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Indian Summer in Masuren und im Bialowieza-Nationalpark


wolfworldwide am 19 Sep 2012 15:44:01

Moin, moin,


wir bereiten gegenwärtig unsere Herbst-Reise vor und wollen diese, abhängig vom weiteren Verlauf zweier grippaler Infekte und übrig gebliebener Arbeit, am Wochenende bzw. Anfang kommender Woche starten. Drei Zielregionen werden wir im Wesentlichen ansteuern, die wir von früheren Reisen her bereits kennen.

Von Schleswig-Holstein aus werden wir auf dem kürzesten Weg zum Bialowieza-Nationalpark fahren, dem größten Flachland-Urwald Europas, um uns dort die Wisente und, natürlich, die Farben des Indian Summers in den grandiosen Wäldern anzuschauen.

Von dort fahren wir über Tykocin, ein Ort mit einer bemerkenswerten jüdischen Geschichte, nach Masuren, um in Piaski (bei Ruciane-Nida) ein Hausboot zu übernehmen. Mit dem Hausboot werden wir die Seenlandschaft bereisen, wollen zügig ganz in den Norden nach Wegorzewo, und dann langsam wieder über die diversen Seen und Kanäle südwärts über Steinort (dem ehemaligen Gutshaus der Familie von Lehndorff), Gizycko und Mikolaikij zurück nach Piaski. Die Nächte ankern wir üblicherweise in einer ruhigen Bucht, vermeiden es gerne in irgendwelchen Häfen oder Marinas festzumachen.

Im Anschluss an die Hausbootreise fahren wir dann mit dem WoMo nach Warschau, um dort ein paar Tage die phantastische Hauptstadt Polens zu genießen. Letztlich geht es dann Mitte Oktober über Berlin wieder zurück in die Heimat.

Die ganze Reise wird so knapp 3000 km lang sein. Besonders freuen wir uns darauf ein paar deutsche Kollegen, die als Korrespondenten oder Portal-Betreiber in Polen arbeiten, während der Reise zu treffen.





Hajnowka, das Tor zum Bialowieza-Nationalpark, liegt nahe der weißrussischen Grenze und rund 60 km von Bialystok entfernt






Kaum zu glauben, aber in den kleinen Skleps -Geschäften- der Dörfer bekommt alles was man zum Leben braucht






Der Flachland-Urwald rund um Bialowieza ist grandios und der Nationalpark wird sowohl von Polen als auch von Weißrussland sehr gepflegt und ursprünglich gehalten






Holzhäuser dominieren das Landschaftsbild





Die Freizeitanlage Eden Mazurski liegt nicht weit von Mikolaikij, also mitten in Masuren, und kann sowohl mit dem Wohnmobil als auch mit einem Boot angesteuert werden.





Wir werden den wilden Galindern im Eden Mazurski sicher auch bei dieser Reise einen Besuch abstatten, umso mehr man dort gut essen kann





Die letzte Hausbootreise in Masuren haben wir vor wenigen Jahren mit einer Penichette gemacht, die ein wenig die Anmutung eines Lastkahns hat und urbequem ist.





Dieses Mal bereisen wir die Masurische Seenplatte mit einem Primus-Kormoran. Stäbige und verlässliche Schiffe aus Stahl, auf denen man zu jeder Jahreszeit einen tollen Urlaub verbringen kann. Dieses Fotos entstand an einer Schleuse auf der Oberhavel, während wir einen Primus-Kormoran von Rechlin über die Mecklenburger- und Brandenburger Seenplatte, Oberhavel, Oder, Stettin, Stettiner Bucht, Achterwasser und Greifswalder Bodden nach Stralsund überführten





Die schönste Art Hausboot zu fahren ist das Ankern in einer ruhigen Bucht






Die Marina von Steinort liegt direkt vor der Ruine des Herrenhauses der Familie von Lehndorff


Wer ein wenig mehr über das Hausbootfahren in Masuren erfahren möchte, mag sich unseren letzten Film anschauen: --> Link


Anbei noch ein paar interessante Links zu den Zielen:
--> Link
--> Link
--> Link
--> Link

Wir werden über den Verlauf der Reise regelmäßig in diesem Tröt berichten. Da wir auch ein paar Freunde außerhalb des Forums haben, werden wir dies ebenfalls auf unserer homepage worldwidetours.info und auch auf unserer facebook-Seite unter worldwidetours.info tun.

