach Schweden – Helsingborg bis nach Göteborg auf den Stellplatz – Kosten für die zwei Fährüberfahrten: etwas über 200 Euro
17. August – Göteborg nach Smögen, ein Abstecher in die wunderschönen Schären an der Westküste,
dann weiter bis nach Oslo, Stellplatz an der Marina – eher ein Parkplatz, aber direkt am Wasser, gegenüber der E6 und nur 3 km zum Zentrum, wir haben uns zwei Tage die Stadt angeschaut und sind
am 19. August auf den Parkplatz am Holmenkollen gefahren, wir hatten bei super Wetter eine sehr schöne Aussicht von da oben über die Stadt.
20. August – von Oslo zurück nach Schweden über Töcksfors – ein großes Einkaufszentrum an der Grenze – zum wunderschönen See Stora Bör - Camp Grinsby - mitten im Wald an einem wunderschönen See, mit Stellplatzblick zum See.
23. August – Stora Bör nach Stockholm, über 400 km, Stellplatz Stockholm – zwar mitten in der Stadt, an einem Park gelegen, nur 2 km zu Fuß zum Zentrum, aber ziemlich laut unter einer Autobrücke und der Einflugschneise zum Arlanda Airport.
25. August – von Stockholm nach Mariefred zum Schloß Gripsholm, Übernachtung auf dem sehr schön gelegenen, gepflegten Campingplatz am Ort der kleine Stellplatz für 4 Mobile an der Marina war voll.
26. August – Stockholm – Valdemarsvik – nach Fyrudden an die Schären an der Ostküste, sehr schön und sehr ruhig auf dem Parkplatz an der Marina gestanden mit unglaublichem Blick auf die Schärenlandschaft
27. August – von Fyrudden nach Vimmerby zu Astrid Lindgrens World, da wird man wieder jung ☺ - es war zwar nichts los und ziemlich leer dort, dafür gab es aber leider keine Animationen – auf jeden Fall allen Fans von Pippi Langstrumpf und Michel etc. sehr zu empfehlen – unbedingt auch den Ort anschauen! – weiter ging es dann noch über Kalmar auf die Insel Öland nach Borgholm– Stellplatz ohne alles aber direkt am Meer.
29. August – von Öland nach Kalmar, die Stadt mit Festung angeschaut und weiter nach Karlskrona, dort ebenfalls die Stadt angeschaut - der Stellplatz direkt am Hafen und an der Einfallstraße in die Stadt ist nicht empfehlenswert- wir sind am Abend mitten in den Wald bei Tving gefahren, da hatte ein Freund ein Ferienhaus - Ruhe und Natur pur!
30. August – Rückreise Richtung Deutschland über die Öresundbrücke – 85 Euro – und die Fähre von Rödby nach Putgarden, bis Heiligenhafen – dort wieder auf den Stellplatz.
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31. August – Heiligenhafen – Kassel, 400 km fast im wolkenbruchartigen Dauerregen und Gewitter, wir haben noch unseren Sohn besucht – wegen der Documenta war der Stellplatz dort aber überfüllt, wir haben deswegen in Niestetal auf einem Parkplatz am Sportplatz übernachtet.
01. September – Heimreise nach Mittelfranken, da hat die Sonne wieder geschienen
Reisefazit:
Nach 23 Tagen unterwegs und nach 4169 km durch Deutschland, Dänemark, Schweden und nach Oslo, können wir nur ein eindeutiges positives Reisefazit ziehen. Es gab keine technischen Ausfälle oder Probleme und es gab keine anderen nennenswerten Zwischenfälle oder negativen Erlebnisse. Wir haben durchweg viele schöne und positive Eindrücke mitgenommen, von denen wir noch lange zehren werden.
Das beliebte Thema Wetter hat bis auf wenige Ausnahmen auch immer hervorragend mitgespielt, nie zu kalt, nie zu warm und meistens hat es dann geregnet wenn es dunkel war oder wenn wir gefahren sind.