Viel Spaß beim lesen und viele vom Nord-Ostsee-Kanal



Wolf

Anzeige vom Forum

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wolfworldwide am 26 Sep 2012 12:07:47

Moin, moin,

es kommt ja immer irgendwie anders als man ursprünglich geplant hat. Da wir erst zwei Tage später losfahren konnten, haben wir die Reise noch mal kurz umgedreht und schieben den Urwald von Bialowieza ans Reiseende.

Eigentlich wollten wir illegal nach Polen einreisen, weil unser WoMo schwerer als 3,5 Tonnen ist, und steuerten daher den Grenzübergang auf Usedom an, um mit der Fähre nach Wollin über zu setzen. Aber, und die Schilder sind noch ganz brandneu, der Grenzübergang in Swinemünde ist jetzt für alle Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen geöffnet. Rund 150 km können jetzt gespart werden, wenn man aus Deutschlands Norden die polnische Ostseeküste ansteuern will und ein größeres WoMo sein Eigen nennt.

Zur Fähre selbst. Die Fähre ist problemlos zu befahren, dies gilt umso mehr, da die Kaiserfahrt ja kaum Tidenhub hat. Die Rampe ist sehr breit, so dass man bei ungünstigstem Wasserstand auch schräg hochfahren kann. Im Winter oder bei starken Regen mag die Rampe ein bisschen rutschig sein, aber auch das sollte kein Problem darstellen.




Viel Platz auf der Fähre, die übrigens kostenfrei ist




Die Kaiserfahrt




Wachturm? Revierkontrollturm? Keine Ahnung, die Bauform finde ich aber spannend




Mit fröhlichen n




Wolf

HUGOSTRATZ am 27 Sep 2012 08:25:25

Hallo Wolfworldwide

Diese Indian - Summer -Tour ist eine klasse Idee!

Mal eine schöne Abwechslung zur sonstigen Süden-Reise.

Das wird nächstes Jahr mal ausprobiert.

G.H.

Anzeige vom Forum


wolfworldwide am 03 Okt 2012 18:28:52

Moin, moin,


wie doch die Zeit vergeht. Von Swinemünde sind wir über den Campingplatz Bialy Dom in Dziwnówek weiter nach Eblag gefahren. Die Reise durchs Land (Kolberg, Bialy Bor, Cziuchow, Malbork) war überaus angenehm und von wenig Verkehr geprägt. Der Campingplatz 61 in Malbork liegt zwar mitten in der Stadt und in einem Industriegebiet, ist nichts desto trotz für einen Stadt- oder Kanalbesuch überaus geeignet, umso mehr man freundlich vom Verwalterehepaar betreut wird. Die Altstadt von Elblag ist immer einen Besuch wert, erstaunlich, was die Polen dort auf die Beine gestellt haben.

Von Elblag sind wir weiter an die Masurische Seenplatte, zum Campingplatz Sonata bei Harsz, und den hatten wir, abgesehen von zwei polnischen Anglern mit einem Wohnmobil, ganz für uns alleine. Und abends machte sogar die Bar auf, in der man ein schönes Bier trinken und für wenig Geld gut polnisch essen konnte.

Harsz sind wir dann nach Piaski, bei Ruciane-Nida, und haben dort den 1140er Primus-Kormoran übernommen, mit dem wir vom Süden der Seenplatte langsam über die Kanäle und Seen in den Norden gereist sind, aber davon später.





Der Campingplatz in Elblag war noch gut besucht.





Den Campingplatz Sonata in der Nähe von Harsz hatten wir fast für uns ganz alleine





Unser WoMo konnten wir in Piaski direkt hinter dem Hausboot-Anlegesteg parken




Über etliche Kanäle und Seen ging es dann Richtung Norden





Die kleine Marina von Zielona Gaj ist an Idylle kaum zu überbieten und der Fisch im Gasthaus, dem ehemaligen Gutshaus, war phantastisch


Von Zielona Gaj ging es weiter nach Norden. Seit gestern liegen wir in der Eko Marina von Gizycko. Das Wetter ist herrlich. Wir haben auf der Terasse zu Mittag gegessen, im kurzärmligen Sommerhemd.