Die befürchteten Mückenattacken sind zumindest bei uns auf der ganzen Fahrt weitestgehend ausgeblieben. Ab und an hatten wir zwar Mücken, aber es war erträglich und wir sind kaum gestochen wurden.
Land und Leute in Schweden und Norwegen sind ohne Beanstandung, wir haben nur nette und hilfsbereite Leute getroffen. Die Vielfalt der Landschaft und der Natur, die vielen Seen und die teils himmlische Ruhe und Einsamkeit an vielen Orten hat uns schwer beeindruckt.
Das Verkehrsnetz ist sehr gut ausgebaut, selbst die Wald - und Nebenstrecken sind immer gut befestigt und befahrbar.
Der einzige Wehrmutstropfen wenn man es so sagen kann, sind die teils extrem hohen Preise in Skandinavien und zwar in jeglicher Hinsicht. Stellplatzpreise von ca. 20 bis 30 Euro sind die Norm, da sind die Campingplatzpreise die auch ca. 25 Euro kosten fast normal und günstig. Der Dieselpreis lag zwischen 1,70 und 1,80 €/ Liter, Lebensmittel und Getränke sind fast 20 Prozent teurer als bei uns und einmal Essen gehen in Oslo hat uns für zwei Bier und Fish & Chips 60 Euro gekostet. Die Eintrittspreise in Museen sind gefühlt höher als in D, deshalb haben wir teilweise vor Ort entschieden, wir lassen es oder machen es, je nachdem ob es uns das wert war.
Das das Preisniveau höher ist, war uns aber bewusst und wird von uns auch nicht beklagt. Man muss sich dessen eben nur bewusst sein und man muss es sich leisten können und wollen. Wenigstens schätzt man so die Preise auf deutschen Stellplätzen dann auch ganz anders ein. Die Jammerei des ein oder anderen Wohnmobilisten über 7 oder 10 Euro Stellplatzgebühr hier in D können wir sowieso nicht nachvollziehen.
Man ist geneigt sich zu fragen wie das die Durchschnittsschweden machen. Bei einem Vergleich wird einem allerdings auch bewusst, dass wir hier in Deutschland sicher einen hohen Lebensstandard haben und auf hohen Niveau jammern.
Der Vorteil in allen skandinavischen Ländern ist dafür, dass man wirklich überall selbst Kleinstbeträge mit Kreditkarte zahlen kann. Die Parkplatzautomaten auch auf Stellplätzen akzeptieren ebenso alle Kreditkarten. Da kann Deutschland mal noch lernen, vor allem wenn man sich vorstellt, das z.B. ein Schwede der nach D auf dem ersten Stellplatz ankommt, zwingend Münzgeld zum Bezahlen des Stallplatzes benötigt. Für eine Skandinavienreise müsste man noch nicht einmal Bargeld tauschen oder dabei haben. Das ist solange ich mich erinnern kann schon seit Anfang der 90 ihre Jahre so.
Was sonst noch erwähnenswert ist, es waren neben den Deutschen auch viele Italiener unterwegs und wir haben unerwartet viele norwegische und schwedische Wohnmobilfahrer gesehen und auf Stellplätzen getroffen. Uns war nicht bewusst das da auch so viele mit Wohnmobilen unterwegs sind. Außerdem scheint zumindest in Schweden das Stellplatznetz bereits gut ausgebaut zu sein, so dass nicht immer ein Campingplatz erforderlich ist. Elche sind uns leider keine begegnet obwohl wir teils allein und tief im Wald unterwegs waren.
Skandinavien lohnt sich immer und auf jeden Fall, vor allem wenn das Wetter mitspielt. Wir haben unsere Entscheidung nicht bereut und die Vorfreude im Vorfeld auf dieses wunderschöne Land mit seinen vielen verschiedenen Landschaften war berechtigt.
Wir werden jetzt sicher nicht jedes Jahr nach Skandinavien fahren, aber irgendwann einmal gerne wieder. Wir sind bei unseren Reisezielen sowieso immer sehr spontan und chließlich gibt es ja noch genug Ziele und Orte die wir noch nicht in Schweden oder Skandinavien gesehen haben.