Viele aus Masuren, bis demnächst




Wolf

Lancelot am 03 Okt 2012 18:54:28

Toll .. :gut:

Gerade erst entdeckt : setze Lesezeichen :)

Gast am 03 Okt 2012 19:23:31

Servus Wolf,

schönen Dank, dass du uns an Eurer Reise teilnehmen läßt.

Polen ist ja - immer noch - unser 2. liebstes Reiseland. Wenn es nur nicht so oft regnen würde.... :(

Weiterhin "Gute Fahrt" und - wenigstens ab und an - ordentlich Sonne :wink:

Gast am 03 Okt 2012 19:56:24

Hallo Wolf schöner Bericht Danke !
Wir waren 2009 in diesen Ecken und ein Jahr danach wieder durch Polen bis hoch nach Tallin /Baltikum .
Können wir auch jedem empfehlen .
Bild

wolfworldwide am 04 Okt 2012 09:18:29

Moin moin Allerseits, hallo Peter,


ja, was das Wetter angeht haben wir bei unseren Polen- und Baltikumreisen eigentlich immer Glück gehabt und so auch jetzt. Wir haben in der Tat gestern wieder im kurzen Hemdchen direkt am Kanal Luczanski gesessen und lecker Hecht mit Pfifferlingen (rund 8,50 Euro) gegessen.

Heute ist es ein wenig grau und auch windig, aber meist schiebt sich das über Tag wieder hin. Wir werden heute Vormittag nochmal kurz in die Stadt, vor allem den T-Mobile-Shop besuchen, da ich zu blöd bin, zusätzliche Slotys auf unsere polnische Internet-Sim-Karte zu laden. Das Netz selbst ist wirklich gut und wir verwenden seit kurzem im WoMo bez. jetzt an Bord, einen mobilen Hotspot von Conrad-Elektronik. Eine überaus sinnvolle Anschaffung, man kann sich da mit acht Geräten (Smartphone, laptop, netbook etc.) gleichzeitig reinhängen. Der Hotspot heißt übrigens ZTE MF60 Mobile Hotspot und hat rund 85 Euro gekostet. Die Handhabung ist easy, auch in Polen, einzig das nachladen bereitet mir mangels polnischer Sprachkenntnisse Probleme.

Heute Nachmittag werden wir Gizycko Tschüss sagen und mit Südkurs wieder langsam Richtung Ausgangshafen zurückfahren. Gut möglich, dass wir die Nacht wieder in Zylona Gaj verbringen, der Zander dort war einfach phantastisch.




Hotel Sankt Bruno am Kanal Luczanski




Die kleine Straßenbrücke wird per Hand aufgekurbelt





Kiosk in der Innenstadt



Mit fröhlichen n von Bord der M/S "Klaipeda"
z.zt. Eko Marina in Gizycko



Wolf

wolfworldwide am 13 Okt 2012 20:00:28

Moin moin,


irgendwie waren wir dann auch froh, als wir mit der „Klaipeda" wieder losfahren konnten. Zwei Tage Gizycko waren wunderschön, herrliches Wetter, lecker Fisch essen und Bier trinken im kurzen Hemd auf der Terrasse, das ist schon toll, umso mehr natürlich kaum noch Touristen unterwegs waren.

Also ging es Richtung Süden mit der „Klaipeda", über die Seen Niegocin, Boczne, Jagodne, Szymoneckie und Szymon, weiter durch die Kanäle Szymonski, Miodunski wieder nach Zielony Gaj, der Fisch dort im Gasthaus des ehemaligen Gutshauses war doch zu lecker gewesen.





Indian Summer in Masuren





Auf Kanalfahrt




Natur ohne Ende





Vor dem Anlegen in Zielony Gaj




Wir begegneten kaum noch anderen Booten unterwegs, nur, wie kann es auch anders sein, auf einer der engsten Kanalstellen kam uns das einzige Kreuzfahrtschiff der Masuren, die „Classic Lady“ entgegen. Es war auch ihre letzte Fahrt der laufenden Saison, vierzig Passagiere finden in hübschen Kabinen auf dem modernen Binnendampfer Platz.

Nach einem leckerem Abendessen und einer stürmischen Nacht in Zielony Gaj, in der ich nächtens sogar die Leinen aufdoppeln musste weil es so stark wehte, starteten wir am nächsten Vormittag wieder den Bootsdiesel und machten uns weiter auf den Weg zum Ausgangshafen in Piaski.




Nix mehr los in Mikolajki



Einmal mehr passierten wir die drei Brücken von Mikolajki, fuhren am Stadthafen und der Marina längs und mussten auch dort ebenfalls feststellen: „Die Saison ist vorbei, die Touristen sind alle längst wieder zu Hause.“


Am späten Nachmittag legten wir in Piaski, dem Heimatstützpunkt der Kuhnle-Boote unweit von Ruciane-Nida, wieder an, erlebten wiederum eine stürmische Nacht in der alles schepperte was nur scheppern konnte, räumten am nächsten Vormittag aus, übergaben die „Klaipeda“ und machten uns mit dem WoMo auf den Weg Richtung Wydminy, um einen deutschen Kollegen zu besuchen, der im Auftrag verschiedener Tourismusorganisationen dort das Online-Portal „Urlaubsland Polen“ (--> Link) betreibt.


Bevor wir den Kollegen jedoch erreichten, gönnten wir uns ein tolles Mittagessen in der Karczma Stary Mlyn, das bedeutet soviel wie Dorfschänke Alte Mühle, in Upalty (etwa 15 km südlich von Gizycko), dort wird sogar das Bier selbst gebraut und x-Sorten Met gibt es ebenfalls. Schön wenn man ein WoMo hat und sich nach solch einem fulminanten Mahl auch noch einen Mittagsschlaf gönnen kann.





Karczma Stary Mlyn: Eine Dorfschänke die wir uneingeschränkt empfehlen können




Met gab es in x-Varianten. Auch zum probieren




Ein kleiner Ausschnitt der Speisekarte





Ein Genuß: Wildschweingulasch auf Kartoffelreibeplätzchen





Nach einem langen Gespräch mit unserem Kollegen machten wir uns in der Dunkelheit schließlich auf den Weg zum Hotel Galindia bei Iznota, in der Nähe von Mikolajki, eine echte Herausforderung, es begann stark zu regnen, ein Scheinwerfer gab den Geist auf, und die Anlage selbst liegt im tiefen Wald und ist nahezu unbeleuchtet. Das war alles überaus spannend.





Wir standen völlig allein auf dem Camping-Gelände beim Hotel Galindia




Ein Holz-Hotel der ganz besonderen Art





Das Sanitärgebäude ist total eingewachsen, nichts desto trotz hübsch ausgestattet





Auf dem Gelände des Eden Mazurski stehen hunderte von Skulpturen




Die Holzbildhauer müssen jahrelang daran gearbeitet haben





Soweit so gut, zwei Tage blieben wir im „Eden Mazurski“, waren völlig allein auf dem Campinggelände, einfach toll, auch im Herbst ist Masuren ein tolles Reiseziel.




Masuren macht auch im Herbst Spaß





Dobry Wieczor, sagen wir, wie es auf der Reise weiter geht kommt beim nächsten Mal, da ist ja noch die Geschichte mit der defekten Lichtmaschine und der Hinterhofwerkstatt in Posen, den diversen polnischen Mautsystemen, ach ja, und zu guter Letzt hab ich dann auch noch eine Macke ins "Blech" gefahren.



Bis bald



Wolf

Lancelot am 13 Okt 2012 20:04:37

wolfworldwide hat geschrieben:Masuren macht auch im Herbst Spaß


Man sieht´s Euch an ... :wink:

Wie verständigst Du Dich denn ? Sprichst Du polnisch ?

Maxima am 13 Okt 2012 20:19:10

Hallo Ihr Beiden,

wie schön von Euch zu lesen. Ich bin sehr begeistert von Eurem Bericht.

Weiter eine gute Reise und liebe . :hallo:

maxiworldwide am 13 Okt 2012 20:33:18

Hallo Maxima,

Schön, auch dich mal wieder zu sehen.
Inzwischen sind wir wieder daheim und ich versuche zum xten Male, unsere Website hochzuladen. Denn natürlich habe ich wieder geloggt, nur irgendwo klemmt es :-(

@ Lancelot: nein, Polnisch sprechen wir leider nicht. Ich kann ein paar Floskeln wie Guten Tag. Aber entweder verstehen die Menschen Englisch oder Deutsch oder es geht mit Händen und Füßen.

LG Maxiworldwide

wolfworldwide am 20 Okt 2012 16:18:37

Moin, moin,

wo waren wir stehen geblieben? Richtig, beim "Galindia". Diese Anlage ist schon kurios. Anfang der 1990er Jahre wurde sie von einem Warschauer Psychiater auf die Beine gestellt und ist seitdem stets gewachsen. Inzwischen ist sie ein richtiger Publikumsmagnet in der Region. Zum einen wegen der unglaublichen Skulpturen und zum anderen wegen des gebotenen Programms. Unter Anleitung wilder Galinder werden da fröhliche Spielchen veranstaltet, die wohl vor allem zum Teambuilding beitragen sollen. Für uns wäre das nichts, aber es ist schon nett zuzuschauen, wie die Gruppen beim Drachenbootfahren oder anderen Jokus "gequält" werden.
Der Campingplatz der Anlage ist wirklich amüsant und hat sagenhaft idyllische Eckchen, im Grunde für jede WoMo-Größe befahrbar, allerdings nicht ganz billig.


Dann hieß es schließlich die Rückfahrt angehen. Bialowieza mussten wir uns aus Zeitgründen leider abschminken, hilft nichts, wird nachgeholt.






Schöne Alleen in Masuren





Begegnungsverkehr auf manchmal schlanken Straßen


Um die neue Autobahn kennenzulernen sind wir schließlich Richtung Süden gefahren, nach Lomza, von dort nach Zambrow auf die S 8, Richtung Warschau. Etwa ab Wyszkow wird die zur Autobahn, zügig geht es vorwärts. Irgendwann wird sie mautpflichtig und wir haben uns bei einer Tankstelle für Viatoll registrieren lassen. Ein etwas quälend-langer Vorgang, weil die beiden Buben hinter der Kasse damit nur wenig Erfahrung hatten. Wie auch immer, nach einer Weile ging es weiter, frisch ausgerüstet mit der Viabox, und, Europa lebt doch: Die Heftstreifen für die GoBox passen exakt auch für die Viabox. Von Warschau bis zur deutschen Grenze haben wir jedoch nur ein paar Slotys verbraucht, warum, die meisten Autobahnabschnitte zwischen Warschau und der deutschen Grenze gehören ganz anderen Konzessionsträgern, und von denen wird immer ganz manierlich bar an den Mautstationen kassiert.





Architektonisch interessant: Die Autobahnführung in Warschau




Unendlich langweilig: Lärmschutzwände ohne Ende


In Posen haben wir schließlich übernachtet, auf dem Campingplatz "Malta", den können wir auch empfehlen, er gehört zu einer Hotelanlage und bietet mancherlei Komfort. Blöderweise gab vor der Rezeption unser WoMo den Geist auf, eine Kohorte fröhlicher Polen musste uns anschieben, was die auch gelassen taten.
Der polnische Pannendienst konnte auch nicht recht helfen, wie sich später herausstellte hatte die defekte Starterbatterie die Lichtmaschine "gesprengt".

Mit Hilfe des Pannendienstes landeten wir schließlich in einer echten Hinterhofwerkstatt, unser Mißtrauen war erst groß, aber nach ein paar Stunden hatte der gut englisch sprechende Chef-Elektromechaniker, der auch schon in New York City Autos repariert hat, eine Lichtmaschine und eine neue Starterbatterie besorgt und eingebaut, alles funktionierte wieder tadellos, die Rechnung war so hoch wie die der Jahresinspektion einige Wochen zuvor in Deutschland.





Für den Pannendienst gab es da nichts mehr zu retten



Ein Firmenschild das anfänglich kein Vertrauen schaffte




Eine rustikale Hinterhofwerkstatt halt




...mit eingeschränkter Aussicht


Eine Nacht blieben wir schließlich noch in Posen -ich hoffe Maxi stellt noch ein paar Fotos über diese spannende Stadt ein- und machten uns dann auf die Weiterfahrt Richtung Deutschland. Eigentlich wollten wir noch ein paar Ausstellungen in Berlin besichtigen, aber Deutschlands Kapitale war total überfüllt, also machten wir uns direkt weiter auf den Weg nach Bad Wilsnack, ein bisschen Wellness, Sauna und Schwimmen kann ja nie schaden, und die Kristall-Therme in dem Kurort unweit der Elbe ist auch recht ansprechend.



Kristall-Therme mit Stellplatz



Unser Fazit: Polen ist immer wieder ein faszinierendes Reiseland und Masuren ist auch im Herbst ein tolles Reiseziel. Wir sind wieder durchgehend jeder Menge Gastfreundschaft begegnet und haben interessante Menschen kennengelernt. Die Anschaffung eines mobilen Hotspots war eine gute Idee und mit einer polnischen pre-paid-Datenkarte kommt man beinahe überall schnell ins Internet. Und wenn man zu blöd ist, so wie ich, zusätzliche Slotys auf die Karte zu laden, dann geht man in den nächsten Telefonshop: Da wird einem freundlich geholfen.


Unsere Meinung: Polen und Masuren können wir uneingeschränkt für einen Wohnmobilurlaub empfehlen. Wir selbst werden Masuren absehbarerweise diesen Winter wieder besuchen, dort kann man wunderschön in den verschneiten Wäldern wandern und auf den zugefrorenen Seen angeln. Anm.: Wir sind einem Angler begegnet, der an einem Nachmittag zehn Hechte gefangen hat.
Im Übrigen ist auch im Winter genug Infrastruktur geöffnet, um einen unbeschwerten WoMo-Urlaub verbringen zu können.




Ergänzende Erkenntnis: Maxi fährt auch 23-Tonner


Ach so, wer die Geschichte auch noch in bewegten Bildern sehen möchte, der mag dort schauen: --> Link


Mit fröhlichen n



Wolf

Lancelot am 20 Okt 2012 16:24:14

Herzlichen Dank für´s mitnehmen .. :dankeschoen:

Muß da jetzt unbedingt auch mal hin .. :)

jukeles am 20 Okt 2012 16:51:18

Ein toller Bericht und super bebildert.
Danke dafür.

Das eröffnet ein für uns ganz neues Reisegebiet.

heidchen am 20 Okt 2012 20:21:01

Danke für's Mitnehmen, Wolf. Wieder tolle Fotos und ein interessanter Bericht. Wir haben's ja nicht weit bis Polen, haben's aber bisher noch nicht geschafft. Euer Bericht macht Lust auf's Nachfahren. :)

Gast am 20 Okt 2012 20:30:22

:daumen2:
Ein Klasse Bericht ...
Vielen Dank fürs mitnehmen aus der Uckermark , wo der Indian Summer in vollem Gange ist

wolfworldwide am 20 Okt 2012 22:41:37

Hallo Carsten,

die Uckermark mögen wir auch, da gibt es auch viel Spannendes zu entdecken.


Mit fröhlichen n



Wolf

Concordino am 20 Okt 2012 23:07:27

Hallo Wolf,

vielen Dank für Deinen interessanten und kurzweiligen Bericht. Und natürlich für die Fotos. Ich möchte Dir auch in Deiner Aussage zustimmen, dass es sich unbedingt lohnt, zu unseren Nachbarn zu reisen.

Wir waren in diesem Jahr zu ersten Mal in Polen (im August in Niederschlesien und um den dritten Oktober herum in Posen) und sind ziemlich begeistert. Auch wenn die Infrastruktur nicht wirklich auf Urlauber im Wohnmobil ausgerichtet ist. Und dass "böse Buben" ihr Unwesen treiben, wurde ja nicht nur hier schon geschrieben. Wir haben es selbst auf zwei Campingplätzen erlebt, dass Platznachbarn nachts bestohlen wurden (in Grünberg und in Posen). Das zumindest stimmt uns nachdenklich.

Eine Anmerkung zum Camping Malta in Posen sei noch erlaubt: Wir standen dort vom 28.09.-03.10.2012. Toller Campingplatz (4 Sterne), tolle Lage (fußläufig in die Stadt oder mit der Tram), Supermarkt/Bäcker/Bankomat fußläufig, Zoo fußläufig, Einkaufszentrum "Galeria Malta" mit Supermarkt fußläufig. Für polnische Verhältnisse sicher höchstpreisig (2 Personen im Womo pro Nacht: 80,- PLN). Für diesen Preis residiert man z.B. in GB auf parkähnlichen Anwesen mit blitzsauberen Sanitärhäuschen. Hier leider das Gegenteil. Die Toiletten/Duschen wurden während der ganzen Zeit nicht einmal gereinigt. Die letzte Reinigung dürfte sicher auch schon längere Zeit zurückgelegen haben. Beim bezahlen habe ich darauf aufmerksam gemacht. Was die Dame an der Rezeption jedoch nur dazu veranlasste, vehement auf ihre Unzuständigkeit hinzuweisen. Die Reaktion war also auch nicht so ganz "4-Sterne-adäquat". Wer also irgendwann dort vorbeischauen sollte: bitte gleich das Problem ansprechen (sofern es denn noch bestehen sollte). Im Übrigen: Toiletten nach westlichem Standard sollte man auf polnischen Campingplätzen nicht unbedingt erwarten. Das gilt aber ausdrücklich nur für Campingplätze, nicht für Hotels.

Viele aus Berlin.

pipo am 21 Okt 2012 10:23:05

Wirklich sehr schöner bebildeter Bericht :D
Dann kommt das Fernweh wieder hoch.


peter

wolfworldwide am 21 Okt 2012 11:54:02

Moin moin und besten Dank,

soweit es den Campingplatz Malta in Posen angeht ist sicher richtig was Concordino hier geschrieben hat. Wir haben ja alles an Bord und haben dort die Sanitäreinrichtungen überhaupt nicht von innen gesehen. Eigentlich steuern wir solche Plätze auch nur im Ausnahmefall an, weil uns das zu trubelig ist.

Malta hat einen Vorzug für uns Schleswig-Holsteiner, wenn man als Reiseziel das östliche Polen anpeilt. Er liegt etwa auf der Hälfte der Strecke und ist gut zu erreichen. Von daher werden wir ihn sicher auch diesen Winter für eine Übernachtung ansteuern, wenn wir nach Masuren fahren. Als Reiseziel, mal abgesehen davon dass Posen selbst eine spannende Stadt ist, bietet er sich für uns eher auch nicht an.

Mit fröhlichen n



Wolf

etta am 24 Okt 2012 16:53:36

Schöner Bericht,machte Spaß zu lesen.
Wir waren auch schon öfter in Poen und fühlen uns dort immer wohl.
Danke

Christel am 24 Okt 2012 18:13:41

Concordino hat geschrieben:
Eine Anmerkung zum Camping Malta in Posen sei noch erlaubt: Wir standen dort vom 28.09.-03.10.2012. Toller Campingplatz (4 Sterne), tolle Lage (fußläufig in die Stadt oder mit der Tram), Supermarkt/Bäcker/Bankomat fußläufig, Zoo fußläufig, Einkaufszentrum "Galeria Malta" mit Supermarkt fußläufig.

Oh weiha,
da habt ihr aber andere Füße wie wir. In die Stadt muß man erst einige hundert Meter zur Straßenbahnhaltestelle laufen und dann einige Kilometer bis zur Altstadt fahren. Karte muß man an einem Automaten an der Haltestelle ziehen, der leider keine Fremdsprache kann. Aber freundliche Auskunft erteilen die Damen an der Rezeption doch. Dieses Spaßbähnchen kann man wohl, um bei dem Begriff zu bleiben, fußläufig erreichen, aber das fährt nur um den See herum. Damit kommt man nicht näher an die Altstadt. Es ist eine sehr sehenswerte Altstadt. ...und hat die sauberste, öffentliche Toilettenanlage, die ich je benutzt habe. (Wo sie ist, erfährt man bei der Turistinformation.)

Concordino am 24 Okt 2012 22:38:43

Hallo Christel,

zur Staßenbahnhaltestelle sind es ca. 500 m Fußweg (mit Google Maps "gemessen"). Das finde ich nicht wirklich weit - und wir sind wahrlich keine Sportler. Der Fahrkartenautomat "spricht" auch Fremdsprachen, u.a. deutsch (im Hauptmenü auf die deutsche Flagge tippen). Also alles ganz unkompliziert. Bis zum Rathaus wirft mir Google Maps 4 km aus. Ein netter Spaziergang. Zunächst entlang am Nordufer des Maltasees, dann über die Dominsel (nicht ganz so imposant wie in Breslau) und anschließend direkt zum Stary Rynek. Sehr sehenswerte Altstadt - da bin ich zu 100% bei Dir.

Das "Spaßbähnchen" verkehrt nur zwischen dem Rondo Srodka und dem Zoo und fährt direkt hinter dem Campingplatz entlang. In die Stadt kommt man damit also nicht.

Was ich noch vergaß: die Brauerei Lech ist auch ganz in der Nähe. Kostenlose Führungen täglich. Mit Freibier.

Viele aus Berlin.

Nelson4711 am 24 Nov 2015 18:54:24

Ein ausgezeichneter Reisebericht mit herrlichen Bildern. Wir haben die Grossen Masurischen Seen auch schon mehrfach bereist auch mit einer Kormoran, uns hat auch der Masuren Waterway Guide sehr geholfen. Ankern in stillen Buchten ist natürlich ein Erlebnis und mit der Kormoran ist man ja ziemlich autark dank der großen Tanks. Allerdings muss man beim Ankern schon auf die Wetterverhältnisse achten, auch ein Beiboot wäre gut, damit man auch an Land kann. :)

Nelson4711 am 25 Nov 2015 12:21:31

Hallo Frau Sophia,
wie schon gesagt, der Beitrag ist lesenswert und ausgezeichnet.
Nun ist es uns auch gelungen das Video mit der Klaipeda, unserem Lieblingsboot, zu sehen. Auch dieses Video hat uns sehr gut gefallen.
Ihre Bemrkung von einer Woche können wir nicht teilen, wenn Sie wirklich die Entschleunigung erfahren wollen, brauchen Sie zwei Wochen mindestens. Sie waren sicher nicht im Süden, Johannisburg und im Roschsee? Auch der Niedersee ist sehr schön. Und der Schwenzaitsee bietet auch noch einiges.
Also noch mal hinfahren!
Nelson, der Kormoran Fan

xbmcg am 25 Nov 2015 13:13:31

Ich wußte gar nicht, dass es in Polen Indianer gibt, für mich war bislang der Indian Summer
eher ein Phänomen der Nord-Ost USA / Graet Lakes / Ohio / und Mittlerer Westen / Norden der
Great Plains bis rauf nach Kanada. ;-)

Aber die Amis sind ja überall !

Nelson4711 am 29 Nov 2015 20:06:14

xbmcg hat geschrieben:Ich wußte gar nicht, dass es in Polen Indianer gibt, für mich war bislang der Indian Summer
eher ein Phänomen der Nord-Ost USA / Graet Lakes / Ohio / und Mittlerer Westen / Norden der
Great Plains bis rauf nach Kanada. ;-)

Aber die Amis sind ja überall !

Lieber Forumsfreund,
die Amis sind mir natürlich wesentlich lieber als die Putinversteher?
Aber die Natur in Masuren, also auch Fauna und Flora sind einfach einmalig!
Nelson :)

Nelson4711 am 29 Nov 2015 20:17:04

Hätte Kolumbus gewusst, dass die Wikinger Amerika schon 500 Jahre früher entdeckt haben, dann hätte er sicher den Begriff Indianer nicht verwendet? Wikianer?
In Masuren sind die Galinder auch von den Wikingern beeinflusst worden. :ja:

werdag am 25 Jan 2016 09:22:03

Wunderschöner Bericht und Bilder, kann ich nur bestätigen waren im Aug.2015 auch ähnlich unterwegs in den Masuren mit Wohnmobil und Hund. Werden heuer im August wieder eine schöne Masuren Tour machen haben uns echt in das Gebiet verliebt.

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